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Keller

Statiker sagt Plattenfundament

Hallo Forumsteilnehmer,
Für den Bau unserer Doppelhaushälfte hat der Statiker ein Plattenfundament vorgesehen.
Wir haben einen normalen tragfähigen Baugrund Lehm/Lös lt. unserer Gemeinde ohne jegliches Wasservorkommen (Grund,- Hang,- oder Schichtwasser. Ich habe jetzt erfahren, dass bei einem sogenannten Plattenfundament ringsum kein Fundament bis auf den gewachsenen Boden ausgeführt wird. Was passiert dann mit dem anschließenden Nachbargebäude und wie sieht es mit der Drainage aus, diese sollte doch tiefer liegen? oder kommt da gar keine Drainage zur Ausführung?
Wäre nett wenn mir im Forum jemand diese Fragen beantworten kann.

Name:

  • Heike Ladig
  1. na da sind ja...

    noch einige fragen offen:
    mit/ohne Keller?
    Ohne Keller, Frostschürzen erforderlich...
    Mit Keller: Welcher Lasfall gemäß DINA 18195 liegt vor, Ausführung in Beton oder Mauerwerk gewünscht, Drainage überhaupt möglich, Wasser da, Keller warm oder kalt gewünscht, Dampfbremse erforderlich, etc.?
    Erst wenn alle Grundlagen ermittelt sind kann man ein Konzept unter Berücksichtigung der Wünsche und Rahmenbedingungen erstellen.....
    Gruß
    tg

  2. Hallo Herr Gebhardt

    Entschuldigung, dass ich manche Details vergessen habe zu erwähnen.
    Es kommt ein normaler Keller mit Ortbetonwänden zur Ausführung. Wasser soll ja keines da sein. Ich habe noch in Erfahrung gebracht, dass die Platte zum Nachbargebäude auf den gewachsenen Boden fundamentiert wird. ich habe schon etwas über Pumpensumpf gelesen, brauchen wir dass auch?
    Brauchen wir da eine WU Platte und wie sieht es da mit den Kanalrohren aus, die aus der Platte kommen? müssen die besonders abgedichtet sein?

    Name:

    • Heike Ladig
  3. Und wenn Ihnen

    einen Bekannter erzählt, Sie benötigen einen Flux-Kompensator, dann fragen Sie hier auch nach dem Sinn?
    Es ist immer schwierig, auf Fragen zu antworten, die aus Halbwissen und Hörensagen zusammengebastelt sind.
    Warum sollte sich der Experte bemühen, wenn eine korrekte Antwort lediglich weitere Fragen aufwerfen würde?
    Wir sind keine Glaskugel-Leser!
    Haben Sie nun Experten an Ihrer Seite oder nicht?
    Falls nein, warum nicht?
    Falls ja, warum glauben Sie denen nicht?
    Warum stellen Sie denen Ihre Fragen nicht?

    Name:

    • Herr JDB
  4. wenn sie...

    tatsächlich lehmboden haben, dann haben sie auch wasser - nämlich aufstauendes sickerwasser.
    ==> Drainage oder weiße bzw. schwarze wanne erforderlich... (Vor- und Nachteile abwägen)
    Pumpensumpf erforderlich, wenn Keller entwässert werden muß z.B. Waschbecken, Toilette etc. und tiefer liegt als öffentl. Kanal - da kommt dann die Hebeanlage rein oder der Rückstauverschluß wenn Keller "normal" entwässert werden kann... ACHTUNG: nur bei fäkalienfreien Abwasser!!!
    Grundleitungen durch Bodenplatte sollten immmer mit Rohrdurchführungen (z.B. Pentaflex) eingebaut werden... - da kommen Sie ja so leicht nicht mehr ran...
    Auf jeden Fall fachkundige Beratung kaufen.... sie bauen doch nur einmal!
    Gruß
    tg

  5. Gehen Sie mal

    mit einer Bestätigung, daß Sie kein Wasser (weder Grundwasser, noch Schichtwasser, noch aufstauendes Schichtwasser) haben zu Ihrer Gemeinde und lassen sich das bestätigen.
    Dann legen Sie das für die Planung eingesparte Geld für den Rechtsanwalt beiseite.

  6. @Herr Gebhardt @JDB

    Sehr geehrter Herr Gebhardt, herzlichen Dank für Ihre Mühe und Ausführung. Ich werde mal den Statiker diesbezüglich löchern.
    Sehr geehrter LDB oder wie Sie sich auch immer nennen, auf solche Antworten wie Sie es von sich geben, kann ich gerne verzichten. Dieses Bla Bla Bla hilft mir nicht im geringsten weiter. Das ganze hat ja nichts mit Vertrauen oder Misstrauen zu tun, sondern ich möchte im Vorfeld gewisse Dinge wissen, die von neutraler Seite einmal abgehandelt werden.
    Ich weis als Bauherr und Laie nicht was richtig oder falsch ist. Aber bevor ein Bau begonnen wird kann noch, Gott sei Dank, einiges für alle Beteiligten richtig gestellt werden. Sollte sich alle Vorgaben und Anworten in etwa spiegeln, bin ich zufrieden und kann bestimmt ruhiger schlafen. Wenn nicht, dann habe ich schon im Vorfeld das schlimmste verhindert und kann dementsprechene Maßnahmen ergreifen.
    Das ist meines Erachtens ja Sinn und Zweck dieses Forums oder sehe ich da etwas falsch? Muß ich erst warten bis der Schaden da ist? und dann erst dieses Forum besuchen? Machen Sie sich mal darüber Gedanken ;-)

    Name:

    • Heike Ladig
  7. Falsch!

    Entschuldigung, ich hatte meine "Schweinchenerkenner"-Qualitäten nicht erwähnt, also glauben Sie mir einfach.
    Sie sind nicht in der Lage, die richtigen+wichtigen Fragen zu stellen und können auch nicht gute von schlechten Antworten unterscheiden. Sie sind nachher verunsicherter als vorher.
    Was Sie wollen ist ja gut+richtig, aber Sie fischen im Dunkeln und das Wasser wird mindestens trübe bleiben!
    SO WIRD DAS NIX!
    Meine Antwort können Sie jetzt als Ausdruck hinter der Registerkarte "Gute Antworten" in Ihrem Bauordner abheften.
    :-)

    Name:

    • Herr JDB
  8. Wir

    können gerne einmal Ihre Einstiegsfrage sezieren.
    Sie ist für mich ein typisches Gegenargument für Leute, die behaupten: "Es gibt keine Dumme Fragen, es gibt nur dumme Antworten!"

    Name:

    • Herr JDB
  9. Öl auf Wogen von

    Baufrau zu Baufrau, die Qualitäten JDBs in klare Worte fassend (is doch so, JDB?): als Laie ist man Laie und ist daher auch 1) meistens nicht in der Lage, die entscheidenden Fragen stellen und die entscheidenden (Qualitäts-) Punkte herausfiltern,auf die es zu achten gilt, 2) Qualitätsfutter für Nepper wie für es sich eifach machende Bauausführende, ergo: Fachmann nehmen, der auf Ihrer Seite steht, diese Zusatzkosten nicht scheuen, spart später gewißlich blankes Geld und außerdem kilometerweise Nerven. Wer da spart, ist (Schweinchen!) echt selbst schuld und soll später nicht mit der Ich-armer-Unwissender-bin-vera*t-worden-Nummer wieder auftauchen.
    LG, Indira Simon

    Name:

    • Frau Ind-295-Sim
  10. Ich habe jetzt erfahren, dass bei einem sogenannten Plattenfundament ringsum kein Fundament bis auf den gewachsenen Boden ausgeführt wird

    Angst hat die Heike. Völlig unbegründet ! Sagt es aber nicht, sondern verrennt sich in einer aberwitzigen Fragestellung.
    99% aller unterkellerten Wohngebäude erhalten eine Plattengründung auf gewachsenem Boden! Die Platte ist das Fundament!
    Und nur weil keine Streifenfundamente geplant wurden, heißt das nicht, dass ihr Haus "schwebt".
    Andere Möglichkeit:
    Zusatzkosten flattern im Haus, weil "Plattengründung statisch erforderlich". Im Bauantrag war noch die 12er Platte und Streifenfundamente zu sehen. Das wäre dann Bauträgerstreich Nr. 1,2 oder 3...
    Das sollte dann aber auch direkter hinterfragt werden.

    Name:

    • Herr JDB
  11. @HerrJDB

    warum verunsichern Sie mit Ihren zweideutigen Aussagen Fragesteller. Sie sind hier eindeutig fehl am Platz. Wir als Laien sind nun mal keine Experten, sonst würden wir ja gar nicht auf die Idee kommen in einem solchen Forum nach Rat fragen.
    Meine Frage war doch eindeutig gestellt. Es hätte doch genügt, wenn Sie sich an die Aussage z.B. des Herrn Gebhardt angeschlossen hätten. Wenn Ihnen jedoch wichtige Angaben zu einer Äusserung fehlen, könnten Sie dies ja bei mir erfragen. Sicherlich bin ich ein Laie, und sicherlich sollte ich auch einem Statiker/Fachmann vertrauen, aber wie sagt das Sprichwort so schön, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Und hier geht es nun mal nicht um 10,-- Euro.
    Also haben Sie auf meine Fragen eine Antwort oder Empfehlung? wenn nein dann sollten Sie sich einfach zurückhalten. Dieses sogenannte Bla Bla Bla wird weis Gott zu oft in diesen Foren angewendet.
    Nichts für Ungut, aber dass wollte ich mal loswerden ;-)

    Name:

    • Heike Ladig
  12. Sorry zu spät!

    Sorry @JDB habe den neuen Beitrag nicht mehr rechtzeitig gelesen.
    Warum nicht gleich so? Das war jetzt für mich eine Antwort auf der ich aufbauen kann. Sicherlich habe ich Angst, wenn ein Statiker ein Plattenfundament vorgibt und ich dann von dritter Seite Bedenken höre. Was erwarten Sie wie ich mich da verhalten soll. Aber Schwam drüber, alle sind jetzt glücklich und dabei soll es auch bleiben.
    Grüße

    Name:

    • Heike Ladig
  13. Nun mal zur Technik.

    Da bei Ihnen Lehmboden ansteht muss entweder nach DINA 18195 T4 abgedichtet werden, zzgl. Draínage, oder Abdichtung nach DIN 18195 T6, ohne Drainage.
    Bei einer Drainage und einer Flachgründung ist folgendes zu beachten: Die Rohrsohle (der Drainage) muss mindestens 20 cm u. OK Sohle, aber nicht unter der Gründung liegen (weil die Drainage ansonsten die Gründungsebene unterspülen würde), d. h. bei den üblichen Flachgründungen würde das Drainagerohr, bei korrekter Gefälleausbildung, an seinem Tiefpunkt mit der Sohle unter der Betonsohle liegen. In diesem Fall muss die Gründung mit einer Schürze o. ä. bis UKA Rohr geführt werden. Die Konsequenz ist, dass man trotz Flachgründung doch (meistens) Streifenfundamente einbauen muss, so dass man von vornherein die günstigere Streifenbfundamentgründung wählen sollte.
    Schöne Grüße aus Bochum

  14. Was

    sollen die Schönen Grüße aus Bochum, wenn der eigentliche Inhalt des Beitrags eine erneut "angstmachende" TheoretikerOffenbarung ist?
    Eine Flachgründung benötigt sicherlich wegen einer Drainage keine Streifenfundamente! Wenn ich einen Lastausbreitungswinkel von 45 ° berücksichtige, dann sollte die Lage der Drainage kein Problem darstellen. Ich glaub's nicht. *kopfschüttel*
    Schöne Grüße, auch nach Bochum

    Name:

    • Herr JDB
  15. Herr JDB,

    Sie versuchen in Ihren Beiträgen mit markigen Worten Eindruck zu schinden, bringen jedoch nur wenig produktives zustande. Hinzu kommt noch, dass Sie leider nur mit Halbwissen glänzen können und damit alle Leser verunsichern.
    Narürlich darf das Drainagerohr nicht innerhalb des Lastausbreitungskörpers der Drainage verlegt werden, doch das ist i. d. Regel nicht das Problem. Problematisch sind Auswaschungen von Feinanteilen im Bereich der Gründung, die sich einstellen können. Durch die Drainage werden Strömungen im Untergrund ausgelöst, die sich immer in Richtung des Rohres bewegen, weil sie sich dort entspannen können. Jeder Fliesmechanismus geht i. d. Regel mit einem Partikeltransport einher, so dass sich durchaus kleinere Hohlräume bilden können, die zu Setzungsproblemen führen können. Für eine genaue Beurteilung der Verhältnisse sind daher umfangreiche Untersuchungen notwendig, deshalb ist es i. d. Regel einfacher und sinnvoller die Gründungsebene bis auf UKA Drainage zu führen.
    Schöne Grüße aus Bochum

  16. Nur Ihr ruhiger Ton macht noch keinen Bauherrn froh!

    Bei einer 20er Sohlpatte + 5 cm Sauberkeitsschicht stehen 25 cm Höhe zur Verfügung. Bei einem normalen EFHA ist hier ausreichend Gefälle ausbildbar, ohne dass noch irgendwo "gebuddelt" werden müsste.
    Die Sohlplatte funktioniert und die Drainage funktioniert.
    Am Rande:
    Ich gehe davon aus, dass in Ihrem Beitrag "Lastausbreitungskörpers der Drainage"
    eigentlich "Lastausbreitungskörpers der Sohlplatte" heißen sollte?

    Name:

    • Herr JDB
  17. "mmmh"

    Zitat:
    -------
    --->", so dass man von vornherein die günstigere Streifenbfundamentgründung wählen sollte."
    -------
    das eine Streifenfundamentgründung günstiger sein soll halte ich für ein Gerücht ... "weil":

    • 1.) ein BVA mit geschalten Streifenfundamente kommt teurer als eine Plattengründung (!)
    • 2.) Streifenfundente gegen Erdreich ... sobald locker Boden wie Kies oder Sand ansteht ist mit enormen Mehraufwand (Mehrmasse) beim Ausschachten zu rechnen ... der statisch vorgesehene Querschnitt plus min. 7 cm muss eingehalten werden (!)
    • 3.) Streifenfundament gegen Erdreich ... Mehraushub wurde unter 2.) genannt jetzt kommt der Beton dazu (!)
    • 4.) das solche sicher lastabtragende Streifenfundamente ordentlich gewehrt werden müssen leuchtet noch ein? ... Betondeckung und gerade Fläche unten? = Sauberkeitsschicht erfoderlich (!)
    • 5.) Sauberkeitsschicht erfoderlich ... sprich am nächsten Tag kann erst bewehrt und betoniert werden ... eventl. einfallende Gräben sind nachzuschachten (!)
    • 6.) Streifenfundamente und z.b. kiesiger Boden beim Betonieren rutschen Erdteile ab und vermischen sich mit der Bewehrung ... = In Ordnung?
    • 7.) Streifenfundamente gegen Erdreich = keine XPS Aussendämmung ohne zusätzlichen Schalungsaufwand möglich (!) bei der Plattengründung hab ich wenigstens die Möglichkeit die Stirnflächen 7+30 cm (Sauberkeitsschicht + Platte) zu dämmen (!)
    • 8.) Streifenfundamente keine wirksame Dämmung unter der Bodenplatte möglich (!)

    Fazit:
    ------
    Wenn man eine Streifenfundamentgründung nach statischer und Dämmtechnischer Sicht richtig machen würde wäre die teurer "als" eine Plattengründung (!)
  • Zustimmung und Ergänzung zum Thalhammer-Beitrag

    Wer strikt "Rohrsohle mindestens 20 cm unter der OK der Bodenplatte" einhalten will, kann gerne aus der Plattengründung (20 cm,25 cm) eine Plattengründung mit "Randverdickung" auf 30 cm ausführen. Damit haben dann auch evtl. erbsenzählende Besserwisser keinen Wind mehr im Segel.
    Aber wir driften ab.
    Ich hoffe, dass sich die Fragstellerin nicht erneut verunsichern ließ!

    Name:

    • Herr JDB
  • @Liebe Forumsteilnehmer

    vielen Dank für die vielen teils interessanten Beiträge. Zumindest weis ich jetzt worauf es ankommt und kann mal den Rohbauunternehmer darauf ansprechen. Wenn ich die Beiträge richtig interpretiere spricht nichts gegen ein Plattenfundament, wenn alle Vorgaben und Regeln eingehalten werden.
    Eine Frage hätte ich noch, die sich hier stellt:
    Macht es nun Sinn oder spricht etwas dagegen die Platte an den Rändern auf gewachsenen Boden zu gründen, damit die eventuellen Drainageprobleme ordnungsgemäß ausgeführt werden kann?
    Im übrigen zur Frage von @Herrn JDB, es wurde vertraglich nicht definiert ob Steifen oder Plattenfundament, hier steht "nach Vorgabe der Statik". Diese Entscheidung ist also dem Statiker überlassen worden. Er hat die Plattenstärke mit 20 cm angegeben zuzgl. Sauberkeitsschicht und doppelt gelegter Folie im Bereich der tragenden Wände.
    Grüße

    Name:

    • Heike Ladig
  • gewachsener Boden

    ist der Löß auch. Der Gegensatz zu gewachsenem Boden ist Auffüllung, und darauf sollte man nur gründen, wenn man von einer gelichmäßigen ausreichenden Verdichtung ausgehen kann. Sie meinen vermutlich mit gew. Boden Festgestein (im Gegensatz zu Lockergestein wie Löß).


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