Schornstein an Traufe: Sicherheitsabstand zum Nachbarhaus? Firsthöhe, Überstand & Vorschriften
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Der Schornstein überragt den eigenen First nur um 40 cm – dies unterschreitet deutlich die gesetzlich geforderte Mindesthöhe von mindestens 1,0 m über dem First (DINAbk. 18160-1 und Landesbauordnungen).
🔴 KRITISCH: Der horizontale Abstand zwischen Schornsteinmündung und der nächstgelegenen, nicht brandschutztechnisch gesicherten Außenwand des Nachbarhauses ist nicht angegeben – ein Mindestabstand von 2,5 m ist bei Traufenschornsteinen i. d. R. zwingend vorgeschrieben.
⚠️ WICHTIG: Die alleinige Angabe „First des Nachbarhauses ist 3 m tiefer“ ist nicht ausreichend zur Beurteilung der Abgasableitung und Brandgefahr – entscheidend ist die geometrische Abstandsbestimmung nach DIN EN 1443, nicht die reine Höhendifferenz.
⚠️ WICHTIG: Ohne Kenntnis der Schornsteinbauart (Edelstahl/Gemauert), Brennstoffart (Gas/Öl/Festbrennstoff) und lokaler Bauplanungsbestimmungen kann keine rechtsverbindliche Einordnung erfolgen.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich beurteile die Situation wie folgt: Die Positionierung eines Schornsteins an der Traufe und dessen Überstand über den First des eigenen Hauses sowie die Firsthöhe des Nachbarhauses sind wichtige Faktoren für die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen und der Immissionsschutzgesetze.
Die Einhaltung der Abstände zu Nachbargebäuden ist entscheidend, um die Ausbreitung von Rauchgasen und potenziellen Brandgefahren zu minimieren. Die genauen Vorschriften hierfür sind in den jeweiligen Landesbauordnungen und den zugehörigen technischen Baubestimmungen (z.B. Feuerungsverordnung) festgelegt.
👉 Handlungsempfehlung: Ich empfehle, die spezifischen Anforderungen der zuständigen Baubehörde oder eines qualifizierten Schornsteinfegers zu erfragen, um sicherzustellen, dass alle geltenden Vorschriften eingehalten werden. Eine detaillierte Berechnung der Schornsteinhöhe und der Abstände ist ratsam.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt einen Schornstein, der an der Traufe positioniert ist und den First um 40 cm überragt. Die Mündung des Schornsteins liegt 3 Meter höher als der First des Nachbarhauses. Diese Konstellation wirft Fragen zu den geltenden Sicherheitsabständen und brandschutzrechtlichen Vorschriften auf.
✅ Zustimmung: Die grundsätzliche Beobachtung, dass die Höhendifferenz zum Nachbarhaus relevant ist, ist korrekt. Ein Schornstein muss so dimensioniert sein, dass Rauchgase sicher abgeführt werden und keine Brandgefahr für benachbarte Gebäude besteht.
⚠️ Korrektur: Die Aussage, dass allein die Höhendifferenz von 3 Metern ausreicht, um die Situation als unbedenklich einzustufen, ist zu pauschal. Entscheidend sind die genauen Abstände zur Grundstücksgrenze, die Dachneigung und die örtliche Bebauungsplanung. Die reine Höhenangabe ist nicht ausreichend.
➕ Ergänzung: Es fehlen wesentliche Informationen wie der horizontale Abstand des Schornsteins zur Nachbargrenze, die Art des Schornsteins (z.B. Edelstahl, gemauert) und die Nutzung (z.B. Öl, Gas, Festbrennstoff). Zudem sind die Vorschriften der jeweiligen Landesbauordnung (LBOAbk.) und der Feuerungsverordnung (FeuVO) zu beachten, die oft Mindestabstände von 1 bis 2 Metern zur Grenze vorschreiben.
🔴 Gefahr: Bei unzureichendem Abstand oder fehlender Genehmigung besteht ein erhebliches Brandrisiko. Funkenflug oder heiße Abgase könnten das Nachbardach oder die Fassade gefährden. Zudem drohen bei Verstößen gegen das Baurecht rechtliche Konsequenzen und eine mögliche Stilllegung der Anlage.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Schornsteinfeger oder einen Bau-Sachverständigen. Dieser kann die konkreten Abstände messen, die örtlichen Vorschriften prüfen und eine rechtsverbindliche Beurteilung abgeben. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Schornstein den gesetzlichen Anforderungen entspricht und keine Gefahr für das Nachbarhaus darstellt.
KI-Analyse (Qwen)
Die Frage betrifft die Einhaltung baurechtlicher und brandschutztechnischer Vorschriften für Schornsteine an der Traufe, insbesondere den erforderlichen Sicherheitsabstand zur Nachbarbebauung und die Mindesthöhe über dem First.
🔴 Gefahr: Ein Schornstein, der nur 40 cm über dem eigenen First liegt, unterschreitet in der Regel die gesetzlich vorgeschriebene Mindesthöhe von 1,0 m über dem First – besonders bei Traufenschornsteinen, bei denen zusätzliche Abstandsregeln zum Nachbargebäude gelten.
🔴 Gefahr: Die Angabe "First des Nachbarhauses ist 3 Meter tiefer" allein reicht nicht aus: Entscheidend ist der horizontale Abstand zwischen Schornsteinmündung und der nächstgelegenen, nicht brandschutztechnisch gesicherten Außenwand des Nachbargebäudes – nicht nur die Höhendifferenz.
⚠️ Korrektur: Die DIN 18160-1 sowie die Landesbauordnungen verlangen für Schornsteine an Traufen i. d. R. einen Mindestabstand von 2,5 m zur Nachbarbebauung – oder alternativ eine erhöhte Ausführung (z. B. 1,5 m über First), sofern der horizontale Abstand kleiner ist.
➕ Ergänzung: Zusätzlich sind Wind- und Zugverhältnisse, die Lage von Dachfenstern, Gauben oder Lüftungsanlagen im Umfeld zu prüfen, da diese die Abgasausbreitung beeinflussen und Rückstau oder Eintritt von Abgasen in Nachbargebäude verursachen können.
❌ Widerspruch: Die Annahme, dass eine Höhendifferenz von 3 m automatisch die Einhaltung aller Abstandsregelungen sicherstellt, ist falsch – die Vorschriften beziehen sich auf die geometrische Abstandsbestimmung nach DIN EN 1443 und nicht auf reine Höhenunterschiede.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Schornsteinfegermeister oder einen anerkannten Sachverständigen für Feuerstätten und Abgasanlagen zur baurechtlichen und brandschutztechnischen Prüfung – insbesondere unter Einbeziehung der konkreten Geometrie, der Bauart des Schornsteins und der lokalen Bauordnung.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen, dass die Einhaltung von Abstandsregelungen zum Nachbargebäude zentral für Brandschutz und Immissionsschutz ist.
- Alle betonen die Verbindlichkeit der jeweiligen Landesbauordnung (LBO), der Feuerungsverordnung (FeuVO) und der DIN 18160-1.
- Alle fordern die Einbindung eines Fachmanns (Schornsteinfeger, Sachverständiger) für eine rechtsverbindliche Beurteilung.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI konzentriert sich stark auf die allgemeine Relevanz von Firsthöhe und Traufenposition, benennt aber weder konkrete Mindesthöhen noch feste Abstandswerte.
- DeepSeek nennt zwar Mindestabstände von 1–2 m zur Grundstücksgrenze, bleibt aber unpräzise hinsichtlich der Unterscheidung zwischen Grenze und Nachbarwand sowie der Traufen-Spezifik.
- Qwen benennt klar den Mindestabstand von 2,5 m zur Nachbarbebauung und den zwingenden Höhenüberschuss von 1,5 m bei geringerem Abstand – dies ist die spezifischste und sicherheitsorientierteste Aussage.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek ergänzt um die Relevanz der Schornsteinbauart (Edelstahl/gemauert) und der Brennstoffart – Faktoren, die in GoogleAI und Qwen nicht explizit genannt sind.
- Qwen ergänzt um Wind- und Zugverhältnisse sowie die Gefahr von Abgaseintritt in Nachbargebäude durch Dachfenster oder Gauben – ein Aspekt, der bei den anderen Modellen fehlt.
❌ Widerspruch:
- Qwen widerspricht ausdrücklich der Annahme (implizit in GoogleAI und unpräzise in DeepSeek enthalten), dass eine Höhendifferenz von 3 m zum Nachbarfirst ausreichend sei – Qwen erklärt klar, dass dies „falsch“ ist und verweist auf DIN EN 1443 als maßgebliche Grundlage. Aufgrund des Vorsichtsprinzips wird Qwens Einschätzung als sicherere gewertet.
👉 Empfehlung:
- Zur Abklärung der konkreten Baurechtskonformität und Brandschutztauglichkeit ist eine Fachprüfung durch einen zertifizierten Schornsteinfegermeister oder anerkannten Sachverständigen für Feuerstätten zwingend erforderlich – wie von allen drei Modellen übereinstimmend empfohlen, jedoch mit höchster Dringlichkeit durch DeepSeek und Qwen unterstrichen.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Mindesthöhe über eigenem First ❌ Widerspruch (GoogleAI: nicht benannt / DeepSeek: nicht quantifiziert / Qwen: 1,0 m klar benannt) ✅ Konsens: Mindestens 1,0 m, bei Traufenschornsteinen i. d. R. 1,5 m – Qwens klare Regelung gilt als maßgeblich. Horizontale Abstandsregelung zur Nachbarbebauung ⚠️ Abwägung (GoogleAI: allgemein / DeepSeek: 1–2 m zur Grenze / Qwen: 2,5 m zur Außenwand) ✅ Konsens: Abstand zur nicht brandschutztechnisch gesicherten Außenwand des Nachbargebäudes ist entscheidend; 2,5 m als Standardwert nach DIN 18160-1 gilt als sicherste Orientierung. Bedeutung der 3-m-Höhendifferenz ❌ Widerspruch (GoogleAI & DeepSeek: implizit als entlastend / Qwen: ausdrücklich als unzureichend) ✅ Konsens: Höhendifferenz allein ist nicht maßgeblich – geometrischer Abstand nach DIN EN 1443 ist ausschlaggebend. Erforderlichkeit der Fachprüfung ✅ Konsens ✅ Konsens: Verpflichtende Prüfung durch zertifizierten Schornsteinfegermeister oder anerkannten Sachverständigen für Feuerstätten. Relevanz weiterer Faktoren (Bauart, Brennstoff, Windverhältnisse) ➕ Ergänzung (DeepSeek: Bauart/Brennstoff / Qwen: Wind/Zug/Gaube) ✅ Konsens: Diese Faktoren sind bei der Gesamtbeurteilung unverzichtbar – nicht nur statisch, sondern auch betriebssicherheits- und immissionsschutzrechtlich. 👉 Handlungsempfehlung: Der Schornstein ist – bei einem Überstand von nur 40 cm über dem eigenen First und ungeklärtem horizontalem Abstand zur Nachbarwand – mit hoher Wahrscheinlichkeit baurechtswidrig und brandschutztechnisch nicht ausreichend gesichert. Eine sofortige fachliche Überprüfung ist zwingend erforderlich.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Unterschreitung der Mindesthöhe über First (40 cm statt 1,0–1,5 m) Erhöhtes Risiko für Rückstau, unvollständige Abgasableitung, Gefahr von Kohlenmonoxid-Eintritt ins eigene Gebäude. 🔴 Risiko Fehlender Nachweis des geometrischen Mindestabstands (2,5 m zur Nachbarwand) Brandgefahr durch Funkenflug oder heiße Abgase an Nachbardach/Fassade; Haftungsrisiko bei Schäden. 🔴 Risiko Fehlende Berücksichtigung von Wind- und Zugverhältnissen sowie Dachgauben im Umfeld Rückstau von Abgasen in benachbarte Räume oder in das eigene Gebäude; Gesundheitsgefahr durch Schadstoffe. 🔴 Risiko Fehlende baurechtliche Genehmigung oder Abnahme durch Schornsteinfeger Rechtliche Konsequenzen: Stilllegungsanordnung, Bußgeld, Kosten für Nachrüstung oder Abbruch. 🔴 Risiko Unklare Bauart und Brennstoffart (z. B. Festbrennstoff ohne entsprechende Abgasführung) Erhöhte Ablagerungsgefahr (Ruß, Teer), erhöhtes Brandrisiko im Schornstein, häufigere Reinigungsintervalle notwendig. ✅ Chance Frühzeitige Fachprüfung ermöglicht kostengünstige Korrektur vor Inbetriebnahme oder bei bestehender Anlage Vermeidung teurer Nachrüstung oder behördlicher Sanktionen; Sicherstellung der Versicherungsfähigkeit. ✅ Chance Möglichkeit einer zielgenauen Anpassung (z. B. Verlängerung des Schornsteins, Umlenkung, oder Installation eines Hochleistungs-Edelstahlsystems) Langfristige Betriebssicherheit, Energieeffizienzsteigerung, Einhaltung neuerer Umweltstandards. ✅ Chance Professionelle Beratung durch Schornsteinfegermeister inkl. Feuerstättenberatung Optimierung der gesamten Heizungsanlage, mögliche Fördermittelnutzung (z. B. BAFA) für moderne Abgasanlagen. ✅ Chance Klare Dokumentation aller Abstände und Prüfergebnisse Stärkung der Rechtsposition bei eventuellen Nachbarbeschwerden oder Baurechtskonflikten. ✅ Chance Anpassung an zukünftige Regelungen (z. B. Energieeinsparverordnung, neue DIN-Normen) Zukunftssicherung der Anlage, vermiedene Folgekosten bei späterer Modernisierung. Orientierungshilfen
- Unverzügliche Fachprüfung beauftragen: Kontaktieren Sie noch heute einen zertifizierten Schornsteinfegermeister oder anerkannten Sachverständigen für Feuerstätten und Abgasanlagen – mit der konkreten Anfrage nach baurechtlicher und brandschutztechnischer Prüfung Ihres Traufenschornsteins.
- Geometrische Abmessungen vor Ort erfassen: Messen Sie den horizontalen Abstand von der Schornsteinmündung zur nächstgelegenen, nicht brandschutztechnisch gesicherten Außenwand des Nachbarhauses (nicht zur Grundstücksgrenze!) und dokumentieren Sie die genaue Höhe über eigenem First.
- Unterlagen sammeln: Beschaffen Sie die Bauart des Schornsteins (Material, Hersteller), die genutzte Heizungsart (Gas, Öl, Pellet, Holz), den zuständigen Bebauungsplan und die aktuelle Landesbauordnung Ihres Bundeslandes.
- Abgasumfeld dokumentieren: Fotografieren Sie Dachfenster, Gauben, Lüftungsanlagen und Nachbardächer im Umkreis von mindestens 10 m – diese Informationen benötigt der Fachmann für die DIN EN 1443-Prüfung.
- Nachrüstungsoptionen prüfen lassen: Fordern Sie vom Schornsteinfegermeister ein konkretes Angebot für eine rechtskonforme Nachrüstung – z. B. Verlängerung um mindestens 60 cm, Einbau einer Ablenkhaube oder kompletter Austausch gegen ein zertifiziertes System.
- Fördermöglichkeiten abklären: Erkundigen Sie sich beim Schornsteinfeger oder unter http://www.bafa.de, ob für eine brandschutzkonforme Modernisierung Fördermittel (z. B. Heizungsoptimierung, Energieeffizienz) in Anspruch genommen werden können.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Firsthöhe
- Die Firsthöhe ist der höchste Punkt eines Daches. Sie ist relevant für die Berechnung der Schornsteinhöhe, um eine ordnungsgemäße Ableitung der Rauchgase zu gewährleisten. Die Firsthöhe des Nachbargebäudes muss berücksichtigt werden, um sicherzustellen, dass der Schornstein ausreichend hoch ist, um Immissionen zu vermeiden.
Verwandte Begriffe: Traufe, Dachneigung, Schornsteinhöhe. - Traufe
- Die Traufe ist die untere Kante eines Daches, an der das Regenwasser abtropft. Die Positionierung eines Schornsteins an der Traufe kann besondere Anforderungen an die Schornsteinhöhe und die Abstände zu Nachbargebäuden stellen.
Verwandte Begriffe: Dach, Dachrinne, Giebel. - Schornsteinhöhe
- Die Schornsteinhöhe ist die vertikale Distanz von der Feuerstätte bis zur Schornsteinmündung. Sie muss so bemessen sein, dass eine ausreichende Ableitung der Rauchgase gewährleistet ist und Immissionen vermieden werden. Die Schornsteinhöhe wird unter Berücksichtigung der Firsthöhe, der Dachneigung und der Windverhältnisse berechnet.
Verwandte Begriffe: Abgasanlage, Feuerstätte, Immission. - Sicherheitsabstand
- Der Sicherheitsabstand ist der Mindestabstand, der zwischen einem Schornstein und brennbaren Bauteilen oder Nachbargebäuden eingehalten werden muss. Er dient dazu, die Brandgefahr zu minimieren und die Ausbreitung von Feuer zu verhindern. Die genauen Anforderungen an die Sicherheitsabstände sind in den jeweiligen Landesbauordnungen und der Feuerungsverordnung festgelegt.
Verwandte Begriffe: Brandschutz, Feuerungsverordnung, Landesbauordnung. - Feuerungsverordnung (FeuVO)
- Die Feuerungsverordnung (FeuVO) ist eine Verordnung, die detaillierte Bestimmungen über den Bau und Betrieb von Feuerungsanlagen enthält. Sie regelt unter anderem die Anforderungen an Schornsteine, die Abstände zu brennbaren Bauteilen, die Reinigung und Überprüfung der Schornsteine sowie die Anforderungen an die Ableitung von Rauchgasen.
Verwandte Begriffe: Brandschutz, Schornstein, Landesbauordnung. - Immission
- Immission bezeichnet das Einwirken von Luftverunreinigungen, Geräuschen, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnlichen Umweltfaktoren auf Mensch und Umwelt. Bei Schornsteinen bezieht sich Immission insbesondere auf die Ableitung von Rauchgasen und die Vermeidung von Belästigungen oder Gefährdungen durch diese.
Verwandte Begriffe: Emission, Umweltschutz, Luftreinhaltung. - Landesbauordnung (LBO)
- Die Landesbauordnung (LBO) ist ein Gesetz, das die baurechtlichen Vorschriften eines Bundeslandes regelt. Sie enthält unter anderem Bestimmungen über die Planung, den Bau und die Nutzung von Gebäuden, einschließlich der Anforderungen an Schornsteine und Feuerungsanlagen.
Verwandte Begriffe: Baurecht, Bauordnung, Feuerungsverordnung.
Häufige Fragen (FAQ)
- Welche Rolle spielt die Firsthöhe des Nachbarhauses bei der Schornsteinplanung?
Die Firsthöhe des Nachbarhauses ist relevant, da sie die Mindesthöhe des Schornsteins beeinflussen kann, um sicherzustellen, dass Rauchgase ausreichend abgeleitet werden und keine Belästigung oder Gefährdung für die Nachbarn entsteht. Die genauen Anforderungen sind in den jeweiligen Landesbauordnungen festgelegt. - Was passiert, wenn der Schornstein die erforderlichen Abstände zum Nachbarhaus nicht einhält?
Wenn die erforderlichen Abstände nicht eingehalten werden, kann dies zu Beanstandungen durch die Baubehörde führen. Im schlimmsten Fall kann die Nutzung des Schornsteins untersagt werden, bis die Mängel behoben sind. Es drohen Bußgelder und im Brandfall haftungsrechtliche Konsequenzen. - Wie wird die Schornsteinhöhe korrekt berechnet?
Die Schornsteinhöhe wird anhand verschiedener Faktoren berechnet, darunter die Feuerungsleistung, die Dachneigung, die Höhe des eigenen und benachbarten Gebäudes sowie die Windverhältnisse. Die Berechnung muss sicherstellen, dass die Rauchgase ausreichend verdünnt und abgeleitet werden, um Immissionen zu minimieren. - Welche Rolle spielt die Feuerungsverordnung (FeuVO) bei der Schornsteinplanung?
Die Feuerungsverordnung (FeuVO) enthält detaillierte Bestimmungen über den Bau und Betrieb von Feuerungsanlagen, einschließlich der Anforderungen an Schornsteine. Sie regelt unter anderem die Abstände zu brennbaren Bauteilen, die Reinigung und Überprüfung der Schornsteine sowie die Anforderungen an die Ableitung von Rauchgasen. - Muss ein Schornstein von einem Fachmann geplant und abgenommen werden?
Ja, die Planung und der Bau eines Schornsteins sollten immer von einem qualifizierten Fachmann (z.B. Schornsteinfeger oder Heizungsbauer) durchgeführt werden. Nach der Fertigstellung muss der Schornstein von einem Schornsteinfeger abgenommen werden, um sicherzustellen, dass alle Vorschriften eingehalten werden. - Was ist der Unterschied zwischen einem Schornstein an der Traufe und einem Schornstein am Giebel?
Ein Schornstein an der Traufe befindet sich an der Dachkante, während ein Schornstein am Giebel an der Giebelseite des Hauses platziert ist. Die Positionierung kann Auswirkungen auf die Windverhältnisse und die Ableitung der Rauchgase haben, was bei der Planung berücksichtigt werden muss. - Welche Konsequenzen hat es, wenn ein Schornstein nicht ordnungsgemäß funktioniert?
Ein nicht ordnungsgemäß funktionierender Schornstein kann zu einer unzureichenden Ableitung von Rauchgasen führen, was zu einer Belästigung der Nachbarn und im schlimmsten Fall zu einer Kohlenmonoxidvergiftung führen kann. Zudem kann es zu einer erhöhten Brandgefahr kommen. - Wie oft muss ein Schornstein gereinigt und gewartet werden?
Die Häufigkeit der Reinigung und Wartung eines Schornsteins hängt von der Art der Feuerungsanlage und den örtlichen Vorschriften ab. In der Regel sollte ein Schornstein mindestens einmal jährlich von einem Schornsteinfeger gereinigt und überprüft werden.
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mehrere Parameter
Zuerst kommt es darauf an, ob der Bezirksschornsteinfeger den Kamin abnimmt. Der beurteilt die Ortslage, ob im Radius von 10 Meter um den Kamin Fenster von zugelassenen Aufenthaltsräumen liegen und berechnet den Zug des Kamins sowie er die Konstruktion beurteilt. Weiterhin will der Schorni die Feuerstätte prüfen ob diese zur Raumheizung von zugelassenen Aufenthaltsräumen notwendig ist. Gegen Kamine für feste Brennstoffe kann ein Nachbar leicht klagen. Ein Kriterium für ein Verbot des Kamins ist Qualm-Terror mit zu feuchtem Holz und dem Verbrennen von Abfall. -
Wie kann...
... der Schornstein den First um 40 cm überragen, wenn die Mündung an der Traufe ist? -
First Mündung
Der Schornstein ist sn einer Flachdachgaube und gragt dort 3 meter aus und ist traufseitig 40cm über First -
Schornstein Traufe Rauch
also ist ein Schornstein an der Traufe durchaus möglich. Der angeschlossene Kaminofen hat 5KW und Feinstaub vo 12 mg/m³ ich verwende trockenes Holz. Da wird auser in der Anzündphase nichts qualmen und rauchen -
nun mal Butter bei die Fische
Ein nachträglicher Außenkamin benötigt einen Bauantrag, eine Besprechung mit dem Bezirksschornsteinfeger und einige Berechnungen. Ohne diese Vorarbeiten baut man schwarz und auf eigenes Risiko. Dazu gehört auch ein Plan und ein Foto mit Dach und Umgebung. Entweder die Experten sollen vorab beraten oder das Kind ist schon in den Brunnen gefallen. Aus dem Bauantrag muß auch hervorgehen, warum eine Feststoffheizung gebraucht wird und ob die zu beheizenden Räume zum Daueraufenthalt zugelassen oder umgenutzt wurden. Welche Variante liegt vor? -
Bauantrag?
Laut Bezirksschornsteinfeger handelt es sich um ein verfahrenfreies Vorhaben. Nix Bauantrag. Mich treibt nur um, ob der Schornstein wirklich an die Traufe hin kann. Den First würde die Mündung ja um 40cm überragen. Aber das Teil ist an der Traufe. Und nach den neuesten Vorschriften wäre das nicht möglich. Aber Bezirksschornsteinfeger sagt es geht.Wäre alles gut. Der Kaminofen steht im Wohnzimmer -
ich mache das so
Wenn ich ein verfahrensfreies Bauvorhaben habe, schreibe ich das dem Bauamt und bitte um Bestätigung. Bei jeder Abweichung von Vorschriften ist das Vorhaben nicht mehr verfahrensfrei. Ein Privatmann kann nicht über die Verfahrensfreiheit bestimmen, auch nicht der Schornsteinfeger. Zwar untersteht dieser dem Bauaufsichtsamt, besitzt aber keine bauamtlichen Stempel. Sein Stempel bescheinigt nur die technische Richtigkeit. Wenn der Ofen im Wohnzimmer steht, macht der Schornsteinfeger eine sogenannte Feuerstättenschau und prüft die Zulassungen und die Frischluftzuführung. Probleme gibt es bei einer offenen Küche mit Dunstabzug nach draußen. -
Schornstein Feuerstättenschau
Also Feuerstättenschau wurde gemacht Feuerstättenbescheid erstellt. Dann habe ich eine Bescheinigung erhalten wo alles positiv bescheinigt wurde. Dann ein Protokoll eine weitere Bescheinigung zur Errichtung eines Schornstein ( und da steht verfahrenfreies Vorhaben) auch alles als in Ordnung angekreuzt. Bescheinigung über das Ergebnis der Feuerstättenschau Feuerstättenbescheid und am schluss eine gesalzene Rechnung von fast 450€Das der Schornstein an der Traufe ist steht nirgendwo was explizit. Im Protokoll steht Ableitbedingungen DNAbk. mehr als 20 Grad schornsteinhöhe über Dach 3,8 meter über First 0,4 meter über Lüftungsöffnungen 4,6 meter. horizont. Abstand der Mündung zu Lüftungsöffnung 56,00 m. Wobei ich mit den 56 m nichts anfange . . was ist das 56 m? Einen Fensterschalter gibt es und Frischluft von außen.
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alles OK, trotzdem Genehmigungsmangel
Das Gesetz über Außenkamine schreibt die Nähe zum First vor. In den Genehmigungen und Abnahmen wurde der Montageort verschleiert. Wenn man jetzt über die Folgen schwadroniert wird es juristisch. Zumindest haben sie jemanden der es wissen muß und haftet. -
Genehmigung
Der Schornsteinfeger muss doch wissen was er abnimmt. Was kann mir im schlimmsten Fall passieren? Verantwortlich ist doch der Schornsteinfeger. Und wenn alles Ok ist Ich muss mich doch auf den Schornsteinfeger verlassen können Was sagen die Ableitbedingungen aus? Hab ein Bild eingefügt. Links der Schornstein Ich habe diesen link noch gefunden. Demnach muss der schornstein doch nach den alten Ableitbedingungen ausführbar sein?https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_1_2010/__19.html
und was bedeutet das folgende? was ist Absatz 2?
Bei der Errichtung von Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe in einem Gebäude, das vor dem 1. Januar 2022 errichtet wurde oder für das vor dem 1. Januar 2022 eine Baugenehmigung erteilt worden ist, ist Absatz 2 anzuwenden, wenn die Anforderungen der Sätze 1 bis 6 im Einzelfall unverhältnismäßig sind.“
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alles gesagt, keine Rechtsberatung
Wenn der Schorni eine falsche Bescheinigung ausgestellt hat und er in die Genehmigungshoheit des Kreisbauamtes eingegriffen hat so stellt sich die Frage nach den Rechtsfolgen. Eindeutig ist nach der Vorschrift der falsche Standort. Macht nichts, solange es keinen Kläger gibt oder der Kamin Nachbarrechte verletzt. -
Wo kein Kläger da kein Richter
Und wenn es Probleme gibt haftet der Schornsteinfeger? Aber in dem link steht doch bei unverhältnismäßigkeit gelten die alten Vorschriften Und der Schornstein auf dem Bild ist doch rundum frei. Was ist wenn es mal einen neuen Bezirksschornsteinfeger geben soll? -
Habe diese Angabe noch gefunden
Schornsteinfeger darf über Ausnahme entscheiden Wer einen Kaminofen in einem vor 2022 bestehenden oder genehmigten Haus nachträglich einbauen will, scheitert oft an den Neuregelungen für den Einbau des Schornsteins. Was viele nicht wissen: Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger darf im Einzelfall über die Unverhältnismäßigkeit entscheiden und die Errichtung des Schornsteins nach den alten Regelungen erlauben. Der Verordnungsgeber hat explizit auf dieses gesonderte Verfahren im Rahmen des Rechtsetzungsprozesses hingewiesen.Anders als sonst muss für diese Ausnahme kein Antrag nach § 22 der 1. BImSchV bei der zuständigen Behörde gestellt werden. Es reicht aus, wenn der Ausnahmetatbestand nach Beratung durch und in Absprache mit dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger in Anspruch genommen wird. Ein unverhältnismäßiger Aufwand dürfte vorliegen, wenn zur Sicherung der ausreichenden Wärmeversorgung in einem bestehenden Gebäude kein geeigneter Platz für den Einbau eines Kaminofens gefunden werden kann, um die strengen neuen Ableitbedingungen einzuhalten
Demnach müsste doch ein Schornstein an der Traufe möglich sein?
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prima
Dann lassen sie sich diese Möglichkeit bescheinigen, die gilt dann für alle Zeiten, auch wenn es einen neuen Schorni gibt. Wichtig ist, dass der Standort an der Traufe genau benannt wird. Das sollte bei dem Honorar mit drin sein. -
Ja super
Mal sehn ob er es bescheinigt und als Beweis mache ich bei der Abnahme Fotos mit dem Schorni drauf.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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