Kamin und Kachelofen

Kaminofen umbau zum Kombiofen

Hallo zusammen,
ich hätte folgende Frage. Kann mann an einen Kaminofen keramische Züge anbauen.
Hintergrund:
Da ich an einem bestehenden Kaminofen einen neuen Kamin anbauen muss - es soll ein zweiter Ofen im Haus in den bestehenden Kamin angeschlossen werden dies ist bei uns nicht erlaubt - und dieser ein innen Edelstahlkamin wird muss der Ofen sowieso versetzt werden. Ich würde den Platz gerne Nutzen um die Wärmeleistung des Kaminofen zu erhöhen und keramische Züge anbauen. Geht das überhaupt?
Danke für eure Hilfe.

Name:

  • oknittel
  1. Das wird vermutlich

    nicht möglich sein.
    Geräte der Bauart 1 dürfen zu dritt an einem Schornstein betrieben werden.
    Da Sie das nicht dürfen gehört Ihr Einsatz nicht zu der Kategorie.
    Geräte an die ein Zug angeschlossen werden darf sind aber immer Bauart 1.
    Ergo können Sie das nicht.
    Wäre es nicht sinnvoller einen neuen, für eine Nachheizfläche zugelassenen, Heizeinsatz, zu kaufen?
    Das wäre billiger als ein neuer Schornstein und obendrein auch noch zukunftssicher.

  2. Bauart 1?

    Danke für die schnelle Antwort.
    Der Aufbau ist zu Zeit wie folgt:
    IST
    1 Doppelkamin im Keller Ölheizung und im gleichen Kamin im DGA ein Kaminofen. Im zweiten Schacht Leitungen der Solaranlage - zu teuer zum umbauen.
    SOLL
    Eine weitere Feuerstelle im EGA - laut kaminifeger darf nur 1x Öl und 1 weitere Feuerstelle in einen Kamin. Daher muss ich wohl einen neuen Innenkamin bauen.
    Wenn ich Sie richtig verstanden habe und im Haus Öfen der Bauart 1 angeschlossen werden (keine Ahnung was für eine Bauart eine Ölheizung ist) können alle in einen Kamin (Zug) geleitet werden.
    Wenn dem so ist ist es natürlich sinnvoller den Ofen zu tauschen da der neue Kamin ja auch nicht um sonst ist :-)

  3. Begriff Kaminofen

    Hallo,
    meinen Sie wirklich Kaminofen (als Ofenart)?
    Einen Kaminofen, können Sie niemals zu einem Kombiofen umbauen.
    Aber vielleicht meinten Sie einen Heizkamin oder Heizeinsatz.
    Ein Kaminofen sieht so aus wie z.Bsp. Bild unten (freistehen, "verkleidet", transportabel)
    http://www.promofen.de

    Anhang:

    Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.
  4. Doch einen Kaminofen

    Doch ich meine einen Kaminofen. Die Idee ist die Abgasluft wie bei einem Kombiofen durch keramische Züge zu leiten um eine größere Wärmeleistung zu erhalten.
    Der Ofen selber soll natürlich nicht umgebaut werden. Die Abgasführung schon.

  5. Ich bin davon

    ausgegangen dass Sie einen Heizkamin mit Einsatz haben.
    Mit einem Kaminofen geht gar nichts.
    Ihr Schornsteinfeger hat auch recht.
    Sie sollten schon wenn Sie eine Frage stellen dies komplett machen.

  6. Keinen neuen Kamin

    Heist das, wenn ich den Ofen wechseln würde, dass man dann keinen neuen Kamin benötigt?

  7. Frage war komplett gestellt

    Ich hatte meine Frage komplett gestellt und immer von einem Kaminofen gesprochen und nie von einem Heizkamin. Der Vorschlag einer anderen Feuerstelle kam von Ihnen und ist durchweg Positiv. Denn wenn man sich durch Neukauf einer anderen Feuerstelle den Bau des Kamiens sparen kann ist die Preisdifferenz mit Sicherheit nicht mehr so hoch.

  8. Mit Absprache Schornsteinfeger....

    ... haben wir diesen Prototypen aus unseren Red Flame-Steinen gebaut. Über 200 kg Speichermasse auf einen normalen günstigen Kaminofen. Die Hohlräume des Kaminofens sind mit Schwerschamotte ausgefüttert worden. Der Ofen gibt rund 8 Stunden Wärme ab und ist morgens noch recht warm.
    Grüße aus MM
    Walter Haussmann
    OSA

    Anhang:

    Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

    Name:

    • Herr Wal-2132-Hau
  9. Sieht gut aus

    Das kommt meiner Idee sehr nahe, ich wollte das ganze nur seitlich anbringen, da ich dort zwangsweise Platz bekomme, wenn ich dort einen neunen Kamin / Schornstein bauen muss.

  10. Und Sie wissen nicht was Sie tun

    Wenn man eine DINA-Geprüfte Feuerstätte verändert, erlischt automatisch die Zulassung für die Feuerstätte. Dazu bräuchte man eine Einzelabnahme. Diese Einzelabnahme kann nicht der Schornsteinfeger aussprechen.
    Ergo: Wenn der Schornsteinfeger seine Arbeit richtig ausführt, wird er solche Feuerstätten still legen.
    Als Beispiel ein Vergleich mit dem Auto: Es wird in ein zugelassenes Auto ein Scheibenwischer eingebaut, das keine Betriebserlaubnis mit dem Auto hat. Bei einer Fahrzeugkontrolle durch "unsere Freunde" wird das Fahrzeug aus dem Verkehr gezogen, da durch den unerlaubten Einbau eines Scheibenwischers die Betriebserlaubnis des Autos erloschen ist. Dadurch auch kein Versicherungsschutz besteht. Analog verhält es sich auch mit unserem Kaminofen.
    Darum kann ich so etwas nicht verstehen, wenn solche Vorschläge von "Fachmänner" kommen.
    Entweder mit den "alten" Ofen leben, oder eine passende Feuerstätte einbauen.

  11. Stimmt ... aber ....

    Feldversuche sind doch völlig normal. Wird von vielen so angewendet. Und der Versicherungsschutz erlischt nicht. Dies kann man mit den Parteien absprechen. So hart wie bei Fahrzeugen ist das nicht. Zumal es auch dort rote Nummern bei der Zulassungsstelle gibt!!!
    Ausnahmen bestätigen die Regel.....
    Grüße aus MM
    Walter Haussmann
    OSA

    Name:

    • Herr Wal-2132-Hau
  12. Zulassung Feuerstelle

    Bein einem Kaminofen verstehe ich Ihre Argumentation mit der DINA Norm bzw. Abnahme. Wie aber sieht das mit einem individuellen Bau eines Ofens aus. Der kann keinen keine Abnahme haben, da dieser ja individuell gebaut wird. Um beim Vergleich mit dem PKW zu bleiben müsste ja für jeden Ofen eine Einzelabnahme einer "TÜV" Stelle erfolgen bei der überprüft wird, ob alle Funktionen den Vorgaben entsprechen. Ob dem so ist entzieht sich meiner Kenntniss. Wenn dem nicht so ist gibt es aber bestimmt einen Ermessensspielraum.

  13. So ist es.....

    Grüße aus MM
    Walter Haussmann
    osa

    Name:

    • Herr Wal-2132-Hau
  14. Einem Kaminofen

    einen Zug anzuhängen ist schlicht nicht möglich.
    Ein solcher Ofen ist geprüft und muss einen Mindestwirkungsgrad von 75% haben.
    Da bleibt schlicht so gut wie nichts übrig was gespeichert werden könnte.
    Die Alternative wäre ihn mit mehr Holz zu beheizen als zugelassen ist.
    Das ist schlicht aus Sicherheitsgründen unzulässig.
    Ergo: Herr Semmelmann hat ohne wenn und aber recht.
    Da gibt es auch keinen Ermessensspielraum.
    Im Übrigen muss jeder Ofen geprüft sein.
    Beim Grundofen wird das (noch) durch die Einhaltung der TROL, und die Bestätigung des Handwerkers dass er sie eingehalten hat, ersetzt.
    Das ist aber auch bald (2015) vorbei.
    Dann wird sich manche Spreu vom Weizen trennen.


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