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Kamin und Kachelofen

Holzverbrauch beim Kombiofen, Bedienungsanleitung

Hallo Forum!
Wir haben vor 1 Jahr unser Wohnzimmer vergrößert und einen Kombiofen einbauen lassen.
Mit der Optik und Handhabung sind wir sehr zufrieden. Wir können gerade in der Übergangszeit noch recht kurzfristig entscheiden, ob wir den Ofen anfeuern wollen.
Ich bin jedoch überrascht wie viel Holz wir benötigen. Wir haben in einem Jahr ca. 12 rm Buchenholz verbrannt.
Nun einige Daten.
Es handelt sich um einen Heizeinsatz Spartherm Speedy M mit Thermobox der mit ca. 5 cm starkem Schamott ummauert ist.
Es sind mehrere Konvektionsklappen eingebaut, die warme Luft abgeben.
2 im Wohnzimmer
1 in der Küche
1 im Flur
Die Klappen zum Flur und Küche sind fast immer geschlossen.
Die Stube hat eine Fläche von 48 qm mit 2 Außenwänden und vielen Fenstern.
Das Haus ist Baujahr 1981 bzw. der Anbau der Stube 2006.
Die Heizlast für das Wohnzimmer würde ich mit 90 W/qm festlegen wollen.
Die Wärmeverluste durch Überheizen schätze ich auf 10%, die Verluste an andere Räume durch geöffnete Klappen ebenfalls auf 10%.
Der Gasverbrauch wurde von 20000 Kwh auf 10000 Kwh gesenkt.
Berechnungen:
12 rm Buchenholz entsprechen ca. 22800 Kwh.
Da die Einsparung 10000 Kwh beträgt, ergibt sich ein Wirkungsgrad von 44%. Zuzüglich der 10% Überheizen ergibt sich ein Wirkungsgrad von 54%.
Bei der jetzigen Witterung von 6 °C Außentemperatur und 21 °C Innentemperatur verbrauchen wir pro Tag in 12 h ca. 20 kg Buchenholz. Die Klappen zu den weiteren Räumen sind geschlossen. Hieraus ergibt sich ein Wirkungsgrad von ca. 48%.
Meistens legen wir 2-3 Lagen Holz auf. Ich schätze die Masse auf 4-5 kg. Dann brennt das Holz mit voller Luftzufuhr ab.
Weil mir der Verbrauch zu hoch erschien, habe ich nach 20 min. die Luftzufuhr auf ca. die Hälfte reduziert, konnte aber den Verbrauch nicht spürbar senken.
Mein Ofenbauer gab mir bei der Inbetriebnahme den Tipp die Luftzufuhr erst nach dem Abbrand zu schließen, um das Holz möglichst heiß zu verbrennen. Das die Verbrennung bei hohen Temperaturen am Besten abläuft leuchtet mir ein. Ich vermute jedoch, dass viel Wärme sprichwörtlich zum Schornstein hinaus geblasen wird, da die Thermobox gar nicht so schnell die Wärme aus den Abgasen aufnehmen kann.
Kann mir hier ein Fachmann Hinweise geben, wie ich meinen Kombiofen möglichst effizient einsetzen kann?
Danke

  1. Sie haben keinen

    Kombiofen sondern einen Heizkamin.
    Den Wirkungsgrad haben Sie ja passend geschätzt.

  2. Haben Sie Tipps für mich?

    Hallo Herr Kern,
    ich lese in diesem Forum schon länger, und habe natürlich gehofft, dass ein Fachmann wie Sie meinen Text liest.
    1. Können Sie, oder jemand anderer, mir Tipps zur Bedienung geben, damit ich den Holzverbrauch optimieren kann?
    Danke

  3. Haben Sie Tipps für mich?

    Hallo Herr Kern,
    ich lese in diesem Forum schon länger, und habe natürlich gehofft, dass ein Fachmann wie Sie meinen Text liest.
    1. Können Sie, oder jemand anderer, mir Tipps zur Bedienung geben, damit ich den Holzverbrauch optimieren kann?
    Danke

  4. Ich lese hier nur Luftzufuhr...

    Hat ihr Ofen auch eine Abgasklappe im Rauchrohr?
    gruss

  5. Entschuldigung, oben fehlt die Frage )-:

    Hallo Herr Kern,
    ich lese in diesem Forum schon länger, und habe natürlich gehofft, dass ein Fachmann wie Sie meinen Text liest.
    1. Können Sie, oder jemand anderer, mir Tipps zur Bedienung geben, damit ich den Holzverbrauch optimieren kann?
    Bislang beschicken wir den Kamin mit ca. 4-5 kg Holz und lassen das Holz dann mit voller Luftzufuhr abbrennen. Nach jeweils 3-4 Stunden wiederholen wir den Vorgang dann, usw.
    Danke

  6. Von einer Abgasklappe

    ist mir nichts bekannt.
    Durch Reduzieren der Luftzufuhr kann ich das Feuer schon deutlich verringern, sogar ganz abwürgen.

  7. Wenn wir annehmen

    dass Sie pro Abbrand 4,5kg verbrennen und den Abbrand nach 3,5h widerholen dann haben Sie, bei einem angenommenen Wirkungsgrad von 70% insgesamt 12,6 kWh erzeugt entspricht einer Heizleistung von im Mittel 3,6 KWA.
    Das ist natürlich für Ihre Räumlichkeiten nicht sehr viel.
    Ob der Wirkungsgrad des Heizkamines besser oder schlechter ist als hier angenommen vermag ich natürlich nicht zu sagen.

  8. Wird der Wirkungsgrad

    größer, wenn ich die Luftzufuhr reduziere und den Ofen stündlich mit 1-2 kg Holz beschicke?
    Ich habe das im letzten Winter probiert. Jedoch kokelte das Feuer vor sich hin und die Glut ging verloren. Außerdem war es uns zu kalt im Wohnzimmer.
    An die Fachleute im Forum: Wie müsste die "optimale Bedienung" im Sinne von Energieeinsparung aussehen?
    Danke

  9. Die Abgasklappe ist

    bei meinem Ofen die einzige Möglichkeit denn Ofen deutlich zu beeinflussen. Luftabdrehen führt zur unvollständigen Verbrennung.
    Ich kann mir vorstellen wie dein Ofen das Holz ungebremst durch den Kamin zieht, entspricht bei mir einer Verbrennung mit offener Abgasklappe.
    Wenn der Kamin (offensichtlich) einen zu guten Zug hat und eine Abgasklappe nicht eingebaut werden kann, kann man mal mit dem Schornsteinfeger die Möglichkeit des Einbaus eines Zugbegrenzers besprechen.
    gruss

  10. Zugbegrenzer nachrüsten?

    Was sagen die Fachleute, macht es Sinn einen Zugbegrenzer einzubauen?
    Und wo wird der Zugbegrenzer eingebaut?
    Es zeigen sich Parallelen zu Herrn Furchs Ofen, da ich beim Reduzieren der Zuluft, oder bei geringer Auflagemenge (<2kg)keine ordentliche Verbrennung bekomme.
    Ist meine Annahme falsch, dass ich den Ofen genügend über die Zuluft steuern kann?

  11. Heizkamin/Kombiofen

    Ein Einbau eines Zugbegrenzers (Nebenluftvorrichtung) wird wahrscheinlich keine nennenswerte Verbesserung ergeben. Da durch die Konstruktion Ihres Heizkamins mit der Thermobox bei mehrmaliger Holzauflage die Abgastemperatur steigt. Durch die höhere Abgastemperatur wird auch der Schornsteinzug höher. Diesen hohen Schornsteinzug kann man mit einer Nebenluftvorrichtung in der Regel auf ein Normalmass nicht reduzieren. Eine Verbesserung wird wahrscheinlich eine Drosselklappe im Abgasrohr bringen. Diese Drosselklappe erhöht den Widerstand im Abgasrohr. Dadurch brennt das Feuer ruhiger und gleichmäßiger. Die meisten Hersteller von Heizkaminen schreiben eine Drosselklappe vor.
    Eine wesentliche Verbesserung des Wirkungsgrades Ihres Heizkamins wird aber auch eine Drosselklappe nicht bringen.
    Ein Kombiofen = Kachelofen mit keramischen Heizgaszügen.
    Ihr "Danke" = ein Heizkamin.

  12. Habe die Reinigungsklappe entfernt

    Das Feuer brennt ruhiger.
    Ich habe auch mit weniger Holz pro Abbrand heizen können.
    Ob es wirtschaftlicher ist muss ich noch testen, mehr Arbeit ist auf jeden Fall, aber ich spiele gerne mit dem Feuer...
    Nun wird die warme Luft aus dem Wohnzimmer gezogen.
    Was mich zur Frage führt, wo der Zugbegrenzer optimalerweise angebracht wird.

    • Eine Reinigungsklappe befindet sich im Wohnzimmer, dort beginnt der Schornstein.
    • Eine weitere auf dem Dachboden.
    • An das Rauchrohr kann man durch die Konvektionsklappen gelangen. Es sind 2 Öffnungen am Rauchrohr mit Blechen verschlossen.

    Würde der Zugbegrenzer in eine bestehende Reinigungsklappe eingebaut werden?
    Ich habe einen Schiedel SIH Schornstein mit 200 mm Durchmesser.
    Die Länge beträgt ab Bodenplatte ca. 8 m.
    Danke

  13. Zugbegrenzereinbau

    ...hab gestern Abend auch noch kurz getestet und am Ende der Flammphase und geschlossener Abgasklappe mal die Putztür (bei mir im Keller) geöffnet. Auch bei mir wurden die Flammen dann noch ruhiger.
    Ich werde das Ganze heut oder morgen nochmal bei maximalem Abbrand testen.
    Einbau wär bei mir kein Problem..entweder über die Putztür oder am Kamin unter der Kellerdecke (dann wär auch ncoh eine zusätzliche Aussenluftzuführung denkbar).
    Bei einem Haus mit Bodenplatte müsste der Begrenzer mE auch unterhalb der Kaminzuführung sein. Sofern der Kamin eine Hinterlüftung hat (meiner hat noch Lüftungsgitter unterhalb der Putztür)kann vielleicht hier die Luft gezogen werden.
    Dazu sollte aber ein Fachmann noch befragt werden.
    gruss

  14. Info vom Schornsteinfeger

    Ein Zugbegrenzer ist nicht erlaubt. Es könnten Rauchgase austreten.
    Alternative wäre eine Drosselklappe im Rauchrohr, aber diese muss von außen zu bedienen sein, geht wegen der Schamottverkleidung natürlich auch nicht.
    Was sagen die Fachleute?

  15. Dann mal hier lesen

  16. Bedienung optimieren

    Bauliche Maßnahmen habe ich zur Akte gelegt.
    Bleibt somit die Bedienung.
    Ich habe meinen Ofenbauer angerufen.
    Er wird mir noch einmal Tipps zur Bedienung geben.
    Viel Hoffnung habe ich nicht, aber besser als gar nichts.
    Sofern jemand noch Ideen hat, sollte er hier posten, ich bin für jeden Hinweis dankbar.


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