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Ich habe folgende Frage: Ich habe eine ...

... Ich habe folgende Frage:

Ich habe eine Firma beauftragt, einen abgeriebenen und geglätteten Gipsputz herzustellen und hierbei auf die Norm: DINA 18202 Tabelle 3 Zeile 7 verwiesen.

Welche Qualität (Q1, Q2, Q3, Q4) muss hierdurch erreicht werden.

Über eine stichhaltige und nachvollziehbare Antwort wäre ich sehr dankbar!

Anhang:

Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

Name:

  • Markus
  1. hier:

  2. Danke für den Hinweis-Link. Diesen hatte ...

    ... ich mir bereits mal genauer angesehen. Das Problem dahinter ist, das nicht konkret auf die DINA 18202 verwiesen wird. Wenn das klar würde, wäre mir sehr geholfen.

    Aber dennoch danke!

  3. Die 18202...

    ... regelt Ebenheitstoleranzen. Nicht Oberflächengüten. Steht da auch drin.

    Die "Ausschreibung" ist untauglich, wie dort korrekt steht. Welche Oberflächengüte zu erwarten ist, steht da auch drin.

    Fazit: hier klaffen Erwartung (vermutlich Q4) und Anspruch (Q2) auseinander. Das hätte aber explizit angegeben werden müssen. So einfach ist das, oder auch nicht

  4. Okay. Vielen Dank für diese Antwort. ...

    ... Das bringt mich schon ein ganzes Stück weiter!

    Wie hätte denn ihrer Meinung nach eine korrekte Ausschreibung lauten müssen, sofern man mindestens einen Q3 Putz erwartet/benötigt. Mich irritiert etwas die Aussage nach der Ebenheitstoleranz (suggeriert mir persönlich etwas wie eine Oberflächlichenbeschaffenheit). Im Link wird ja in den Tabellen weiter hinten im Dokument auch wieder auf eben jene Ebenheitstoleranzen zurückgespiegelt.

  5. Ausschreibung wäre dann wohl...

    Grundsätzlich gilt DINA 18202 nach Tabelle 3 Zeile 7 (Erhöhte Anforderungen) als vereinbart. Oberfläche: abgerieben und geglättet, Q3

    DIN 18202 reglementiert nur größere Wellen und Beulen in der Fläche.

    Die Qualitätsstufen der Oberfläche regeln grob gesagt:
    Q2 - tapezierfertig mit normaler Tapete (z.B. Raufaser Mittelkorn)
    Q3 - tapezierfähig mit Makulaturtapete oder streichfähig mit füllenden Anstrichen
    Q4 - malerfähig mit feinen Anstrichen (Achtung auch hier gilt noch nicht Streiflichfreiheit, diese muss extra vereinbart werden und während der Verarbeitung muss bereits die Belichtungssituation der späteren Nutzung vorhanden sein.)
    Diese Qualitätsstufen regeln also auch die Zulässigkeit von Traufelschläge, Riffelungen, Kratzern, Lunkern, Luftblaseneinschlüsse usw.

  6. Wenn ich das nun richtig verstehe, ...

    ... bedeutet das, dass lediglich die Aussage abgerieben und geglättet einen Anhaltspunkt zur Qualität des Putzes gibt?

  7. Ja

    ...und wenn nichts genaueres vereinbart ist, dann können Sie nur Q2 erwarten.

  8. Das würde ich auch so sehen!

    Wenn nichts anderes vereinbart ist.

    Schlechter und unzureichend formulierter Ausschreibungstext!

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  9. Den Ausschreibungstext hat die ausführende Firma ...

    ... verfasst. Da habe ich wohl nicht aufgepasst. Das hat man nun davon. Ist wohl der klassische Fall von "verarscht" worden. Danke an die Kommentatoren für Ihre Antworten und Stellungnahmen. Ich resümiere somit, dass ein Q3 Putz auf Grund von "abgerieben und geglättet" hätte zur Ausführung kommen müssen.

  10. Im Normalfall lässt man sich so ...

    ... ein - vermutlich kostenloses - Angebot auch erklären und stellt Fragen an den Unternehmer, wenn man sich unsicher ist. Wenn Sie einfach blind beauftragen ist es am Ende immer Ihr Problem, der Unternehmer kann keine Gedanken lesen und die von Ihnen gewünschte Qualität daraus ersehen. Sie können ja nachträglich noch über den Mehraufwand für Q3 verhandeln, auch das steht Ihnen immerhin noch offen.

    Preislich haben Sie bestimmt auch nur Q2 angeboten bekommen, zumindest ist erstmal nichts anderes zu vermuten. Somit wäre ich an Ihrer Stelle vorsichtig mit dem Wort "Verar****".

  11. Belassen wir es dabei. Ich habe ...

    ... nicht aufgepasst und das würde demnach wohl ausgenutzt. Die Aussage, dass die Wand im Nachhinein lediglich gestrichen werden soll (keine Tapete o.ä.) reichte an der Stelle wohl nicht aus.

    Von meiner Seite - Thread Ende

  12. Tja, so wird es sein!

    Wie Herr Schroer das beschrieben hat. Die Firma möchte ja suggerieren möglichst viel zu liefern, was Sie aber tatsächlich nicht bekommen.

    So ist das nun mal, da heißt es immer aufpassen, aufpassen, aufpassen und noch mal aufpassen.

    Aber das passiert jedem, dass man entweder im Leistungstext mal nicht aufgepasst hat oder in den Vorbemerkungen oder selbst etwas vergessen hat auszuschreiben, was hinterher für Ärger und Mehrkosten sorgt, auch mir passiert das. Da kann sich nun halt mal niemand von frei sprechen.

    In Ihrem Fall werden Sie wohl nachverhandeln müssen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  13. Moment mal!

    In der Ausschreibung steht "malerfertige Oberfläche"?
    DAS könnte man dann schon als Q3-Anforderung interpretieren.

    Ansonsten ist "gerieben und geglättet" standardmäßig in Q2 zu erwaten, also "tapezierfertig"

  14. Hab ichs mit den Augen???...

    ... wo steht was von malerfertiger Oberfläche? Und selbst der Begriff wäre noch ziemlich dehnbar (von Q2 bis Q4)...

  15. Bitte noch mal lesen...

    MoRüBe bitte noch mal den Beitrag Nr. 11 lesen und anschließend gleich noch mal das Putzmerkblatt mit den Erläuterungen, was Q2, Q3 und Q4 bedeutet.

    ...und dann noch mal meinen letzten Beitrag lesen, in dem ich fragend Bezug genommen habe auf die etwas schwammige Formulierung des Fragestellers in Beitrag Nr. 11. Vielleicht wird dann einiges klarer und wir stellen fest, dass eigentlich bereits alles erschöpfend geschrieben worden ist.

  16. das war es schon...

    ... nach dem 3.ten Beitrag....


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