Holzschutz, Holzschäden, Holzsanierung

Holzfußboden mit alten Holzschutzmittel

Liebe Forumsmitglieder, Wir bitten um Ratschläge bzw. Erfahrungswerte. Wir wohnen in einer Mietwohnung im Altbau von 1903 in ehemals Ostberlin. Im Sommer diesen Jahres wurde unser Holzfußboden auf 100 Quadratmeter beschliffen und anschließend mit Parat Hartwachsöl behandelt (2 x aufgetragen mit Rolle und Pinsel ohne Zwischenschliff). Der Schleifstaub wurde von dem Handwerksbetrieb im Großen und Ganzen beseitigt, wir haben aber festgestellt, dass die 3.70 m hohen Wände und Decken mit Feinputz überall noch mit Feinstaub behaftet sind. In einem Zimmer muss der Boden ehemals stark mit Holzwurm befallen gewesen sein, bei ca der Hälfte des Zimmers sieht man die Spuren. Weil es ca. 6 Wochen immer noch chemisch roch und Symptome wie Augenbrennen, morgens taube Zunge, bei unseren Kindern Hautexzeme auftraten, gaben wir Holzproben aller Zimmer zur Analyse, die wurden zu einer einzigen Mischprobe gemacht mit folgendem Ergebnis:
ppDT 1,9 mg/kg (BG 03), Lindan 1,3 mg/kg (BG 0,1), Tris(2 Butoxyethyl)-phosphat 24(BG 0,5), Blei 1404 mg/kg (BG 0,6), Arsen 6,8 mg/kg (BG 2,6), Chrom 76 mg/kg, Kupfer 5,3 (BG 0,6) Zink 976 (BG 0,6), Quecksilber 0,35 (0,05). Was sollen wir jetzt tun? Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

Name:

  • Stefan
  1. Holzschutzmittel

    Wenn in den Klammern die Grenzwerte angegeben sind und überschritten werden, ist das ein Problem für den Vermieter.

    Der muß als erstes benachrichtigt und mit realistischer Fristsetzung zur Abhilfe aufgefordert werden.

    Offenbar sind gesundheitliche Beeinträchtigungen deutlich sichtbar.

    Ein weiterer Schritt könnte das Ordnungsamt in Berlin sein. Die werden auch Fachleute kennen, die die Beeinträchtigungen von Amts wegen, messen können. Das könnte zu einer Untersagung der Nutzung führen.

    Vermutlich ist es mit Mietminderung nicht geregelt, sondern die Wohnung muß in einen einwandfreien Zustand versetzt werden. Das bedeutet vermutlich vorübergehender Auszug in..?? auf Kosten des Vermieters. Der kann zwar die Miete dann weiterhin bekommen. Aber er könnte über diesen Vorfall in große Schwierigkeiten kommen.

    .

    Name:

    • Pauline Neugebauer
  2. Euer Problem ist Holzschutz Farbe. Traurig ...

    ... ist erstens, dass die Firma hätte damit rechnen müssen und dementsprechend arbeiten müssen (Absaugen des Staubes bei Entstehung) und zweitens, dass der STAUB das Problem ist und weniger das Holz. Schade dass die eine Mischprobe gemacht haben... Ihr habt zwar akute Probleme, aber wegen/seit der Arbeiten und nicht wegen der vorher evtl. vorhandenen Raumluftkonzentration an Holzschutzmittel. Der extreme Bleiwert ist IN der Farbe kein Problem, sondern erst, wenn man das lackierte Holz schleift oder verbrennt. Blei und Quecksilber reizen nicht die Atemwege. Wegen der Reizung dringend Raumluft untersuchen lassen. Vielleicht war/ist auch das Lösungsmittel des Hartwachses reizend. Falls Lindan (Hylotox) zum Einsatz gekommen war gegen die Holzwürmer, sollte es zwar beim Schleifen noch mal kurz zu riechen gewesen sein, aber nicht nach 6 Wochen, zumal die Hartwachsschicht ja absperrt.


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