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Holzschutz, Holzschäden, Holzsanierung

Sachverständige/r für Hausschwamm und andere Pilze

Kauf einen Altbau und es wird nie langweilig ...
Hallo zusammen,
nachdem unsere Frage bezüglich des Innenputzes schnell und ausführlich beantwortet wurde, haben wir gleich das nächste Problem.
In unserem Altbau (1936) mit Holzbalkendecke hat es im laufe der Jahrzehnte jemand besonders gut gemeint mit der Sarnierung.
(Hier stellt sich schon die erste Frage: Seit wann gibt es wohl Linoleumböden in Holzoptik?)
Jedenfalls hat dieser Linoleum die darunterliegende Nadelholzdielung wirklich "jung" gehalten, war aber leider vollflächig verklebt. Damit der Dielung überhaupt nichts passiert und diese wirklich geschont wird, hat ein kluger Mensch auf das Linoleum noch Spanplatten genagelt und das ganze mit sehr schönen grauen Linoleumfliesen beklebt. Darauf befand sich dann der Teppich des Mieters.
Da der Boden inzwischen eine Durchbiegung von etwa 4 cm aufwies und auch recht fröhlich geschwungen hat, wir sowieso den Aufbau der Holzbalkendecken/Böden sehen wollten, haben wir uns entschlossen, den Boden im 1. OGA in diesem Raum zu öffnen.
Nachdem wir die Balkenlage durch Lochbohrungen bestimmen konnten haben wir in der Raummitte den Boden zwischen zwei Balken mit der Säge herausgetrennt und aufgenommen. Innen fanden wir eine Schüttung aus altem Bauschutt (Putz, Ziegel, Asche und Holzreste) vor, teilweise fehlten schon die Einlegebretter auf denen die Schüttung eigentlich liegen sollte. Alles ist wirklich Staubtrocken (im wahrsten Sinne des Wortes) Allerdings ist die Oberfläche der Schüttung leicht verfestigt (wie eine Kruste), was in meinen Augen für zurückliegende Feuchtigkeit spricht (wahrscheinlich war die Schüttung nicht wirklich trocken). Genau in der Mitte des Raumes konnten wir dann aber mehr leben feststellen als uns lieb ist. Hier fanden wir an beiden Holzbalken einen gelblichen Belag aus dünnen fasern vor, der aber anscheinend sehr trocken ist, sich leicht abkratzen lässt, aber leider organisch aussieht. Diese Hauchdünnen Fasern durchziehen auch teilweise die Schüttung und werden wohl feine, dichte Mycel eines Pilzes sein. Ein Balken ist auch dementsprechend rissig und Morsch (Würfelbruch leicht erkennbar) der andere macht allerdings noch einen recht "knackigen" Eindruck. Die Dielenbretter waren in keinster Weise befallen, die Ränder der Mycel sind klar nach oben und seitlich beschränkt. In anbetracht der Zeit, die sich dieser Pilz wohl schon in dieser staubtrockenen Umgebung aufhalten muss, hoffe ich auch einen schlummernden, wenn nicht sogar toten Vertreter seiner Art.
Nachdem ich mir nun meinen Frust von der Seele geschrieben habe stellen sich folgende Fragen:
1. Brauchen wir unbedingt einen Sachverständigen, der uns die Befallsart bestimmt, da wohl echter Hausschwamm nicht auszuschliessen ist. Allerdings möchten wir kein Gutachten, das sich nach einem Sanierungsangebot richtet und sind daher auf der Suche nach jemanden, der wiklich unabhängig ist. Die Suche in den gelben Seiten war leider recht erfolglos. Kann uns einer der Fachleute vielleicht einen Kollegen aus dem Raum Ruhrgebiet, vorzugsweise Oberhausen, Essen, Mülheim, Duisburg empfehlen?
2. Sieht man im Moment wohl nur die obere Begrenzung des Befalls. Natürlich werden wir den Restlichen Boden nun auch aufnehmen. Ist es aber zusätzlich noch sinnvoll die Schüttung herauszunehmen (grobes mit Kehrblech in Müllsäcke, feines anschliessend aussaugen)und die Einlegebretter (sofern noch vorhanden) herauszunehmen, damit der Fachmann tiefer blicken kann. Oder macht man dadurch alles noch schlimmer, vernichtet "Beweismaterial" und trägt zu einer Ausweitung des Befalls bei. Leider können wir im Moment eh noch nicht alles freilegen, da unter dem Raum noch eine Mieterin wohnt, die dort ihr Wohnzimmer mit einer "wunderschönen" braunen Holzdecke hat.
Naja, ein gutes hat dieses alles zumindest. Die Entscheidung ob wir die Böden mit Schüttung ausgleichen und Trockenstrich einbringen oder alles aufnehmen und mit OSBA-Platten neue Böden aufbauen hat sich somit zugunsten der zweiten Möglichkeit entschieden... jetzt wollen wir jeden Holzbalken sehen ...
österliche Grüße, Rolf Maassen

Name:

  • Rolf Maassen
  1. 1. Ja - 2. Nein

    "1. Brauchen wir unbedingt einen Sachverständigen, der uns die Befallsart bestimmt, da wohl echter Hausschwamm nicht auszuschliessen ist. Allerdings möchten wir kein Gutachten, das sich nach einem Sanierungsangebot richtet und sind daher auf der Suche nach jemanden, der wiklich unabhängig ist. Die Suche in den gelben Seiten war leider recht erfolglos. Kann uns einer der Fachleute vielleicht einen Kollegen aus dem Raum Ruhrgebiet, vorzugsweise Oberhausen, Essen, Mülheim, Duisburg empfehlen?"
    Zu 1.: Richtig erkannt, eine Begutachtung durch einen Sachverständigen halte ich für unbedingt empfehlenswert aus den von ihnen genannten Gründen. Einen empfehlenswerten Fachkollegen aus Ihrer Ecke hätte ich auch - Ulrich Arnold aus Castrop-Rauxel (weiteres sie u. g. Link)
    "2. Sieht man im Moment wohl nur die obere Begrenzung des Befalls. Natürlich werden wir den Restlichen Boden nun auch aufnehmen. Ist es aber zusätzlich noch sinnvoll die Schüttung herauszunehmen (grobes mit Kehrblech in Müllsäcke, feines anschliessend aussaugen)und die Einlegebretter (sofern noch vorhanden) herauszunehmen, damit der Fachmann tiefer blicken kann. Oder macht man dadurch alles noch schlimmer, vernichtet "Beweismaterial" und trägt zu einer Ausweitung des Befalls bei. "
    Zu 2.: Ich würde den Boden im Beisein des Sachverständigen öffnen lassen, so kann man besser erkennen wo der Schaden seinen Ausgang genommen hat und wo die Schädigungsgrenzen sind.

  2. JA!

    Ich kann Ihnen nur raten, einen Sachverständigen zu nehmen und bei der Sanierung nur eine Fachfrima, die Nachweise und den Sachkundenachweiss zur bekämpfung des echten Hausschwamm vorzeigen kann....denn sonst?
    Viele Grüße aus Hannover

  3. JA!

    Ich kann Ihnen nur raten, einen Sachverständigen zu nehmen und bei der Sanierung nur eine Fachfrima, die Nachweise und den Sachkundenachweiss zur bekämpfung des echten Hausschwamm vorzeigen kann....denn sonst?
    Viele Grüße aus Hannover

  4. Hallo Peter,

    haste auch was zur Frage zu sagen? Oder willste nur auf Dich aufmerksam machen?
    Gruß Lukas


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