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Holzbau

Innenausbau eines Keller-Raumes mit Holz

Liebe Bau-Experten,

der Keller (absolut trocken) unseres 8 Jahre alten Reihenmittelhauses wartet seit Jahren auf seinen Innenausbau. Nun bin ich im Internet über ein paar Bilder gestolpert die mich dazu inspiriert haben, nun doch mal langsam an die Arbeit zu gehen. Anbei die Fotos:

http://bit.ly/M98lNs

Ähnlich wie dort zu sehen, würde ich den Boden des Kellers gerne mit rustikalen Holzbrettern ausbauen. Außerdem möchte ich ebenfalls die Wände teilweise verkleiden. Das Ganze soll, da es sich nur um einen Kellerraum handelt, der so zu einem Fernseh- und Gästezimmer wird, so günstig wie möglich umgesetzt werden. Es muss also nicht die 150% Lösung, sondern eher die einfache Alternative genommen werden. Hier nun dazu meine Fragen:

  • Um was für Holz könnte es sich auf den Bildern handeln, bzw. was ist das günstigste Holz, mit dem ein solches Vorhaben realisierbar ist.
  • Bei der Recherche bin ich auf "Hobelbretter nordische Fichte u/s-hobelfallend 18 x 195mm" gestoßen. Sind derartige Bretter geeignet, oder sind sie nicht glatt genug um als Fußboden splitterfreies Laufen zu ermöglichen?
  • Da die Deckenhöhe des Kellers nicht sonderlich hoch ist und die Decke selbst auch noch abgehängt werden soll, würde ich gerne beim Boden auf eine Unterkonstruktion verzichten. Kann man die Bretter direkt in den Estricht schrauben? Was ist mit Kleben?
  • Was müsste ich noch beachten?

Vielen Dank!

Name:

  • Dirk
  1. oha - ein bisl viel Traum, zu wenig Geld und noch weniger Ahnung

    Kellerfußboden: Woraus ist denn der? Schätze mal WU-Beton-Bodenplatte und darauf schwimmender Estrich. Da wollen Sie reinbohren? Wenns billig werden soll verlegen Sie Laminat oder Kunststofflaminat, eine rustikale Optik findet sich bestimmt. Dazu suchen Sie sich dann glatte, breite Bretter für die Wände und achten Sie bei der Verlegung auf ordentliche Hinterlüftung. Teilbekleidungen, wie auf dem Beispielfoto sind mein Favorit, weil dahinter die Luft nicht stockt.

  2. Hilfreich, danke

    Lieber Herr Tilgner,

    weil ich keine Ahnung habe, wende ich mich an ein Experten-Forum. Sollte ich nach Beantwortung meiner Fragen zum Schluss kommen, dass ich das lieber von Fachleuten erledigen lasse, dann werde ich das tun. Wenn man mir sagt, dass könnten Soundso-Bretter sein, die kann man relativ leicht soundso verlegen und das kostet vielleicht soundso pro Quadratmeter, dann ist das auch mal eine Auskunft.

    Wieviel Geld zur Verfügung steht, steht gar nicht zur Debatte. Die Frage war, was das für Holz ist und wie man eine derartige Lösung möglichst kostengünstig realisieren kann, da es sich "nur" um einen Kellerraum handelt. Da benötige ich nicht die selbe Qualität wie im Wohnbereich. Laminat oder Kunststoff ist eben genau nicht die gewünschte Lösung.

    Was spricht gegen das Bohren in den Estrich? Ich habe auch dazu ein wenig recherchiert und durchaus von vielen Beispielen gelesen, wo genau das getan wurde. Beispielsweise hier: http://www.dielen-pa...en/der-holzfussboden (die Seite habe ich jedoch erst nach meiner Frage gefunden).

    Viele Grüße

    Name:

    • Dirk Ziegener
  3. Die Bretter auf dem Bild in Ihrem Link

    sehen nach Altbaudiele aus. Das wirklich tolle an dieser Gestaltung ist, dass die Bretter so schön breit sind, was letztlich seinen Preis hat.

  4. Übers Ziel hinaus geschossen !

    Werter Forumsteilnehmer,

    auch wenn Herr Tilgner hier vielleicht ein wenig über das vermeintliche Ziel hinaus geschossen ist oder sein dürfte, ist es nichts desto Trotz sicherlich richtig, die Bretter nicht direkt mit dem Estrich zu verschrauben oder zu verkleben, es sei denn, Sie würden die Unterkonstruktion genauestens kennen. Denn wenn Sie in einem Keller einen Wohnraum herrichten möchten, so ist es wichtig, dass auf der Kellerbodenplatte eine Abdichtung angeordnet wurde, bevor der Estrich eingebracht wurde. Ist das nicht der Fall kann es zur Konvex- und Konkavverformung der von Ihnen neu einzubringenden Bretter kommen, da diese im feuchten Bereich verlegt wurden, wobei hier nicht von Feuchtigkeit in Form von Wassertropfen sondern von Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf (Diffusion) die Rede ist, den (die) Sie nicht sehen können. Dagegen hilft eine derartige Abdichtung auf der Bodenplatte, weawegen dies ein entscheidender Faktor dessen ist, entscheiden zu können, was weiter passieren soll bzw. wie weiter verfahren werden soll, bei dem anstehenden Ausbau.

    Sollten Sie den Keller denn nun dann schlussendlich zum Wohnraum ausbauen, vergessen Sie nicht dies auch Ihrer Gebäudeversicherung mitzuteilen, ansonsten wäre eine derartig später ausgebauter Raum nicht versichert und die Versicherung braucht im Schadenfall nicht zu bezahlen bzw. die Versicherung wäre im Schadenfall frei von der Leistung, wie es bei der Versicherung so schön heißt.

    Ansonsten sieht die Gestaltung des Kellerraumes auf dem von Ihnen eingestellten Foto echt klasse aus, gefällt uns auch.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz
    ___________________________________
    PS. Unsere Beiträge hier in diesem Forum stellen lediglich unsere eigene Meinung und somit keine Beratung dar. Vielfach ist es so, dass ohne eine vorausgegangene Augenscheinseinnahme vor Ort am Objekt und ohne Sichtung der Bau- oder Planungsunterlagen nicht alle tatsächlichen Fakten und örtlich vorherrschenden Gegebenheiten präsent und bekannt sind, weswegen wir aus diesem Grund in dieser Hinsicht keinerlei Haftung und keinerlei Gewährleistung für die Korrektheit des hier von uns eingestellten Beitrages übernehmen können.


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