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Holzbau

Hozleichtbau: Diffusionsoffen oder nicht?

Hallo, wir erwägen ein Haus in Holzleichtbauweise zu bauen. Von einem Anbieter könnten wir preisneutral sowohl eine diffusionsoffene, wie auch geschlossene (?) Wand bekommen. Was sind die Vor- und Nachteil einer diffunsionsoffenen Wand. Bringt eine diffusionsoffene Wand noch Ihren Vorteil wenn wir eine Be- und Entlüftungsanlage einbauen, oder ist eine geschlossene

  • da winddichter- nicht besser? Nachfolgend die Wandaufbauten von innen nach aussen:

Geschlossen: Gipskarton, Dampfbremse, Holzwerkstoffpl., Holzrahmen + Dämmung, Holzwerkstoffpl., Vollwärmeschutz, Putz. Diffunsionsoffen: Gipskarton, Baupapier, Holzwerkstoffpl., Holzrahmen + Dämmung, Holzwerkstoffpl., Heraklith, Putz. Vielleicht kann mir jemand von Ihnen die oben genannten Fragen beantworten. Vielen Dank im Voraus. Andreas

Name:

  • Andreas
  1. Holzleichtbau =>Sorry, vertippt

    Name:

    • Andreas
  2. kommt darauf an ...

    Hallo Andreas, zunächst müssen Sie zwischen diffusionsoffen und winddicht unterscheiden. Diffusionsoffen bedeutet, daß der immer anfallende Wasserdampf - zumindest zum Teil - durch die Wände nach außen tranzprotier werden kann. Das ist wichtig, da alle eventuell vorh. Schad- und Geruchstoffe dem Wasserdampf anhängen und mit ihm zusammen das Haus verlassen - oder nicht. Die Anfallende Feuchtigkeit muß in jedem Fall aus dem Haus um Feuchteschäden z.B. Schimmel zu vermeiden. Neueste Untersuchungen haben gezeigt, daß auch Stoßlüftung allein nicht das geeignete Mittel ist, um die Luftfeuchtigkeit ausreichend abzulüften und mechanische Be-
    und Entlüftungsanlagen sind meines Wissens auch nicht uneingeschränkt dazu in der Lage. Außerdem halte ich diese Anlagen für Bakterien und Pilzsporenscheudern die außerdem durch stetige Luftbewegungen den
    Hausstaub ständig in der Schwebe halten. Mit diesen Anlagen werden wir langfristig Weltmeister in Asthma und Allergie. (vergl. http://www.konrad-fischer-info.de/)
    Herr Fischer rät sogar zu "undichten" Holzfenstern wodurch ein permanenter Luftaustausch gewährleistet ist und Feuchteschäden so vermieden werden. Bitte schreien Sie bei dem Wort "undichte Fenster" nicht gleich auf, sondern lesen Sie ersteinmal seine Argumentation. Besonders im Zusammenhang mit einer Wandstrahlungs-
    heizung erscheint mit die Argumentation durchaus schlüssig. Winddicht bedeutet, daß in der Außenhülle Ihres Hauses keine offenen Fugen sind, durch die der Wind pfeifen kann und so Zugerscheinungen auftreten. Das Schlimme an diesen "Ritzen" sind nicht etwa die Energieverluste, sondern die daraus resultierenden Feuchteschäden und das unbehargliche Raumklima. Ich würde eine Diffusionoffene Bauweise immer vorziehen, allerdings muß sie dann auch gewährleisten, daß durch das Eindrigen von Wasserdampf keine Bauschäden entstehen. Da der Wasserdampf sich beim durch-
    wandern der Wand abkühlt wird er irgentwo in der Wand kondensieren und die Wand durchfeuchten. Feuchte
    Wände leiten die Wärme schneller nach draußen, die Wand wird noch kälter, der Wasserdampf kondensiert noch schneller. Ein Teufelskreis. Bei dem oben Beschiebenen Wandaufbau habe ich meine Zweifel, ob er ohne
    Dampfsperre funktioniert. Denn gerade Holzleitbauweisen sind extrem empfindlich wenn es um dauerhafte
    Feuchtigkeit geht. Bauschäden sind dann vorprogrammiert. Sie sehen, Sie haben ein Schwiriges Thema angesprochen, daß nicht mit einen Satz zu beantworten ist. Herr Fischer rät zu Massivbau (einschalig, ca. 49 cm Ziegelmauerwerk) mit Wandstrahlungsheizung und Holzfenstern ohne Gummilippendichtung mit Einfachverglasung. Also back to basic wie es so schön auf neudeutsch heiß. Wenn Sie aber bei einer Holzbauweisen bleiben wollen und ihnen die Nachteile der Dampfbremse und der
    Lüftungsanlagen nicht akzeptabel erscheinen, schauen Sie doch mal auf die Seite http://www.bio-solar-haus.de
    Meiner Meinung nach die einzige vernünftige und gesunde Lösung für den Holzbau. Ich hoffe ich habe Ihnen mehr geholfen als Sie verwirrt ;-)
    Wenn Sie noch Fragen haben wenden Sie sich ruhig an meine eMail-Adresse.

    Name:

    • Dipl.-Ing. Oliver Blanke
  3. Antwort gelöscht?

    Hallo Andreas, ich hatte schon mal eine Antwort auf Ihre Frage eingetippt, aber entweder ist sie nicht in das Forum aufgenommen oder gelöscht worden. Wenn Ihrerseits noch Interesse besteht wenden Sie sich doch bitte an meine eMail-Adresse.

    Name:

    • Oliver Blanke
  4. Sorry mein Fehler!

    Die Antwort ist doch da!

    Name:

    • Oliver Blanke
  5. Gesunde Häuser können atmen

    Bin gerade dabei, in der Holzständerbauweise zu bauen. Hier unser diffusionsoffener Schichtaufbau von innen nach außen: Gipskartonplatte, 6 cm Hanfdämmung, 15 mm OSBA-Platte, Holzrahmenkonstruktion mit 16 cm Mineralwolle, 16 mm DWD-Platte, hinterlüftete Fassade. Fragen werden gerne beantwortet.

    Name:

    • Dipl.-Ing. M.J.Harris
  6. schnarchen kranke häuser?

    Hallo zusammen,
    nein, jetzt kommt keine Klugscheißerei. ABER, das mit dem Atmen muß mir
    Frau / Herr Dipl. Ing. M. J. Harris schon mal erläutern. Die Begriffswahl ist m. E. Blödsinn. Die Bauphysik läßt sich auch nicht durch Herrn
    Fischer oder Herrn Bossert nachhaltig verändern. Nicht, daß Herr
    Fischer in vielen Dingen Recht hat. Feuchtigkeit in einer Konstruktion ist immer schlecht. Einerseits verliert ein feuchte Dämmung, wenn auch geringfüger als allgemein angenommen, einen Teil ihrer dämmenden Wirkung, andereseits und das ist gerade im Holzbau von garvierender Bedeutung, schädigt sie die Konstruktion.
    Der Aufbau von Dipl. Ing. M. j. Harris wird vermutlich funktionieren. Aber er hält sich an das Prinzip: von Innen nach Außen muß der Aufbau diffusionsoffener werden.
    ALLERDINGS, wie sieht es denn mit der Luftdichtigkeit aus. Die ist erstens eine Forderung der DINA 4108 und zweitens notwendig, weil Konvektion erheblich größere Probleme bereitet als Diffusion.
    Und Herrn Fischers Forderung nach "undichten Fenstern mit Einfachverglasung" stammen aus der Steinzeit. Genauso ist es m. E. unsinnig zu behaupten, daß Stoßlüften, besser wäre Querlüften, keinen ausreichenden Erfolg bringt. Das Bißchen, was durch einen Wandaufbau diffundiert, sind mit 2 Minuten Querlüftung mehrfach übertroffen.
    Dämmwahn ist Schwachsinn, gar nichts machen aber genauso.
    MfG
    stefan ibold

  7. Antwort Stefan Ibold

    Ich habe in einem Bauforum mehr Inhalt erwartet. Beitrag lebendig und vielleicht auch witzig.....wo aber bleibt der Inhalt? Luftdichte, wie schon selbst erkannt, natürlich erforderlich und somit notwendig. Die anderen genannten Herren (wahrscheinlich genauso bewandert und erfahren wie Herr Ibold) kenne ich nicht. Würde auch nie behaupten, dass meine Lösung "Die Lösung" ist. Aber ist das Leben unter der Folie "Die Lösung"? Kein schöner Gedanke. Wie sieht denn der Bau des erfahrenen Herrn Ibold aus?

    Name:

    • M. J. Harris
  8. Auch gesunde Wände atmen soviel wie mein toter Hamster!

    nämlich garnicht !Richtig konstruierte Wände sorbieren Feuchtigkeit und massive Wände können zusätzlich noch durch kappilaren Wassertransport feuchtigkeitsregulierend wirken.Alles andere gehört ins Reich der Wunschvorstellungen und Märchen!

  9. Verwunderung.....

    Der diffussionsoffene Aufbau von Herrn Harris ist absolut in Ordnung ( Atmen hin oder her) und wohl eine der besten Lösungen auch in Sachen Luftdichtheit .Gerade mit an den Stößen und Durchdringungen abgeklebten OSBA-Platten erreicht man hervorragende Ergebnisse. Grüße
    TOM

  10. hmm

    Hallo Herr / Frau Harris,
    ich meinte oben geschrieben zu haben, daß Ihr Wandaufbau tatsächlich funktionieren wird, habe nie nichts anderes gesagt.
    Wogegen ich mich nur absolut wehre, ist der Begriff atmen. Feuchteregulierend und Wärmespeicherung können und sind die Aufgaben von Wand- und anderen Baukostruktionen. Der eine Aufbau kann es mehr, der andere eher weniger. Was man nun möchte ist letztendlich eine Frage des Geldbeutels und eine eigene Philosophi.
    Und das man mit OSBA-Platten analog zu GKP eine sehr gute Luftdichtschicht erstellen kann, ist mir schon klar. Anschlüsse an die Boden und Decken nicht vergessen ist ebenso wichtig wie ein ordentlicher Einbau von Steckdosen und Lichtschaltern.
    Ich kann auch die Befürchtungen mit dem Leben in einer Platikhütte verstehen. Nur sollte man nicht dabei an eingeschrumpfte Ware auf einer Euro-Pallette denken. Das wäre auch nichts für mich. Die Folie kann u. U. erforderlich sein, wenn die berechneten Werte dieses schlichtweg ergeben.
    Welche Inhalte fehlten Ihnen denn eigentlich?*mal dumm frag*
    MfG
    stefan ibold


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