Wasserkessel ersetzen
BAU-Forum: Heizung / Warmwasser

Wasserkessel ersetzen

Guten Tag,

Wir haben einen alten gasfressenden Wasserkessel im Keller der 24 Stunden das ganze Jahr Gas verbraucht.

Da wir Warmwasser nur zum duschen brauchen, ist meine Frage, ob man ihn nicht durch einen Durchlauferhitzer ersetzen kann oder ob es andere Alternativen gibt?

Es handelt sich dabei um ein Eigenheim.

Über Antworten und Lösungen wäre ich sehr dankbar.

Gruß

  • Name:
  • Manuel
  1. Isolierung

    Wenn er gut isoliert ist und ihr mit dem warmen Wasser nur duscht, würde ich die Temperatur reduzieren aber darauf achten, das einmal in der Woche zum entkeimen hochgeheizt wird (machen die Heizungen idR automatisch, Einstellungen überprüfen). Außerdem kann die Umlaufpumpe (falls vorhanden) für das warme Wasser abgestellt werden, die frisst Strom und Gas, es dauert dann etwas länger bis warmes Wasser in der Dusche ankommt.
  2. Re Isolierung

    Vielen Dank für die Antwort.

    Zur Isolierung kann ich leider nichts sagen. Es handelt sich um einen Kessel von Viessmann, ca. 8 Jahre alt.

    Das werde ich dann erstmal versuchen und schauen wie sich das bei der Endabrechnung bemerkbar macht.

    Unser Heizungsbauer, der einmal im Jahr die Wartung macht, will uns immer eine komplett neue Heizung verkaufen.

    Unser Schornsteinfeger rät allerdings davon ab und sagt, solange die Werte gut sind und sie funktioniert würde er sie nicht austauschen.

    Da ich davon nichts verstehe, bin ich sehr dankbar für den Hinweis mit der Pumpe.

    Kann ich die Pumpe selber abstellen oder muss das ein Fachmann machen?

  3. Stecker ziehen

    Wenn eine Pumpe verbaut ist wird sie idR über eine Schaltuhr gesteuert (manchmal auch über die Zentrale). Damit wird die Pumpe so gesteuert, dass sie nur läuft wenn schnell warmes Wasser gebraucht wird (morgens, abends, Wochenende). Die Pumpe hängt im Warmwasserkreislauf und pumpt das Wasser immer durch die Leitungen, damit an den Hähnen schneller warmes Wasser ist (Komfort). Wenn das Haus nicht so groß ist, oder alle Abnehmer nahe an der Therme sind, gibt es die Pumpe aber nicht. Der Heizungsbauer sollte das wissen. Es hängt davon ab, wann man wie schnell an welcher Stelle warmes Wasser haben möchte. Und ein nur 8 Jahre alter Speicher sollte gut isoliert sein (wie warm ist er denn außen?).
  4. Re Stecker ziehen

    Ich habe gerade mal die Hand an den Kessel gehalten. Er ist von aussen kalt.

    Wir haben 180 qm Wohnfläche plus Keller. Ich denke, dass da keine Pumpe verbaut ist. Ich konnte auch nichts finden.

    Also könnte ich den Speicher quasi auf Stufe 1 stellen und er würde weniger verbrauchen. Im Moment steht er auf Eco und das Wasser ist so heiß, dass man sich verbrennt. Das war die Empfehlung des Heizungsbauers.

  5. Viele Möglichkeiten

    Foto von wiki

    Nun, das kommt auf viele Faktoren an:
    1. Man sollte klären wie viel Warmwasser man überhaupt benötigt und auch ob mehrere Zapfstellen gleichzeitig Warmwasser benötigen.
    2. Sofern es nur eine Dusche / Badewanne in Betrieb ist (Waschbecken dazu meist noch unkritisch), könnte man einen Durchlauferhitzer verbauen. Dazu muss aber unbedingt mit den Stadtwerken die elektrische Anschlussleistung des Gebäudes geklärt werden und ob ein solcher Einbau zulässig ist.
    3. Alternativen wären eine Brauchwasserwärmepumpe oder je nach Größe des alten Kessels auch einfach ein elektrischer Warmwasserboiler den man über Zeitschaltuhr steuert.
    4. Alternativ auch zu klären ob man am Gaskessel nicht eine Zeitsteuerung nachrüsten kann. Wobei der Wirkungsgrad solch alter Kessel (wäre aber noch zu klären) oft sehr schlecht ist. Wenn er 24 Stunden heizen würde, müsste aber auch der Temperatursensor defekt sein und das Warmwasser irgendwie abfließen.
    5. Optimal wäre eine Speicherladung vor (!) der Hauptverbrauchszeit (z.B. morgendliche Dusche). Diese sollte abgeschlossen sein, sobald dann das Duschvergnügen beginnt und der Kessel bleibt dann über den Tag kalt und es steht dann nur noch das Restwarmwasser von der Aufladung zur Verfügung. Auch bei der morgendlichen Aufladung nur auf die benötigte Temperatur aufladen (wohl ca. 40-45 Grad für die Dusche), so wird das Warmwasser regelmäßig aufgebraucht.
    6. Falls eine Zirkulationsleitung in Betrieb ist, sollte geprüft werden ob man diese (evt. mit Zeitschaltuhr in der Steckdose) reduzieren kann ... es reicht ja auch nur am Morgen / Abend für 5 Minuten oder so.

    Zeiten etc. beliebig anzupassen je nach Komfort- oder Kostenpräferenz.

  6. Vielen Dank für die ausführliche Antwort und die Optionen die zu Verfügung stehen

    Eigentlich wird nur Warmwasser im Badezimmer benötigt. Und das nur morgens und natürlich am Wochenende.

    Die Option mit der Zeitschaltuhr wäre natürlich eine super Lösung, falls umsetzbar. Und wahrscheinlich auch die kostengünstigste.

    Der Durchlauferhitzer verbraucht ja einiges an Strom aber wird im Endeffekt günstiger sein als ein Kessel der 24 Stunden Gas verbraucht.

    Ich wusste garnicht, dass man das mit den Stadtwerken besprechen muss. Danke für den Hinweis.


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