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Heizung / Warmwasser

Neubau, Gas Heizung mit Solar, Beratung

Hallo zusammen,
unser Bau fängt in ca. 4 Wochen an. Aktuell beschäftige ich mich mit der Heizungsanlage. Da wir alle Gewerke einzeln vergeben, müssen wir uns nun auch um die Heizungsanlage kümmern. Einen Planer für die Technik haben wir nicht. Ein kleines EFHA müssen die Meiterbetriebe auch ohne einen Technikplaner doch hinkriegen.
Geplant ist Gas Brennwert mit Solar für WW. Nun würde ich mich gerne hier ein paar Erfahrungen/Empfehlungen/ Tips holen bevor ich losziehe und mir Angebote hole.
Erstmal paar Daten zum Haus:
Unser Haus wird in der nähe zu Grenze Niederlande wohnen. Haus wird mit Klinker gebaut. 1,5 Geschossig mit 140 qm Wohnfläche ohne Keller. Es wird komplett Fussbodenheizung verlegt. Aktuell 2 Erwachsene und 1 Kind. Heizlast wird so ca. 6-7 KWA geschätzt, richtige Heizlastberechnung wird noch gemacht. Dachausrichtung ist 90% Süd 10% West. Dachneigung ist 45 °.
Hier bei uns sind alle großen Heizungsbauer mehrfach vetreten, um den späteren Service mache ich mir deswegen weniger Sorgen:
1. Welches Brennwertgerät würden die Experten für Heizung und WW empfehlen bzg. Preis/Leistung, Wartung/Reperatur/Ersatzteile usw?
2. Die Heizung soll ins HWR, hier lieber Wand oder Standgerät nehmen?
3. Wie groß sollte der Solarspeicher sein. Reichen hier 300l aus?
4. Wie groß sollten die Kollektoren sein?
5. Lieber flach oder Röhrenkollektoren verbauen lassen?
6. Was halten die Experten von Kompaktbrennwertgeräten mit max. 200l WW Speicher?
7. Eine KWLA ist aktuell nicht geplant! Aber sollten die finanziellen Mittel zulassen möchten wir eine KWL einbauen. Welches Gerät/Firma würden die Experten hier empfehlen?
Vielen Dank im voraus
Frankie

  1. Wenn der Bau

    in ca. 4 Wochen beginnt, ist es recht spät, sich über Planungen/ Dimensionierungen der Haustechnik Gedanken zu machen.
    Auf einen TGA Planer zu verzichten, haben schon viele Bauherren im Nachherein bereut. "Hinkriegen = warm machen" ist sicher kein Problem, effizient sind diese Anlagen allerdings meist nicht.
    Bei Einzelvergabe ist der Bauherr für die Einhaltung der EnEVA und/oder, wenn zutreffend, KFWA Anforderungen verantwortlich. Das birgt gewisse Risiken ;-)

  2. Hallo Herr Creifelds, KFW wird nicht ...

    ... Hallo Herr Creifelds,
    KFWA wird nicht in Anspruch genommen. Gasanschluß liegt direkt vor der Haustüre.
    Worauf muss ich noch bei dieser ( Gas, Solar für WW) Konstellation achten? Dachausrichtung und Neigung ist fast optimal, die Auslegung der FBHA wird noch Raumweise mit der Heizlastberechnung berechnet.
    Werde mir in den nächsten Wochen ein paar Angebote holen, wollte mich gerne vorher informieren welche Geräte halt reperaturanfällig oder wartungtechnisch aufwendiger sind.
    Wie oben schon beschrieben sind alle Heizungshersteller hier im Kreis mehrfach vertreten. Es gibt große und kleine Firmen die Gasbrenntwerttherme herstellen, aber welches Fabrikat nehmen?
    Ich gehe davon aus,dass 300l Solarspeicher und 5-6 qm Kollektor für WW reichen.
    mfG

  3. nun machen wir hier die Planung für lau?

    Kaufen Sie das know-how-ein, dann funzt es auch.
    Was steht denn in Ihrem EnEVA-Nachweis, was die Haustechnik können muss? Lassen Sie mich raten, es gibt "noch" keinen Nachweis.
    So - und der Heizungsbauer wird dann schon per Fachunternehmererklärung bestätigen müssen, dass seine Maßnahmen alle EnEV-konform sind.

  4. Folgndes ...

    Der Speicher sollte grösser sein, so ab 100 Liter pro Quadratmeter Kollektoren. Sonst ist doch Zuheizung erforderlich, wenns mal mehr als einen Tag regnen sollte oder mehr als drei am gleichen Tag duschen wollen.
    Wenn sie das Teil im Bereich zwischen Bad und Küche anordnen können, statt es wie üblich irgendwo in den Keller zu stellen, bekommen Sie kurze Brauchwasserelitungswege und die Abwärme des Speichers ist nicht verloren.
    Bei einem Kombispeicher kann die Solaranlage auch im Winter die Heizung unterstützen, und man spart die Umstellung des WW für Winterbetrieb.
    Die Planung machen Sie zusammen mit dem Installationsbetrieb. Der Architekt sollte auch mitmachen, denn was man bei der Gebäudeplanung versäumt (optimale Dachflächen, Speicheraufstellung usw.), kann der Heizungsplaner nicht mehr korrigieren. Die Firmen, welche thermische Solaranlagen installieren, haben Simulationssoftware und sind meist auch aus ideellem Interesse an der Sache bereit, das Maximum aus der an Ort vorhandenen Situation herauszuholen. Man kann so rasch überschlagsmässig die optimale Kombination aus Kollektorfläche, Speichergrösse, Energieauswirkung und Kapitalbedarf ermitteln. Ausserdem ist jede gut funktionierende Anlage die beste Werbung für den Installationsbetrieb. Nehmen sie also den Betrieb mit den besten Referenzen vor Ort, nicht den billigsten.

  5. Dann

    würde ich mal dringend empfehlen, einen WMZ in die STA einzubauen! Leider kommt dann die Erkenntnis, dass STA in einem EFHA wenig rentierlich ist, zu spät! Zwar lässt sich die primärenergetische Bilanz verbessern, wirtschaftlich für den Bauherren wird es deshalb jedoch nicht! ;-)


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