wir haben in unser 43 Jahre altes Einfamilienhaus eine neue Gasheizung mit neuen Heizkörpern einbauen lassen. Leider wird es in einigen Räumen nicht so warm, wie wir uns das erhofft hatten, sondern nur ca. 18-19C.
Die Heizung (Buderus GB 112-24) läuft Außentemperaturgeführt, die Heizkurve ist vom Installateur auf die von uns in Auftrag gegebene Auslegung 60/50 (nach der der Installateur auch die Größe der Heizkörper berechnet hat) eingestellt.
Gestern bekam ich vom Heizungsmonteur die Wärmebedarfsrechnung präsentiert, nach der sich ja die Größe der Heizkörper ergibt. Diese möchte ich nun kontrollieren, da ich befürchte, dass die Heizkörper zu klein sein könnten. Aber leider fehlen mir einige Informationen, und die DINAbk.-Norm 4701 selber habe ich nicht zur Hand.
Daher einige Fragen:
- welche Wärmeleitfähigkeit (Lambda) sollte ich für Kalksandstein, Bimsbetonstein, Estrich und Beton (decke) ansetzen? Das Haus ist 43 Jahre alt, kennt da jemand plausible Werte für die Wände und für Betondecken?
- müssen auch Innentüren in der Wärmebedarfsrechnung aufgeführt sein? (In der mir vorliegenden Rechnung fehlen alle Innentüren). Wenn ja, welcher k-Wert ist plausibel?
- Welchen Temperaturwert sollte ich sinnvollerweise für unbeheizte Kellerräume annehmen? (Ist wichtig für die anzunehmende Temperaturdifferenz des Fußbodens zum Keller hin)
- Die Schlafzimmer werden sowohl am Tage als auch nachts kaum beheizt. Wenn nun der Wärmebedarf für benachbarte Räume berechnet wird, muss dann diese Minderbeheizung berücksichtigt werden, oder kann der Installateur einfach eine Temperaturdifferenz von 0 annehmen?
- In der Wärmebedarfsrechnung gibt es auch eine Spalte 'Himmelsrichtung'. Geht die irgendwo in die Berechnung mit ein?
Ich bin für jeden Tipp dankbar, auch für Hinweise, wo ich im Internet generelle Informationen zur Ausführung von Wärmebedarfsrechnungen finden kann!
Vielen Dank & Grüße
Herwig Zilken
