Heizleisten / Sockelheizleisten

Muß man Heizregister verkleiden ?....

oder kann man diese auch wie Heizkörper streichen oder gar tauchen? Auch Heizkörper werden doch geweißt und nicht ständig verkleidet. Spricht etwas dagegen?

  1. Verkleidung ist auch Schutz!

    Außerdem könnte ich mir vorstellen, daß sich auch die Wärmeabgabe verschlechtert. Das jedenfalls meine laienhafte Aussage. An welchen Typus haben Sie gedacht? Ich hatte inzwischen einige Modelle in Händen. Modelle mit Alu-Lamellen sind definitiv zu empfindlich.

  2. es sollen vollkupfersysteme werden

    wie perfecta oder logitherm/d.i.e. heizleiste(letztere wesentlich bessere Leistung aber nicht ganz so unauffällig). die müsste man doch auch streichen oder tauchen können wie einen heizkörper. daß die wärmeabgabe schlechter wird, kann ich mir nicht vorstellen, maximal daß die wärmeführung mehr in den raum statt an der wand lang führt.
    da alles in einem wärmegedämmten altbau sowie ein KFWA-40-haus versorgen soll, werden die temperaturen auch nicht besonders hoch gefahren werden. evtl. könnte auch das zu verlegende bodenmaterial(kirschlaminat) als blende dienen. hab aber auch noch kein muster erhalten.
    welches sind nach vielen erfahrungswerten ihre favoriten?

  3. Erfahrungswerte ...

    ... sind in dem Zusammenhang zu relativieren, da sich meine Aussage "... einige Modelle in Händen" ausschließlich auf die Heizregister bezog. Eine schlussendliche Bewertung der einzelnen Heizungssysteme kann ich mir als Laie gar nicht erlauben.
    Sicherlich, die Kupferlamellen sind um einiges stabiler. Dennoch ginge es mir nicht nur um den rein mechanischen Schutz, sondern auch den Schutz vor Verschmutzung. Ich stelle es mir nicht gerade prickelnd vor, die Lamellen - weil eben sichtbar - zu reinigen. Außerdem noch ein Gedanke zum "tauchen". Bedenken Sie, daß die Register vor Ort zusammengelötet werden. Daher kann ich mir einen Anstrich vor der "Endmontage nicht so richtig vorstellen. Zu der Laminat-Idee: Hier kommt es mit Sicherheit auch schlussendlich auf die Heizleistenwahl an, inwieweit Sie nur eine Frontverkleidung oder auch ein Deckbrett benötigen. Sollten die Kanten dabei sichtbar bleiben, kann ich mir Laminat auch nicht als ideale Lösung vorstellen. Lieber ein Naturholz, welches man nach eigenen Vorstellungen mit einer Lasur farblich behandeln könnte.

  4. Welche favorisieren Sie Herr Stoll?

    Sie haben ja einen Vorsprung, da Sie die verschiedenen Systeme schon mal gesehen haben.
    Ich verstehe nur bis heute nicht, warum diese Register nochimmer so teuer sind bei dem bischen Material. Haben Sie günstige Hersteller gefunden bzw. herausgefunden wer diese letztendlich produziert (alle scheinen vom Auftritt her nur Wiederverkäufer zu sein)?
    Um Ihren Hinweis mit der oberen Abdeckung aufzugreifen - welche Modelle brauchen keine Abdeckung oben?
    Danke für Ihre Mithilfe.
    Gruß aus Berlin

  5. Heizleisten MÜSSEN verkleidet werden, weil

    sie sonst ihre Heizleistung dramatisch sinkt! H. sind nun mal Konvektoren, die die "Kaminwirkung" brauchen, um genug Luftdurchsatz zu haben. Sie geben ihre Heizleistung nur an die durchströmende Luft ab - je Luft desto heiz. Erst im zweiten Schritt, wenn die Luft die Wand lang aufsteigt, kommt der strahlungsheizende Effekt zustande.
    Wir haben als Verkleidung einmal Pannele zur Wandbekleidung verwendet, die guten, dicken teuren mit Naturholzauflage kommen richtig gut (Die schmalen, liegenden obendrauf neigen zum durchhängen, da habe ich eine Leiste drunter). Im Keller ist es die schlichtere, dünnere Variante. da biegt sich ein Brett durch - kann man nicht weiter empfehlen, so was. In der Küche habe ich einen Rest vom WoZi Parkett - das mit 3fach laminiertem Unterbau - genommen, die Kante mit Stücken aus der Nutzschicht verleimt: Edel, Edel das ganze. Ist halt geölt, wie eine zersägte, gesplitterte UV-Versiegelung an der Kante aussieht ahne ich nur.

  6. Sieht ja schon besser aus...

    aber ob sich die luft sonst nicht erwärmt kann ich mir schwer vorstellen, aber sie haben es ja schon eingebaut. eignetlich bin ich auch davon überzeugt, daß man mit einfacher installation und einem teil strahlungswärme gut fährt.
    Hat jemand Erfahrung mit den Vorlauftemperaturen? Mein Energieberater und auch die Heizungsbauer plädieren für Fußbodenhzg wg. der besseren Nutzung der Solaranlage, aber in einem KFWA-40-KWA-Haus könnte doch auch ein Niedertemperatursystem mit Heizleisten mit wenig Wasserführung gelingen oder?

  7. Es geht nicht drum, dass sich Luft erwärmt,

    sondern wie viel Luft sie erwärmen - und dazu braucht der Konvektor die Kaminwirkung also die Blende.
    VL nie gemessen, aber wohl schon höher wie FBHA, ob's werden kann wie sie sich das vorstellen? Keine Ahnung.

  8. Heizleisten

    Ich habe auch Heizleisten installiert und kann - auch aus Erfahrung - sagen, dass sowohl die Konstruktionsart wie auch die Wirkungsweise der Heizleisten komplett anders ist als jene von Heizkörpern.
    Außerdem würde ich schon darum die Heizleiste verkleiden, weil man sonst den Staub der sich ja überall auflegt, auch von den Heizelementen reinigen müßte. Nachdem die Oberfläche dieser Heizelemente - beabsichtigter Weise - sehr groß ist, sicher nicht sehr praktisch!
    Wir haben unsere Heizleisten mit Holz verkleidet und wischen ab und zu den Staub von dem oberen Abdeckholz ab (selten).
    Wichtig ist aber dass die Verkleidung absolut wichtig zur Erzeugung des Coanda-Effektes erforderlich ist. Durch die Veränderung der Verkleidungshöhe kann unabhängig von der Vorlauftemperatur die Wärmeabgabe pro m verändert werden: Je höher, desto mehr "Zug" bzw. Schachtwirkung bzw. Geschwindigkeit bzw. Luftmasse die durch das Heizelement strömt. Ist kein Schacht vorhanden, entsteht auch kein Luftzug. Dann wirkt nur mehr die Strahlung der Oberfläche die in den Raum wirkt und diese ist bei Heizelementen (beabsichtigterweise) klein um bei wenigen Laufmetern und möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen eine große Wärmeleistung zu erzielen (parallele Wärmeleitbleche, bei Variothem zusätzlich noch gewellt).
    Anbei schreibe ich den Link zur Funktionsweise der Heizleisten von Variotherm die ich (schon 2 x) eingebaut habe.

  9. Danke Frau Fischer und Herrn Kuner

    dann wird das bei den Kupfersystemen auch so ähnlich sein nehm ich an obwohl diese wesentlich schlanker und weniger scharfkantig erscheinen.
    Auffällig ist bei dem System von Logitherm, daß die Verkleidung mit Holz wesentlich höher ausfällt als mit der Komplett-Alu-Verblendung also sollte ich mit mehr Höhe rechnen bei Alternativbekleidung wegen dem Zug ?!

  10. Innenmaße

    Um Systeme zu vergleichen, müßte man wohl die Effektiv-Quadratmeterfläche der Heizelemente und die Innenmaße des Schachtes vergleichen (dementsprechend die Wärmeleistung bei gleicher Vorlauftemperatur und Spreizung bei gleicher Schachttiefe/höhe).
    Bei Variotherm gibt es ja auch eine fertige beschichtete Verkleidung, einfach zum Klemmen. Deren Maße sind aber denen der selbst zu verkleideten Heizleistentypen fast identisch. Konstruktiv ist natürlich eine Holzverkleidung stärker als eine Metallverkleidung.
    Uns gefiel die Holzverkleidung besser (Im Blockhaus wegen dem Holz und im Massivhaus weiß lasiert bzw. das Holz bearbeitet). Außerdem deshalb, weil wir uns diese selber herstellen konnten.
    Untenstehend habe ich noch die Links jeweils zur Metall- und Holzverkleidung geschrieben.
    Die Differenz zwischen Metall- und Holzverkleidung ergibt sich dann aufgrund der unterschiedlichen Stärke der Verkleidung Statt Holz kann ja auch Keramik oder Naturstein verwendet werden und das Holz kann auch unterschiedliche Stärken aufweisen, je nach Wunsch.
    Sonderfall Verbau
    In unserem Schlafraum haben wir die Heizleiste entlang einer Außenwand der ein ca. 100 - 130 cm hoher Wäschekastenverbau vorgestellt ist. Hier haben wir gar keine Verkleidung gewählt. Die Kästen haben einfache Kästchenfüße (ohne Verblendung).
    Die Heizelemente sind komplett im Schacht zwischen Wand und Kästen.
    Ist auch hygienischer/staubfreier als die Kästen mit Fußverblendung, wir können hier alles saugen und kommen überall leicht hin. Durch die Kästen erhöht sich in diesem Fall die Leistung/m, was eine schnellere Beheizung des Raumes auf Wunsch ermöglicht (außer man dimensioniert deshalb geringer, dann neutral). Evtl. kann man hier oben (wer will auch unten) eine Abdeckung mit Gitter machen. In der Küche meiner Großmutter haben wir die Arbeitsplatte mit Eloxalgittern auf diese Weise verlängert (bestehende Küche), damit hinten nichts hinuterfällt.

  11. Sorry für die Verspätung ...

    ... aber wie ich zufrieden feststelle wurde ein Großteil der technischen Aspekte Ihrer Frage inzwischen von Frau Fischer als fachlich kompetente Mitarbeiterin der Firma Variotherm und von Herrn Kuner beantwortet (hier hätte mir eh der fachliche Background gefehlt). Da Sie jedoch noch einige Fragen an mich direkt gestellt haben, will ich versuchen, diese zu beantworten:
    Hinsichtlich der Favorisierung der Register kann ich Ihnen keine befriedigende Antwort liefern, da ich mein System nicht nach der (Gestaltung der) Wärmeverteilung als primäres Kriterium ausgesucht habe sondern an einem einem komplett geplanten Heizungssystem zum Selbsteinbau interessiert war. Ok, stimmt nicht ganz, eine Holzverblendung wollte ich auf jeden Fall. Also in so fern stellte sich mir nicht das Problem nach der Suche eines Herstellers für die preisgünstige Register.
    Zu Ihrer Frage nach einem System ohne Abdeckung: Ein System habe ich im Internet entdeckt, welches - wenn mich die Bilder nicht täuschen - scheinbar ohne Abdeckung
    montiert wird ( http://www.solarfuture.de/html/3e.htm

  12. weil sie locker sind

    scheint ein anstrich nicht spurlos möglich. heute sind die logitherm-muster gekommen, aber die register sind nur aufgeschoben und man würde das rohr bei jeder veränderung sehen.
    logitherm hat übrigens die kamintheorie voll bestätigt - deshalb die höhe der holzverkleidung, weil nur über den zug die leistung errreicht wird, die die alu-verkleidung über die fläche abgibt.
    damit ist geklärt: immer mit verkleidung am besten original aluminium-blende!
    danke an alle beteiligten.


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