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Heizleisten / Sockelheizleisten

Leistungsverlust durch Verstauben der Heizleisten?

Trotz gleichem Wirkprinzip unterscheiden sich die Heizleisten der verschiedenen Anbieter im Detail doch deutlich, z.B Abstände von ca. 1 mm bis 10 mm zwischen den Alu/Kupfer Lamellen. Kann es bei zu engem Abstand zu einer leistungsmindernden Verstaubung kommen, bzw. muß eine regelmäßige Wartung der Heizleisten (z.B. Absaugen) erfolgen? Einige System haben ihre Öffnungen nach vorn, andere sind nach oben offen. Gibt es diesbezüglich Vor- oder Nachteile? Ist der Unterschied zwischen Alu oder Holzverkleidung nur eine Optik bzw. Preisfrage oder gibt es auch Unterschiede in der Leistung?
Vielen Dank im voraus !!

Name:

  • s. schlampp
  1. Ich wage mal als Laie eine Antwort, ...

    ... möchte Sie jedoch gleichzeitig ermuntern, sich hier bei den jeweiligen Herstellern kundig zu machen, da vermutlich jeder mit gewissen Details hier Optimierungen versucht. Ich erhielt auf meine ähnlich gelagerten Fragen von meinem Heizleistenhersteller (sancal) Aussagen, die ich folgendermaßen aufgefasst habe: Das Prinzip der Heizleisten ist es, die Wände so zu erwärmen, daß diese die Wärme als Strahlungswärme abgeben. Hierbei dürfte es von Vorteil sein, wenn der Warmluftstrom nicht ungebremst nach oben geht, weil dies die Konvektion (die man eigentlich vermeiden möchte) begünstigt. Daher ist vermutlich eine Öffnung zum Raum hin geeigneter. Einer Verkleidung aus Holz oder anderen Nichtmetallen würde ich den Vorteil zuschreiben, daß es zu einer gleichmäßigeren Verteilung der Oberflächentemperatur kommt (d.h. nicht warme/heiße Heizleistenverkleidung und leicht temperierte Wand sondern möglichst alles gleichmäßig erwärmt). Auch dadurch dürfte eine zusätzliche Konvektion verringert werden. Nun noch ein paar Aussagen aus unserer jetzt dritten Heizperioden-Praxis mit Heizleisten: Die Lamellen haben bei uns einen Abstand von ca. 5 mm. Eine Staubablagerung - habe soeben nochmals stichprobenartig nachgeschaut - kann ich bislang noch nicht feststellen. Von Vorteil hierbei ist es sicherlich, wenn ein Absaugen der Lamellen ohne "bauliche Maßnahmen" erfolgen könnte. Wir müssten nur die Staubsaugerdüse umdrehen und unter die Heizleisten halten.

  2. Heizleisten - Ausführung

    Prinzipiell kann die Heizleistung von Heizleisten nur dann verglichen werden, wenn sie nach dem selben Testverfahren getestet wurden. Gültige Testnorm ist die DINA 442. Einige Anbieter von Heizleisten können keinen offiziellen Test vorweisen, sondern beziehen sich auf einen "internen" Test, bzw. sie werben noch immer mit Testdaten nach nicht mehr gültigen Test-Normen. Der Lamellenabstand darf nicht zu eng sein, weil bei der statischen Wärmeausbreitung es zu Luftpolstern zwischen den Lammellen kommen kann, und dadurch der Auftrieb behindert wird. Auch die Heizleisten-Heizung kommt nich ohne Konvektion aus. Die warme Luft muß ja an der Wand hochsteigen, um diese oberflächig zu Erwärmen. Daraus ergibt sich die Strahlungswärme. Dabei kühlt die Luft wieder ab und fällt partiell nach unten. Durch eine waagerechte Abdeckung wird der Auftrieb behindert. Ebenfalls hat die Blendenhöhe eine Auswierkung auf die Leistungsabgabe. Kupferlamellen haben nach meiner Meinung einen großen Vorteil. Die Ausdehnung der Materialien ist gleich, dadurch ist ein gleichbleibend guter Wärmeübergang gesichert, und es kann bei Ausdehnung nicht zu Knackgeräuschen kommen. Staub lagert sich immer an Oberflächen ab, besonders dann, wenn die Oberflächen eine rauhe Struktur oder verwoben sind. Auf glatten Oberflächen kann der Staub problenlos über eine schmale Staubsaugerdüse abgesaugt werden. Zu weiteren Information besuchen sie bitte unsere Homepage. Mfg. Walter Höfer


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