Baufinanzierung

Geld ansparen oder nicht?

Halli hallo,
vermutlich wurde diese Frage schon öfters gestellt, doch ich hab auf Anhieb nichts gefunden.
Ich habe noch kein konkretes Bauvorhaben, will mich aber dennoch schonmal informieren wegen Baufinanzierung.
Wäre super wenn mir jemand bei folgendem Fallbeispiel weiterhelfen könnte ...
Und zwar würde ich gerne wissen, ob es überhaupt Sinn macht, Geld für ein Haus anzusparen?
Gehen wir von folgendem Beispiel aus:

  • Für ein Haus mit Grundstück und allem drum und dran nehmen wir eine Summe von 400.000 €
  • Nettoeinkommen von Paar: 4000 €
  • Startkapital: 10.000 €
  • Miete: 800 €

Von den 4000 € will man im Monat 2200 € entbehren für
Fall 1: Miete (800 €) + Bausparen (1400) (5 Jahre lang)
oder
Fall 2: Hausfinanzierung (2200 €)
Im Fall 1 nehmen wir an, hat man nach 5 Jahren inklusive dem Startkapital 100.000 € angespart (bei monatlicher Bauspareinzahlung von 1400 €).
Allerdings hat man auch 48.000 € Ausgaben für die Miete gehabt.
Nach 5 Jahren hat man dann also 25% des Kaufpreises gespart und fängt an zu bauen. D.h. man braucht noch einen Kredit von 300.000 €, den man nun mit 2200 € monatlich abzahlen kann.
Im Fall 2 nehmen wir an, fängt man gleich an zu bauen mit einem Startkapital von 10.000 €. Das heißt die Finanzierungssumme beläuft sich auf 390.000 €. Monatlich zahlt man auch 2200 € ab.
Jetzt muss ich gestehen, bin ich etwas überfordert auszurechen was im Endeffekt die günstigere Lösung war (5 Jahre Miete zahlen und in Bausparvertrag einzahlen, oder direkt Haus bauen). Denn zum einen kenne ich mich nicht mit den Formeln aus und zum andern gibt es sicherlich noch sehr viele Variablen in meinem Beispiel ... die einem Laien nicht bewusst sind ...
Würde mich sehr freuen wenn mir jemand bei der Rechnung helfen könnte bzw. mir noch sagt was es noch so zu beachten gibt.
Vielen Dank im voraus und viele Grüße
Ralf

Name:

  • Ralf
  1. wie sparen?

    Hallo Ralf,
    ziemlich komplexe Frage..und ja, einge Variablen sind in der Tat offen. Z.B., ob Ihr überhaupt eine Bausparprämie bzw. Arbeitnehmerzulage bekommt.
    Zitat:
    "Förderberechtigt für die Bausparprämie sind Bausparer mit arlehensansparung einem zu versteuernden Einkommen bis 25.600 EUR(Ledige) oder 51.200 EUR(Verheiratete). Die Arbeitnehmer-Sparzulage können Arbeitnehmer, die mit vermögenswirksamen Leistungen bausparen und deren Bruttoeinkommen 17.900 EUR (für Ledige) und 35.800 EUR (für Verheiratete) nicht übersteigt, beantragen."
    Bei 4.000 € netto könnte euer zu versteuerndes Einkommen über der Grenze liegen. Dann wäre ein Bausparplan, extra zum Zwecke eines Baudarlehens begonnen noch sinnloser, es sei denn, ihr habt einen Super-(Guthaben-)zins. Wird aber wohl eher im 1%-Bereich liegen.
    In diesem Falle bei monatlicher Einzahlung 1.400 € sind nach 60 Monaten ca. 86.000 auf dem Tacho. Wählt man dagegen relativ niedrig verzinstes Tagesgeldkonto mit z.B. 3,5%, sind es schon ca. 91.500.
    Es gibt bessere Anlagen über exakt 5 Jahre (z.B. bei 5% wären dann schon 95.000 € angespart.
    Bevor man die beiden Varianten vergleichen kann, sollte erst mal das obige Problem geklärt werden.
    Jedoch, unabhängig davon würde ich zur Ansparvariante tendieren, weil ihr mir ansehnlichem Eigenkapital einen um Größenordnungen besseren Zinssatz bekommen werdet als bei einer 100%- oder darüber Finanzierung. Wie die Zinsen in 5 Jahren aussehen, weiß man nicht, aber da gibt es ja die Möglichkeit, sich ggf. nach zwei jahren Ansparung schon mal ein Forwarddarlehen mit den 2011er Konditionen zu sichern...
    Viel Glück.


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