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Baufinanzierung

Ist eine Baufinanzierung möglich?

Hallo.
Ich würde gerne auf einem Grundstück in Brandenburg (Gemeinde Brieselang), welches ich geerbt habe, bauen.
Das Grundstück umfasst 3000qm, von denen 800qm bebaut werden dürfen. Der Marktwert liegt bei 50.-EUR/qm.
Ich habe schon div. Finanzierungsrechner im Internet probiert, schrecke jedoch wegen der verbleibenden Restschuld nach Ablauf der Zinsbindungszeiten zurück.
Das Haus soll nach 30 Jahren abbezahlt sein.
Die Eckwerte zum geplanten Haus sind folgende:
Preis: 180.000.-Euro

  • Erdgeschoss mit 100qm
  • darüber eine Einliegerwohnung mit 100qm

Die Einliegerwohnung würde mein Bruder mieten, damit ich Steuervergünstigungen erhalte.
Ich bin Beamter auf Lebenszeit (ca. 2000.-EUR netto) und 30 Jahre alt.
Mein Bruder ist Angestellter im öff. Dienst (ca. 1500.-EUR netto) und 32 Jahre alt.
Wir beabsichtigen, als Tilgung pro Monat max. 1000.- EUR zu veranschlagen, welche sich aus seiner Miete und meinen Zahlungen zu gleichen Teilen zusammensetzt.
Ist dies eine realistische Vorstellung?
Danke für die Mühe.

Name:

  • Thomas
  1. Für so einen Fall

    ist der Steuerberater wichtiger als die Bankfinanzierung. Es geht sehr vieles, sinnvoll ist es z.B., für selbstgenutzten und vermieteten Teil getrennte Darlehen aufzunehmen, unterschiedliche Zinssätze (vermietet=höher) zu vereinbaren, evt. das 'Vermietungsdarlehen' endfällig zu nehmen usw. Die Steuervorteile werden wohl leider nicht so gewaltig ausfallen, das macht sich erst bei deutlich höherem Einkommen stark bemerkbar, aber auch da hilft es, einen Fachmann zu fragen.
    Vor den Bankgesprächen einen brauchbaren Steuerberater nehmen, mit dem von diesem erstellten Finanzierungsmodell passende Bank suchen.
    Die 1000,-/Monat sind aber sicher als Zins+Tilgung gemeint?
    Gruß
    Volker Leue

    Name:

    • P#V Leue
  2. Re:

    Ja, die 1000.- sollten eigentlich den Zins + Tilgung tragen. Mehr ist aufgrund anderer finanzieller Verpflichtungen nicht möglich. Ist dieser Betrag zu gering?
    Da ja noch weitere Nebenkosten anfallen (Heizug, Strom, Versicherungen etc.) wollten wir den Betrag nicht höher ansetzen.

    Name:

    • Thomas
  3. Wenn der Bruder ...

    ... 500 Euro Miete bezahlt und 90 Teuro Kosten- und Finanzierungsanteil auf den vermieteten Teil entfallen, wird es kaum eine Steuervergünstigung geben. Eher könnte ein zu versteuernder Gewinn aus Vermietung und Verpachtung entstehen. Eine fachkundige steuerliche Beratung ist deshalb dringend vor den Finanzierungsüberlegungen anzuraten http://www.moll-fb.de

  4. Wenn

    die monatliche Rate 1000,- bleiben soll, ist bei den derzeitigen Zinsbedingungen (die langfristig gesehen immer noch sehr günstig sind) keine niedrigere Restschuld zu erwarten. Einziger Weg ist höhere Tilgung bzw. Sondertilgungen oder ein niedrigeres Darlehen.
    Nebenkosten ca. 2,-/qm, also etwa 400,-, bleiben für jeden noch ca. 1000,- übrig, da kommt man auch schon langsam an die Schmerzgrenze der Banken (mit Familie wäre die sicher erreicht). Die Bank wird sich auch für die 'anderen finanziellen Verpflichtungen' interessieren, denn der Kredit soll ja vom verfügbaren Nettoeinkommen bezahlt werden.
    Grundstück teilen und die Hälfte verkaufen? Würde sehr helfen bzgl. Restschuld.
    Steueraspekt s. Vorschreiber, ich hatte nicht bedacht, daß es ein Neubau, also ausschließlich Herstellungsaufwand ist und der kann, abgesehen von anteiligen Finanzierungskosten, leider nur über die jährliche Abschreibung angesetzt werden.
    Es wird schwierig, beraten lassen.
    Gruß
    VL

    Name:

    • P#V Leue
  5. @Thomas, ich würde mir nicht ALLZUVIEL von den ...

    @Thomas,
    ich würde mir nicht ALLZUVIEL von den "Steuervergünstigungen" versprechen. Diese sind wohl eher bei hohem Einkommen relevant.
    Natürlich sollten Sie dazu aber den Steuerberater konsultieren.
    Wenn Sie nicht mehr als 1.000 € pro Monat für die Rückzahlung des Darlehens aufbringen können, werden Sie wohl mit erheblichen "Restvaluta" am Ende der Zinsbindung leben müssen.
    In Ihrem Fall kann das Grundstück bis zu einem gewissen Wert als EKA-Ersatz mit in die Finanzierung einfließen, das verbessert den Beleihungsauslauf, resp. den Zinssatz.
    Bei 10J Zinsbindung und Vermietung wie vorgesehen könnte das Darlehen in 23 Jahren zurückgezahlt sein (mit Sondertilgungen früher). Restschuld nach 10J dann: ca. 140.000,-. Legen Sie ca. 150,- €/Monat drauf wären es nach 10J nur noch ca. 116T€, d.h. 18.000,- € mehr gezahlt aber 24.000,- gespart, eff. 6.000,-€ günstiger. .-) nur mal so als Anregung, wenn Sie es sich leisten können (jeder gibt 75 € mehr in den Topf).
    Keiner weiß, wie die Zinsen in 10/15/20 Jahren aussehen, aber eine frühzeitige hohe Tilgung ist immer besser als ein langgezogenes Darlehen mit wesentlich höheren Zinssätzen.
    mfg. H.B.

  6. 200 m² Wohnfläche für nur €180.000?

    Das halte ich selbst für Brandenburg zu billig.
    Frag mal einen erfahrenen Architekten nach realistischen Preisen für dein Bauvorhaben.

    Name:

    • Markus Hensinger
  7. Re:

    Hallo.
    Ich möchte mich an dieser Stelle für die Ratschläge bedanken. Ihr habt mir sehr weiter geholfen.

    Name:

    • Thomas

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