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Baufinanzierung

Leider kein Eigenkapital - aber gesicherte Existenz...

Hallo,
wir spielen seit circa 2-3 Jahren mit dem Gedanken ein Haus zu kaufen.
Leider haben auch wir kein Eigenkapital, dafür aber 2 mal sichere Beamtengehälter. Insgesamt - so ab Mitte de Jahres - insgesamt 4700 Euro netto. Alter so um die 30.
Aus meiner Studienzeit und den Anfängen in das Berufsleben habe ich noch einen Ratenkredit um die 20.000 Euro zu tilgen.
Eine "Vollfinanzierung" ist wahrscheinlich das Einzige, was für uns in Frage kommt ;-)
Bereits seit längerem lese ich mich in die Thematk ein - finde aber nicht so recht den Einstieg (Wiso Buch, etc...).
Wie würdet Ihr den Anfang machen? Mit welchen Eckdaten anfangen zu rechnen? An wen wenden?
Ein Haus/ Hof wollen wir so um die 250.000 Euro erwerben. Makler kommen für uns nicht in Frage.
Mit welcher Summe/Prozent in etwa Tilgen?
Mfg,
Nils

Name:

  • Nils
  1. TIPP:

    Fangen Sie JETZT schon mal Testweise damit an, ca. 1.000 € im Monat WEGZULEGEN (Tagesgeldkonto etc.).
    Denn mit dieser Summe werden Sie später mind. Rechnen müssen.
    Und bei > 4.000 Netto MUSS ja was übrig bleiben. Da sollte der Ratenkredit alleine in einem Jahr tilgbar sei.
    Eine Aufstellung der Ein/Ausgaben ist auch hilfreich zu sehen WOHIN das Geld geht (und was ggf. nicht benötigt wird).
    Und ggf. schon mal üben weniger Urlaub zu machen usw.
    Fazit:
    In 2-3 Jahren können Sie doch schon einiges Ansparen? (Und sei es nur um die Nebenkosten und ggf. neue Möbel/Küche/Auto NACH dem Einzug zu kaufen.

  2. Komisch!

    Wenn Sie seit 2-3 Jahren mit dem gedanken spielen, sich ein Haus zu kaufen, frage ich mich, warum Sie dann nicht vor 2 - 3 Jahren begonnen haben, etwas zur Seite zu legen.
    Aber um die Fragen zu beantworten:
    8% Annuität sollte man sich auf jeden Fall leisten können.
    Ob die nun direkt zur Bank gehen, den Umweg über Tagesgeldkonten und jährliche Sondertilgungen oder über Geldanlagen mit Tilgung am Ende der Zinsfestschreibung wählen ist egal. Aber diese Summe muss man einfach übrig haben, da sonst unliebsame Überraschungen bzw. ein erschreckend hoher Gesamtpreis warten.
    Wenn Sie also einfach mal ausrechnen, was bei Ihnen so im Monat anfällt, können Sie auch sagen, was übrig bleibt.
    Ausgehend von 4.700 €, kann man für ein Paar 1.000 €, für jedes Kind noch einmal 200 € Lebenshaltungskosten dazurechnen. Je m² Wohnfläche veranschlagen Sie 2-3 €. Dazu noch die Sachen, die Sie sonst gern treiben, wie Kino, Tanzen, Sport und Spiel. Das Ganze über einen vernünftigen Zeitraum ausprobieren und auf diese Art und Weise gleich Eigenkapital angespart, wissen Sie, was für die Finanzierung übrig bleibt.
    Und haben wir erst einmal diese Zahl, lässt sich ganz einfach ausrechnen, was die Immobilie kosten darf.
    Beispiel, 1.500 € sind übrig:
    1.500 € * 12 / 8 * 100 = 225.000 € Kredit sind drin. Dazu das Eigenkapital abzüglich der Anschaffungsnebenkosten, die ja bei Ihnen auf jeden Fall ohne Maklercourtage anfallen in Höhe von mindestens 5-6% (je nach Bundesland) und der Hauspreis ist festgestellt.

  3. "...so ab Mitte de Jahres - insgesamt 4700 ...

    "...so ab Mitte de Jahres - insgesamt 4700 Euro netto. Alter so um die 30"
    Na vielleicht sind ja Nils und Frau noch sehr jung und aufgrund des Studiums eben noch nicht so lange im "gut verdienenden Bereich". Die 4700 kommen ja auch erst Mitte 2007, richtig?
    Aber auch Ich empfehle Ihnen mit den von Herrn Bräutigam vorgelegten Zahlen zu rechnen, denn Sie wollen ja nicht 30 - 35 Jahre lang die Banken mit ewigen Zinszahlungen füttern und dabei das zwei bis dreifache des Hauses bezahlen - stimmts?
    Was Ihre 20.000,- Studienkredit betrifft: Ist kein Problem füe eine hausfinanzierung.
    mfg. H.B.

  4. Eine Vollfinanzierung ist heute kein Problem mehr, aber ...

    Es gibt genügend Banken die heute Finanzierungen incl. der Erwerbsnebenkosten darstellen können. Auch bestehende Kredite sind in der Regel kein Problem (bei einigen Anbietern ist selbst ein vorhandener negativer Schufa-Eintrag kein K.O.-Kriterium).
    Aber: Die alles entscheidende Frage ist, können Sie die Belastung langfristig tragen?
    Das allerwichtigste ist immer, das die Belastung im Rahmen Ihres Haushaltsplanes liegt. Diese Belastung werden Sie dann über 10, 15 und mehr Jahre tragen müssen. Denn nur wenn Sie sich die Belastung zutrauen, sollten Sie diese Aktion in Angriff nehmen.
    Wie bereits schon erwähnt wurde, ist die "Baufinanzierung auf Probe" der ideale Test, ob die Belastung tragbar ist. Wenn Sie angenommene Belastung (abzüglich Ihrer bisherigen Kaltmiete) über 1 bis 3 Jahre zurücklegen und feststellen, dass Sie dieses verkraften, dann haben Sie ein gutes Gefühl bei der Aktion und als schönen Nebeneffekt noch etwas Eigenkapital angesammelt.
    Denn eines ist klar: Eine Vollfinanzierung ist vom Zinssatz her teurer als eine Finanzierung mit Eigenkapital.


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