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Baufinanzierung

Lohnt sich dieser Bausparvertrag?

Guten Tag,
ich plane in ca. 5 Jahren eine Eigentumswohnung zu kaufen. Ich bin 21. Jahre alt, bin zurzeit bin ich im 1. Lehrjahr als Angestellter im öffentlichen Dienst und verdiene ca. 450 € netto. Mein jetziges Eigenkapital beträgt 16.000 €(einen Teil könnte ich in den Bausparvertrag als Soforteinzahlung stecken.)
Nachdem ich alle Bausparkassen abgeklappert habe habe ich mich für die Schw*** H*** entschieden.
Dort würde ich einen Bausparvertrag über 60.000 € abschließen. Der Bausparkredit wäre 30.000 € zu 3,99% eff. Jahreszins.D.h. 240 € pro Monat über 12,5 Jahre. Nun ist meine Frage ob es doch bessere Bausparverträge gibt oder ob ich mein Geld anders anlegen sollte.
Da ich für meine Eigentumswohnung ca. 70.000 € einplane hätte ich fast den gesamten Betrag Zinssicher angedeckt.
Ich hoffe Sie können mir hilfreiche Tipps und Informationen geben

  1. Ich habe bergessen zu schreiben dass ich 200 € ...

    Ich habe bergessen zu schreiben dass ich 200 € + 40 € VL im Monat einzahlen würde

  2. Ob sich eine Sache "lohnt" kann man nicht nur in Zahlen ausdrücken

    vielmehr kommt auch noch die persönliche Komponente hinzu.
    Gerade da Sie im ersten Lehrjahr sind wird sich "zahlenmäßig" in den nächsten 5 Jahren viel ändern. Möglichkeiten gibt es daher viele.
    Laut Ihren Angaben scheinen Sie ein sparsamer Mensch zu sein (16.000 € Eigenkapital)
    Also sind Ihre Neigungen, Vorlieben, sonstige Pläne etc. mit in diese Entscheidung einzubeziehen.
    Zu Bausparverträgen gibt es viele Meinungen.
    Auch dabei kommt es auf Ihre persönliche Vorlieben und Pläne an.
    Für die Einsammlung der staatlichen Förderung können Sie den BSV nutzen. Ob er in er von Ihnen angegebenen Höhe sinnvoll scheint..? Ich würde mein Guthaben eher in andere Anlagen (z. B. Tagesgeld stecken) Der Effektivzins im Bausparvertrag ist deutlich schlechter, als von der Bausparkasse angegeben werden muß, da eine Minderverzinsung für das Guthaben nicht mit eingerechnet werden muß.
    Positiv finde ich auf jeden Fall, dass Sie jetzt schon "planen".
    Das trifft man nicht oft.Find ich gut.
    Informieren Sie sich ruhig noch eine Weile, derweil können Sie die 16000 ja schon mal mit dem besten zu bekommenden Zins anlegen (falls nicht schon geschehen.

  3. Warum auch nicht?

    Angenommen, dass Sie in 5 Jahren tatsächlich Eigentum erwerben und das Geld nicht ewig lange niedrig verzinst liegen lassen, ist die Lösung mit dem Bausparer gar nicht so verkehrt. Allerdings gibt es da das kleine problem, dass Sie die Förderung erst ab dem 7.Jahr bekommen.

  4. Welche Förderungen meinen Sie genau? Die Wohungsbauprämie? ...

    Welche Förderungen meinen Sie genau? Die Wohungsbauprämie?

  5. Arbeitnehmersparzulage

    Die wird am Ende des 7. Jahres ausbezahlt.
    Bei den Bausparverträgen muss man mal sehen, welcher ganz git ist. Gab da mal bei Finanztest eine Auswertung, wo die Quelle Bausparkasse ganz gut abgeschnitten hat. Sicher findet man so einen Vergleich noch im Internet.
    Ansonsten hilft nur, Angebote einzuholen und nicht nur die Zinsen sondern die nackten Zahlen zu vergleichen.

  6. Das habe ich getan und ich schwanke zwischen ...

    Das habe ich getan und ich schwanke zwischen der LBS und der Schwäbisch hall. So wie ich das sehe werden die Darlehn bei der Schwäbisch Hall als Annuitätendarlehn zurückgezahlt. Das ist doch günstiger als ein Bauspardarlehn oder?

  7. :-)

    Ein Annuitätendarlehen können Sie bei der Bank oder Bausparkasse bekommen.
    Es zeichnet sich durch gleichbleibende Annuitäten aus. Die Annuität ist die Summe aus Zins und Anfangstilgung.
    Aber vielleicht würde ich das Konzept noch einmal überdenken. Wenn nämlich die vermögenswirksamen Leistungen nicht unbedingt benötigt werden, um den Bausparer zuteilungsreif zu machen, würde ich das Geld lieber in einen Akltienfonds investieren. Dort bekommen Sie statt 9% auf maximal 470 € eben 18% auf maximal 400 €.
    In Zahlen:
    40 € über 7 Jahre einzahlen und Sie bekommen 7x42,30 €=296,10 €
    oder
    34 € über 6 Jahre einzahlen und Sie bekommen 6x72 €=432,00 € (nach dem 7. Jahr)
    Da die Rendite des Aktienfonds sowieso eine höhere Gewinnchance ermöglicht als der Bausparvertrag, können Sie dieses Geld entweder als Altersvorsorge liegen lassen oder aber bei einem guten Börsenstand zur Tilgung verwenden.
    Auch wenn es hier Hornorar"berater" gibt, die das nicht verstehen wollen oder können, ich würde es an Ihrer Stelle einmal in die Überlegung einbeziehen.

  8. und noch "Senf" dazu...

    Mein Vorschlag: nehmen Sie das positive aus Herrn Witzgall´s und Herrn Brätigam´s Beitrag.
    1. packen Sie in einen "kleinen" Bausparer Ihre VL, wenn Sie dafür die Wohnungsbauprämie kassieren können. Mit Ihrem jetzigen Einkommensniveau bekommen Sie diese Prämie.
    2. Legen Sie Ihre 16.000,- auf ein gutes Tagesgeldkonto (Extrakonto DiBa z.B., ab 02/2007 mit 3% verzinst), es gibt auch noch andere.
    3. Füttern Sie dieses Konto weiterhin mit regelmäßigen Beträgen, wenn Sie kurzfristig denken.
    4. Wollen Sie Ihr Geld langfristig anlegen, sollten Sie in gute, breit gestreute internationale Fondsanlagen (monatlich) investieren. Anlagezeitraum aber mindestens 15 Jahre, besser bis zum Rentenalter planen, denn n u r so kommen Sie in den von Herrn Bräutigam angesprochenen Genuss des Zinseszinseffektes.
    Ein guter Berater Ihres Vertrauens sollte Ihnen dabei zur Seite stehen, einer dem nicht gleich die Dollarzeichen in den Augen stehen, wenn er ein Geschäft wittert.
    Also planen Sie erst einmal, was Sie mit Ihren Ersparnissen insgesamt erreichen wollen. Was Sie garantiert richtig machen, ist, schon heute für später vorzusorgen. Diese Denkweise ist wirklich sehr selten... aber positiv. Denn nur mit viel Zeit kann man auch bei kleinen Beträgen ein Vermögen fürs Alter ansparen.
    mfg. H.B.

  9. Pardon....

    ... Herr Bräutigam: hab mich bei Ihrem Namen oben vertippt, pardon.

  10. Es ist verziehen

    Allerdings finde ich, dass der Bausparer jetzt schon bespart werden sollte. Bausparsumme 70.000 €, 200 € monatlich da rein packen und die 16.000 € aufs Tagesgeldkonto. So verzinst sich das meiste Geld gleich von Beginn an und die Zinsen sind bei der Finanzierung niedrig.
    Was wäre denn, wenn in 5 Jahren die Marktzinsen wieder höher sind und die Bausparkassen auch wieder höhere Kreditzinsen verlangen? Der Zinsgewinn von 200 € im Tagesgeldkonto über 5 Jahre ist da eher nebensächlich. Man könnte auch die 16.000 € für drei Jahre in ein festgeld packen, muss man nur mal sehen, was es da lukratives gibt. Und nach den drei Jahren in den Bausparer, dass der nach fünf Jahren zuteilungsreif ist. Dann kann die Wohnung finanziert werden und wir wissen heute schon, wie dann die Zinsen aussehen.

  11. Ich habe bereits einen BSV bei der Schwäbisch ...

    Ich habe bereits einen BSV bei der Schwäbisch über 20.000 €. Den will ich dann auf 60.000 € erhöhen lassen

  12. machen Sie ruhig, was Ihnen das Gefühl sagt

    Informationen haben Sie ja einige. Wenn Sie den Bausparvertrag erhöhen können Sie ja mal anfragen, ob der Vertreter die Abschlussgebühr mit Ihnen teilt. Manche tun es.
    mfG
    Alfred Witzgall
    Signatur: Und sind die Kurse im Keller........warten wir eben.


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