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Baufinanzierung

Wir bitten um Eure Einschätzung

Guten Abend, es wäre schön, wenn Ihr uns einen Finanzierungstip für folgende Grundvoraussetzungen geben könntet:
Ehepaar 40 + 36 Jahre, 1 Kind.
Grundstück ist vorhanden (Wert 125.000 Euro), Erwerbsnebenkosten 6.000 Euro (bereits bezahlt), Baukosten 231.000 Euro, Baunebenkosten 20.000 Euro, Zwischenfinanzierung 5.000 Euro. Eigenkapital: Grundstück (131.000 Euro) + 20.000 Euro bar. Benötigtes Fremdkapital: 236.000 Euro. Einkommen: Frau 1.000 Euro netto, Mann 2000 Euro netto. Es existiert eine fondgebundene LVA (Templeton-Fond), in die zur Zeit 400 Euro einbezahlt werden (läuft seit knapp einem Jahr), diese könnte in die Finanzierung mit ein gebunden werden. Wir bekommen EHZ.
Welche Finanzierungsvariante haltet Ihr für die geeignetste? reines Annuitätendarlehen? Darlehen und endfällige Tilgung über die LV? Abschliessen eines BSV mit Vorausdarlehen (EHZ) und Konstantdarlehen über volle Laufzeit? Wir schwimmen ein wenig ob der vielen Möglichkeiten und wären über Tipps von Bauherren und Experten sehr sehr dankbar! Viele Grüße aus Hamburg
Natalie und Johannes

  1. sie haben einen Klasse Architekten!

    Denn scheinbar ist ihr Bauvorhaben so gut kalkuliert, das sie ihre Finanzierung genau auf die Baukosten und die kalk. Nebenkosten abstellen können ! Wahnsinn.
    Nein mal im Ernst, sie kalkulieren m.M. nach viel zu knapp. Mind. 10-20t€ Puffer sollte drin sein oder wurde wirklich bis zur letzten Türklinke kalkuliert und alle Wenn und Aber bereits einbezogen?

  2. 5tsd

    5.000 hat er als Reserve drin, weil aus den 231.000 Baukosten + 20.000 NKA minus 20.000 Cash 236.000 Kredit werden ;-)
    Nur mal ganz am Rande und ohne das es besonders wichtig wäre, aber die Erwerbsnebenkosten fürs Grundstück rechnet Ihnen kein Mensch als EKA an.
    Zum Schluß muss ich einfach mal dezent auf die Suchfunktion verweisen, da werden Sie vor allem über Bausparfinanzierungen mit Vorwegdarlehen und Finanzierung über endfällige LVA Darlehen viel finden und ich nehms schon mal vorweg wenig positives.

    Name:

    • Herr Ulr-372-Ree
  3. Ja, wir haben einen klasse Architekten

    Hallo Herr Heidemann, hallo Herr Ulr-Ree. Vielen Dank zunächst einmal für die Antworten.
    Ja, wir haben einen (eigentlich zwei) klasse Architekten. Die krumme Zahl ergibt sich durch Excel... ;--). Ob wir zu knapp kalkuliert haben, können Sie allerdings nicht wissen, Herr Heidemann, denn Sie kennen die baulichen und planerischen Gegebenheiten ja nicht.. ;-)
    Unsere Architekten haben das Haus bis zur Ausführungsplanung geplant, wir haben dann zusammen mit ihnen die Türklinken ausgesucht, ebenso Badobjekte, Fliesen etc.
    Die Leistungen wurden dann ausgeschrieben und nach Eintreffen der Angebote (in der Regel etwa 5 an der Zahl)ein Preisspiegel erstellt. Nach Auswahl der Firmen kommt unterm Strich 221.000 Euro an Baukosten heraus (Beauftragungssumme). Ich habe dann noch mal 10.000 Euro dazugerechnet (Wer weiss, was uns zwischendurch noch einfällt, bzw. falls doch noch etwas unvorhergesehenes passiert). Wir denken jedoch, dass die Summe so bleibt, da wir sehr viel Wert auf eine gute Planung und eine detailierte Ausschreibung gelegt haben. Uns würden nun Tipps freuen, wie man z.B. Darlehen am geschicktesten splittet, auf welche Fallstricke man achten sollte und ob und wenn ja wie man am besten die LVA mit einbindet.
    PS: @ Ul-Ree: stimmt, die Nebenkosten kann man kaum mit einbeziehen! Danke für den Hinweis!

    Name:

    • Natalie u. Johannes
  4. Die Finanzierung passen Sie ebenfalls Ihren Wünschen an

    Nachdem Sie mit dem Architekten Ihre Wünsche in die Hausplanung eingebracht haben, machen Sie das Gleiche mit der Finanzierung. Das Ergebnis muß von Ihnen bestimmt werden, nicht von jemand Anderem.
    Genauso, wie man mit einer Türklinke nicht auf das ganze Haus schließen kann, kann man auch mit wenig Information zur Finanzierung nicht auf das Finanzierungskonzept schließen.

  5. wenn sie wollen

    schaue ich mir die finanzierung gerne mal an. komme aus hamburg, ist also für mich nicht der weg.
    gruß joachim kaehler

  6. Hallo Herr Witzgall, hallo Herr Kaehler

    Naja, unsere Wünsche sind folgende:
    monatliche Belastung <1200 Euro bei möglichst kurzer Laufzeit und kalkulierbarem Risiko ;-) (was ja nicht einfach ist, wenn man die LVA mit einbindet). Allerdings sind wir persönlich der Meinung, dass man bei Einbindung der LV wohl immer auf mind. 7% kommt, sonst wäre ja die ganze Weltwirtschaft am Boden zerstört. Unsere Frage noch: nehmen die Finanzierer die vorhandene LV problemlos mit rein oder hakt es dann, wenn man sie nicht bei einer Tochtergesellschaft abgeschlossen hat?
    Ist es möglich, zu splitten? Und was haltet Ihr von dem angesprochenen Konstantdarlehen über BSV?
    Gruß N+J

  7. Wenn Sie an 7 % glauben (müssen) wärs doch töricht...

    etwas anderes zu machen, oder?

  8. Der war gut

    Man kann natürlich nicht ausschließen das (irgendwann mal) die
    LVA wieder 7% Rendite bringt aber ob sie dann noch abbezahlen :-)

  9. Sondertilgung

    Hallo,
    Sie brauchen ca. 30 Jahre um fertig zu werden (Annuität bei 4% Zins und 2% Tilgung).
    Bedenken Sie die Nebenkosten des Hauses und notwendige Anschaffungen (Inneneinrichtung und rund um den Garten). Haben Sie die Stempel eingerechnet?
    So viel dazu. 3000 Euro netto sind knapp. 1200 Euro will die Bank jeden Monat 30 Jahre lang. Kann da einmal irgendwas dazwischen kommen?
    Wir haben 50% über Rentenversicherungen finanziert (endfällige Tilgung) und 50% über ein Annuitätendarlehen. Der Kredit über die Rentenversicherungen wird Sonder-Getilgt. Der Vorteil ist eine gewisse Flexibilität da die Gesamtkreditrate gering ist (fast nur Zins) und so ein gewisser finanzieller Spielraum für unvorhergesehenes bleibt (Sonderanschaffung, Kind, Auto, Krankheit etc.). Stattdessen muss natürlich jedes Jahr Sondergetilgt werden (5.000-10.000 Euro), um von der Zinsbelastung zu kommen. Hier ist Disziplin gefragt. In allerspätestens 15 Jahren können dann die RV von der Bank gelöst werden und sind wieder das was sie einmal sein sollten, nämlich Renten. Dann bleibt nur noch das Annuitätendarlehen.
    Ein Annuitätendarlehen zu 4% Zins bei 20 Jahren Zinsbindung und 1 % Tilgung macht in Ihrem Fall 983 Euro monatlich. 200 Euro jeden Monat gespart macht 2400 Euro + ca. 3000 Euro EHZ (ist das noch so?) = 5400 Euro Sondertilung jedes Jahr (entspricht ca. 2.7% Zusatz-Tilgung). Im nächsten Jahr zahlen Sie dann entsprechend weniger Zinsen, d.h. Ihre monatliche Belastung sinkt jedes Jahr je stärker sie tilgen. Die freiwerdenden Mittel können Sie entsprechend zur Tilgungserhöhung nutzen. Sie machen sich also Ihr eigenens flexibles "Annuitätendarlehen". Nicht 1200 Euro konstant, sondern mal mehr, mal weniger, je nach Situation.
    Bei der LVA würde ich nicht von 7% ausgehen. Die würde ich kündigen und eine Risiko-LV abschließen. Zur Finanzierung sind LV ungeeignet da sie in den ersten 10 Jahren kaum Rendite bringen (da verdient erstmal die Gesellschaft). Das Geld ist zur Tilgung besser angelegt.
    Die bisher eingezahlten 12x400 Euro sind zwar weg, dafür haben Sie aber 12x300 Euro mehr zur Tilgung (macht eine Sofort-Rendite von 4% und zwar sicher jedes Jahr) 100 Euro könnte die Risiko-LV für Sie beide kosten.
    BSV ist wohl auch nicht mehr so attraktiv.
    Sie brauchen einen guten Berater, einen der Ihnen nichts verkaufen will und schön rechnet.

  10. Hilfreicher Online-Rechner

    Hallo,
    vielleicht hilft Ihnen dieser Online-Rechner weiter:
    http://www.vdata.de/vdata-rechner/index.jsp
    Ist sehr simpel aber m.E. gut für die Schnelle...


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