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Baufinanzierung

Bank zieht Finanzierungszusage zurück

Jetzt bin ich erstmal baff.
Wir haben vor ca. 1 1/2 Wochen unsere Finanzierungsverträge unterschrieben (Aufteilung Erst- und Zweitrang). Letzte Woche haben wir das Grundstück gekauft und die Grundschulden vom Notar eintragen lassen. Gestern noch den Werkvertrag fürs Haus unterschrieben - alles in Butter.
Nun kommt heute der Hammer. Mich erreicht eben die Mitteilung, dass das zweitrangige Darlehen geplatzt ist. Die Bank hat einen Rückzieher gemacht. Die Gründe sind mir leider noch nicht bekannt.
Ich habe zwar jetzt schon ein unterschriftreifes Ersatzangebot einer anderen Bank vorliegen (diese würde beide Darlehen zu identischen Konditionen vereinen), jedoch frage ich mich, ob die nun kündigende Bank (Commerzb.) dazu überhaupt noch das Recht hat. Zudem habe ich nun eine nicht eingeplante Finanzierungslücke von 10.000,- €.

  • Ich unterschreibe einen entsprechenden Finanzierungsvertrag,
  • gebe dem Notar den Auftrag, die Grundschuld zu verbriefen
  • und kaufe sowohl Grundsstück als auch Haus...

und dann das? Wann hat man denn Planungssicherheit, um vertragliche Dinge in Angriff zu nehmen? Bin ich etwa zu blauäugig an die Sache herangegangen?
Puuuh!

Name:

  • Markus
  1. Frage:

    Haben Sie wirklich die FinanzierungsVERTRÄGE oder villeicht doch nur die FinanzierungsANTRÄGE unterschrieben?
    Falls Sie tatsächlich schon bindende VERTRÄGE unterzeichnet haben (also bereits von der Bank vorunterzeichnet), müssen Sie vorerst auf eine schriftliche Auskunft der Bank drängen. Zu denken wäre nur an Anfechtung des Vertrages durch die Bank wegen Täuschung Ihrerseits oder dergleichen ... das ist aber alles Kaffeesatzleserei, solange die Gründe unklar sind.

    Name:

    • Dr. Roland Siegel
  2. Die Unterlagen lagen leider

    zuhause und ich habe die Daten von meinem Honorarberater und meiner Frau zugeworfen bekommen.
    Die Situation stellt sich tatsächlich wie vermutet dar: Wir haben lediglich einen entsprechenden Antrag für ein zweitrangiges Darlehen unterschrieben. Was mich dennoch sehr sauer macht ist die Tatsache, dass unser Honorarberater im Vorfeld alles "klar gemacht" hat. Die Bank hatte alle entsprechenden Angaben zum Bauvorhaben - und natürlich zu unseren Finanzen.
    Wenn mir eine Bank einen Kreditvertrag vorlegt und mich dazu bittet, die Grundschuld eintragen zu lassen, dann gehe ich natürlich davon aus, dass alles o.k. ist.
    Ich dachte, ich wäre auf der sicheren Seite. Kredite abgeschlossen, alles passte, Notartermin, dann Werkvertrag unterzeichnet und heute nun das.
    Selbstverständlich bin ich vor allem auch auf unseren Honorarberater wütend - der nach eigener Aussage ebenfalls aus allen Wolken fiel. Nun gut, glaube ich ihm das mal. Zwar hat er mittlerweile eine Bank gefunden, die zu gleichen Konditionen beide Darlehen finanziert, jedoch bleibe ich auf einem Betrag von 10.000 € hocken. Eigentlich hatte ich nicht vor, diesen Betrag mit in die Finanzierung einfliessen zu lassen, denn es kann beim Bau ja immer etwas schief gehen etc. Aber mir bleibt nun vor dem Hintergrund der eingegangenen Verpflichtungen wohl nicht mehr anderes übrig.
    OHA Mann, wenn ich beim Hausbau selbst ähnlich viele Nerven lassen muß wie momentan, dann sichere ich mir am besten schon jetzt einen Platz in der Klapse... :-(

    Name:

    • Markus
  3. Ist doch ganz einfach

    Entweder Sie haben Verträge, oder Sie haben keine.
    Haben Sie Verträge, hat sich jeder dran zu halten (außer: siehe obigen Beitrag)
    Haben sie keine Verträge, brauchen Sie auch noch keinen Werkvertrag unterschreiben.
    Es muß doch einen Grund geben, wieso die Bank ablehnt. Fragen sie doch mal nach.


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