BAU.DE - hier sind Sie:

Baufinanzierung

Baufinanzierung / Berartungsfehler

Hallo,
wir haben mitte letzten Jahres eine Immobilie erworben und bei einem (nicht unabhängigen) Berater (Bausparkasse) folgende Finanzierung abgeschlossen:
Dazu zuerst unsere, im Beratungsgespräch geäußerten, wesentlichen Anforderungen an die Finanzierung:

  • günstigste Form der Finanzierung über gesamte Laufzeit (d.h. über 10 Jahre hinaus)
  • Flexibilität in Rückzahlung

Das Angebot des Beraters:
Er unterbreitete uns ein Angebot, welches er rundum als das Ideale für uns und unsere Anforderungen darstellte:

  • Baussparunterlegte Form der Finanzierung: Dazu wurden zwei bestehende Bausparverträge aufgestockt (insg. auf ca. 250T€)
  • Abschluß eines Baudarlehens über Gesamtbetrag, welches (das wurde jedoch in den Beratungsgesprächen nicht deutlich) erst nach der Zinsbindung von 10 Jahren durch Teile der Bausparverträge erstmals getilgt werden kann.

Beratungsfehler/-mängel aus heutiger Sicht:

  • KFWA:

Wir fragten nach dem KFW Darlehen als Teil der Finanzierung: Davon wurde jedoch abgeraten, da bis sich bis zum Vertragsschluß die Zinsen noch verändern könnten und somit immer eine gewisse Zeit der "Unsicherheit" über das Zinsniveau des KFW Darlehens bestehe. (Heute ist mir klar, daß wohl die Provisionshöhe ausschlaggebend für dieses "Abraten" war.)

  • Baudarlehen:

Es wurde im Gespräch nicht deutlich gemacht, daß keinerlei Tilgung oder teilw. Ablösung des Baudarlehens vor dem Ablauf von 10 Jahren möglich ist.
Vielmehr wurde darauf hingewiesen, daß wir ja die volle Flexibilität hätten, da jederzeit Sonderzahlungen in den Bausparvertrag möglich seien, die dann auch der Tilgung zugute kämen.
Die (beabsichtigte ?) Intransparenz für uns Kunden wurde unterstützt durch die Verwendung der sehr ähnlichen Begriffe "Bauspardarlehen" (für Bausparvertrag) und "Baudarlehen" (für Darlehen).
Fazit:
Die gewollten und versprochenen Vorteile über die "..gesamte Laufzeit der Finanzierung.." sehen wir heute, mit etwas Abstand, in keiner Weise mehr, u.a. da die Gesamtfinanzierung weit über den Zeitraum von 10 Jahre der Zinsbindung hinausgeht, und das "gesicherte" Bauspardarlehen zu diesem Termin nur geringen Teil der verbleibenden Summe abdecken kann.
Damit also der angeblich Vorteil (Zinssicherheit) nur für einen geringen Teil des Darlehens greift, für den Rest jedoch wieder eine "normale" Anschlußfinanzierung abgeschlossen werden muß.
Wir haben hier dem Berater vertraut - wohl zu blind - Mittlerweile hat sich der Eindruck verstärkt, daß hier rein provisionsorientiert gearbeitet wurde, ohne auch nur teilweise die Kundenanforderungen zu entsprechen. Der Berater hat damit aus meiner Sicht, in keiner Weise unseren Anforderungen entsprochen ! Ich sehe mittlerweile kein Szenario, unter welchem die abgeschlossene Form der Finanzierung in irgend einer Form für uns positiv wäre!
Rücksprache mit Berater nach "Erkenntnis"
Ca. einen Monat nach Vertragsunterschrift bestellten wird den Finanzierungsberater zu uns, um ihn auf diese Sachverhalte anzusprechen. Er gab sich von der Form der Finanzierung weiterhin uneingeschränkt überzeugt und unterstrich nocheinmal, daß dies genau den von uns gewollten Anforderungen entspräche. Allerdings konnte er auf die Frage der Vorteilhaftigkeit des Konstruktes keine wirklich sachliche Antwort geben, sondern verwies auf die Zukunft - das Risko steigender Zinsen, daß seine Kunden und wir auch ihm auch Jahre später danken werden, etc...
Ein Versuch, in einem weiteren Gespräch auf die nicht enstprechend unseren geäußerten Anforderungen abgeschlossenen, nachteilhfaten Vertrag zu reden, verlief ähnlich.
Eine Möglichkeit aufgrund der falschen Beratung gegen den Berater bzw. die Bausparkasse vorzugehen, erscheint mir schwierig. Welche Möglichkeiten der Vorgehensweise sehen Sie?

  1. keine...

    Wer zu einem Berater einer Bausparkasse geht, darf nach meiner Meinung nicht erwarten, daß er dort eine andere Beratung erwarten kann, als die, die der Berater gewöhnlich anbietet. Von dieser ist er natürlich auch überzeugt. In einem VW-Autohaus können Sie ja auch nicht erwarten, daß Ihnen zu einer anderen Marke zugeraten wird.

  2. Darlehnsbedingungen und ABB

    werden sie akzeptiert haben, von daher sind die chancen wohl eher gering da wieder ohne schaden rauszukommen. ein guter finanzberater kann ihnen aber ausrechnen, ob es sich lohnt die verträge zu kündigen, falls das überhaupt möglich ist.
    der bausparberater ist mitarbeiter einer bausparkasse und steht natürlich hinter den produkten seines brötchengebers. ich denke mal er wußte es nicht besser, oder konnte es nicht besser. ich schlimmsten fall wollte er es nicht besser, weil er sonst nichts verdient hätte.


Hier können Sie Antworten, Ergänzungen etc. einstellen

  • Keine Rechtsberatung in diesem Forum - dies ist Rechtsanwälten vorbehalten.
  • Zum Antworten kann der Fragesteller sein selbst vergebenes Kennwort verwenden.
  • Andere Personen können das Kennwort wiki oder Ihr Registrierungs-Kennwort verwenden.
  • Kennwort