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  • 10506: Holzverkleidung mit Verwitterungserscheinungen innerhalb der Garantiezeit

Fertighaus

Holzverkleidung mit Verwitterungserscheinungen innerhalb der Garantiezeit

Hallo,
unser Fertighaus steht nun seit ca. 22 Monaten (Bundesland Rheinland-Pfalz). Wir haben uns damals im Dachgeschoss für eine Holzverkleidung entschieden (Fichte Nut und Feder, ca. 3 cm stark, werkseitig behandelt).
Die Giebelseite weist nun an drei Stellen gräuliche Flecken auf (Streifen an der Federseite von einigen Zentimeter Breite und mehreren Zentimeter Höhe). Der Bauleiter hat sich die Situation angeschaut und sieht darin keinen Mangel, der über die Garantie abgewickelt werden könne.
Ich frage mich ob dieser Standpunkt rechtmäßig ist. Für mich gibt es zwei Ursache:
a) Verwitterung: auch bei Verschleiss kann doch zwischen natürlichem Verschleiss und ggf. Minderqualität unterschieden werden. Gibt es Richtzeiten, die eine Versiegelung auch ggf. unter schweren Bedingungen halten muss?
b) Transport- oder Montageschaden: ich habe zwar den Bau abgenommen, es gibt aber doch auch Allmählichkeitsschäden mit schleichender Wirkung, den Schaden hätte ich zum damaligen Zeitpunkt nicht erkennen können.
Hat jemand Erfahrungen mit dieser oder einer ähnlichen Situation?
Viele Grüße

Name:

  • TH
  1. ohne den genauen Wortlaut ihrer Verträge zu kennen...

    Holz ist ein Naturprodukt, dass nach der Verarbeitung, vor allem unter Sonneneinstrahlung weiter schrumpfen kann und Risse ausbilden kann. durch die Feuchtigkeit unter die Lasierung gelangen kann....
    Es war Ihnen hoffentlich bekannt, dass eine Holzverkleidung alle paar Jahre nachgestrichen werden muss?
    gruss

  2. Vergrauung?

    Ok, das Holz war werkseitig behandelt. Aber womit? Farbiger Anstrich oder farblos geölt/lackiert?
    Wenn letzteres der Fall ist, dann ist eine Vergrauung der Hölzer wirklich eher als normal hinzunehmen.
    Durch das UV-Licht wird Lignin in den oberflächlichen Zellen abgebaut, das führt zunächst zu bräunlichen, später zu grauen Oberflächen. Regen und Feuchtigkeit beschleunigen den Vorgang durch Auswaschungen. Je nach Bewitterung passiert das unterschiedlich schnell und es benötigt mitunter mehrere Jahre bis wieder ein etwa gleichmäßiges Bild entsteht. Das hat nichts mit einer Herabsetzung der Holzqualität zu tun und ist eher ein ästhetischer Prozess.
    Der Begriff Versiegelung beschreibt m. E. zunächst ein deckendes Verschliessen der Oberflächen. Dies ist bei bewitterten Fassade nicht unbedingt die beste Lösung.
    Daher die abschließenden Fragen:
    Was war das für eine Oberflächenbehandlung?
    und last not least:
    Was haben sie bestellt? Was wurde geliefert?
    Grüße aus Leipzig
    Martin Malangeri

  3. Vielen Dank für die Rückmeldung. An Herrn Furch: ...

    Vielen Dank für die Rückmeldung.
    An Herrn Furch:
    Wir hatten schon Bedenken aufgrund des regelmäßigen Pflegeaufwands für Holz. Diese wurden uns aber dadurch genommen, dass von einem 5-Jahre Rhythmus gesprochen wurde - in Kenntnis unserer Bausituation, da im Vorfeld bei der "Befahrung" des Lieferwegs auch eine Ortsbesichtigung des Bauplatzes stattfand.
    An Herrn Malangeri:
    Bei dem Anstrich handelt es sich um einen Farbanstrich in einem Braunton, die Qualität sei nach Angaben des Herstellers aufgrund des zertifizierten Verfahrens beim "Auftragen" und durch Qualitätskontrollen sichergestellt, bei der Gewährleistung von 4 Jahren werden die Holzteile aber ausgeschlossen.
    Habe den Vertrag leider gerade nicht verfügbar, den genauen Wortlaut (Farbe, Anstrich, Versiegelung) kann ich daher auch nicht nennen. Bei der Bemusterung wurde nur nach einer Farbe gefragt. Ich werde das aber noch mal heraussuchen.
    Was wäre für die bewitterte Seite die beste Lösung?
    Aber ein Vertrag kann sich ja auch nicht beliebig über vom Gesetzgeber eingeräumte Verbraucherrechte hinwegsetzen.

  4. Wo ist denn mein Text hin?

    Vielleicht kommt meine Antwort nun doppelt, ich sehe jedenfalls meinen Text nicht:
    Vielen Dank für die Rückmeldung.
    An Herrn Furch:
    Wir hatten schon Bedenken aufgrund des regelmäßigen Pflegeaufwands für Holz. Diese wurden uns aber dadurch genommen, dass von einem 5-Jahre Rhythmus gesprochen wurde - in Kenntnis unserer Bausituation, da im Vorfeld bei der "Befahrung" des Lieferwegs auch eine Ortsbesichtigung des Bauplatzes stattfand.
    An Herrn Malangeri:
    Bei dem Anstrich handelt es sich um einen Farbanstrich in einem Braunton, die Qualität sei nach Angaben des Herstellers aufgrund des zertifizierten Verfahrens beim "Auftragen" und durch Qualitätskontrollen sichergestellt, bei der Gewährleistung von 4 Jahren werden die Holzteile aber ausgeschlossen.
    Habe den Vertrag leider gerade nicht verfügbar, den genauen Wortlaut (Farbe, Anstrich, Versiegelung) kann ich daher auch nicht nennen. Bei der Bemusterung wurde nur nach einer Farbe gefragt. Ich werde das aber noch mal heraussuchen.
    Was wäre für die bewitterte Seite die beste Lösung?
    Aber ein Vertrag kann sich ja auch nicht beliebig über vom Gesetzgeber eingeräumte Verbraucherrechte hinwegsetzen.

  5. 5 jahres Rythmus

    als Anhaltswert ist sicher brauchbar...
    Bei meiner Fassade(dunkelblau, Wetterschutzfarbe)ist die Nordseite am längsten dran (6j)und wie neu...die Südseite ist auch ok (begrenzte Sonneneinstrahlung durch grossen Dachüberstand), die Ostseite und die Westseite sind deutlich angegriffen, besonders letztere und das obwohl die einen Sommer später montiert wurde.
    gruss


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