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Fenster und Außentüren

Maximaler Abstand zwischen Fenster und Mauerwerk

Hallo zusammen,

ich habe mir in meinem Haus aus dem Jahr 1975 neue Fenster und Türen (Holz/Alu) einbauen lassen. Die Fenster wurden am Putz vermessen. Als die neuen Fenster da waren, die alten Fenster ausgebaut und die neuen Fenster eingebaut wurden, ist festgestellt worden, dass der Putz dicker als vermutet ist (ca. 2-3 cm). Zusätzlich sind auch noch ca. 2-3 cm Abstand zwischen Putz und Fensterrahmen. Somit habe ich einen Abstand zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk von ca. 4-6 cm. Ist das normal?
Und vor allem ist das in Ordnung?
Gibt es Richtlinien, die aussagen, wie großen der Abstand von Fensterrahmen zum Mauerwerk/Putz sein darf?
So weit ich weiß, gibt einen Leitfaden nach Stand der Technik oder so. Steht da was drinnen darüber?

... ich danke euch vielmals vorab

Gruß Stefan

  1. Ein wenig groß der Abstand!

    Baujahr 75, da war es absolut noch üblich den Innenputz zweilagig und mithin dicker aufzutragen. Mitunter einen Zementputz oder Kalkzementputz auf die Wände aufzubringen und dann eine Lage Golbband drauf. Somit ergaben sich dann immer Putzdicken beim Innenputz in einer Dicke von 2 - 3 cm. Ein Sachkundiger Fensterbauer sollte dies wissen.

    Umso wichtiger ist es, beim Aufmaß die zu gebende Luft -die benötigt wird um das neue Fenster in die Öffnung hinein zu bekommen- so knapp als möglich bemessen wird.

    Nun gut, dass alles nutzt Ihnen jetzt nichts mehr, die Fenster sind drin, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Haben Sie denn jetzt den Putz auf den Laibungen entfernt?

    Dann hätten Sie ja die Möglichkeit die Laibung dicker aufzuputzen oder vorher noch Wediplatten drauf zu kleben.

    Einziger Nachteil, Sie müssten dann den Wandputz der Wandflächen innen, umlaufend der Fensteröffnungen in einer Breite von 10 cm auch entfernen, damit Sie die Möglichkeit haben oder in die Lage versetzt werden, ein umlaufendes Gittexarmierungsgewebe einlegen zu können und einen neuen Kantenschutz (Eckschoner) einputzen zu können.

    Fazit:
    Die Tapete der Wände muss herunter und es muss neu tapeziert werden, weild er Eckschoner eingeputzt werden muss.

    Blöd aber auch!

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  2. Na ja

    @Stefan
    Sie haben Zweifel an der Präzision des Fenster-Aufmaßes haben aber kein Problem mit Ihren eigenen Maßangaben (ca. 2-3 cm Abstand zwischen Putz und Fensterrahmen. Somit habe ich einen Abstand zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk von ca. 4-6 cm)

    Es gibt keine Norm oder Leitfaden die diesen bei einer Sanierung entstehenden Abstand regelt.

    Wichtiger ist eine innen luftdichte und aussen schlagregendichte Montage, sowie die Dämmung in diesen Bereich.

    Und was wollen Sie erreichen? Neue Fenster? Minderung?
    Beides erreichen Sie nicht und eine Minderung für evtl. kleiner gewordene Fenster? Eher nicht.

    @ Herr Reinartz

    Mit Ihrer Diagnose über die möglichen Ursachen liegen Sie richtig.

    Aber den Putz in 10 cm Breite rundum für ein Armierungsgewebe abzuschlagen (wenn überhaupt) halte ich jedoch für ziemlich weit her geholt.

  3. Wie sonst?

    Warum der breite Abstand zwischen Wand und Fenster nun entstanden ist, kann im Übrigen dahinstehen, somit auch meine Vermutung, warum der Abstzand entstanden ist und welche Putzsysteme früher zur Anwendung kamen.

    Einen Putz-Eckschoner auf einer Kante einzubauen erfordert nun einmal, dass auf keiner Seite der an die Kante mündenden Flächen Putz vorhanden ist. Dies bedeutet, in der Laibung darf kein Putz sein und im Wandbereich halt eben auch nicht.

    Außerdem würde man -beklebt man die Laibungen mit einer Wedi Platte in einer Dicke von beispielswesie 4 cm Dicke- auf die Stirnseite der Dämmung schauen, wenn Sie die Öffnung anschauen.

    So, und wenn ich den Putz auf der Wandfläche nicht umlaufend entferne, dann putze ich die Stirnseite der Platte von Eckschoner zu vorhandenem Eckschoner nur bei und schaffe damit eine saubere Brchkante oder wie -Herr Schrage- wollen Sie das vermeiden, dass der alte Putz an den neuen Putz auf der Stirnseite der weicheren Dämmplatte dann angrenzend nicht reißt. Das diese neu geschaffene Fuge im Bereich des Beiputzes -angrenzend an den alten Wandputz- nicht reißt, schaffen Sie nur, in dem Sie überlappend arbeiten und dort ein Gittex einputzen. Dafür gibt es im Übrigen eine Norm und Herstellerrichtlinien Herr Schrage, die besagen, dass im Bereich von Materialwechseln Putzbewehrungen einzubauen sind und diese natürlich nur überlappend einzubauen sind. Anders geht´s nicht.

    Weit her geholt ist unzutreffend und schlicht weg falsch Herr Schrage.

    Wie sonst Herr Schrage.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  4. Sollte halt

    nach Technischer Richtlinie Nr. 20 des Glaserhandwerk eingebaut werden... Die verwendeten Befestigungsmittel sollten halt für eine solch breite Fuge geeignet sein. Zu Schlagregendichtheit außen und Dampfdichtheit innen und der Dämmung dazwischen wurde ja bereits geschrieben und auch dazu, dass sie innen vermutlich eine Leibungsdämmung brauchen solange ihre Fassade außen nicht gedämmt wird.


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