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Estrich und Bodenbeläge

Parkett mit mangelhafter Verkittung der Astlöcher (?)

Liebe Experten des Forums, gern möchte ich meine erste Frage in diesem Forum stellen (in dem ich schon häufig wichtige Informationen gefunden habe - danke!)

Bei einem Multiplexparkett, das im ganzen Haus (EFHA)verlegt wurde, zeigen sich mittlerweile sehr viele mangelhafte (?) Astlöcher. Es scheint als würde sich die Verkittung lösen - teils bilden sich kleine Löcher, es bilden sich aber auch Risse und ganze Teile der Verkittung lösen sich. Ich habe ein paar hoffentlich aussagekräftige Bilder angehängt. Es zeigen sich dutzende dieser Stellen, in zunehmender Anzahl.

Details zum Parkett: (laut Lieferschein/Rechnung)

  • Multiplexparkett Eiche, 13x180mm Natur/Rustikal
  • Natur/Rustikal = splintfreie rustikale Mischsortierung mit dunkelbraun gespachtelten Ästen
  • 4mm Nutzschicht auf 9mm Multiplexsperrholz
  • für Warmwasserfußbodenheizung geeignet (ist auch der Fall)
  • vollflächig verklebt

Verlegt wurde das Parkett vor 8 Monaten.

Es geht mir nicht um die Astlöcher an sich - die sind so ausgesucht und gefallen. Ich befürchte aber, dass sich noch mehr schadhafte Stellen bilden werden und durch die Risse und Löcher Feuchtigkeit eindringen kann und der Boden seine Pflegeleichtigkeit verliert.

Handelt es sich um einen hinzunehmenden Zustand/Entwicklung bei einem Holzfußboden oder besteht hier tatsächlich ein Mangel?

Ich hoffe die Informationen reichen aus - ansonsten liefere ich gern mehr.

Vielen Dank für die Antworten

Anhang:

Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

Name:

  • A. Beckmann
  1. Den Holzabfall, den kein Hersteller hochwertigen Parketts will,

    den verkauft ein anderer günstig als "Rustikal".

    Was haben Sie denn erwartet? Wie soll mann denn Anschnitte im Astbereich verfestigen? Soll der Hersteller jedes Astloch von Hand mit Harz ausgießen?

    Wenn sie die Oberfläche nur ölen, dann müssen sie eben mit natürlichem Verschleiß der Oberfläche rechnen, oder sie gehen halt mit Siegellack drüber...

  2. Ihrer Meinung nach haben wir unseren ...

    ... Boden mit Abfall belegt. Das sind ja harte Worte (Herr...?), die ich nicht ganz nachvollziehen kann, denn ich kenne verschiedene Parkettböden mit einem ganz ähnlichen Holzbild, teils mit noch mehr Ästen, die auch nach mehreren Jahren nicht so aussehen wie das auf den Bildern gezeigte (diese sind auch "nur" geölt/ bzw. mit Hartwachsöl behandelt) Z.B. mein eigenes, auch Multiplex...im Prinzip ganz ähnlich wie das thematisierte Parkett, nur von einer anderen Tischlerei.

    Wenn ich die Tonart der ersten Antwort mal beiseite lasse, entnehme ich ihr, dass bei einem Parkett, dass mit Hartwachsöl behandelt wurde und das Astlöcher aufweist ein solcher Zustand normal ist. Kann das jemand so bestätigen?

    Gruß
    A. Beckmann

  3. kein abfall aber auch nicht 1A

    ihr boden ist sicher nicht "abfall" wie sie schrieben aber er ist ganz einfach auch nicht die erste wahl.
    man muß einfach unterscheiden zwischen einem "ast" der schön und fest im holz eingebunden ist und einer "holzverunreinigung" die durch einen abgestorbenen oder einfach unschönen astwuchs gekommen ist. bei ihren bildern erkennt man einbrüche in der oberfläche die eben von dem zweiteren herrühren.

  4. Das ist ja nun schon etwas ...

    ... differenzierter und es leuchtet mir auch ein, dass dieser Boden kein Oberklasse-Parkett ist. Dennoch bleibt die Frage ob die Tischlerei hier nicht dafür hätte Sorge tragen müssen, dass der Boden nicht nach 8 Monaten so aussieht oder ihn so nicht hätte verkaufen sollen.

    Ansonsten würde sich die Frage stellen ob das verwendete Holz nicht an sich einen Mangel darstellt, denn immerhin wurde eine solche Entwicklung nicht von der Tischlerei thematisiert und sogar ganz im Gegenteil die Robustheit des Bodens betont.

  5. Es kommt drauf an, was bestellt wurde!

    Es ist wohl so, dass es immer darauf ankommt, was bestellt wurde und was mithin beweisbar versprochen wurde.

    Auf den Fotos ist ja nicht alles so genau sichtbar.

    Ich denke, dass wenn Sie keine Risse in der Oberfläche haben, dies sicherlich Anlass für Annahme eines ggf. vorhandenen Mangels ist, sodann die Haltbarkeit bzw.und /oder die Funktionstauglichkeit aufgehoben, gemindert oder eingeschränkt ist.

    Hier könnte beispielsweise Putzwasser in die Risse eindringen und die Haltbarkeit des Fußbodens -die bei Werken gleicher Art und Güte jedoch ohne vorhandene Risse üblich ist- mindern oder zumindest verfärben.

    Auch der Kitt dürfte insofern nicht heraus fallen.

    Insofern haben Sie ja entweder 5 nach BGBA oder 4 Jahre nach VOBA Mangelhaftungszeit (früher Gewährleistungszeit).

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  6. Es kommt drauf an, was bestellt wurde! !KORREKTUR!

    Sorry, ich hatte mich vertippt.

    So müsste der vorstehende Beitrag lauten.

    Es ist wohl so, dass es immer darauf ankommt, was bestellt wurde und was mithin beweisbar versprochen wurde.

    Auf den Fotos ist ja nicht alles so genau sichtbar.

    Ich denke, dass wenn Sie "kleine" Risse in der Oberfläche haben, dies sicherlich Anlass für Annahme eines ggf. vorhandenen Mangels ist, sodann die Haltbarkeit bzw.und /oder die Funktionstauglichkeit aufgehoben, gemindert oder eingeschränkt ist.

    Hier könnte beispielsweise Putzwasser in die Risse eindringen und die Haltbarkeit des Fußbodens -die bei Werken gleicher Art und Güte jedoch ohne vorhandene Risse üblich ist- mindern oder zumindest verfärben.

    Auch der Kitt dürfte insofern nicht heraus fallen.

    Insofern haben Sie ja entweder 5 nach BGBA oder 4 Jahre nach VOBA Mangelhaftungszeit (früher Gewährleistungszeit).

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  7. Vielen Dank - ich werde mich ...

    ... in der nächsten Woche mit dem ausführenden Unternehmen treffen. Mal sehen was die dazu sagen.


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