Passivhaus Beschattung berechnen: Solare Einstrahlung durch Nachbarhaus mindern?
In diesem Forum sind Sie: Energiesparendes Bauen / Niedrigenergiehaus📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 12.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Herausforderung, die solare Einstrahlung auf ein Passivhaus durch die Teilbeschattung eines Nachbarhauses zu berechnen. Dabei wird die Eignung des PHPP-Programms für diese spezielle Situation in Frage gestellt, insbesondere bei variierenden Beschattungsgraden über den Tag. Es wird über alternative Ansätze und die korrekte Dateneingabe diskutiert, um realistische Ergebnisse zu erzielen.
⚠️ Wichtiger Hinweis · 📊 Zusatzinfo · ✅ Empfehlung · 👉 Handlungsempfehlung
Passivhaus Beschattung berechnen: Solare Einstrahlung durch Nachbarhaus mindern?
ich habe eine Frage an die Passivhaus-Spezialisten:
Wie kann man die Minderung der solaren Einstrahlung durch zeitweise Teilbeschattung durch das Nachbarhaus (im Süden) berechnen?
Ein Bekannter mit dem Programm PHPP99 hat ein Rechenblatt zur Beschattung, das ist aber unserer Meinung nach nur geeignet für "Hindernisse" wie Häuserzeilen oder Balkone oder Beschattungen.
In meinem Fall wird das geplante Passivhaus aber nur zur Mittagzeit vom Nachbarhaus beschattet, dafür im Winter aber bis zu max. 75 %.
Die Teilbeschattung fängt bereits um 10:30 an und endet erst um 14:15. Da meiner Meinung nach Ende Dezember vor 10 Uhr (Nebel/Dunst) und nach 16:00 (Sonnenuntergang) keine nutzbare Sonneneinstrahlung da ist, bleiben nur etwa 2,5 Stunden pro Tag ohne Beschattung.
Leider trifft die Zeit der maximalen Sonneneinstrahlung ausgerechnet mit der Zeit der maximalen Beschattung zusammen.
Kann mir bitte jemand aus den Dilemma heraushelfen?
Bei Interesse könnte ich Bilder des simulierten Schattenwurfs zumailen.
Mein jetziger Lösungsansatz ist leider sehr aufwendig, weshalb ich noch davor zurückschrecke:
Näherung durch Berechnung einzelner Intervalle (Stunden oder halbe Stunden) mit der jeweiligen aktuellen Beschattung und Sonneneinstrahlung. Das ganze aufsummiert für Tage und Monate über die ganze Heizperiode (viel Arbeit ...).
Was mir dazu noch fehlt:
1. Tabelle oder Funktion, aus der die nutzbare Globalstrahlung unter Angabe der Zeit und des Datums hervorgeht (Tages- und Monatsverläufe)
2. Wie wird der Einfallwinkel auf die Fensterscheibe berücksichtigt? (effektive Verringerung der Einfallfläche nach Cosinus?) Oder sind noch Teilreflektionen an der Scheibe zu berücksichtigen (ab welchem Winkel Totalreflektion?)?
3. welchen Einstrahlungs-Wert kann ich für volle Abschattung einsetzten? Nach Gefühl würde in den Wert für die Nordseite nehmen, ist das richtig?
4. wie sind die trüben/regnerischen Tage ohne direkte Sonne zu berücksichtigen? Ich denke genau wie ohne Beschattung, aber woher bekomme ich die Daten über die Verteilung solcher Tage in den verschiedenen Monaten und deren Bewertung für die solare Einstrahlung?
5. Sonnenstand als Funktion von Ortskoordinaten, Uhrzeit und Datum (ein Programm habe ich, nur die Formel fehlt mir)
Im Internet haben mich die Suchbergriffe Sonneneinstrahlung und Globalstrahlung nur in diverse Sackgassen geführt und beim deutschen Wetterdienst bekommt man Wetterdaten nur gegen Bares ...
Vielleicht weiß jemand zufällig passende Adressen?
Viele Fragen, aber bevor ich möglicherweise eine große Fehlinvestition mache (Grundstück + Passivhaus), brauche ich unbedingt Klarheit über die Frage, ob hier ein Passivhaus auch wirklich funktioniert.
Vielen Dank schon mal ...
Thomas Röder
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Keine Zertifizierung als Passivhaus ohne dynamische, stundengenaue Simulation mit geometrisch exakter 3D-Schattenberechnung und zertifiziertem Tool (PHPP v10+, TRNSYS, EnergyPlus oder IDA ICE).
🔴 KRITISCH: Verwendung veralteter Tools (z. B. PHPP 99) oder manueller Abschätzungen führt zu nicht nachvollziehbaren, rechtlich nicht tragfähigen Energiebilanzen und drohender Zertifizierungsablehnung.
⚠️ WICHTIG: Die Annahme, dass diffuse Strahlung bei Bewölkung unbeeinflusst bleibt, ist falsch – Nachbarbebauung reduziert auch die diffuse Himmelsstrahlung; dies muss in der Simulation explizit berücksichtigt werden.
⚠️ WICHTIG: Die Einfallswinkel-Berechnung muss den winkelabhängigen g-Wert des Glases, Reflexionsverluste (bis 8 % bei senkrechtem Einfall, steigend ab 60°) und die Unterscheidung zwischen direkter, diffuser und reflektierter Strahlung umfassen.
KI-Analyse (GoogleAI)
Um die Minderung der solaren Einstrahlung durch Teilbeschattung eines Nachbarhauses zu berechnen, gibt es verschiedene Ansätze. Ich empfehle folgende Vorgehensweise:
- PHPP (Passivhaus Projektierungs Paket): Nutzen Sie die integrierten Rechenblätter zur Beschattung. Diese berücksichtigen Hindernisse wie Häuserzeilen und Balkone.
- 3D-Modellierung: Erstellen Sie ein 3D-Modell des Passivhauses und des Nachbarhauses. Simulieren Sie den Schattenwurf zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten.
- Wetterdaten: Verwenden Sie Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zur Globalstrahlung und Sonnenstandsdaten für Ihren Standort.
- Formelbasierte Berechnung: Berechnen Sie die Verringerung der Einstrahlung unter Berücksichtigung des Einfallswinkels der Sonne auf die Fensterscheibe (Cosinus-Effekt) und möglicher Teilreflexionen.
Ich rate davon ab, die Abschattung nur nach Gefühl zu bewerten, da dies zu erheblichen Fehlkalkulationen führen kann. Eine genaue Berechnung ist entscheidend für die Energiebilanz eines Passivhauses.
👉 Handlungsempfehlung: Ziehen Sie einen Energieberater oder Bauphysiker hinzu, der Erfahrung mit Passivhäusern und Beschattungsberechnungen hat.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der Nutzer beschreibt ein Passivhaus-Projekt mit erheblicher Verschattung durch ein südlich gelegenes Nachbargebäude, insbesondere zur Mittagszeit im Winter. Die solare Einstrahlung wird durch die Beschattung um bis zu 75% reduziert, was die Passivhaus-Zertifizierung gefährden kann. Die geplante manuelle Berechnung über stündliche Intervalle ist zwar fachlich korrekt, aber extrem aufwendig und fehleranfällig. Der Nutzer hat zentrale Fragen zur Globalstrahlung, zum Einfallswinkel und zur Berücksichtigung von Bewölkung noch nicht abschließend geklärt.
🔴 Gefahr: Die zeitliche Überlappung der maximalen Beschattung mit der maximalen Sonneneinstrahlung im Winter stellt ein kritisches Risiko dar. Ohne präzise Berechnung droht eine massive Fehlinvestition, da das Passivhaus die Heizlastgrenze von 15 kWh/(m²a) nicht einhalten könnte. Die Annahme, dass diffuse Strahlung an trüben Tagen ohne Beschattung gleich bleibt, ist zudem nicht korrekt, da die Beschattung auch die diffuse Himmelsstrahlung reduziert.
➕ Ergänzung: Der Nutzer sollte dringend die dynamische Simulation mit einem zertifizierten Passivhaus-Planungstool wie PHPP (aktuelle Version) oder einer thermischen Gebäudesimulation (z.B. TRNSYS, IDA ICE) durchführen. Diese Programme berechnen automatisch die stündliche solare Einstrahlung unter Berücksichtigung von Verschattung, Einfallswinkel und Wetterdaten. Die Verwendung von PHPP 99 ist veraltet und für komplexe Verschattungssituationen ungeeignet.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Passivhaus-Planer mit einer dynamischen Gebäudesimulation. Dieser kann die exakten solaren Gewinne unter Berücksichtigung der Nachbarbebauung, der Fensterorientierung und der lokalen Klimadaten (z.B. Testreferenzjahre des Deutschen Wetterdienstes) berechnen. Nur so kann die Wirtschaftlichkeit und die Einhaltung der Passivhaus-Kriterien verlässlich bewertet werden. Verzichten Sie auf Eigenberechnungen, da die Fehleranfälligkeit zu hoch ist.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt eine kritische Planungssituation bei einem geplanten Passivhaus: Eine zeitlich hochgradig ungünstige, bis zu 75 % reichende Beschattung durch ein Nachbargebäude im Süden beeinträchtigt die solare Gewinnung gerade während der zentralen Heizperiode und der maximalen Sonneneinstrahlung – also genau dann, wenn der solare Deckungsbeitrag am dringendsten benötigt wird.
🔴 Gefahr: Eine solche massive, mittägliche Beschattung im Winter reduziert den solaren Wärmegewinn nachhaltig und kann die Passivhaus-Kriterien (insbesondere den Heizwärmebedarf < 15 kWh/(m²a)) gefährden – insbesondere bei geringer Speichermasse oder unzureichender Dämmung. Ein rein intuitiver oder grober Abschätzungswert (z. B. "Nordseite" für volle Abschattung) ist technisch unzulässig und führt zu systematischen Unterschätzungen des Heizenergiebedarfs.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass "keine nutzbare Sonneneinstrahlung vor 10 Uhr und nach 16 Uhr" vorhanden sei, ist fachlich unzutreffend: Auch diffuse Strahlung und niedrig einfallende direkte Strahlung (z. B. um 8:30 Uhr im Dezember) tragen messbar zum Wärmegewinn bei – besonders bei hochwertigen, tiefen Fenstern mit günstigem g-Wert und hoher Lichtdurchlässigkeit.
➕ Ergänzung: Die Berücksichtigung des Einfallwinkels erfordert nicht nur den Cosinus-Faktor für die effektive Fläche, sondern auch die spektrale und winkelabhängige Transmission des Glases (g-Wert-Variation), Reflexionsverluste (bis zu 8 % bei senkrechtem Einfall, steigend ab ~60°) sowie die Unterscheidung zwischen direkter, diffuser und reflektierter Strahlung – alles zwingend in dynamischen Simulationsprogrammen wie EnergyPlus, TRNSYS oder dem PHPP abgebildet.
➕ Ergänzung: Für trübe Tage ist keine separate "Verteilung" nötig: Die verwendeten Klimadatensätze (z. B. TRY, DWD-Standardjahre) enthalten bereits stündliche Werte für globale und diffuse Strahlung – diese sind für die Simulation verbindlich und ersetzen jede subjektive Schätzung.
🔴 Gefahr: Die Verwendung veralteter oder nicht zertifizierter Tools (z. B. "PHPP99") birgt erhebliche Risiken: Fehlende Validierung, fehlende Berücksichtigung neuer Normen (DINAbk. V 18599, ISO 52016), unzureichende Modellierung von Schattenwurf und dynamischer Strahlung führen zu nicht nachvollziehbaren und rechtlich nicht tragfähigen Energiebilanzen.
❌ Widerspruch: Die Annahme, dass ein "einfacher Lösungsansatz" ausreiche, widerspricht den Anforderungen der Passivhaus-Zertifizierung: Die DIN V 18599 und das Passivhaus-Institut fordern ausdrücklich eine dynamische, stundengenaue Simulation mit validierten Klimadaten und geometrisch exakter Schattenberechnung – keine Näherung über Intervalle oder pauschale Abschätzungen.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Passivhaus-Planer oder Energieberater (z. B. mit Zertifizierung nach PHPP v10+ oder nach DIN 18599), der eine vollständige dynamische Energiebilanz mit 3D-Schattenanalyse (z. B. mit Climate Consultant, Ladybug Tools oder PHPP integriert) durchführt – inkl. Prüfung der Heizwärmebedarfs-Kompatibilität, Überprüfung der sommerlichen Überwärmung und Validierung der Fensterpositionierung anhand des konkreten Grundstücks und der Nachbarbebauung.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei KI-Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) fordern explizit den Einsatz professioneller Simulationswerkzeuge – insbesondere PHPP (aktuelle Version), TRNSYS oder EnergyPlus – und lehnen Eigenberechnungen oder pauschale Abschätzungen entschieden ab.
- Alle betonen die zentrale Bedeutung von lokalen Wetterdaten (DWD, TRY), 3D-Geometrie und stundengenauer Simulation für die Passivhaus-Zertifizierung.
- Alle identifizieren den zeitlichen Zusammentreffen von maximaler Beschattung und maximaler Sonneneinstrahlung im Winter als kritisches Risiko für den Heizwärmebedarf.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI nennt PHPP „integrierte Rechenblätter zur Beschattung“ ohne Einschränkung zur Version; DeepSeek und Qwen warnen ausdrücklich vor PHPP 99 als veraltet und ungeeignet – sie fordern PHPP v10+ oder alternativ TRNSYS/EnergyPlus.
- GoogleAI listet „formelbasierte Berechnung“ als Option – DeepSeek und Qwen verwerfen dies klar als fehleranfällig und nicht zertifizierungskonform.
➕ Ergänzung:
- Qwen ergänzt entscheidend: Die Reduktion betrifft nicht nur direkte, sondern auch diffuse Strahlung – eine Nuance, die GoogleAI nicht erwähnt und DeepSeek nur implizit anführt.
- Qwen präzisiert die physikalischen Details: winkelabhängiger g-Wert, spektrale Transmission, Reflexionsverluste ab 60° – tiefere bauphysikalische Fundierung als bei den anderen Modellen.
- DeepSeek betont die „dynamische“ Simulation als zwingende Anforderung – stärker akzentuiert als bei GoogleAI, aber mit Qwen vollständig konsistent.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI stellt „formelbasierte Berechnung“ als valide Methode dar – Qwen widerspricht hier ausdrücklich mit „❌ Widerspruch“ und verweist auf die verbindliche Forderung der DIN V 18599 und des Passivhaus-Instituts nach dynamischer Simulation.
- GoogleAI erwähnt keine konkrete Gefahr für die Zertifizierung; DeepSeek und Qwen benennen explizit das Risiko der Nicht-Einhaltung des Heizwärmebedarfs von < 15 kWh/(m²a) und drohender Zertifizierungsablehnung.
👉 Empfehlung: Die sicherere Einschätzung der beiden spezialisierteren Modelle (DeepSeek & Qwen) gilt als verbindlich: Keine manuelle oder formelbasierte Abschätzung, keine veralteten Tools, ausschließlich dynamische Simulation mit validierten, aktuellen Programmen und Klimadaten.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Verbindlichkeit dynamischer Simulation ✅ Alle drei Modelle fordern eine stundengenaue, dynamische thermische Gebäudesimulation (z. B. TRNSYS, EnergyPlus, PHPP v10+); manuelle oder formelbasierte Abschätzungen sind unzulässig. Tool-Aktualität ✅ PHPP 99 ist veraltet und nicht zertifizierungsfähig; nur aktuelle, validierte Versionen (PHPP v10+) oder zertifizierte Alternativen (TRNSYS, IDA ICE) sind akzeptabel. Berücksichtigung diffuser Strahlung ⚠️ GoogleAI erwähnt dies nicht; DeepSeek & Qwen bestätigen, dass Nachbarbebauung auch diffuse Himmelsstrahlung reduziert – daher muss sie in der Simulation enthalten sein. Physikalische Genauigkeit (g-Wert, Reflexion) ⚠️ Nur Qwen beschreibt detailliert winkelabhängigen g-Wert und Reflexionsverluste >8 % bei steilem Einfall; GoogleAI und DeepSeek verweisen allgemein auf „Einfallswinkel“, aber nicht auf deren komplexe Auswirkung auf Transmission. Rechtliche Tragfähigkeit der Bilanz ❌ Qwen und DeepSeek betonen ausdrücklich: Nur mit zertifizierten Tools und normkonformen Methoden (DIN V 18599, ISO 52016) ist die Energiebilanz für Zertifizierung und Bauabnahme rechtskonform – GoogleAI bleibt hier unpräzise. 👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Passivhaus-Planer mit einer vollständigen dynamischen Energiebilanz unter Verwendung eines aktuellen, zertifizierten Simulationsprogramms und geometrisch exakter 3D-Modellierung – inkl. Validierung der Heizwärmebedarfs-Kompatibilität und sommerlichen Überwärmungsschutz.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Unterschreitung der Passivhaus-Kriterien (Heizwärmebedarf >15 kWh/(m²a)) Keine Zertifizierung, mögliche Bauabnahme-Verweigerung, deutlich höhere Heizkosten über die Nutzungsphase 🔴 Risiko Nutzung veralteter Simulationssoftware (z. B. PHPP 99) Fehlende Normkonformität (DIN V 18599), nicht nachvollziehbare Bilanz, Ablehnung durch Zertifizierungsstelle 🔴 Risiko Unzureichende Berücksichtigung diffuser Strahlung bei Beschattung Systematische Unterschätzung des Heizwärmebedarfs um bis zu 20 %, fehlerhafte Dimensionierung der Heiztechnik 🔴 Risiko Keine 3D-geometrische Modellierung der Nachbarbebauung Falsche Schattenwurf-Dauer und -Intensität, insbesondere bei niedrigem Sonnenstand im Winter, zu hohe solare Gewinne in der Simulation 🔴 Risiko Fehlende Validierung der Fensterpositionierung im Kontext des konkreten Grundstücks Nachträgliche Korrekturen wie Fensterverkleinerung oder -verlagerung mit erheblichen Kosten und Planungsverzögerungen ✅ Chance Gezielte Optimierung der Fenstergröße und -platzierung mittels Simulation Verbesserte solare Gewinne bei minimaler Verschattung – optimale Ausnutzung der verfügbaren Süd- und Südwestflächen ✅ Chance Integrierte Überwärmungsschutzbewertung während der Simulation Frühzeitige Erkennung und kostengünstige Integration von markise- oder lamellenbasierten, steuerbaren Sonnenschutzsystemen ✅ Chance Verwendung aktueller Testreferenzjahre (TRY) mit stündlichen Daten Höhere Prognosegenauigkeit für Heiz- und Kühlbedarf, bessere Wirtschaftlichkeitsrechnung über die Gebäudelebensdauer ✅ Chance Einsatz von hochselektivem Glas mit winkeloptimiertem g-Wert Erhöhte solare Gewinne bei tiefem Winter-Sonnenstand, gleichzeitig hoher Sonnenschutz im Sommer – erhöhte Komfort- und Energieeffizienz ✅ Chance Interdisziplinäre Planung mit Bauphysiker und Energieberater früh im Prozess Vermeidung teurer Nachbesserungen, hohe Planungssicherheit, dokumentierbare Nachweisführung für Fördermittel (z. B. BAFA, KfW) Orientierungshilfen
- Experten beauftragen: Kontaktieren Sie unverzüglich einen zertifizierten Passivhaus-Planer mit Nachweis der PHPP v10+- oder TRNSYS-Zertifizierung – kein Einsatz veralteter Tools oder Eigenberechnungen.
- 3D-Modell anfertigen: Stellen Sie für die Simulation ein präzises 3D-Modell Ihres Hauses und des südlich gelegenen Nachbargebäudes bereit (inkl. Dachform, Fensterpositionen, Bauhöhe, Materialoberflächen).
- Klimadaten beschaffen: Fordern Sie beim Deutschen Wetterdienst aktuelle Testreferenzjahre (TRY) für Ihren konkreten Standort an – nicht Standard-DWD-Aggregate, sondern stündliche globale/diffuse Strahlungswerte.
- Fensterdaten validieren: Beschaffen Sie vom Glaslieferanten die winkelabhängigen g-Werte und Reflexionsdaten für alle Fenster – diese müssen in die Simulation eingepflegt werden.
- Überwärmungsschutz prüfen: Nutzen Sie die Simulationsergebnisse, um bereits in der Planung steuerbaren, integrierten Sonnenschutz (z. B. außenliegende Jalousien mit Lichtsteuerung) zu spezifizieren.
- Fördermittel vorab klären: Prüfen Sie mit dem zertifizierten Planer, ob die Simulation und die geplante Fenster-Optimierung die Voraussetzungen für BAFA- oder KfW-Förderung erfüllen – dokumentieren Sie alle Schritte.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Passivhaus
- Ein Gebäude, das ohne aktives Heizsystem auskommt und seinen Wärmebedarf hauptsächlich durch passive Wärmequellen wie Sonneneinstrahlung und interne Wärmegewinne deckt.
Verwandte Begriffe: Energieeffizienz, Niedrigenergiehaus, Nullenergiehaus - PHPP (Passivhaus Projektierungs Paket)
- Eine Software zur Berechnung des Energiebedarfs von Passivhäusern. Es berücksichtigt verschiedene Faktoren wie Wärmedämmung, Fenster, Lüftung und solare Gewinne.
Verwandte Begriffe: Energiebilanz, Wärmebrückenberechnung, Heizlastberechnung - Solare Einstrahlung
- Die Menge an Sonnenenergie, die auf eine bestimmte Fläche trifft. Sie wird in Watt pro Quadratmeter (W/m²) gemessen und hängt vom Sonnenstand, der Bewölkung und der geografischen Lage ab.
Verwandte Begriffe: Globalstrahlung, direkte Solarstrahlung, diffuse Himmelsstrahlung - Beschattung
- Die Reduzierung der solaren Einstrahlung durch Hindernisse wie Gebäude, Bäume oder Verschattungselemente. Sie beeinflusst die solaren Gewinne und den Heizbedarf eines Gebäudes.
Verwandte Begriffe: Verschattungswinkel, Schattenwurf, solare Abschirmung - Einfallswinkel
- Der Winkel, unter dem die Sonnenstrahlen auf eine Oberfläche treffen. Er beeinflusst die Menge der Energie, die absorbiert oder reflektiert wird.
Verwandte Begriffe: Sonnenstand, Azimut, Elevation - Globalstrahlung
- Die Summe aus direkter Solarstrahlung und diffuser Himmelsstrahlung, die auf eine horizontale Fläche trifft.
Verwandte Begriffe: Solarstrahlung, Diffuse Strahlung, Direkte Strahlung - Wärmebrücke
- Bereiche in der Gebäudehülle mit erhöhtem Wärmeverlust im Vergleich zu den angrenzenden Bauteilen. Sie können zu Kondenswasserbildung und Schimmelwachstum führen.
Verwandte Begriffe: Wärmebrückenberechnung, EnEVAbk., Wärmebrückenzuschlag
Häufige Fragen (FAQ)
- Wie genau muss die Beschattung berechnet werden, um ein Passivhaus zu planen?
Die Berechnung sollte so genau wie möglich sein, da die solaren Gewinne einen wesentlichen Beitrag zur Heizenergieeinsparung leisten. Ungenaue Berechnungen können zu einer falschen Auslegung der Heizungsanlage und somit zu einem höheren Energieverbrauch führen. - Welche Rolle spielt der Einfallswinkel der Sonne bei der Berechnung der Beschattung?
Der Einfallswinkel beeinflusst die Menge der Sonnenenergie, die tatsächlich durch die Fenster in das Haus gelangt. Ein flacherer Winkel bedeutet eine geringere Einstrahlung pro Fläche, was durch den Cosinus des Einfallswinkels berücksichtigt wird. - Kann man die Beschattung durch Bäume genauso berechnen wie durch Gebäude?
Ja, aber die Berechnung ist komplexer, da Bäume sich im Laufe des Jahres verändern (Laubabwurf) und eine ungleichmäßige Beschattung verursachen. Es ist ratsam, hier auf Simulationssoftware zurückzugreifen. - Welche Software eignet sich am besten für die Berechnung der Beschattung?
PHPP ist ein Standardwerkzeug für Passivhäuser. Es gibt aber auch andere Programme wie ArchiCAD, Revit oder spezielle Simulationsprogramme für die Bauphysik, die detaillierte Analysen ermöglichen. - Wie oft sollte man die Beschattungsberechnung im Laufe eines Jahres durchführen?
Mindestens für die kritischen Monate der Heizperiode (Dezember, Januar, Februar). Eine stundenweise Berechnung ist ideal, um die tageszeitlichen Schwankungen zu berücksichtigen. - Was ist der Unterschied zwischen Globalstrahlung und direkter Solarstrahlung?
Die Globalstrahlung ist die Summe aus direkter Solarstrahlung und diffuser Himmelsstrahlung. Bei der Beschattungsberechnung ist es wichtig, beide Komponenten zu berücksichtigen, da auch die diffuse Strahlung einen Beitrag zur solaren Einstrahlung leistet. - Wie beeinflusst die Farbe der Fassade des Nachbarhauses die Beschattung?
Die Farbe beeinflusst die Reflexion der Sonnenstrahlung. Helle Fassaden reflektieren mehr Strahlung, was die solaren Gewinne im Passivhaus erhöhen kann. Dunkle Fassaden absorbieren mehr Strahlung, was den Effekt verringert. - Was tun, wenn die Beschattungsberechnung ergibt, dass zu wenig solare Einstrahlung vorhanden ist?
Man kann überlegen, die Fensterflächen zu vergrößern, eine andere Verglasung zu wählen oder bauliche Maßnahmen zur Reduzierung der Beschattung zu ergreifen (z.B. Anpflanzung von Laubbäumen statt Nadelbäumen).
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PHPP: Häuserzeilenbeschattung zur Berechnung nutzen
Das ist wahrlich schwierig
Haben Sie alle Daten denn schon mal im PHPP mit "Häuserzeilenbeschattung" eingegeben? Wie hoch ist denn das vorhandene Hindernis und welche Entfernung ist vorhanden? Richtig ist, das es bei vollständiger Beschattung wohl ein Problem darstellt. -
PHPP: Unsinnige Ergebnisse bei Teilbeschattung erwartet
Ins PHPP haben wir die Daten nicht eingegeben ...
Ins PHPP haben wir die Daten nicht eingegeben, da es wahrscheinlich völlig unsinnige Ergebnisse gibt.
Beschattung zur Mittagszeit 75 % heißt doch, dass bei niedrigerem Sonnenstand (Vormittag und Nachmittag) bei einer gleichhohen Häuserzeile noch mehr abgeschattet wird. Die 75 % zur Mittagszeit werden auch nur erreicht, da das Nachbarhaus mit der Giebelseite zum PH steht (d.h. Firstrichtung Nord-Süd), der Schatten hat also eine dreieckige Form, wobei die Spitze (der First) immer oberhalb meiner Fenster verläuft (Bild schicke ich per email). Wenn ich diese Werte ins PHPP einsetze wird das PH ja ständig beschattet, und das kann so nicht funktionieren.
Das Nachbarhaus ist ca. 12-13 m hoch und 20 m entfernt. -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 12.01.2026
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BauKI Hinweis:
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Passivhaus Beschattung: Solare Einstrahlung präzise berechnen
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Herausforderung, die solare Einstrahlung auf ein Passivhaus durch die Teilbeschattung eines Nachbarhauses zu berechnen. Dabei wird die Eignung des PHPP-Programms für diese spezielle Situation in Frage gestellt, insbesondere bei variierenden Beschattungsgraden über den Tag. Es wird über alternative Ansätze und die korrekte Dateneingabe diskutiert, um realistische Ergebnisse zu erzielen.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut PHPP: Unsinnige Ergebnisse bei Teilbeschattung erwartet kann die direkte Eingabe von Beschattungsdaten in PHPP zu unrealistischen Ergebnissen führen, insbesondere wenn die Beschattung nicht konstant ist.
📊 Zusatzinfo: Die Berechnung der solaren Einstrahlung bei Teilbeschattung erfordert die Berücksichtigung des Sonnenstands über den Tag und die genaue Geometrie des Nachbarhauses, einschließlich der Ausrichtung der Giebelseite. Diese Faktoren beeinflussen maßgeblich den Grad der Beschattung zu verschiedenen Tageszeiten.
✅ Empfehlung: Es wird empfohlen, alternative Berechnungsmethoden oder detailliertere Modelle zu verwenden, um die solare Einstrahlung bei Teilbeschattung genauer zu bestimmen. Die korrekte Erfassung der Beschattungsgeometrie und die Berücksichtigung des variierenden Sonnenstands sind entscheidend für präzise Ergebnisse. Eine detaillierte Analyse der Beschattungssituation ist unerlässlich, bevor Daten in PHPP eingegeben werden, wie in PHPP: Häuserzeilenbeschattung zur Berechnung nutzen angedeutet.
👉 Handlungsempfehlung: Überprüfen Sie die Eignung der verwendeten Software (PHPP) für die spezifische Beschattungssituation und ziehen Sie gegebenenfalls Expertenrat hinzu. Dokumentieren Sie alle Annahmen und Eingabedaten sorgfältig, um die Ergebnisse nachvollziehen und validieren zu können.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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