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Dach

Flachdach aus Ende der 60iger

Sehr geehrte Damen und Herren, Ich habe auf einem 3 Fam Haus ein Flachdach aus dem Jahr ca. 1969, das schon eine oder zwei Lagen zusätzlich hat und div. Reparaturen. Aus ihren Schilderungen konnte ich entnehmen, dass es sich wohl um ein Kaltdach handelt, denn an allen vier Seiten sind Lüftungsgitter angebracht. Fallrohre sieht man hingegen nicht, die Entwässerung geht von der Mitte aus und läuft mitten durchs Haus. Meine Frage nun: Wie würden Sie ein solches Dach sanieren? Derzeitige Wärmedämmung dürfte gegen Null gehen. Der Nachbar (allerdings Industriehalle) hat sich gedämmte Fertigelemente aufs Dach legen lassen, gibt es soetwas auch für Wohngebäude?

Mit vielem Dank im voraus
MS

Name:

  • Marcus
  1. Vielleicht erstmal

    die Bauzeichnungen des eigenen Hauses im Bauamt kopieren und ins eigene Regal stellen?!

    1.) Prüfe die Zugänglichkeit der Dämmebene und die Qualität der dort vorhandenen Dämmung.
    2.) Dachdecker holen und Dachabdichtung inkl. Dachentwässerung - Komplettsanierung anbieten lassen inkl. aller Klempnerarbeiten

    3.) Strangsanierung des Fallrohres mit einem HLS-Installateur parallel gleich mit einplanen, denn dieses wird vermutlich aus Faserzementrohr (Asbest) sein und vermutlich auch langsam rissig und undicht werden.

  2. Komplettsanierung mit neuem Dach

    Flachdächer machen immer Probleme. Bei Dämmung gegen null und innerer Entwässerung sollte man überlegen ob es sinnvoll und möglich ist, ein Dachgeschoss mit Pult- oder Satteldach zu errichten und so das Problem der Entwässerung und der Dämmung zu erschlagen. Will man das Flachdach erhalten, so muß die Art der Dämmung beachtet werden. Gedämmte Fertigelemente sind meist aus PU-Schaum und nur in Hallen sinnvoll bei denen das Dach von innen sichtbar ist. Bedenken sie dabei auch die spätere Entsorgung.

    Name:

    • Klaus Kirschner
  3. Wenn es jetzt

    über 50 Jahre mit einigen Nachklebungen funktioniert hat - ist doch super! Deshalb das Ganze Dach auf Außenentwässerung umbauen? Ich glaube das macht wirtschaftlich gar keinen Sinn.

    1.) die Bauzeichnungen des eigenen Hauses im Bauamt kopieren und ins eigene Regal stellen?!

    2.) Prüfe die Zugänglichkeit der Dämmebene und die Qualität der dort vorhandenen Dämmung.

    3.) Dachdecker holen und Komplettsanierung anbieten lassen für:

    • oberseitige Dämmung der obersten Geschossdecke
    • Dachabdichtung inkl. Dachentwässerung
    • inkl. aller Klempnerarbeiten

    4.) Strangsanierung des evtl. das Fallrohres mit einem HLS-Installateur unbedingt parallel gleich mit besichtigen und dessen Austausch einplanen, denn dieses wird vermutlich aus Faserzementrohr (Asbest) sein und vermutlich auch langsam rissig und undicht werden. (Es wäre ja blöd, wenn man die neue Dachentwässerung an ein altes Fallrohr anschließt, wo man in 5-10 Jahren zur Sanierung sowieso wieder dran gehen muss.)

  4. Oberseitige Dämmung der obersten Geschlossdecke?

    Herzlichen Dank für die interessanten Antworten. Aber wie kommen Sie darauf, dass bei so einem Flachdach die Geschossdecke vom Dach zu trennen ist? Unten sind irgendwelche Prä-Rigips-Platten (Sauerkraut oder so), dann Lattungen, Träger und dann wieder Holzschicht (Nut und Feder oder sowas) und dann die Bahnen. Eine Wärmedämmung hab ich da noch nicht gefunden. Ich würde mich freuen wenn Sie mich da noch etwas aufklären könnten.

    Viele Grüße
    MS

  5. Toll

    vorher irgendwelchen Unsinn von Flachdach als Kaltdach schreiben - so dass jeder Fachmann erstmal an einen belüfteten Kriechboden zwischen oberster Geschossdecke und Dachabdichtung denkt und hinterher klugscheißern und den Aufbau genauer erklären. Gaaaanz großes Kino!

    Mach halt eine Skizze und schreib dort die einzelnen Schichten drann, wenn du hier weitere Hilfe haben willst. Hab keinen Bock auf Deinen nachgereichten Text weiter einzugehen.

    Klingt wie Nachkriegsgebastel.

    Wenn du die Bestandsaufnahme selber nicht ordentlich hinbekommst und auch die Planung alleine nicht gebacken bekommst, dann solltest du dir vielleicht doch einen Planer vor Ort holen, der dir eine Sanierungsplanung macht inkl. Tauwaserberechnung für die geplante Konstruktion (sehr wichtig! und nie Teil des Dachdeckerangebotes, weil die Dachdecker das meistens nicht rechnen könen)

  6. Muss man sich hier beschimpfen lassen?

    Lassen Sie etwaigen Corona-Stress bitte nicht an mir aus, Herr Tilgner. Zu Ihrem "Unsinn": Es ist überall zu lesen, dass sich Flachdächer in Warmdächer, Kaltdächer und Umkehrdächer unterteilen lassen, wobei nur das Kaltdach durchlüftet sei. Da meines auffälige Lüftungsgitter unterhalb der Attika aufweist, habe ich geschrieben, es ist "wohl"(!) ein Kaltdach. Wo liegt da jetzt bitte der "Unsinn"??
    Dann hab ich den Aufbau so genau wie möglich beschrieben, wobei natürlich Unsicherheiten bleiben, wenn man nicht jede Schicht ins Labor gibt. Wo liegt da bitte das "klugscheißern"??
    Vielleicht sollten Sie auch nicht gleich für das ganze Forum sprechen ("Wenn Du hier weiter Hilfe haben willst"), sondern nur für sich.

    Mit freundlichen Grüßen
    MS

  7. Wenn Sie

    am 28.03. von Flachdach als "Kaltdach" und von innen liegender Entwässerung schreiben - dann kann das bei Fachleuten gewisse Bilder auslösen. Bei Kaltdächern im klasischen Sinne handelt es sich um 2schalige Konstruktionen (1. gedämmte Ebene = hier oftmals die oberste Geschossdecke / 2. Dachdeckung/Dachabdichtug inkl. eigener Tragkonstruktion = oftmals eine separate Dachkonstruktion)

    Dann bekommen Sie erste Antworten und reagieren 6 Tage später mit der Frage "Herzlichen Dank für die interessanten Antworten. Aber wie kommen Sie darauf, dass..."

    Tja wie kommen ich darauf? Vielleicht weil Ihren Beschreibung in ihrer Fragestellung seltsam und dürftig war?

    Finden Sie nicht auch dass es nach Klugscheißerei klingt, wenn man nach 6 Tagen solche Gegenfragen stellt und dann endlich mit ersten lückenhaften Angaben zum konstruktiven Dachaufbau um die Ecke kommt, die eigentlich bereits in die erste Fragestellung gehört hätten?!

    Ihre Konstruktionsbeschreibung entspricht im Übrigen nicht einem klassischen Kaltdach (der Begriff ist längs aus der Mode gekommen) sondern eher einer "Flachdachkonstruktion mit Holztragwerk und belüfteten Gefachbereichen und einer Untersparrendämmung aus HWLA" - sofern sich das aus ihren wieder sehr saloppen Konstruktionsbeschreibungen entnehmen lässt. (Kleiner HINWEIS: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte)

    Ja - vielleicht hätte auf ihre erste Fragestellung gar keiner antworten sollen oder eben nur mit Gegenfragen nach einer geaueren Beschreibung, bis Sie den Aufbau des Daches ordentlich beschrieben haben ggf. mit Skizze und Fotos.

    Im Übrigen ist Ihre Frage bestens beantwortet worden, also bitte nicht so mimosenhaft! Ein einfaches Danke hätte gereicht.

    Wenn Sie sich detailliertere Infos erhofft haben, dann müssten Sie bitte ein par Fotos vom Dachrand online stellen und vielleicht auch mal eine Schnittzeichnung des Hauses und den Dachaufbau (Tragwerk, Bekleidungen, usw) genauer erläutern. Ja - das ist Arbeit, die mncher Baulaie (Hausbesitzer) mangels Sachkenntnis nicht zu leisten vermag. Das wäre aber nötig.

    Das nennt sich dann "Grundlagenermittlung" der Sanierungsplanung und wird i.d.R. von Bauingenieuren/Architekten honorarpflichtig erbracht.

    Bedenken Sie stets - die hier erbetene Hilfe ist kostenlos. Damit sie ohne Ortstermine und eigene Untersuchungen durch die beratenden Fachleute gelingen kann, müssen Sie das Problem möglichst ordentlich und möglichst umfangreich darlegen.


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