Elektrosmog-Abschirmung im Fertighaus: Kosten, Nutzen & Risiken beim Neubau?
BAU-Forum: Ökologisches und biologisches Bauen
Elektrosmog-Abschirmung im Fertighaus: Kosten, Nutzen & Risiken beim Neubau?
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Sicherheitshinweise
🔴 Kritisch: Unsachgemäße Erdung kann lebensgefährliche Stromschläge verursachen. Installation nur durch Elektrofachkraft.
🔴 Kritisch: Durch die Abschirmung können Funkdienste (Mobilfunk, WLAN) im Haus beeinträchtigt werden.
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Ich beurteile die geplante Abschirmung gegen Elektrosmog im Fertighaus kritisch. Ein Faradayscher Käfig kann zwar theoretisch elektromagnetische Felder abschirmen, jedoch sind die tatsächlichen Auswirkungen und die Notwendigkeit in Wohngebäuden umstritten.
🔴 Gefahr: Eine unsachgemäße Erdung des Faradayschen Käfigs kann zu gefährlichen Potentialunterschieden und im schlimmsten Fall zu Stromschlägen führen. Die Installation muss zwingend von einem Elektrofachbetrieb durchgeführt werden.
Ich empfehle, vorab eine professionelle Messung der elektromagnetischen Felder im geplanten Wohnbereich durchführen zu lassen. So lässt sich feststellen, ob überhaupt eine erhöhte Belastung vorliegt und welche Maßnahmen tatsächlich erforderlich sind.
Alternativ zu einem vollständigen Faradayschen Käfig können auch einzelne Bauteile wie spezielle Putze, Tapeten oder Fenster mit abschirmenden Eigenschaften eingesetzt werden. Diese sind jedoch in ihrer Wirksamkeit begrenzt und sollten ebenfalls nur nach einer vorherigen Messung in Betracht gezogen werden.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von einem unabhängigen Baubiologen und einem Elektrofachbetrieb beraten, um die Notwendigkeit und die geeigneten Maßnahmen zur Elektrosmog-Abschirmung zu beurteilen.
📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Elektrosmog
- Umgangssprachlicher Begriff für die Belastung durch elektromagnetische Felder. Die wissenschaftliche Bewertung der gesundheitlichen Auswirkungen ist umstritten.
Verwandte Begriffe: Elektromagnetische Felder, Hochfrequenz, Niederfrequenz. - Faradayscher Käfig
- Eine geschlossene Hülle aus leitfähigem Material, die elektromagnetische Felder abschirmt. Im Bauwesen kann dies durch eine Erdung von Armierungen im Beton oder durch spezielle Metallgitter erreicht werden.
Verwandte Begriffe: Erdung, Abschirmung, Potentialausgleich. - Baubiologie
- Die Baubiologie ist eine interdisziplinäre Lehre, die sich mit den Auswirkungen von Gebäuden auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bewohner befasst. Sie berücksichtigt unter anderem Aspekte wie Elektrosmog, Schadstoffe und Raumklima.
Verwandte Begriffe: Wohngesundheit, Schadstoffmessung, Raumklima. - Elektromagnetische Felder
- Physikalische Felder, die durch elektrische Ladungen und Ströme entstehen. Sie werden in statische Felder, niederfrequente Felder und hochfrequente Felder unterteilt.
Verwandte Begriffe: Elektrosmog, Frequenz, Wellenlänge. - Erdung
- Die Verbindung von elektrisch leitfähigen Teilen mit dem Erdpotential. Im Zusammenhang mit Elektrosmog-Abschirmung dient die Erdung dazu, Potentialunterschiede zu vermeiden und elektromagnetische Felder abzuleiten.
Verwandte Begriffe: Potentialausgleich, Faradayscher Käfig, Schutzleiter. - Abschirmung
- Maßnahmen zur Reduzierung der Belastung durch elektromagnetische Felder. Dies kann durch den Einsatz von speziellen Materialien oder durch die Konstruktion von Faradayschen Käfigen erreicht werden.
Verwandte Begriffe: Elektrosmog, Erdung, Faradayscher Käfig. - Fertighaus
- Ein Haus, das in vorgefertigten Teilen in einer Fabrik hergestellt und anschließend auf der Baustelle montiert wird. Fertighäuser können in verschiedenen Bauweisen und Ausbaustufen realisiert werden.
Verwandte Begriffe: Massivhaus, Holzrahmenbau, Modulhaus.
❓ Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist Elektrosmog?
Elektrosmog ist ein umgangssprachlicher Begriff für die Belastung durch elektromagnetische Felder, die von elektrischen Geräten, Stromleitungen und Funksendern ausgehen. Die wissenschaftliche Bewertung der gesundheitlichen Auswirkungen ist umstritten. - Was ist ein Faradayscher Käfig?
Ein Faradayscher Käfig ist eine geschlossene Hülle aus leitfähigem Material, die elektromagnetische Felder abschirmt. Im Bauwesen kann dies durch eine Erdung von Armierungen im Beton oder durch spezielle Metallgitter erreicht werden. - Welche Alternativen gibt es zum Faradayschen Käfig?
Alternativ können spezielle Putze, Tapeten oder Fenster mit abschirmenden Eigenschaften eingesetzt werden. Diese sind jedoch in ihrer Wirksamkeit begrenzt und sollten nur nach einer vorherigen Messung in Betracht gezogen werden. - Wie messe ich Elektrosmog?
Elektrosmog kann mit speziellen Messgeräten gemessen werden. Ich empfehle, einen Baubiologen oder eine Elektrofachkraft mit der Messung zu beauftragen, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. - Was kostet eine Elektrosmog-Abschirmung?
Die Kosten für eine Elektrosmog-Abschirmung variieren stark, abhängig von den gewählten Maßnahmen und der Größe des Gebäudes. Ein Faradayscher Käfig ist in der Regel teurer als einzelne abschirmende Bauteile. - Ist eine Elektrosmog-Abschirmung im Fertighaus sinnvoll?
Ob eine Elektrosmog-Abschirmung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Belastung und den persönlichen Bedürfnissen ab. Ich empfehle, vorab eine professionelle Messung durchführen zu lassen und sich von Experten beraten zu lassen. - Kann eine Elektrosmog-Abschirmung gesundheitliche Beschwerden lindern?
Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass eine Elektrosmog-Abschirmung gesundheitliche Beschwerden lindert. Die Wirksamkeit ist individuell unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab. - Welche Normen gibt es für Elektrosmog-Abschirmung?
Es gibt keine spezifischen Normen für Elektrosmog-Abschirmung im Wohnbereich. Die Einhaltung der Grenzwerte für elektromagnetische Felder ist jedoch gesetzlich geregelt.
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Oder einfach mal eine Suchmaschine befrage.
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Mit freundlichen Grüßen
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Über das Untersuchungsergebnis der Bundeswehr-Uni gibt es auch für 20,- DM eine nette Farbige Broschüre mit allen Tabellen. Also die Ergebnisse von Massiv, Holz, Dachdeckung, Dämmung, Textilien, Fenster etc. und sonstiges Materialien. Bestell-Adresse: Dr. Ing. Dietrich Moldan, Am Henkelsee 13,97346 Iphofen. Einfach Scheck mit 20,- DM und die Broschüre kommt. Nur Aufgrund dieser Studie zu Bauen halte ich für Übertrieben. Es muss einfach das Gesamtkonzept stimmen. Massivholzwand von z.B. Thoma ist schon gut, nur eben auch "etwas" teuerer. Mit einem anderen Wandaufbau und anderen Materialien lässt sich dann "etwas günstiger", auch gut Abschirmend Bauen. Ich kann mir halt Thoma nicht leisten (muss aber wirklich gut sein), so baue ich halt im Holzständer. Mal schauen wie ich Abschirme. Evtl. mit Gitter (z.B. Fa. ISPO). So überlege, ob ich meine Gefache (Innenraum) in der Holzwand statt mit Dämmung evtl. mit Lehmziegel ausmauern soll. Damit wäre zumindest mal das Wohnzimmer "geschirmt". Nur das alleine reicht halt auch nicht aus. -
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- http://stromunddaten.de/abschirm.htm
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- http://www.elektrosmog.de
- http://www.bau.com/presse/bauen/knau003.htm
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Linkliste zu "Abschirmtapete gegen Elektrosmog
- Web-Link
- Web-Link
- http://www.prader.ch/Elektrosmog.htm
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- http://www.malerhabl.de/ELEKTROS.HTM
- http://www.buurman.de/4999/4646.html
- Web-Link
- http://www.maxwave.ch/elsmog.htm
Viel Spaß Peter Pan alias PS:
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HF-dicht Bauen: Vorsicht bei selbstgebauten Faradayschen Käfigen!
Kann nichts schaden, nutzt wahrscheinlich aber auch nichts
Also, mal etwas Vorsicht mit selbstgebastelten Faradayschen Käfigen. Zuerst einmal, hier geht es nicht um Blitzableiter, sondern um HF-dichtes Bauen. Ob Sie die Abschirmung an einen Erdleiter anschließen oder nicht, ist der HF völlig wurscht. Nur, ringsum geschlossen muss die Abschirmung sein! Also, das leitfähige Medium (zunächst mal egal, ob nasses Holz, Kaninchendraht oder Baustahl) muss ringsum lückenlos leitfähig miteinander verbunden sein, einschließlich Fußboden, Wänden, Decken, Türen, Fenstern. Und spätestens da sind wir bei dem Problem. Wenn Sie nicht Metalldeckel vor die Fenster und Türen setzen wollen, dann nützt die ganze Abschirmung nicht viel. Sie können den HF-Pegel der vorhandenen externen Quellen mit großem Aufwand etwas herunterdrücken, sagen wir mal, grob geschätzt auf die Hälfte. Mehr ist mit solchen "Bordmitteln", wie hier diskutiert, nicht drin. Ärgerlicher ist ein Nebeneffekt: Wenn Sie einzelne Abschnitte der Abschirmung nicht ordentlich miteinander verbinden, dann wirken diese wieder als lokale Antennenstrahler. Das Ergebnis ist, dass die erhoffte Abschirmwirkung wieder aufgehoben wird. Das schadet dann alles nichts, es nutzt aber auch nichts. Nur Geld hat es gekostet. Richtige abgeschirmte Räume zu bauen, ist ein Spezialgebiet für Fachfirmen, die dies mit riesigem Aufwand bewerkstelligen. Und in diesen Räumen herrscht dann so ein Bunkerklima, dass keiner länger darin arbeitet, als unbedingt nötig. Wer sich den Auswirkungen der Zivilisation und der damit verbundenen elektromagnetischen Strahlung entziehen will, hat (außer dem guten Tipp, nicht direkt neben einem Rundfunksender oder einen Hochspannungsleitung zu bauen) eigentlich nur die Möglichkeit, auf eine einsame Insel zu ziehen. Da gibt es weniger (nicht: keine) elektromagnetischen Wellen, dafür lauern dort andere Gefahren. -
Hinweis: Befehle im Übungsforum
Im Übungsforum
unter Frage 1 Stehen die hier zulässigen Befehle.
Sie sind nicht der erste dem das passiert. Andrea -
Elektrosmog: Abschirmung mit vertretbarem Aufwand möglich
Abschirmen ist mit vertretbarem Aufwand möglich (5)
Nachdem ich nun viermal gepostet habe, hier nochmal der ganze Text, ignorieren Sie also bitte alles davor (vielleicht kann ja der Admin meinen Müll davor löschen). Ich hatte in meinen Postings davor Größer und Kleiner-Zeichen verwendet, die wurden aber als HTML Tags interpretiert und haben deshalb den ganzen Text verissen:
So ganz kann ich dem Tenor des letzten Kommentar nicht zustimmen. Ich bin zwar kein Profi, aber als Physiker mit praktischer Erfahrungen im Mikrowellenlabor auch kein Total-Laie. Hintergrund ist, dass vor meinem künftigen Haus auf einem Pferdehof auch so ein Mobilfunksender steht, ca. 100 m entfernt. Ich geb' zu beim Kauf des Grundstücks ist mir das Ding gar nicht ins Auge gestochen, erst später war ich für das Thema sensibilisiert. Nach Studium der vorliegenden Untersuchungen bezüglich der biologischen Wirkungen bin ich zum Schluss gekommen, dass man eine Gefährdung nicht bewiesen ist, aber auch nicht ausgeschlossen werden kann. In 10 Jahren wissen wir sicher alle mehr, aber dann steht mein Haus hoffentlich. Sicher ist das wohnnahe Aufstellen dieser Sender ohne stringenten Ausschluss einer Gefährdung eine schlichte Schweinerei. Eine kleine Rechnung zeigt aber auch, dass ein Mobilfunksender mit angenommenen 50 W Sendeleistung (mehr haben sie selten) in 100 m Entfernung vergleichbar ist mit einem mit 2 W strahlendem Handy in 20 m Entfernung. Sollten also die Mobilfunksender Probleme machen, haben wir sie bald alle.
Nun zum Artikel von Herrn Reinhardt:
Natürlich ist es der Hochfrequenz egal, ob das abschirmende Material geerdet ist oder nicht. Erden sollte man es dennoch, da das Abschirmmaterial durch irgend einen schadhaftes Stromkabel Spannung führen könnte und man dann schlichtweg einen Schlag bekommen könnte.
Es muss auch nicht alles miteinander verbunden sein, besser wäre es freilich schon, da unverbundene Übergänge natürlich immer etwas durchlassen. Mobilfunk im D-Netz liegt bei ca. 1 GHz, dass bedeutet dass Strukturen ab ca. 30 cm Größe schon einen Kurzschlusseffekt haben für diese Wellen, also abschirmen.
Damit sind wir schon mitten im nächsten Thema:
Wie stark sollte eine Abschirmung einfallende Strahlung dämpfen? Herr Reinhardt schreibt, dass Messräume das Wirkungsfeld von Spezialfirmen sind und über ein Bunkerklima verfügen. Stimmt sicher beides, das Bunkerklima resultiert aus der einfachen Tatsache, dass Messräume eben keine Fenster und wenig Löcher haben, mit der elektromagnetischen Abschirmung hat es natürlich nichts zu tun. Messräume haben zudem sehr hohe Dämpfungen, z.B. 50 bis 70 dBAbk. (dies entspricht 99,999 % bis 99,99999 %). Diese Abschirmungen halte ich für den Wohnungsbau für übertrieben. Sie wären in der Tat auch mit "normalen" Mitteln kaum durchführbar.
Nach meiner Einschätzung reicht eine Dämpfung von 20 dB bis 30 dB (99,9 % bis 99,99 %). Hier liegt einfach die Überlegung zu Grunde, dass wir sonst alle massivste gesundheitliche Probleme außerhalb unserer Häuser haben müssten.
Ein wirklicher Segen in dieser leider oft esoteriklastigen Diskussion ist die Studie von Professor Pauli und Dietrich Moldan der Universität der Bundeswehr, HF- und Mikrowellentechnologie, Stand Mai 2000. Auf diese Studie wurde hier schon früher verwiesen, ich halte sie für Pflicht für jeden Bauherrn / Architekten, der sich mit dieser Thematik beschäftigt. Es sind alle Materialen die im Bau so üblich sind getestet worden inkl. spezieller Abschirmbaustoffe (ispo, Knauff etc.). Diese Broschüre kann bezogen werden gegen Einsendung eines Verrechnungsschecks oder Briefmarken über 20 DM pro Exemplar bei Dr. -Ing. Dietrich Moldan, Am Henkelsee 13,97346 Iphofen.
Fertighäuser sind laut dieser Studie ziemlich bescheiden dran bezüglich ihrer Abschirmwirkung, diese Wändesind nahezu durchlässig. Ausnahme ist hier Bau-Fritz, die allerdings dafür, dass sie damit werben, nach meinem Empfinden ziemlich mies sind (d.h. <20 dB bei 1 GHz).
Nachdem ich massiv baue, sieht mein Programm wie folgt aus:- Kalksandstein 17,5 cm: ca. 4 dB Dämpfung bei 1 GHz (ist mies)
- Außen- und Innenputz (Außenputz, Innenputz): ca. 4 dB
- EMV Armierungsgewebe der Fa. ispo: ca. 24 dB
Macht zusammen ca. 32 dB, also über 99,99 % Abschirmung.
Natürlich habe ich Fenster in der Wand. Bei mir wie wohl den meisten anderen Neubauten ein edelmetallbedampftes 2 Scheiben Wärmedämmglas, hat ca. 30 dB, ist also besser als ca. 99,999 % Abschirmung.
Sicher sind die Rahmen der Schwachpunkt, ist bei mir reines Holz (hier wären PVC Rahmen wahrscheinlich besser, da sie Stahleinlagen haben). Aber ganz durchlässig ist Holz auch nicht, insgesamt komme ich also wohl bei der Wand inkl. Fenster auf mindestens 20 dB (> 99,9 %).
Nachdem Prof. Pauli ja nur einzelne Materialen getestet hatte und nicht ein ganzes Haus, habe ich das Institut angerufen, um zu fragen, wie man wohl das Zusammenspiel der Materialen sieht Ich hatte ihn gleich selber an der Strippe; er war recht freundlich und nahm sich Zeit, Fazit: Er denkt dass es im Zusammenspiel keine wesentlichen Abstriche gibt. Wie gesagt, an einen Messraum könnte man nicht so herangehen, aber im Wohnbau reicht das sicher.
Für mich noch wichtiger als die Wand ist die Abschirmung des Daches: Hier wurde in der Studie die Dach-Wärmedämmfolie von Dörken getestet (Delta-Fol-Reflex). Ihr abschirmende Effekt beruht auf der Alubeschichtung, die natürlich der Wärmedämmung dienen soll. Hier werden Werte von über 30 dB erreicht, also > 99,999 % Abschirmung. Prinzipiell tut's wohl jede alubeschichtete Dämmung, ich habe mich daher wegen meiner Aufsparrendämmung für einen alubeschichteten PU-Schaum von Bauder entschieden. Bemerkenswert fand ich hier in der Studie die miese Dämpfung von Bau-Fritz Dächern mit ca. 13 dB bei 1 Ghz.
Fazit:
Wer mit einer Dämpfung von 99,9 % bis 99,99 % zufrieden ist, kommt mit recht geringen Mehrkosten beim Neubau weg. Edelmetallbedampftes Wärmedämmglas ist heute Standard und genügt auch der Abschirmung. Alubeschichtete Dämmmaterialen im Dach sind genauso Standard und genügen ebenfalls, sofern sie durchgehend sind. Bei der Fassade sollte wohl das Armierungsgewebe der Firma ispo verwendet werden, es kostet ein paar Mark mehr als ein normales Armierungsgewebe, das man ohnehin braucht.
Natürlich kann man einwenden, dass eine Dämpfung von 99,9 % bis 99,999 % nicht reicht, was mir wie gesagt abwegig erscheint. Dann müsste die heute außerhalb von Häusern bestehende Mobilfunkstrahlung in ein paar Jahren eine erkennbare massive Verschlechterung in der Gesundheit der Bevölkerung verursachen, da wir ja auch öfters draußen sind. Und dann wird man wohl die Technik ändern müssen, möchte man nicht abschirmende Kleidung tragen.
Viel Spaß beim Schirmen -
Rechnung: dB Dämpfung in % Absorption umrechnen
Umrechnung dBAbk. in % Dämpfung
... ich bin zu lange auf der 9 geblieben. Die Umrechnung von dB Dämpfung in % Absorption sieht wie folgt aus:- 20 dB = 99 %
- 30 db = 99,9 %
- 40 dB = 99,99 %
Vorteil bei der Rechnung mit dB ist, dass man die Dämpfungswirkungen seiner Baustoffe einfach addieren kann, also z.B. 4 dB für Putz plus 8 dB Wand plus ... Wie gesagt halte ich eine Dämpfung von 20 dB bis 30 dB für sinnvoll, d.h. dass noch ein Prozent bis ein Promille der Außenstrahlung in das Gebäude eindringt.
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Zweifel an Gesamtabschirmung: HF-Löcher im Hausbau?
Die zitierten Einzelergebnisse sind sicher richtig,
aber ob damit im Verbund der Baustoffe und im realen Haus dann Abschirmwirkungen von 30 dBAbk. möglich sind, möchte ich doch sehr bezweifeln. Dafür dürften einfach zu viele HF-Löcher vorhanden sein. Kunststoff-Fenster haben bei Einfamilienhaus-üblichen Größen übrigens meines Wissens keine Stahlrahmen-Einlagen. Und: vergessen Sie nicht die Antennen-Effekte lokaler metallischer Flächen, die nicht in die Gesamtabschirmung integriert sind.
Wenn es ein nach dem geschilderten Schema geschütztes Haus tatsächlich gibt, wäre ich allerdings an Messergebnissen sehr interessiert. vielleicht weiß ja einer der Teilnehmer dieses Forums etwas näheres über Ergebnisse an realen Gebäuden.
Zwei Dinge gebe ich allerdings zu bedenken:
1. Wenn Sie ein Haus so wirkungsvoll wie beschrieben abschirmen, dann können Sie daraus mit dem Handy nicht mehr nach draußen telefonieren. Versuchen Sie es doch, geht das Handy auf maximale Sendeleistung. Dann haben Sie aber richtig Elektrosmog im Haus!
2. Wenn Sie die niedrigen HF-Feldstärken im solcherart abgeschirmten Haus wirklich genießen wollen, dann dürfen Sie auf keinen Fall ein drahtloses Telefon darin betreiben. Rundfunk- und Fernsehgeräte (Rundfunkgeräte, Fernsehgeräte) und alles, was mit Elektronik zu tun hat (der Computer, mit dem Sie Ihre Beiträge für dieses Forum schreiben) sind mindestens als problematisch einzustufen. Deren Strahlung ist nämlich nicht nur größer als die des 100 m entfernten und jetzt gut abgeschirmten Sendemastes. Sie wird sogar im Haus noch verstärkt, da Sie ja eine (reflektierende) Abschirmung gebaut haben, und nicht einen Absorber. Technisch ausgeführte Abschirmräume werden nämlich, um dies zu vermeiden, mit (ungeheuer teuren) Absorber-Materialien ausgekleidet.
Fazit: ich will mich nicht prinzipiell gegen solche Maßnahmen aussprechen. Man muss aber das physikalische Zusammenwirken des Gesamtsystems betrachten und nicht davon ausgehen, dass Tabellenwerte von Baustoff-Messungen den Effekt im realen Gebäude ausreichend beschreiben. -
Diskussion: Zusammenspiel der Materialien für Gesamtergebnis
Interessante Aspekte
Ich stimme Ihnen zu, dass 30 dBAbk. wohl das obere Maximum sein werden, was sich mit den geschilderten Maßnahmen erreichen lässt. Die verwendeten Materialien haben für sich genommen zwar über 30 dB, aber ich gebe Ihnen auch recht dass man daraus nicht auf die Dämpfung des gesamten Gebäudes rückfolgern kann. Mehr als 20 dB sollten aber auf jeden Fall drinliegen, d.h. mehr als 99 % Abschirmung. Mir würde das genügen. Wie gesagt, Prof. Pauli meinte, dass das Zusammenspiel der Materialien das Gesamtergebnis auch nicht annuliere, dann wäre im übrigen auch seine Studie von keinem praktischen Wert. Kunststofffenster haben heute in der Mehrzahl Stahleinlagen, aber das sind Details Solide Messungen wären in der Tat interessant. Prof. Pauli sagte, dass er an einer Erweiterung der Studie arbeite. Ob diese aber dann Messungen an realen Gebäuden beinhaltet, weiß ich nicht, erwähnt hat er dies zumindest nicht. Ich habe mal geschaut, was er für Diplomarbeiten vergibt (), da ist derzeit auch nichts was groß darauf hindeutet. Vielleicht liest ja irgend ein Hochfrequenzprofi mit Ausstattung diese Zeilen, der dann mal Lust hat mit seinem Feldmessplatz auf Wanderschaft zu gehen. Nun zum anderen Thema: 1. In einem solchen Gebäude ein Handy zu verwenden, führt in der Tat wohl dazu, dass dieses mit hoher Leistung (evtl. 2 W sendet). Gehen sollte es dennoch, wenn der Provider seinen Sender vor der Tür hat. Der Effekt der Abschirmung mit angenommen Faktor 100 (= 20 dB) bis 1000 (=30 dB) ist nur, dass der Sender von 100 m auf scheinbare 1000 m (bei 20 dB) bis ca. 3200 m (bei 30 dB) vergrößert wird (unterstellen wir mal eine quadratische Abhängigkeit der Leistung vom Abstand). Natürlich strahlt das Handy im Haus wohl wesentlich mehr Leistung ab als der Mobilfunksender in 100 m Entfernung. Deshalb sollte es auch nicht anbleiben. Was mit einer Rufumleitung bei ausgeschaltetem Handy ja auch kein Thema sein sollte. Bei DECT Telefonen fehlt mir das Wissen um deren Sendeleistung wenn nicht telefoniert wird. Aber diese Dinger muss man ja nicht haben
2. Richtig ist, dass eine metallische Abschirmung die *im* Haus erzeugte Hochfrequenz wieder nach innen reflektiert. Bei mir ist zumindest bei der Wand das Metall aber außen, d.h. die im Haus erzeugte HF muss zweimal durch die Wand, was dann doch etwas dämpft (ca. 8 dB, also werden nur etwa 30 % wieder nach innen reflektiert). Ich weiß nicht wie hoch die Sendeleistung von Fernseher und PC sind, sie laufen bei mir zumindest nur ein paar Stunden am Tag und nachts gar nicht. Wenn Sie hier Daten haben, bin ich interessiert. Diese Strahlung ist aber nicht gepulst und dagegen richtet sich ja die Kritik. Wie gesagt, ich habe keine Paranoia. Manche Studien implizieren aber eine biologische Wirkung *langzeitig* einwirkender gepulster HF-Strahlung. Vielleicht stellt sich das als falsch heraus, in 10 Jahren wissen wir's sicher, heute noch nicht. Deshalb habe ich mich entschlossen das ganze, soweit sinnvoll möglich, draußen zu halten, zumal es nicht viel kostet. 99 % reichen mir dabei und ich gehe davon aus, das ich das erreiche. Viele Grüße
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Wirkung prüfen: Nur Messungen am Objekt helfen wirklich!
Da helfen nur Messungen am Objekt
Wie wir wohl übereinstimmend feststellen, helfen nur Messungen. Bis zum Beweis der tatsächlichen Wirkung der Abschirmung (und einer zugehörigen genauen "Baubeschreibung"😉 wäre ich aber eher pessimistisch. Ich habe selbst vor Jahren mal nach ähnlichem Prinzip einen einfachen geschirmten Raum gebaut. 20 dBAbk. hat der nach meiner Erinnerung nicht erreicht, jedenfalls nicht breitbandig. Ich habe damals auch gelegentlich Messungen in einer ähnlich "abgeschirmten" Halle einer Fachhochschule durchgeführt. Auch deren Schirmwirkung war, soweit mir erinnerlich, eher miserabel. Außerdem gab es drinnen starke Überhöhungen durch Reflexionen. Allerdings befand sich die Abschirmung auch auf der Wandinnenseite. -
Studien-Anfrage: Prof. Pauli zu Abschirmwirkung von Baustoffen
Messungen am Objekt in Vorbereitung u.a.
Ich habe die Thematik mal an Prof. Pauli gemailt. Er hat schließlich zusammen mit Dr. Moldan die hier zitierte Studie verfasst, um deren praktische Anwendbarkeit es ja letztlich geht. Wer die Studie nicht hat, zum Hintergrund: Prof. Pauli ist Professor für Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik (Hochfrequenztechnik, Mikrowellentechnik) / Radartechnik an der Universität der Bundeswehr, München. Er leitet dort die wissenschaftliche Einrichtung Hochfrequenztechnik und Nachrichtenübertragungstechnik des Fachbereichs Elektrotechnik. Eines der Themen ist dort auch die Untersuchung von Materialien und Baustoffen auf ihre Abschirmwirkung gegenüber elektromagnetischen Wellen.
Ich zitiere hier aus seiner Antwort, die sicher viele hier interessiert: Zu einigen Punkten folgende Informationen:
1. Ich habe derzeit schon 2 Diplomarbeiten über EMV- und Abschirm- bzw. Messprobleme laufen, habe das aber noch nicht im Netz bekanntgegeben.
2. Ich arbeite derzeit zusammen mit Dr. Moldan an einer Studie für das Bayer. Landesamt für Umweltschutz, die Auskunft geben soll, welche Abschirmmaßnahmen zur Reduzierung von hochferquenter Strahlung im privaten Bereich sinnvoll sind.
Deshalb sind wir gerade dabei, Messungen zur Beantwortung Ihrer Fragen durchzuführen. Unser Beitrag wird im Herbst 2001 beim LfU vorliegen, wann dann von dort die Publikation veröffentlicht wird, kann ich heute noch nicht sagen. Aber es tut sich was.
Ihre Fragen bezüglich der Dämpfung eines Hauses - mit Fensteröffnungen, Türen, Mauerwerk und sehr unterschiedlichen Dachstrukturen sind verständlich.
Dazu folgende Bemerkungen:
Betrachten Sie die 1 GHz-Welle mal ähnlich wie das Licht. Das Mauerwerk mit entsprechender Eigenschirmung oder mit dem Metallgitter von ispo verhindert das Eindringen der Energie (durch die Mauer hindurch) mit ca. 20 - 30 dBAbk. Dämpfung. Es gehen also noch ca. 1 % bis 1 Promille der Strahlungsleistung durch die Mauer hindurch. Das sollte schwach genug sein, um darin leben zu können. (Für die HF-Abschirmung spielt die Erdung wirklich keine Rolle, sie sollte jedoch trotzdem durchgeführt werden, weil sie für die Abschirmung niederfrequenter elektrischer Felder wichtig ist).
Parallel zu den Mauerflächen sind noch die Fensteröffnungen (speziell jene, die in Richtung zum Sender weisen) da, durch deren Glasscheiben "Licht" bzw. HF-Leistung eindringt. Verwenden Sie Glasscheiben (s. Broschüre), die metallbedampft oder mit einem feinen Drahtnetz versehen sind, werden die Funkwellen dort um 40 - 50 dB und mehr gedämpft.
Das Resultat wäre für diese Flächen also optimal.
Versehen Sie das (ungeschirmte) Glasfenster mit einem metallfadenhaltigen Vorhang, so schirmt dieser im zugezogenen Zustand (und nur dann) den direkten Strahlengang auch um 20 - 30 dB, nur am Rand "schimmert" ein bisschen des Funksignals durch, was man mit ausreichender Überlappung (Vorhang mit Mauer) auch auf die untere Prozentgrenze minimieren kann.
Ob man bei der Verwendung der schirmenden Glasscheiben noch auf metallische Fensterrahmen oder Kunststoffrahmen mit Metalleinlage zurückgreifen sollte, ist eine Geld- und Geschmacksfrage.
Für den privaten Bereich halte ich diese Investition für nicht notwendig, aber den Einsatz von Glas mit elektromagn. Schirmdämpfung schon (für Scheiben in Richtung Sender, wenn Sie auch dieses Signal ausblenden wollen).
Also nochmal deutlich: Die Maßnahmen sollten hauptsächlich in die Hausseite (n), die dem Sender zugewandt sind, integriert sein.
Natürlich kommen auch von der Seite u. evtl. von hinten Wellenanteile, die von anderen Gegenständen oder Bauwerken refelektiert worden sind. Deren Pegel ist aber i.d.R. um eine Zehnerpotenz kleiner als der direkte Pfad.
Da Sie in Ihrem Haus aber wahrscheinlich kein Messlabor einrichten wollen, das 80 - 100 dB Schirmung voraussetzt, sondern - wie ich annehme - nur "gesund" leben wollen, halte ich Abschirmmaßnahmen in der Hauptrichtung mit 20 - 30 dB völlig für ausreichend. Soweit Prof. Pauli. Natürlich kann man den in Arbeit befindlichen Messungen nicht vorgreifen, aber Abschirmungen im Bereich von 20 dB bis 30 dB scheinen mir danach im Bauwesen durch Auswahl geeigneter Materialen erreichbar.
Viele Grüße,
Thomas Walter -
HF-Pegel: DECT-Telefone oft stärkere Quelle als GSM-Sender
Das ist interessant
Allerdings stehen dem Nutzen solcher Maßnahmen Aussagen entgegen, dass in der Regel (also nicht in unmittelbarer Nähe eines Senders) der durch DECT-Telefone im Innern eines Hauses erzeugte HF-Pegel höher als der Pegel durch GSM-Sendeanlagen ist. Quelle: u.a. a.und persönliche Rückfrage beim Verfasser. Solche HF-Signale innerhalb des Hauses werden durch metallische Umhüllung eben nicht vermindert, sondern ggf. noch verstärkt, wie schon ausgeführt.
Vorsichtiges, vorläufiges Fazit aus meiner Sicht: in direkter Sendernähe ist es vielleicht nützlich, in der Regel ist es eher unnötig. Schließlich will man in aller Regel ja die Funkdienste auch nutzen.
Sinnvoller erschiene mir eine allgemeine Überarbeitung der Normen mit dem Ziel einer Verringerung der HÖCHSTZULÄSSIGEN Werte. Dies nutzt den (wenigen), die sich wirklich im Nahbereich eines Senders befinden. Für alle anderen dürfte kaum ein aktueller Handlungsbedarf bestehen. Aber, wie gesagt, Abschirmung des privaten Eigenheims schadet ja nicht oder kaum - außer, man will sein Handy (oder das Kofferradio, oder den tragbaren Fernseher, oder ...) benutzen. Wer Geld dafür übrig hat, soll es ruhig ausgeben. Wer beim Hausbau sparen muss (the Rest of us ...), sollte allerdings in wichtigere Maßnahmen investieren, z.B. Wärmedämmung, Brennwertheizung, es gäbe da sicher noch mehr und vordringlicheres. -
DECT vs. Abschirmung: Stärkste Strahlungsquelle im Haus?
Naja,
... so ganz kann ich Ihnen mal wieder nicht zustimmen, aber davon lebt dieser Thread ja auch 🙂
Sie haben wohl recht, in den meisten Haushalten ist das DECT Telefon die stärkste Quelle gepulster HF-Strahlung. Zumindest bin ich nun auf diese Info auch schon ein paarmal gestoßen, glauben wir's mal daher. Was vielleicht aber gegen DECT Telefone spricht.
Eine Abschirmung, wie vorstehend beschrieben, verstärkt die Strahlung eines solchen DECT Telefons aber um maximal 30 %, da die Wand ja 8 dBAbk. schluckt. In der Realität wird's wohl noch etwas weniger, da ja auch Innenwände dämpfen, die je nach Position der Basisstation / Mobilteil ein Hindernis darstellen können.
Gleiches gilt für die anderen Strahlungsquellen, wobei ich bei TV / Computer nicht überzeugt bin, dass das nennenswerte Anteile sind. Aber hier lerne ich gerne dazu. Gepulst sind sie auf jeden Fall nicht.
Persönlich wurde ich im übrigen mein Haus auch nicht abschirmen, hätte ich nicht so ein Ding vor der Nase.
Sicher richtig ist auch, dass der erlaubte Grenzwert verringert werden sollte. In Deutschland kann so ein Mobilfunkunternehmen 10 W pro m² durch seine Bürger hindurchjagen, in Italien und der Schweiz ist das deutlich weniger. Der deutsche Grenzwert wurde frei nach dem Motto "das macht noch kein Steak aus unseren Bürgern" festgesetzt. In Österreich besteht der "Salzburger Vorsorgewert" als Grenze, der 10.000 mal kleiner ist als der deutsche Wert und auch eventuelle nicht-thermische Effekte berücksichtigt. Dieser Grenzwert behindert die flächendeckende Versorgung mit Mobilfunk keineswegs, nur muss man halt ab und zu einen Masten oder Schornstein verwenden anstatt die Sender mitten in die Wohngebiete reinzusetzen und in die gegenüberliegenden Kinderzimmer reinzustrahlen. Hier ist Deutschland wie so oft Letzter, zwar wurden Milliarden aus der Vergabe der UMTS Lizenzen gezogen, aber um die 12.000 neuen Sender, die hier nun als Konsequenz gepflanzt werden, kümmert sich die Bundesregierung nicht. Auch die Grünen haben alles vergessen, wofür sie mal standen. Hier können wir von Österreich mal wirklich lernen, das ziemlich pragmatisch sich gefragt hat, was denn an Leistungsverringerung technisch derzeit machbar ist. Dies ist Aufgrund der in letzter Zeit dramatisch gestiegenen Empfindlichkeit der HF-Empfänger (Handies) natürlich einiges, nämlich ganz genau 10.000 mal weniger als in Deutschland erlaubt.
Ich schweife ab, aber natürlich bin ich sauer, dass die Regierung hier nach meinem Ermessen ihre Bürger gefährdet und ich mich mit diesem Thema herumschlagen muss. Ich hätte, das können Sie mir glauben, wirklich auch mehr Lust mich auf meine Brennwertheizung oder meine solare Warmwasseraufbereitung zu konzentrieren oder auf die Feinheiten der Klammerung von Biberschwanzdachziegeldeckungen. Leider, leider sehen aber die neusten medizinischen Studien zum Einfluss von Mobilfunkstrahlung, wie sie in ganz normaler Sendernähe vorhanden ist, gar nicht mehr gut aus und zumindest rein präventiv sehe ich Handlungsbedarf.
Die Kosten für die Abschirmung sind übrigens bei mir im Vergleich zu den Baukosten höchst gering: Wärmeschutzfenster sind heute Pflicht, also kosten edelmetallbedampfte Fenster 0 DM mehr. Da ich Aufsparrendämmung habe und der PU Schaum von Bauder sowieso eine Aluminium-Beschichtung hat mit 10 cm breiten überlappenden selbstklebende Aluminiumstreifen, ist hier der Aufpreis auch 0 DM. Einzig allein das Armierungsgewebe von ispo kostet mich etwas, etwa 6 DM / m² mehr als ein normales Armierungsgewebe, das ich ohnehin für mein WVDS brauche, mach insgesamt grob 1.500 DM mehr.
Nachdem mehrere tausend neue Sender in Deutschland Aufgrund UMTS entstehen werden, kann eigentlich niemand sicher sein, nicht auch so einen strahlenden Nachbarn zu bekommen. Nachträgliche EMV Dämmung ist sicher vielfach teurer: Möchte man nicht ein abschirmendes Gewebe um's Haus legen und neu verputzen, braucht man EMV Tapeten überall inkl. Decke, was bei (glaube ich) 16 DM/m² ganz gut ins Geld geht, vom Aufwand des Tapezierens ganz abgesehen. Außerdem hat man dann noch eher die von Ihnen bemängelte Reflexionscharakteristik.
Viele Grüße,
Thomas Walter -
Neubau: Außenabschirmung bei 250m Abstand zum Handymast?
Außenabschirmung bei Neubau
1. Würden Sie in Abwägung von Pro und Contra bei einem Abstand von 250 m zum Handymast einen Neubau außen abschirmen?
2. Die zitierte quadratische Abnahme der Strahlung gilt doch nur bei kugeliger Abstrahl-Charakteristik, wie sie beim Handy selbst m.E. zweckmäßig ist. Bei fest stehenden Handymasten scheint mir in vertikaler Richtung eine flache Keule plausibler; schließlich wollen die Betreiber höchste Nutzstrahlung bei minimalem Leistungseinsatz. Richtig? Dann wäre die Abnahme der Strahlung fast nur linear zur Entfernung! -
Erfahrung: Ja, Abschirmen ist unbedingt empfehlenswert!
Ja, ich würde Abschirmen
Zu Ihren Fragen:
1.) Ja, unbedingt. Seit diesem Thread ist nun einige Zeit vergangen und ich habe mir ein umfassenderes Bild über die Wirkungen machen können: Es ist meiner Ansicht nach gut abgesichert, dass getaktete Mobilfunkstrahlung innerhalb der gesetzlichen Grenzen die Gesundheit schädigt. Wo nun die Leistungsgrenze liegt, unterhalb derer keine Schädigungen mehr eintreten, ist mir noch unklar: Bei 250 m würde ich definitiv Abschirmen, auch wenn das eventuell als Abstand reichen würde.2.) Sie haben recht: Die quadratische Abnahme der Leistung mit dem Abstand gilt nur für Punktstrahler. Die Leistungsabnahme bei den üblichen Richtstrahlern wird wohl irgendwo zwischen linear und quadratisch liegen. Viele Grüße Thomas Walter -
Alternative: HF-Abschirmnetz / Fliegengitter von IBS (Österreich)
Bezugsquelle HF-Abschirmnetz
Nach mühseliger Suche im Internet nach einer Alternative zu ISPO Armierungsgewebe wurde ich nun fündig. Die Firma IBS in Österreich stellt "Fliegengitter" in Rollen mit 1 m Breite und 25 m Länge her (z.B. verzinktes Gewebe Maschenweite 1,4 mm Draht 0,25 mm) Bei entsprechender Abnahmemenge erfolgt Lieferung frei Haus für unter 10 DM/m².
Mit Fliegengitter sind laut Prof. Pauli und Dietrich Moldan BW-Uni München bei 1GHz 99,99 % und bei 2GHz 99,93 % Dämpfung zu erreichen.
Damit ist ein vernünftiges Preis/Leistungs-Verhältnis erzielbar. -
Sinnvolle Alternative: Abschirmung nur einzelner Gebäudeteile?
Sinnvolle Alternative:
Hi,
eine grundsätzliche Frage stellt sich natürlich: bringt eine Abschirmung einer Wand in Richtung des Antennenmasts etwas, wenn die übrigen, im "Funkschatten" der geschirmten Wand liegenden Gebäudeteile, nicht geschirmt sind?
Wenn man von einer "normalen" Nutzung des Gebäudes ausgeht, also auch während der warmen Jahreszeit bei geöffnetem Fenster zu Leben gedenkt, etc. könnte es eventuell sinnvoller sein, nicht das ganze Gebäude ausreichend, sondern z.B. nur die Schlafräume dafür besonders gut zu schirmen.
Mir kam zu Ohren, dass es Tests gäbe, wonach zwei Leiter, die eng aneinander platziert werden (aber keinen Kontakt haben (!) ), wenn sie an eine Gleichstromquelle angeschlossen werden ein Feld erzeugten, dass unterschiedlichste Strahlungen weiaus effizienter abschirmte, als bekannte Schirmungen. Vielleicht hat ja jemand Quelleninformationen.
Zuletzt noch einige Links:
Unter dem ersten Link findet man die "X und-e" Schutzplatte, die angeblich bestimmte Strahlungen abschirmt. In einer Fernsehsendung des MDR wurde demonstriert, dass ein in einem Würfel aus diesen Platten plaziertes Handy keinen oder kaum Empfang hatte. Offenbar handelt es sich um eine Art Gipskartonplatte, die mit Kohlefaserteilen angereichert wurde und mit einem Anschluss zur Erdung versehen ist.
Unter dem 2. Link findet man allerlei geschirmter Installationsmaterialien, und auch Farben/Tapeten, die elektromagnetische Felder abschirmen sollen.
HTH
Tom -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI) Schutz📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026
Hinweis: Nachfolgender Text wurde von einem KI-System erstellt - überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung.
Elektrosmog-Abschirmung im Fertighaus: Kosten, Nutzen & Risiken
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Sinnhaftigkeit und die verschiedenen Methoden zur Elektrosmog-Abschirmung in einem Fertighaus-Neubau. Dabei werden Kosten, Nutzen und Risiken abgewogen. Es werden Materialien wie Lärchenholz, spezielle Putze und Tapeten sowie die Erdung diskutiert. Auch die Notwendigkeit von Messungen zur Überprüfung der tatsächlichen Wirksamkeit wird betont.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut dem Beitrag HF-dicht Bauen: Vorsicht bei selbstgebauten Faradayschen Käfigen! ist bei selbstgebauten Faradayschen Käfigen Vorsicht geboten, da eine lückenlose Abschirmung erforderlich ist, um HF-Dichtheit zu gewährleisten. Andernfalls kann der Aufwand unnötig sein.
✅ Zusatzinfo: Der Beitrag Materialvergleich: Lärche schirmt besser als Beton! hebt hervor, dass Lärchenholz Mobilfunkstrahlung besser abschirmt als Beton, was eine interessante Alternative zu herkömmlichen Massivbaumaterialien darstellt. Diese Information wurde angeblich von einem militärischen Institut in München bestätigt.
💰 Kosten: Im Thread wird die Broschüre "Reduzierung hochfrequenter Strahlung im Bauwesen" erwähnt (Broschüre: Reduzierung hochfrequenter Strahlung im Bauwesen), die für 20 DM erhältlich war und Untersuchungsergebnisse zu verschiedenen Baustoffen und Abschirmmaterialien enthält. Dies kann eine nützliche Informationsquelle für Bauherren sein.
📊 Fakten/Zahlen: Der Beitrag Rechnung: dB Dämpfung in % Absorption umrechnen erklärt die Umrechnung von dBAbk.-Dämpfung in prozentuale Absorption, was für die Bewertung der Wirksamkeit von Abschirmmaßnahmen relevant ist. Eine Dämpfung von 20 dB entspricht beispielsweise einer Abschirmung von 99 %.
👉 Handlungsempfehlung: Vor der Umsetzung von Elektrosmog-Abschirmmaßnahmen wird empfohlen, Messungen am Objekt durchzuführen (siehe Wirkung prüfen: Nur Messungen am Objekt helfen wirklich!), um die tatsächliche Wirksamkeit der Maßnahmen zu überprüfen und sicherzustellen, dass die gewünschten Ergebnisse erzielt werden. Es wird auch empfohlen, sich umfassend über die verschiedenen Quellen von Elektrosmog im Haus zu informieren, wie im Beitrag HF-Pegel: DECT-Telefone oft stärkere Quelle als GSM-Sender angedeutet.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
Interne Fundstellen
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- … Photovoltaik, Wechselrichter, Elektrosmog, Strahlung, Sicherheit, Abstand, Schutzmaßnahmen, Hausinstallation, Gesundheit …
- … sich neben dem Zählerkasten in meinem Hauswirtschaftsraum. Meine Fragen betreffen die Elektrosmogbelastung durch den Wechselrichter. Ist das ein nieder- oder hochfrequentes (niederfrequentes, …
- … Elektrosmog durch Photovoltaik-Wechselrichter ist ein Thema, das viele Anlagenbesitzer beschäftigt. Wechselrichter erzeugen während des Betriebs elektromagnetische Felder. …
- … Abschirmung: In bestimmten Fällen kann eine Abschirmung des Wechselrichters sinnvoll …
- … Messung: Lassen Sie die Elektrosmogbelastung durch einen Fachmann messen, um die tatsächliche Belastung zu ermitteln. …
- … Elektrosmog …
- … Elektrosmog bezeichnet die Belastung durch elektromagnetische Felder, die von elektrischen …
- … Abschirmung …
- … Abschirmung bezeichnet Maßnahmen, um elektromagnetische Felder zu reduzieren oder zu blockieren. …
- … Welche Grenzwerte gibt es für Elektrosmog?In Deutschland regelt die 26. BImSchV die Grenzwerte für elektromagnetische Felder. …
- … Wie kann ich die Elektrosmogbelastung durch den Wechselrichter reduzieren?Durch Vergrößerung des Abstands, Abschirmung des …
- … Sind alle Wechselrichter gleich stark in Bezug auf Elektrosmog?Nein, die Elektrosmogbelastung kann je nach Modell und Hersteller variieren. …
- … Welche Rolle spielt die Erdung bei der Elektrosmogreduktion?Eine korrekte Erdung ist wichtig, um elektromagnetische Felder abzuleiten und …
- … Kann ich Elektrosmog selbst messen?Es gibt Messgeräte für den Hausgebrauch, aber für eine …
- … Welche gesundheitlichen Auswirkungen kann Elektrosmog haben?Mögliche Auswirkungen sind Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme. Die wissenschaftliche Datenlage …
- … Gibt es spezielle Kabel, die Elektrosmog reduzieren?Ja, es gibt geschirmte Kabel, die elektromagnetische Felder reduzieren können. Der Einsatz solcher Kabel kann sinnvoll sein. …
- … Wie oft sollte ich die Elektrosmogbelastung messen lassen?Eine Messung ist empfehlenswert, wenn Sie Veränderungen …
- … an der Anlage vornehmen oder gesundheitliche Beschwerden auftreten, die mit Elektrosmog in Verbindung stehen könnten. …
- … Elektrosmog im SchlafzimmerReduzierung von Elektrosmogquellen im Schlafbereich für besseren Schlaf. …
- … Abschirmmaßnahmen gegen ElektrosmogVerschiedene Techniken und Materialien zur Abschirmung von elektromagnetischen Feldern. …
- … Gesundheitliche Auswirkungen von ElektrosmogInformationen über mögliche gesundheitliche Risiken und Studien zum Thema Elektrosmog …
- … Gesetzliche Grenzwerte für ElektrosmogÜberblick über die in Deutschland geltenden Grenzwerte und Richtlinien. …
- … Wechselrichter: Faradayscher Käfig – Abschirmung durch Metallgehäuse …
- … hat ein Metallgehäuse! Abschirmung genug! …
- … Photovoltaik Wechselrichter: Elektrosmog Schutz & Sicherheit …
- … Elektrosmogbelastung durch Photovoltaik-Wechselrichter, insbesondere um die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen und Sicherheitsabständen. …
- … Ein wichtiger Punkt ist die Abschirmung durch das Metallgehäuse des Wechselrichters. Es wird auch die Verwendung von abgeschirmten Netzleitungen zur Gewissensberuhigung angesprochen, wobei deren Notwendigkeit in Frage gestellt wird. Der Fokus liegt auf der Minimierung der Elektrosmog-Exposition im Wohnbereich. …
- … Abschirmung durch Metallgehäuse bietet das Metallgehäuse des Wechselrichters bereits eine ausreichende Abschirmung …
- … gegen Elektrosmog. Eine zusätzliche abgeschirmte Netzleitung ist demnach nicht zwingend erforderlich, …
- … 📊 Zusatzinfo: Der Thread behandelt die Thematik Elektrosmog im Kontext von Photovoltaikanlagen und Wechselrichtern. Es werden Aspekte wie niederfrequente …
- … Überprüfen Sie die korrekte Installation und Erdung Ihres Photovoltaik-Wechselrichters, um die Elektrosmogbelastung zu minimieren. Beachten Sie die Herstellerangaben zum Sicherheitsabstand und erwägen …
- … abgeschirmte Netzleitungen. Konsultieren Sie bei Unsicherheiten einen Fachmann für Elektrotechnik oder Elektrosmog-Messungen. …
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