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Baustoffe

Blauer Beton - was ist das?

Hallo zusammen,
da ich einfach nirgends nähere Informationen dazu finde, vielleicht kann es mir hier jemand erklären.
Ich weiß daß blauer Beton über 30 Jahre weiter aushärtet und eine extreme Härte erreicht, daß man Bunker daraus gebaut hat.
Aber: woraus besteht er eigentlich?
Gibt es ihn noch? Anfang der 70er gab es ihn jedenfalls, auf meinem Grundstück ist in dieser Zeit viel damit errichtet worden, und ja, er ist wirklich extrem hart. Er interessiert mich als Baustoff, es sei denn denn er hat auch Nachteile? Was ist ggf. die heutige Alternative?
Jörg, schwitzend Blaubeton wegstemmend ;-)

Name:

  • Jörg
  1. So etwas gibt es

    Die Festigkeitsentwicklung des Betons erstreckt sich über viele Jahre; die wesentlichen Werte werden nach den berühmten 28 Tagen erreicht, danach geht es langsam aber kontinuierlich weiter.
    Warum der Beton dann irgendwann bläulich schimmert, weiß ich auch nicht - aber ich habe selbst an sehr alten Fundamenten mit dem Presslufthammer gestanden und einen Meißel nach dem anderen stumpf gestemmt.

  2. Aber woraus besteht der?

    Weißt Du das?
    Ja mit dem Fundament, das kenn ich. Da wollte ich eine Wasserleitung durchlegen. Hab dann lieber einen Schlenker in der Leitung in Kauf genommen. Das damals vorhandene Werkzeug war da machtlos. Jetzt, mit einem 15kg-Hammer, geht's so.

  3. Aus Zuschlag und Bindemittel ...

    Kiess und Zement, ich kenne den Begriff "Blauer Beton" nur aus der Baustellenumgangssprache für einen alten ausgehärteten Beton. So kann aus einem B 25 über Jahre durchaus ein B 35 oder B 45 werden. Besondere Zuschlagsstoffe für "Blauen Beton" sind mir dabei nicht bekannt. Die Festigkeit eines Betons wird halt im wesentlichen durch :
    1. Zementgehalt und Wasser/Zementwert
    2. Zementfestigkeitsklasse
    3. Qualität des Einbaus, der Verdíchtung, der Nachbehandlung
    Vielleicht wissen zum Thema Zuschlagsstoffe andere mehr
    Gruß

  4. besonders harten beton bekommt man

    auch durch die beigabe von z.b. Herkulit oder durch das nachträgliche Härten mit LIthurin. Beides sind Stoffe die mit dem Estrich eine Verdingung eingehen und verkieseln und dadurch etwa die 5 fache Härte bekommen wie ohne. Diese Zusatzstoffe werden z.b. für Böden verwendet wo dann Panzer oder Raupen drauf fahren. sie eigenen sich aber auch für staubfreie böden.
    herkulit kommt wie luthurin aus schweden. herkulit ist ein pulver das in den frischen beton beigemischt wird. dieses mittel gibt es auch pigmentiert d.h. auf diese weise können estriche eingefärbt d.h. getönt werden. ähnlich wie die lasur beim holz. siehe http://www.bausanierung.org


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