Balkon und Terrasse

Bangkirai oder IPE?

Hallo!
Im Moment bin ich auf der Suche nach dem richtigen Holzbelag für eine Terrasse. In der Regel wird einem, wenn man etwas Langlebiges will, Bangkirai oder IPE/Lapacho empfohlen. Von Bangkirai ist bekannt, dass es - ohne regelmäßige jährliche Pflege - schnell grau wird. Wie verhält sich das bei IPE? Muss man IPE ebenfalls jährlich ölen, damit die Farbe erhalten bleibt oder bedarf es keiner ´Pflege- und Schutzmaßnahmen?
Vielen Dank und schöne Grüße!

Name:

  • Clemens
  1. Meines Wissens wird jedes Holz grau!

    Wenn Sie nicht wollen das Ihr Terrassenholz in Würde ergraut müssen Sie es in regelmässigen Abständen mit pigmentiertem Öl behandeln. Dabei gilt, daß mit zunehmender Dunkelheit des Pigments auch der Vergrauungsschutz zunimmt. Leider nimmt im gleichen Maße auch das natürliche Erscheinungsbild des Holzes ab. Die Öle werden in der Regel in Farben wie 'Teak', 'Mahagoni' und 'Eiche' angeboten. Wer solche Verfärbungen mag soll zuschlagen, ich finde es grauenhaft.
    Ansonsten noch eine Empfehlung zum Holz: Mir wurde von verschiedener Seite Bilinga empfohlen. Die Qualität soll besser sein als bei den Hölzern die unter dem Handelsnamen 'Bangkirai' verkauft werden (die hohe Nachfrage wirkt sich hier wohl negativ aus). Wir haben im Garten mehrere Terrassenflächen mit Bilinga gebaut und sind sehr zufrieden.
    Nachfolgend noch ein Link zu einem zwei guten und günstigen Händlern. Bei geringen Mengen kann die Ware auch selber vor Ort abgeholt werden.

    Name:

    • Klaus-Peter Alde
  2. Meines Wissens nach auch.

    Hängt mit dem Lignin als Holzbestandteil der Zellen zusammen, welches durch UV-Licht abgebaut wird. Zusätzlich starke Witterungsbeanspruchungen durch Regen beschleunigen den Prozess durch Auswaschungen.
    Wenn Sie an sich mit einer Vergrauung leben können, brauchen die benannten Hölzer keine weiteren Schutzmaßnahmen, die Konstruktion sollte nur so gewählt werden, dass keine Holzbauteile dauerhaft im Wasser stehen. Edelstahlschrauben nehmen, alles andere führt zu Verblauung und schwarzen Flecken.
    So weit mir bekannt, geht es den Bangkirai-Hölzern wie bereits seit langem den Meranti-Holzarten: die Qualität nimmt ab.
    Früher wurden gute Stämme aus naturgewachsenen Wäldern einzeln heraus genommen (dabei wurden jede Menge andere Bäume mit abgeholzt, das führte letzendlich zu großflächigen Abholzungen, nix gut). Mit Einführung des FSC-Siegels kommt das Holz zunehmend aus Plantagen und Wiederaufforstungsgebieten. Dort werden Monokulturen der Nutzhölzer angelegt, weil man ja was verkaufen will. Das Auslaugen der Böden durch Monokulturen und Verzicht auf Mischwaldkonzept, verbunden mit gefördetem schnellen Wachstum führt zur Bildung größerer Holzzellen und damit letztendlich zur schlechteren Holzqualität.
    Grüße aus Leipzig
    Martin Malangeri


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