wir haben letztes Jahr ein Haus gekauft (Baujahr. 1999) und mussten bei den ersten starken Regenfällen feststellen, das ein Wand im Keller bei starken Regen feucht wird. Über dem Raum mit der fechten Wand ist unser Wohnzimmer, davon schließt direkt die Terrasse (50 m²) an. Da an dieser Seite ein Hang nach unten geht, ist die Terrasse ummauert. Diese Ummauerung ist aufgefüllt mit Kies und oben auf diem Kies liegen die Platten.
Wenn es regnet, sickert das Wasser durch den Kies und wird an der Bodenplatte von der Drainage in einen Sickerschacht abgeleitet. So die Theorie. In der Praxis wird das Wasser scheinbar nicht schnell genau abtransporiert und da es durch die Ummauerung sonst nirdgenwo hin kann staut es sich von der Kellerwand und findet leider auch einen Weg ins Haus hinein.
Jetzt suchen wir nach einer Lösung, aber jeder Schritt ist sehr teuer. Deshalb habe ich ein paar Fragen:
1) Die Terrasse hat kein Gefälle. Könnte das alleine schon der Grund für unser Problem sein?
2) Die Terrasse ist sehr groß (50 m², 10 m an der Hauswand entlang und 5 m tief). Kann es sein, dass die Drainage, die an der Bodenplatte entlang läuft mit dem Wasser, das auf 50 m² runterkommt überfordert ist? Das Haus war ursprüglich (laut Bauplan) mit einer deutlich kleineren Terrasse geplant (ca. 20 m²). Auch wurde die Terrasse nicht vom Bauträger gebaut, sondern zwei Jahre nach Fertigstellung des Hauses vom Eigentümer des Hauses selbst, sodass es hier durchaus zu handwerklichen Fehlern gekommen sein kann.
Braucht eine Terrasse in dieser Größe vielleicht ein eigenes Wasserableitungssystem?
Eine Firma, die sich mit der Behebung von solchen Dingen auskennen sollte hat uns empfohlen
1) Die Hauswand bis zur Bodenplatte freizulegen und neu zu isolieren, evtl. eine zweite Drainage an die Bodenplatte zu legen oder
2) - die Platten abnehmen
- ca. 50 cm Kies abtragen
- eine Teichfolie mit Gefälle einlegen, die an der Hauswand festgeschweißt wird
- ein Drainagerohr am Ende der Terrasse auf die Folie aufzulegen
- und so das Regenwasser in die Zisterne anzuleiten
3) oder beides zusammen um ganz sicher zu gehen
Nun sind wir verunsichert für welche Variant wir uns entscheiden sollen. Und ob überhaupt eine dieser Varianten Sinn macht. Egal, wofür wir uns auch entscheiden, die Kosten liegen um fünfstelligen Eurobereich. Um so mehr wollen wir sicher sein, dass was immer wir tun, es auch das richtige ist. Der Bauträger ist pleite und dem Verkäufer können wir nicht nachweisen, dass er von diesem Mangel wusste. Wir werden also auf jeden Fall auf unseren Kosten sitzen bleiben.
Wer weiß Rat?
Schon mal vielen Dank für jegliche Hilfe
Nicole