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Außenwände und Fassaden

Keller Außendämmung mit Styrodur bei starkem Regen

Hallo zusammen...

Ich bin gerade bei der Außenwanddämmung meines Kellers, wo Styrodurplatten mit Sockel-Sm angeklebt werden. Der Keller ist dicht (wurde vor Jahren mal mit Bitumenbeschichtung versehen). Nun meine Frage:
Da es beim Verkleben der Perimeterdämmung stark geregntet hatte und somit die Styrodurplatten und die Wand feucht wurden... Kann es da zu Bauschäden kommen oder ist die "verbaute" Feuchtigkeit gering?
Was könnte passieren?
Da der Sockel-SM ja auch mit Wasser angemischt wird und zwischen Wand und Perimeterdämmung liegt, ist ja zwangsläufig auch eine gewisse kalkulierte Feuchtigkeit in dieser Zwischenschicht.

Vielen Dank

Name:

  • Sven
  1. Falscher Kleber!

    Sockel SM ist meines Erachtens -ohne das jetzt genauer nachgeschaut zu haben aber man bekommt ja immer die neuesten Produktmitteilungen per Mail geschickt und hat es mal gelesen oder gehört- ein Klebe- und Armierungsmörtel der zur Ausführung von Arbeiten oberhalb des Erdreiches verwendet wird. Nicht jedoch zur Anwendung im verfüllten Bereich von Baugruben. So wie Sie die Arbeiten beschreiben haben, sind Sie die Kellerwanddämmung außen am erneuern. Nun gut, der Keller könnte frei liegen und nicht verfüllt worden sein, womit dann der Sockel SM wieder anwendung finden könnte, Sie beschrieben aber auch, dass der Keller dicht ist und die Kellerabdichtung vor einiger Zeit mit einer Dickbeschichtung erneuert worden ist, so dass ich davon ausgehe, dass Sie die Wandflächen dämmen, die im (später) verfüllten Baugrubenbereich liegen, womit Sie dann den falschen Kleber verwendet hätten. Die Platten liegen eh sodann im verfüllten Bereich der Baugrube, womit Sie immer mit Feuchtigkeit und Wasser etc. in Berührung kommen bzw. damit beaufschlagt werden. Sodann Sie die richtige Dämmung verwendet haben, macht das nichts, weil dazu dient eben genau eine derartige Perimeterdämmung ja. Sie ist dafür gemacht so zu sagen. In Sachen des falschen Klebers, wird dass nicht ganz so schlimm sein, dass Sie den falschen verwendet haben bzw. nicht ganz so schlimm sein, da es nicht umbedingt zu einem Schaden führen muss. Bedenken Sie lediglich, dass eine Gleitschicht -die entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik immer anzuordnen ist- für Sie -und die von Ihnen derart gewählte Art der Ausführung- nun um so wichtiger ist, umso wichtiger wird bzw. umso wichtiger -für Sie geworden- geworden ist, diese auch tatsächlich anzuordnen. Also keine einfache Noppenbahn und dergleichen auf dem bzw. vor dem Styrodur verwenden. Damit würde es sodann die (Dämm-) Platten nach unten ziehen, die sich dann -sodann eine da ist- in die Hohlkehle eindrücken und somit die Bitumendickbeschichtung beschädigen können, so dass es dann unter Umständen zu einem Schaden führt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  2. Sockel -SM + Styrodur + Armierungsgewebe + Putz + Bitumenvoranstric

    Vielen Dank Markus

    Da Styrodur oberhalb der Anschüttung noch angedübelt wird hoffe ich das es hält.

    Der Keller wird so gedämmt: Sockel-SM zum ankleben und ausgleichen des Untergrunds (Quasi die bitumierte Wand), dann die Perimeterdämmung 60mmm ein 3000 MAterial, dann das Armierungsgewebe plus dden Putz welcher mit Sockel-SM gefertigt wird, dann Bitumenvoranstrich bis zur Erdgrenze (Anschüttung) und als letztes die Noppenfolie zum Schutz.

    hm...meine Frage dazu ist: als die Perimeterdämmung angeklebt wurde, hat es sehr stark geregnet und die Dämmung wurde feucht. Das Styrodur nimmt ja quasi kaum Feuchtigkeit auf, aber dann ist die Feuchtigkeit hinter der Dämmung an der Wand und kann nicht weg. Kann denn da was passieren oder wird der Dämmwert verschlechtert?

    Vielen Dank

  3. meine Perimeterdämmung wurde mit 2-Komponeneten Bitumen ...

    ... Kleber befestigt

  4. Unvollständige Angaben, besser Sie nach!

    Sie machen keine so wirklich vollständigen Angaben, bessern Sie nach, sonst fallen die Antworten schwer und ggf. auch unkorrekt aus. Es gibt zwei Bereiche. In und oberhalb des anstehenden Erdreiches. Von welchen Bereichen sprechen Sie und wie ist wo auch immer der entsprechende Ausbau ausgeführt?

  5. Kein 2-Komponeneten Bitumen ...sondern Sockel-SM Mörtel

    Mein Keller liegt in beiden Bereichen...
    ca. 1,50m innerhalb des Erdreiches (welches ausgeschachtet wurde) und 1m überhalb des Erdreiches. Die Wand wurde komplett mit Styrodur 60mm Dicke beklebt (Kleber: Sockel-SM Mörtel), und wird dann komplett verputzt (auch mit Sockel-SM). Bis zu einer Höhe von 1,50 (also innerhalb des Erdreichs) wird mit Bitumenvoranstrich beschichtet. Oberhalb des Erdreichs wird Sockelfarbe aufgetragen. Dann wird bis zu einer von 1,50 (also innerhalb des Erdreichs)Noppenfolie angebracht. Die Feuchtigkeit die mich interessiert, ist nicht diese die noch durch Niederschläge oder Bodenfeuchte von außen auf die Wand wirken werden. Aber da beim Bekleben der Styrodurplatten durch starken Regen die zu beklebende Wand feucht wurde und auch die Styrodurplatten quasi beidseitig feucht wurden und sich ja nun eine gewisse Feuchte hinter der Dämmung befindet. Wollte ich wissen ob es dann zu Schäden kommen kann ggf. welche Schäden und ob der Wärmedämmwert der Dämmung verschlechtert?

    Vielen Dank
    Mit freundlichen Grüßen
    Sven

  6. Wie schon gesagt,

    die Platten sind dafür gemacht. Mit Beeinträchtigungen ist nur zu rechnen, wenn es um drückendes und zeitweise aufstauendes Sickerwasser geht. Dann müssen die Platten vollflächig verklebt werden, wenn es nicht zu einer Beeinträchtigung der Wärmedämmung kommen soll. Aber die Art der Ausführung sollten Sie nochmals überdenken, die ist nämlich falsch.

  7. vielen Dank für die Beantwortung...

    Hallo Herr Markus Reinartz
    Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.

    Gruß Sven


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