BAU.DE - hier sind Sie:

Außenwände und Fassaden

Wassertropfen an Dachuntersicht nach anbringen von 16 cm WDVS

Hallo Leute, bei uns wird unser Altbau mit 16 cm dicken 0,35 Warmedämmplatten gedämmt.

Das Haus ist BJ 1956. Es wurde alles abgerissen bis auf die Grundmauern. Alle Fenster und Türen sind neu, dann wurde noch ein Stockwerk oben drauf mit normalen 24er Hohlblocksteinen gemauert (da der übrige Teil auch kein Wärmedämmstein war)
Dachstuhl (von unten sichtbar) darauf dann eine Baudertec Dampfsperre dann 10 cm Styropor und 10 cm Steinwolle (oder sowas) als AufSparren-Dämmung. Darauf kam die Dacheindeckung mit Rhepanol (so ne Flachdachfolie).

Jetzt sind die Außenwände dran mit der Dämmung. An dem hinteren Teil des Hauses musste der Untergrund (Bruchsteinmauer) erstmals ausgeglichen werden. Dies geschah teilweise mit Putz und dann wurden erstmal 4 cm Starke Dämmplatten angebracht. Darauf kamen jetzt die 16 cm dicken Platten.

Jetzt muss ich feststellen, dass es morgens immer an den rechten Sparren/Sichtschalung außen/ zu Wasserbildung und Tropfen kommt. Woher stammt diese Feuchtigkeit? Die Baudertec Dampfsperre wurde ja bis über der Ringanker gezogen und dicht angeklebt vom Dachdecker... Oder gibts dort vielleicht ein Problem? Ein Blower Door test wurde nicht gemacht..

Die Platten wurden im Wulst-Punkt Klebeverfahren gesetzt sind aber noch nicht mit der Gewebelage verspachtelt und noch nicht verputzt. Oben an dem Dachanschluss zu den Sparren wurde jedoch kein Kompriband benutzt. Es wurde nur ausgeschäumt. Hört das mit der Feuchtigkeit auf wenn es verspachtelt bzw. verputzt ist?

Vielleicht kann mir hier jemand einen Tipp geben wie ich die Ursache beheben kann. Vielen Dank!

Anhang:

Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

Name:

  • Andy
  1. Hört sich bedenklich an!

    Werter Forumsteilnehmer,

    was Sie beschreiben hört sich bedenklich an und ist unserer Auffassung nach genauestens zu klären, woher diese Feuchtigkeit kommt.

    Sie lassen doch alles erneuern, sich einfach nur darauf zu verlassen, dass die Feuchtigkeit hinterher wohl hoffentlich verschwunden sein wird, erscheint hier in diesem von Ihnen geschilderten Fall wohl eher nicht die richtige Methode zu sein.

    Worüber Sie sich aber zusätzlich Gedanken machen sollten ist die Dränage (das gelbe Rohr, welches auf dem von Ihnen eingestellten Foto zu sehen ist), weil die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (höchstwahrscheinlich) nicht (mehr) verwendet werden darf, jedenfalls dann nicht, wenn Sie regelgerecht (DINA 4095) bauen möchten. Rollenware ist seit ca. 1996 nicht mehr erlaubt bei einer Bauwerksdränung vor vertikalen Wänden. Nur noch Stangenware. Die Rohre erhalten Sie auch als so genannte Stangenware in Längen von 2,00 m aufwärts oder auch mit Fliessohle (ohne Löcher in der Rohrsohle).

    Diese Rollenwaren-Dränrohre dürfen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (höchstwahrscheinlich) lediglich und nur noch zur Sportplatz- oder Reitplatzdränung etc. verwendet werden, da sie sich von der Rolle innerhalb der Baugrube nicht ordnungsgemäß (im entsprechenden Gefälle) verlegen lassen. Außerdem sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (höchstwahrscheinlich) die Entwässerungsöffnungen (die Löcher in dem Rohr) zu klein. Zusätzlich ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (höchstwahrscheinlich) ein umwickeln des Dränrohres mit Filterflies -auch Dränfliesgenannt- (auf einem der eingestellten Fotos sieht es so aus, als wenn das Dränrohr mit Flies umwickelt wäre) ebenfalls nicht mehr erlaubt und sollte tunlichst unterlassen werden. Der Filterkies (die Kiespackung um das Dränrohr) auf dem Dränrohr sollte mit Filterflies ummantelt sein (die gesamte Kiespackung unten, seitlich und oben).

    Außerdem ist das Filterflies am Fußpunkt oberhalb der Filterkiespackung auch 20 cm an der Wand herauf zu führen und dort zu befestigen und/oder anderweitig gegen verschieben und/oder verrutschen zu sichern, was aber bei der Noppenbahnkonstallation wenig Sinn macht. Bei der an Ihrem Objekt ausgeführten Dränanlage kann dass anfallende Wasser wohl kaum ordnungsgemäß und wohl kaum regelgerecht in die Dränage eingeleitet werden.

    Außerdem steht in den meisten Verlege- und/oder Einbauanleitungen der Perimeterdämmplattenherstellern drin, dass die Baugrube mit einem gleichgemischtkörnigen Verfüllgut zu verfüllen ist.

    Auch ist die Noppenbahn vor der Perimeterdämmung (das ist die Dämmung die später im Erdreich verschwindet, weil der Bereich wieder angefüllt werden wird, so wie es auf dem Foto aussieht) nach den Regeln nicht mehr erlaubt einzubauen. Vor der Abdichtung ist eine Gleitschicht einzubauen, damit keinerlei Dynamik aus dem Erdreich in die Abdichtung eingeleitet werden kann. Sie erreichen mit einer einfachen Noppenbahn das genaue Gegenteil. Die Noppen drücken sich in die Perimeterdämmung und bereits bei dem verfüllen der Baugrube und dem Verdichten des Füllmaterials werden die Noppen in die Perimeterdämmung eingedrückt und dann bei dem Vorgang des verdichtens mit nach unten gezogen. Und wenn die Noppenbahn sich in die Perimeterdämmung eingedrückt hat, zieht die Noppenbahn die Perimeterdämmplatte mit nach unten. Sodann die Perimeterdämmplatten auf die Wand aufgeklebt sind (z. B. mit Bitumendickbeschichtung)kann dies dann zu Abrissen dieser Klebepratzenflächen auf der Abdichtung sowie als auch zu Abrissen der Klebepratzenflächen einschließlich der Abdichtung auf der im Erdreich befindlichen Wand (bis auf die Wand) führen, was zu undichtigkeiten führen.

    Darüber hinaus kann sich die nach unten verschiebende Perimeterdämmplatte, sodann es eine Hohlkehle am Fußpunkt der Wand gibt, in die Hohlkehle eindrücken, was dazu führt, dass beispielsweise eine zur Abdichtung verwendete Bitumendickbeschichtung nicht mehr die erforderlich Dicke hat, die sie benötigt um dicht zu sein.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz
    ___________________________________
    PS. Unsere Beiträge hier in diesem Forum stellen lediglich unsere eigene Meinung und somit keine Beratung dar. Vielfach ist es so, dass ohne eine vorausgegangene Augenscheinseinnahme vor Ort am Objekt und ohne Sichtung der Bau- oder Planungsunterlagen nicht alle tatsächlichen Fakten und örtlich vorherrschenden Gegebenheiten präsent und bekannt sind, weswegen wir aus diesem Grund in dieser Hinsicht keinerlei Haftung und keinerlei Gewährleistung für die Korrektheit des hier von uns eingestellten Beitrages übernehmen können.

  2. Aber von der Drainage wird das Wasser doch wohl kaum an die dachuntersicht kommen..

    Vielen Dank für Ihren Hinweis auf die Entwässerung die dann wohl nicht mehr nach den aktuellen Regeln verlegt wurde.

    Die Noppenfolie wurde so angebracht wie auf dem Bild zu sehen. Ein Abriss ist auch beim verfüllen nicht erfolgt. Die untersten Platten wurden auch schräg angeschnitten.

    Aber woher die Feuchtigkeit jetzt oben kommt weiß wohl auch niemand..

    Name:

    • Andy
  3. Aus der Ferne wohl eher schwer zu beurteilen!

    Werter Forumsteilnehmer,

    woher die Feuchtigkeit denn schlussendelich tatsächlich kommt wird Ihnen wohl aus der Ferne niemand sagen können. Holen Sie sich fach- und sachkundigen Rat ein sodann Sie es auf einem anderen Wege nicht feststellen können, woher die Feuchtigkeit kommt.

    Zu der derzeitigen Nutzung im Inneren des Hauses haben Sie bislang nicht so viel gesagt, was mitunter vielleicht auch ein wenig helfen könnte (bewohnt?, beheizt?, waschküche hinter Wand über der am Gebälk die Feuchtigkeit sichtbar ist?, Innen schon verputzt (weil Innenputz gleich Dampfbremse)?, wie schließt der Innenputz am Dachgebälk an?, dort Kompriebänder verbaut?, usw.). Und ein Detail-Foto von dem erläuterten Dachaufbau sowie dem Traufbereich wäre auch nicht schlecht.

    Dass es wohl eher nicht von der Dränage kommt, davon ist wohl auszugehen, dennoch sei oder sollte doch der Hinweis auf die verlegte Dränage erlaubt gewesen sein, denn noch könnten Sie es -mit relativ geringem Aufwand- wieder richten sodann die Arbeiten noch nicht weiter fortgeschritten sind.

    Meist kommt derartige Feuchte von Innen aber daraus kann man natürlich keinen Regelfall machen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz
    ___________________________________
    PS. Unsere Beiträge hier in diesem Forum stellen lediglich unsere eigene Meinung und somit keine Beratung dar. Vielfach ist es so, dass ohne eine vorausgegangene Augenscheinseinnahme vor Ort am Objekt und ohne Sichtung der Bau- oder Planungsunterlagen nicht alle tatsächlichen Fakten und örtlich vorherrschenden Gegebenheiten präsent und bekannt sind, weswegen wir aus diesem Grund in dieser Hinsicht keinerlei Haftung und keinerlei Gewährleistung für die Korrektheit des hier von uns eingestellten Beitrages übernehmen können.

  4. Testfrage

    Wie ist denn die Luftdichtigkeit zwischen Dach und Außenwand hergestellt worden? Wenn diese fehlt, kann feuchtwarme Raumluft nach außen in den Dachkasten dringen und dort kondensiert sie dann spätestens.

  5. schwulstige worte, ziel erreicht?

    Moin,

    nee, die DS soll ja bis auf die Ringbalken gezogen worden sein. Wenn ich das ganz rechte Bild (Ansicht) betrachte, dann sehe ich oben einen Wandanschluss an Polystyrol auf der linken Seite, an eine Fensterbank in der Mitte und einen Kamin mitte rechts. Soweit ich das erkennen kann, ist die Anschluss-Schiene offenbar auf der Oberseite noch ungeschützt. Richtig?

    M. f. G.

    stefan ibold

  6. Um spätere Schäden zu vermeiden sollte ...

    ... sichergestellt werden dass INNEN eine funktionierende Abdichtung vorhanden ist. Theoretisch könnte es passieren dass über eine Steckdose, Leerleitungen, unverputzte Fugen usw feuchtwarme Lust aus dem Inneren nach Aussen strömen kann und es dort dann kondensiert. Die Folgen sind dann Feuchtigkeit in der Dämmung mit entsprechenden Spätfolgen.

    die andere Möglichkeit wäre dass das Kondensat vom EPS-Kleber kommt, hier würde das Symptom verschwinden sobald die Fuge zwischen EPS und Holz ordentlich abgedichtet wäre (Krompriband bzw vergleichbares, Bauschaum ist keine Abdichtung) bzw sobald die momentane Feuchtigekeit in ein paar Monaten verdunstet wäre. Man könnte jetzt prüfen ob die Fensterbänke bzw andere, derzeit unverputzte Fugen davon auch betroffen sind, bzw mit einem Metallblech auf einer offenen Fuge das ganze über NAcht erzwingen (falls feuchtwarm Luft, woher auch immer, vorhanden ist so wird sich dann am kalten Blech Kondensat bilden).

    Man sollte sich aber auch Fragen warum ALLE WDVSA Hersteller an den Unterseiten von Fensterbänken ein Kompriband verlangen! (Schlagregenbelastung ist hier ja sehr, sehr unwahrscheinlich)

  7. Ja ebendt ;-)

    Der Fragesteller schreibt: "Die Baudertec Dampfsperre wurde ja bis über der Ringanker gezogen und dicht angeklebt vom Dachdecker..." Wir reden von Aufsparren-Dämmung, wo auf den Sparren eine Schalung verlegt wurde, dort die DS drauf liegt und bis vorn zur Traufe durchgefühert ist. Das Dachpaket in sich ist also luftdicht und dampfdicht. ABER: Vermutlich sind alle Sparrenauflager lustig luftig und Luft strömt unter dem Dach aus dem Dach-Wand-Anschluss. Haben wir den Fehler damit gefunden, lieber Fragesteller?

  8. Genau so wie Herr Tilgner dies sieht,

    würden wir dies auch sehen und verstehen wollen.

    Bestimmt strömt sodann ggf. die warme und feuchte Raumluft nach draußen und kondensiert draußen.

    Mhhhh aber auf den Fotos so wirklich erkennbar ist ja nicht viel.

  9. ähm, ähhh, hmm @ wiki

    Moin,

    wenn dann die Fuge abgedichtet würde, dann würde ja die Feuchtigkeit des EPS-Klebers eingeschlossen bleiben?! Kann das denn richtig sein?

    "Das Dachpaket in sich ist also luftdicht und dampfdicht. ABER: Vermutlich sind alle Sparrenauflager lustig luftig und Luft strömt unter dem Dach aus dem Dach-Wand-Anschluss." Luftdicht ja, dampfdicht: wir wissen es nicht ;-)
    Gehen wir aber davon aus, dass alle Seiten in gleicher Weise ausgeführt wurden, weshalb gibt es dann nur auf einer Seite Probleme?

    Bitte @ Fragesteller, mal nur den betroffenen Bereich fotographieren als Übersicht und dann die oberhalb liegenden Bauteile, wie z. B. die Anschlüsse als Detail.

    Grüße

    stefan ibold

  10. Symptom und Schäden Um Schäden zu vermeiden ...

    ... Symptom und Schäden

    Um Schäden zu vermeiden muss innen abgedichtet werden, keine Frage (und wird auch vorrausgesetzt). Das jetzige Symptom, Kondensat aussen, würde bereits durch eine Abdichtung der Fuge verschwinden. Hätte man im Frühsommer/Sommer gedämmt und verputzt so hätte man KEINE Symptome aufgrund der temporär hohen Feuchtigkeit durch den Kleber gesehn. Und jetzt?

    Ich schliesse daraus dass die temporär sehr hohe Baufeuchte kein Problem ist, auch wenn das Symptom drastisch aussieht. Die Feuchtigkeit wird nämlich, wenn die innere Abdichtung funktioniert, schadensfrei in den nächsten Monaten verschwinden denn bei den vielen 1000 anderen WDVSA mit Kleber hat es ja auch funktioniert.

    Falls aber, bei fehlerhafter innerer Abdichtung, weiterhin feuchte Innenluft in den Baukörper eindringen kann wird sich die erhöhte Feuchte nachteilig auswirken, kondensieren und sich ihren Weg nach aussen suchen bis es als Symptom sichtbar wird. Je nach Grösse des Feuchteeintrags mehr oder weniger drastisch.

  11. Werde heute Abend Bilder und zeichnungen nachrreichen

    Vielen Dank schon mal für die vielen Antworten.
    ich werde nach der Arbeit heute Abend mal weitere Bilder und zeichnungen hochladen. Hoffe das es dann verständlicher wird.

    danke schonmal!


Hier können Sie Antworten, Ergänzungen etc. einstellen

  • Keine Rechtsberatung in diesem Forum - dies ist Rechtsanwälten vorbehalten.
  • Zum Antworten kann der Fragesteller sein selbst vergebenes Kennwort verwenden.
  • Andere Personen können das Kennwort wiki oder Ihr Registrierungs-Kennwort verwenden.
  • Kennwort