Außenwände und Fassaden

Taupunkt in Dämmung

Hallo ,
wir planen unser Haus nachträglich mit einer Fassadendämmung zu versehen (10 cm Styropor 035 EPS). Ich habe versch. Systeme mit einem Diffusionssoftware berechnet. Der Taupunkt (Ausfallpunkt) liegt im vorgesehenen Aufbau im äußeren Bereich der Dämmung bzw. im Bereich Schichtgrenze Dämmung / Armierungskleber, das Programm resultiert: "Aufbau OK. es verbleibt kein Tauwasser im Bauteil" d.H das in der Tauperiode entstandene Wasser diffutiert in der Verdunstungsperiode.
Meine Frage an die Experten: muß ich mir Gedanken über Schäden machen, oder kann dies akzeptiert werden
Gruß Klaus

Name:

  • Klaus Okenfuß
  1. Hoffentlich hat die Software auch die

    Diffusion der Bauteile berücksichtigt, denn Styropor lässt den Wasserdampf nicht optimal durch. Welcher Wandbaustoff ist denn vorhanden? Wenn dieser feuchteempfindlich ist, kann es schon zu Schäden kommen, wenn das Bauteil schneller gammelt, als das Wasser wieder diffundiert. Beschreiben sie doch mal den Gesamtaufbau und überlegen, ob Sie nicht einen andern Dämmstoff verwenden sollten.

  2. tststs....

    der taupunkt liegt IMMER in der dämmung - wo soll er denn sonst liegen?!
    wichtig ist, dass keine innenluft in die dämmebene kommt (bei verputzten mauerwerk brauchen sie sich keine gedanken zu machen (vorsicht bei fenstern und türen - dichtbänder!)
    falls das nicht zutrifft... Aufbau mitteilen!
    gruß
    tg

  3. nachtrag...

    auch wenn herr jähn anderer meinung ist:
    ihr geplanter aufbau hat sich tausendfach bewährt!

  4. Schon ok

    ich weise doch nur darauf hin, das die Wasserdampfdiffusion bei einer Styropordämmung minimal 10 mal schlechter ist, als bei anderen möglichen Alternativen. Und wenn dann schon die Angst besteht, das Schäden am Bauwerk auftreten... Bitte immer zu, immer rauf das Zeug. Hat sich ja wirklich schon zig Mal bewährt.

  5. ...

    ... wenn Sie aber den -Wert von Polystyrol mit anderen Baustoffen vergleichen (nach DINA 4108-4), relativiert sich das alles wieder:
    Mineralwolle = 1
    Kalkputz = 15/35
    Kalksandstein mit hoher Rohdichte = 15/25
    Polystyrol PS 15 = 20/50
    Fichte, Kiefer, Tanne, Buche, Eiche = 40
    Klinker = 50/100
    Sperrholzplatten = 50/400
    Beton = 70
    Kustharzputz = 50/200
    OSBA-Platten 200/300
    Bitumendachbahnen = 10.000/80.000
    Kunstoffdachbahnen = 400.000/1.750.000

  6. Hallo, folgender Aufbau haben wir für die Fassade ...

    Hallo,
    folgender Aufbau haben wir für die Fassade vorgesehen:
    Innenputz,
    HLZ 24 cm (nicht verputzt, da momentan Eternitplatten)
    10 cm Stropor EPS 030
    Armierung
    Kunstharzputz
    im 1.OGA im Bereich der Südseite wurde damals statt HLZ, 24 cm Porenbeton (Ytong) verbaut.
    Die best. Wände sind außen nicht verputzt da der best. Aufbau aus Silanwärmedämmung mit Eternitplatten besteht.
    Bei meiner Berechnung habe ich die Diffusionswerte für die Dämmung nach Angaben des Systemanbieter genommen (Fa. Brillux oder Sto)
    Gruß Klaus Okenfuß

  7. ...

    Fassadenpolystyrol mit WLG 030?

  8. ...

    wohl eher 035 so wie in der ausgangsfrage beschrieben.... 030, kenn ich ned!
    p.s. wichtig ist der innenputz!!!
    gruß
    tg

  9. Dämmung 035 Innenputz

    Hallo,
    sorry, habe mich verschrieben. Dämmung ist: EPS 035 WDV, 10 cm
    Der Innenputz war teilweise bestehend (keine Angaben)
    Teilweise Gipskarton auf Mauerwerk mit Spachtelung und StoDecolit
    Reibeputz Korn 2 mm.
    Teilweise Knauf Rotband Haftputz (mineralisch gebunden)
    und Kunstharzgebundener Innenputz, 2 mm.

  10. mit innenputz....

    wichtig war nur gemeint, dass das mauerwerk von innen her "luftdicht" ist - die art des putzes is wurscht!
    gruß
    tg

  11. Was hier angemerkt werden muß:

    Der Feuchtetransport in Baustoffen findet 1000:1 kapillar und nicht durch Dampfdiffusion statt. Übliche Dämmstoffe haben aber weder funktionierendes Kapillarsystem (miteinander verbundenes Porensystem) noch Kapillartransport, deswegen staut sich darin das kondnesatmäßig eingedrungende Wasser bis zum Abwinken.
    In Baustoffen gibt es übrigens keine nennenswerten Feuchtemengen in Dampfform, ab ca. 65 % rel. Feuchte binden die Baustoffporenoberflächen die Wasserstoffionen der H2O-Dampfmoleküle an ihren "freiliegenden" Sauerstoffionen, dann liegt das H2O eben flüssig vor - und kann dann vorzugsweise nur kapillar wieder raus.
    Im Ergebnis sprudelt irgendwann der abgesoffene Dämmstoff - nach Veralgung (wenn nicht oberflächenvergiftet) sein Überschußwasser wieder raus (siehe Link).
    Da nun die Dämmstoffbeschichtungen sollgemäß Diffusion zulassen, kondensiert bei deren nächtlicher Abkühlung die eindiffundierte Feuchtluft aus und hinterläßt flüssiges Wasser im Dämmstoff. Der reichert sich dann hinter der Beschichtung an, die dann frostbedingt Blasen wirft, reißt und den Weg des Vergänglichen geht. Oft genug kondensiert auch ein Eispanzer an.
    Nutzen Sie den Infolink! Ein praktischer Fall. http://www.konrad-fischer-info.de

  12. ...

    Ich stell mir gerade vor, wie das Wasser, wie beschrieben, sich an die freiliegenden Sauerstoffionen bindet und so H2O2, also Wasserstoffperoxid entsteht.
    Ein Bleichmittel, Desinfektionsmittel und Raketenantrieb in Dämmstoffform ...
    Wow ...


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