Außenwände und Fassaden

Mehrere Fragen zum Rohbau

Hallo,
bei userem Haus ist inzwischen die Bodenplatte errichtet und das UGA gemauert worden. Beim Begehen der Baustelle sind uns diverse Dinge aufgefallen, bei denen wir nicht sicher sind, ob wir sie beim Bauträger reklamieren sollen:
Die Bodenplatte ragt ca. 4 cm über die Grundmauern hinaus, so dass hier ein Versatz vorhanden ist. Des weiteren ist die Frostschürze recht unsauber gemacht und weist ebenfalls verschiedene Versätze auf. Die Frostschürze befindet sich im Moment bereits zur Hälfte im Erdreich. Es soll dort später Deitermann Superflex 2000S einschließlich Gewebeeinlage verwendet werden.
Was wir uns hierzu fragen:

  • Muss vom Mauerwerk zum hervorragenden Bodenplatte eine Rundkehle erstellt werden, damit das Wasser richtig abfließen kann und nicht auf der hervorragenden Bodenplatte stehen bleibt?
  • In wie weit kann man die Versätze an der Frostschürze als Mangel ansehen? Kann der Anstrich dort ohne Probleme aufgebracht werden oder sollten die Versätze zuvor behoben/begradigt werden?
  • Der Bauträger hat uns erzählt, dass auf der Frostschürze seit Jahren kein Sperranstrich mehr zulässig wäre - stimmt dies? Ist Deitermann Superflex 2000S denn kein Sperranstrich?

An der Frostschürze ist laut Bauträger keine Perimeter-Dämmung vorgesehen (und diese kann bedingt durch die Lage von Rohren auch kaum noch angebracht werden). Die Dämmung ist angeblich auch in der EnEVA Berechnung nicht enthalten.

  • Ist dies wirklich eine übliche Vorgehensweise? Bei jedem Rohbau, den ich bisher gesehen habe, war eine Frostschürze vorhanden.
  • Ist ohne Frostschürze nicht ein größeres Risiko vorhanden, dass eine Kälterücke entsteht und sich im inneren Schimmel bildet?

Der Bauträger behauptet, dass die Drainage auf Höhe der Bodenplatte ohne Gefälle um das Gebäude verlegt wird. Die Spülschächte werden in den Lichtschächten angeordnet.

  • Ist dies wirklich eine ordnungsgemäße Ausführung?

Ich hoffe, jemand kann mir zu diesen Themen ein paar Tipps geben. Vielen Dank schon mal im voraus.
Mit freundlichen Grüßen,
Holger Flocken

  1. ganz schön durcheinander bin ich, aber

    • Muss vom Mauerwerk zum hervorragenden Bodenplatte eine Rundkehle erstellt werden, damit das Wasser richtig abfließen kann und nicht auf der hervorragenden Bodenplatte stehen bleibt?

    << Ja - alle Kehlen sind zu runden, alle Kanten zu brechen

    • In wie weit kann man die Versätze an der Frostschürze als Mangel ansehen? Kann der Anstrich dort ohne Probleme aufgebracht werden oder sollten die Versätze zuvor behoben/begradigt werden?

    << Wieso Anstrich, ich dachte da kommt kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen drauf.

    • Der Bauträger hat uns erzählt, dass auf der Frostschürze seit Jahren kein Sperranstrich mehr zulässig wäre - stimmt dies? Ist Deitermann Superflex 2000S denn kein Sperranstrich?

    << ich kenne das Superflex 2000 nicht. Aber lesen Sie selber, hier: http://www.deitermann.de/pr/ba/bdb/index.htm
    Dann lesen Sie noch hier, wie mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen
    Abgedichtet wird: http://sv-carden.de/abd_link.html
    An der Frostschürze ist laut Bauträger keine Perimeter-Dämmung vorgesehen (und diese kann bedingt durch die Lage von Rohren auch kaum noch angebracht werden). Die Dämmung ist angeblich auch in der EnEVA Berechnung nicht enthalten.

    • Ist dies wirklich eine übliche Vorgehensweise? Bei jedem Rohbau, den ich bisher gesehen habe, war eine Frostschürze vorhanden.

    <<<< Haben Sie jetzt eine Frostschürze aus Beton - oder nicht? Wenn ja, so muss diese nicht unbedingt gedämmt werden, wenn die Sohle genügend Dämmung unter dem Estrich erhält und das aufgehende Mauerwerk einen lamda Wert hat, welche keine schädliche Wärmebrücke darstellt.

    • Ist ohne Frostschürze nicht ein größeres Risiko vorhanden, dass eine Kälterücke entsteht und sich im inneren Schimmel bildet?

    Der Bauträger behauptet, dass die Drainage auf Höhe der Bodenplatte ohne Gefälle um das Gebäude verlegt wird. Die Spülschächte werden in den Lichtschächten angeordnet.
    <<<< Spülschächte in den Lichtschächten - also doch Keller. Ich kapiere kaum noch was. Aber sei es drum. Spülschächte in den Lichtschächten. Quatsch. Spüllschächte kann der zusätzlich machen was er will - aber Spül- und Kontrollschächte gehören an jeden nennenswerten Richtungswandel der (Dränstangenrohre - nicht Endlosrohre) Dränung.

    • Ist dies wirklich eine ordnungsgemäße Ausführung?

    <<<< jetzt verstehe ich gar nichts mehr: IdR Frostschürze = Kein Keller. Nun aber Dränung - Warum. Normalerweise, wird ein nicht unterkellertes Haus ohne Dränung erstellt, da das Wasser das BVA nicht gefährdet. Oder Teilunterkellerung, Hangbauweise etc.
    Also, Dränungen sind immer mit mindestens 0,5% Gefälle vom Hochpunkt zum Vorfluter zu verlegen.
    Ich glaube da geht manches durch einander. Hohlen Sie sich einen Fachmann dazu, der Ihre Interessen in technischer Hinsicht vertritt.

  2. Erklärungen

    Hallo Herr Carden,
    vielen Dank erst mal für die Antworten, auch wenn ich Sie etwas verwirrt habe. Zur Erklärung: Unser Haus wird an einem Hang errichtet, so dass der Eingang im UGA ist, ein Teil des UGs im Boden ist und man vom EGA aus hinten in den Garten gelangen kann.
    << Ja - alle Kehlen sind zu runden, alle Kanten zu brechen
    Ok, das heißt, dass der Bauträger auch wirklich eine Rundkehle erstellen muss und nicht einfach die Bodenplatte vorstehen lassen kann.
    << Wieso Anstrich, ich dachte da kommt kunststoffmodifizierten
    <<Bitumendickbeschichtungen drauf.
    Ich kenne von Kollegen nur die 3 mm dicke Schwarzschicht, die normalerweise aufgebracht wird. Und bei einer solchen soll es Probleme geben (die Frostschürze ist teilweise nicht gerade, sondern sieht einfach nach "ausgelaufener Betonmasse" aus). Ich werde mir mal die Beschreibungen zu kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen anschauen.
    <<<- Ist dies wirklich eine übliche Vorgehensweise? Bei jedem Rohbau, den ich bisher gesehen habe, war eine Frostschürze vorhanden.
    <<<< Haben Sie jetzt eine Frostschürze aus Beton - oder nicht?
    Entschuldigung, ich meinte, an jedem Rohbau den ich gesehen habe, war eine Perimeter-Dämmung vorhanden. Die Forstschürze ist natürlich vorhanden.
    >>Wenn ja, so muss diese nicht unbedingt gedämmt werden, wenn die Sohle genügend
    >>Dämmung unter dem Estrich erhält und das aufgehende Mauerwerk einen lamda Wert
    >>hat, welche keine schädliche Wärmebrücke darstellt.
    Wie kann ich denn erkennen, ob dies der Fall ist oder eine Perimeter-Dämmung benötigt wird?
    >Der Bauträger behauptet, dass die Drainage auf Höhe der Bodenplatte ohne
    >Gefälle um das Gebäude verlegt wird. Die Spülschächte werden in den
    >Lichtschächten angeordnet.
    <<<< Spülschächte in den Lichtschächten - also doch Keller. Ich kapiere kaum noch was.
    Hoffe meine Beschreibung am Anfang hat das geklärt.
    >>Aber sei es drum. Spülschächte in den Lichtschächten. Quatsch. Spüllschächte
    >>kann der zusätzlich machen was er will - aber Spül- und Kontrollschächte gehören
    >>an jeden nennenswerten Richtungswandel der (Dränstangenrohre - nicht Endlosrohre)
    >>Dränung.
    Wenn ich das richtig interpretiere, dann bedeutet dies Spülkästen an allen Ecken des Hauses, richtig?

  3. lesen Sie hier:


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