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Außenwände und Fassaden

Vertikalabdichtung Verblenderfassade unter Geländeoberkante

Hallo zusammen,
ich hatte vor einer Woche bereits mein Problem hier im Forum geschildert, darauf bislang aber leider keine Antwort erhalten. Auch die Suche im Forum brachte keinen wirklichen Erfolg. Daher versuche ich es nun noch einmal mit einer geänderten Überschrift und hoffe auf einige Antworten.
An der Wetterseite eines Einfamilienwohnhauses mit Verblendmauerwerk wird eine Terrasse mit Pflastersteinen angeschlossen. Dabei werden 2 Reihen der Verblendersteine unter der endgültigen Geländeoberkante verschwinden. Wie sind die Oberflächen dieser Steine gegen von außen einwirkende Feuchtigkeit zu schützen. Sie können ja nicht wie die darüberliegenden Steine nach einem Schlagregen wieder abtrocknen.
Ist eine Dickbeschichtung wie auf dem darunter liegenden Kellermauerwerk von außen anzubringen oder reicht ein mehrmaliger Auftrag einer Dichtungsschlämme eventuell aus?
Nochmals vielen Dank an alle Helfer im voraus!

Name:

  • Walter Bahr
  1. Zweischaliges Mauerwerk nicht unter die Erde führen

    Handelt es sich bei den zu überfüllenden Verblendschichten um
    zweischaliges Mauerwerk mit Dämmung oder um den Sockelverblend?
    Im ersten Fall ist die Führung unter die Geländeroberfläche unzulässig. Das zweischalige Mauerwerk darf erst 100 mm über der Erdgleiche beginnen.
    Im zweiten Fall, massiver Sockel oder mithinterliegender Perimeterdämmung, Abdichtung ausführen wie beim Kellermauerwerk.

  2. Nee Jens-Peter, da haste Dich verlaufen.

    Die 10 cm gelten nur für die Luftschicht.
    aus der 1053-1
    "Die Luftschicht darf erst 100 mm über Erdgleiche beginnen und muss von dort bzw. von Oberkante Abfangkonstruktion (siehe 8.4.3.1, Aufzählung c)) bis zum Dach bzw. bis Unterkante Abfangkonstruktion ohne Unterbrechung hochgeführt werden."
    Die Wärmedämmung darf sogar bis in den Angefüllten Bereich hineingehen und hier, z.B. in einer Grobkiesschicht Entwässern. Die (dann zusätzlichen) Lüftungsöffnungen, müssen dann aber Tatsächlich mindestens 10 cm über OK Gelände liegen.
    Die Prinzipskizze der 1053 ist hier irreführend.

  3. Hallo, vielen Dank für die Antworten! Es handelt ...

    Hallo,
    vielen Dank für die Antworten!
    Es handelt sich um zweischaliges Mauerwerk, genauer gesagt von außen nach innen Verblender, Luftschicht, Rockwool-Dämmplatten aus Steinwolle und Poroton-Mauerwerk. Meines Wissens beginnt die Luftschicht in gleicher Höhe wie das Verblendmauerwerk (Oberfläche Z-Folie) und nicht erst 100 mm höher. Lüftungsgitter sind in den Stoßfugen der dritten Steinlage von unten eingebaut, die würden also nicht unter der Geländeoberkante verschwinden.
    Welche Folgen hätte ich denn zu erwarten, wenn ich jetzt die ersten beiden Lagen der Verblender wie die Kelleraußenwände abdichten würde? Die Hinterlüftung wäre doch weiterhin gegeben, oder?

    Name:

    • Walter Bahr
  4. Zweischaliges Mauerwerk mit Luftschicht und Wärmedämmung

    Nun wissen wie also was es ist.
    -@ Mark, deine Ansicht teile ich nicht. Das zweischalige Mauerwerk mit Luftschicht und Dämmung ist nach DINA 1053, 8.4.3.3 genau so zu behandeln wie 8.4.3.2. Unter 8.4.3.3 heißt es eindeutig, zusätzlich zu 8.4.3.2 gilt..... Magst ja recht haben bei reiner Kerndämmung nach 8.4.3.4.
    @ Fragesteller, die Belüftung des zweischaligen Mauerwerks ist nach heutiger Sicht und der Mehrzahl der Fachleute überflüssig und eher nachteilig, auch wenn es in der Din 1053 noch so steht. Allerdings sind die unteren offenen Stoßfugen als Entwässerungsöffnungen notwendig. Sinn machen diese daher auch nur dann, wenn sie direkt über der Z-Folie angeordnet sind, und nicht wie leider oftmals zu sehen 2-3 Steinreihen höher.
    Folgen, Schäden, wie Sie schreiben liegen die Drainageöffnungen in der 3. Steinschicht von unten, füllen Sie jetzt zwei Schichten an,liegen diese Öffnungen direkt über der Erdgleiche oder Pflasterrung, aufstauendes Regenwasser könnte somit in die offenen Stossfugen hinein laufen.
    MfG
    Jens Volquardsen


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