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Außenwände und Fassaden

Fassade mit Riemchen aud Styropor oder Sytem-Klinker Feuchtigkeit?

Wir haben vor unsere Fassade an unserem Mehrfamilie Haus zu erneuern.
Wir haben verschiedene Möglichkeiten ins Auge gefast:
Auf die Fassade kommen dicke Styropor-Platten die geklebt und verschraubt werden, danach werden Riemchen aufgeklebt und verfugt.
Böger oder Haacke Sytem-Klinker. Auf Isolierplatten aufgebrachte Klinker (riemchen) die montiert werden und anschließen verfugt werden.
"Kuntklinker" Vinylit Fassade Kunststoffplatten die wie KLinker ausehen. Diese werden mittels unterkonstruktion an die Fassase befestigt. Das ganze ist dann hinterlüftet.
Wo liegen die Vor und nachteile der drei Syteme, was ist am Besten und hält am längsten.
Kann es bei den Sytemen Problem geben mit Feuchtigkei z:B das die Wände schwitzen oder nicht "atmen können"
Ws wäre senr nett wenn ich von Euch Tips bekommen würde. Ich bin Laie und möchte nichts falsch machen.
Vielen Dank im Voraus.
Gruß
Markus

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  • Markus Wenske
  1. Systemvielfalt

    Ich habe mit den verschiedenen Systemanbieter zu tun gehabt, meine Empfehlung tendiert eher zu den Fertigelementen, d.h. Klinker und Dämmstoff gleich montagefertig. Das Kleben einzelner Riemchen kann bisweilen zu Folgeschäden führen durch verschiedene Einflüsse.
    Vorteilhaft sind die Klinkerriemchendicken, bei den Fertigsystemen immerhin bis zu 20 mm, die vordefinierte Fugenausrichtung, die Stabilität der Platten, der Systemvielfalt und der hochwertigen Isolierung.
    Haacke ist mehr Fertighausanbieter und verwendet seine Systeme vorrangig für deren Häuser. Böger und Genorm sind zwei Hersteller&Anbieter für Alt- und Neubauten, habe von Böger einwandfrei gefertigte Fassaden im Raum NRW gesehen, konnte man von einer konventionellen Klinkerfassade nicht unterscheiden, im Detail meine ich Sturzausbildung, Erkerausbildung usw.

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    • Kurt Brück
  2. Diffusion

    Kleiner Nachtrag: Zu Ihrer Frage zur "Atmung", die hinterlüfteten Systeme sind da schon im Vorteil, Kondens- und Tauwasserfeuchte können im Hohlraum heraus zirkulieren. Nachteil ist da eigentlich nur die Optik. Die meisten Anbieter von Vorhangfassaden stellen "nur" Kunststoffplatten im Putz- oder Klinkerdesign her, die nach Jahren durch UV-Strahlung und Wetter spröde farblos erscheinen, fragwürdige Baukultur :-).
    WDV-Systeme müssen diffusionsfähig sein, d.h. Wasserdampfstrom sollte weitestgehend ungehindert durch das Mauerwerk gelangen. Werte sollten die Hersteller durch externe Prüfungen vorlegen können (Glaser-Diagramm usw.). Wichtig auch, die allg. bauaufsichtl. Zulassung, sie legalisiert das System erst. PU-Hartschaum und Polystyrol haben etwa äquivalente Schichtdicken, wichtig wäre nur noch die Beachtung der EnEVA im Hinblick auf den Energiepass 2006.
    Am Besten Sie holen sich die Infos der Anbieter ein, befragen einen unabhängigen Berater und entscheiden.

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    • Kurt Brück
  3. unabhängigen Berater

    Esrt mal vielen Dank für Ihre Infos,
    ja nach einen unabhänigen Berater habe ich auch schon gesucht, aber bis jetzt keinen gefunden. Ich hoffe noch das ich in diesem Forum jemanden finde.
    Ich habe auch jetzt die ersten Angeboten, natürlich schwört jeden Firma auf Ihr eigenes System. Das günstigste Sytem ist fogendes Angebot: Dämmplatten ( Styropor) werden an der Fassade angebracht und mit einer Masse geglättet und darauf kommen die Riemchen, anschleßend wird verfugt. Dieses Sytem bieten auch die meißten Firmen hier in der Umgebung an. ( habe einen Altbau mit 45 Mauerwerk habe hier bei Angst vor Feuchtigkeit, vieleicht unberechtigt?)
    Das Sytem Kunststoffplatten im Putz- oder Klinkerdesign ist teurer dafür sind Alufensterbänke mit drin.
    Von den Fertigsytemen der Firma Haacke und Böger die eigentlich zu meinen Favoriten gehören habe ich nach einer Woche noch immer keinen Rückruf erhalten zwecks einem Vor Ort Termin wegen eines Angebotes. Ich denke aber das dieses System das teuertse ist.
    Ich hoffe noch aufe Resonanz und gute Ratschläge.
    Besten dank erst mal
    Gruß
    Markus

  4. Warum setzen Sie nicht die Fassade

    instand anstelle in den Sand? Die aufgeklebten/angebappten Fassadensysteme mit Dämmstoff feuchten alle auf, da sie nicht speicherfähig sind, in der Nacht stark auskühlen und Kondensat aufnehmen und über die nicht sorptionsfähigen Oberflächen nicht mehr ausreichend abtrocknen. Die Bauteilfeuchte wird 1000:1 in Flüssigphase, nicht dampfdiffusionsmäßig an die Oberfläche transportiert. Deswegen funktionieren die nur diffusionsfähigen aber kapillardichten Beschichtungen eben nicht auf Dauer.
    Und Vorhangfassaden mit Hinterlüftung sind zwar bautechnisch besser, beim Material aber im Kunststoff- und Farbbeschichtungsmaterial schlecht alterungsfähig. Es sieht nach ein paar Jahren müde aus, davon können Sie sich doch überall selbst überzeugen.
    Ich empfehle eine ganz normale Fassadeninstandsetzung des Bestands mit dafür tauglichen - und auf jeden Fall kunstharz- udn dämmstofffreien - Baustoffen.
    Die Links können bei ihrer Entscheidung vielleicht ein bißchen weiterhelfen. http://www.konrad-fischer-info.de

  5. Auswahl

    Bei den Klinker-Fertigsystemen sehe ich auch den Vorteil, dass entgegen den klassischen WDV-Putz-Systemen keine diffusionsdichten Schichten genommen werden. Gerade bei den Aufbauten Styropor-Armierung-Kunstharzputz bekomme ich Zweifel. Häufig veralgen die Oberflächen, es zeichnen sich Befestigungsmittel ab und die ledrige mmm-dünne Aussenhaut wirkt sperrend.
    Die Klinkerprodukte sind frei von solchen Schichten, die Riemchen bestehen aus Ton, der weitere Aufbau ist der reine Isolierstoff PURA o. Styropor, die Fugenflanken sind aus Quarzsand.
    Ich empfehle deshalb einen hiesigen Berater, der den Aufbau ihrer Bausubstanz ermittelt, die Optimierungsmöglichkeiten aufzeigt und eine Wärmedurchgangsberechnung erstellt.
    Auch wichtig, laut Gesetz dürfen bei umfangreichen Fassadensanierungen die gesetzl. vorgegebenen Mindestwerte nicht unterschritten werden, d.h. alles was über eine Putzausbesserung hinaus geht muß konform gehen. Einige Bundesländer (z.B. Hamburg) ahnden Verstöße mit empfindlichen Bußgeldern für Bauherrn und Verarbeiter.

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    • Kurt Brück
  6. Was das Gesetz wirklich will,

    steht im EnEG § 5: Energieeinsparung muß sich rechnen. Darauf baut auch die EnEVA (Verordnung, kein Gesetz!) auf und bietet die §§ 16,17, die bei Unwirtschaftlichkeit anzuwenden sind. Darauf muß - wenn man als Berater ehrlich wäre - hingewiesen werden, um den beratenen nicht ins finanzielle Nirwana zu schicken.
    Was die Klinker aus Poly und Dur betrifft - ei, mit was wohl sind die auf den Schaum gebappt? Mit kapillartrocknungsblockierenden Pampen. Ebenso blockieren die Schäume und Gespinste jegliche Kapillartrocknung der über Kondensat Kapillarrisse im Fugensystem / in der Beschichtung eingedrungenen Feuchte. Diese liegt in flüssiger Phase vor und kann mangels Energiezufuhr nie mehr ausgeheizt/verdampft werden. DieWerbung mit Diffusionsoffenheit ist also ein erbärmlicher Schwindel. Details siehe Link. http://www.konrad-fischer-info.de

  7. Wat is dat denn?

    "kapillartrocknungsblockierenden Pampen" hahaa, jau, ist alles dicht.
    Mal ernsthaft, ich rede nicht von den WDV-Systemen, die mit einem primitiven Kleberplems und einem latexähnlichen Kunstharzputz Wände oberflächenversiegel sollen. Auch Plastikfassaden oder andere Kunststoffplatten, die auf Dachlatten verplättet werden sind nicht gemeint.
    Vielmehr gibt es gerade in Norddeutschland alternative Klinkersysteme, die ohne Fundamentgründung als einschaliges System kraftschlüssig mit tragendem Mauerwerk verbunden werden können. Der Aufbau besteht schlicht aus PU-Hartschaum und echten Klinkerriemchen. Die Dampfdurchlässigkeit wurde nach DINA EN ISO 12572:2001-09 bei einigen Anbietern durch das FIW München und das MPA Hannover geprüft. Darauf basierend hat der Ausschuss für Bauhygiene und Umweltmedizin sogar eine Zertifizierung als "Wohnmedizinisch empfehlenswert" erteilt.
    Den Wer-hat-die-dickste-Dämmung-an-der-Wand-Wahn kann ich auch nicht nachvollziehen, deshalb tendiere ich zu effizienten Dämmstoffen wie PURA (WLG 030) bei geringen Gesamtaufbauten, bestenfalls mit gebrannten Tonlinkeroberflächen.
    Vorzugsweise sollte man zweischalige Wandsysteme nicht außer Betracht lassen, jedoch können 11,5er Klinkerschalen nicht überall an alter Bausubstanz verarbeitet werden.

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    • Kurt Brück
  8. Schreibe ich nicht klar genug?

    Nochmals: Dampfdiffusion spielt an der Fassade keine Rolle - Ausnahme: Kondensat kommt rein - es kommt nur auf die Kapillartrocknung an. Und wie hält der Klinker auf dem "Dämm"-Stoff? Magnetisch? Geschraubt? Gezwickt? Na also. Außerdem: Wie ist die thermische Dehnung von Klinker und dann vom Kleber und dann vom Dämmstoff? Darauf kommt es nämlich auch an bei frei bewitterten Fassadenbauteilschichten. Und da sieht es ebenso besch... aus. http://www.konrad-fischer-info.de

  9. Lesen könnte hilfreich sein...

    wäre da meine Empfehlung. Denn bei diesen, schon seit langen üblichen Klinkersystemen, wird die Verbindung zwischen Klinker und Trägerdämmstoff nicht durch irgendwelche Klebstoffe herbei geführt, sondern der Dämmstoff wird bereits in der Fertigung serienmäßig miteinander verbunden. Beim Haacke-Isolierklinker werden Riemchen mit sogenannten Schwalbenschwanz direkt mit Styropor (patentiert) verbunden, beim Böger-Systemklinker wird PURA in einem Spezialverfahren hinter den Riemchen erst maschinell geschäumt. Bei beiden Systemen gehen Klinker und Dämmung eine schlüssige Verbindung ein, ohne mit zusätzlichen Stoffen o.ä. belastet zu werden. Diese großflächigen Elemente werden in der Montage dann nur noch miteinander verzahnt und mechanisch befestigt. Auf ein Kleben kann verzichtet werden. Formteile für Öffnungen gibt es ebenfalls, Dämmstoffdicke ist variabel. Wie ich meine eine gute Alternative zum konventionellen Verblenden, da gerade auch Altbauten oder Fertighäuser in den Genuss einer echten Klinkeroberfläche kommen können.
    Ich verstehe offengestanden diesen pauschalen "Exorzismus" gegen WDV-Systeme nicht ganz, ich bin kein Verfechter der Dämmstoffindustrie, bin aber der Meinung, dass es mitunter lohnenswerte Anbieter von ausgeklügelten Produkten geben kann. Eindimensionale Sichtweisen wie "WDV-Systeme sind alle Schrott", kann ich nicht teilen. Einer solchen Denkweise könnte man auch unterstellen, dass innovative Produkte wie Fermacell, Rigips usw. ebenfalls fragwürdig sein könnten, ergo: mineralischer Putz sollte das Maß aller Dinge sein.
    Gerade die Nachkriegsbausubstanz bringt eine besondere Problematik mit, minderwertige Baustoffe, z.T. zu dünn bemessen, schlechter Wärmeschutz. Mit Putzausbessern ist den Bewohnern nicht gedient, eine Lärchenverkleidung ist auch nicht jedermanns Sache. Konstruktive Ideen sind gefragt, Pauschalabsagen sind langweilig und nutzlos.

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    • Kurt Brück
  10. Lesen nützt nur bedingt,

    denn wo es drauf ankommt, ist die Frage des Kapillartransports im Schichtsystem. Und da wird wohl niemand behaupten - und tut es ja auch nicht - daß über solch ein ausgeklügeltes System die eingedrungene Feuchte kapillar heraustransportiert werden kann. Und darauf kommt es doch sehr an bei einer bewitterten und kondensatbelasteten Fassadenbeschichtung.
    Über Dämmstoffe nur so viel: Seit 1983 weiß das Fraunhofer-Institut, daß Dämmstoffe nicht bzw. arg schlechter dämmen als Massivbaustoffe (vgl. Link). Und seit den Ergebnissen des Therma-Wettbewerbs und der Gewos-Untersuchung, spätestens aber seit den Fehrenberg-Nachweisen weiß man das auch konkret von Vergleichswohnbauten in wirklich ausreichend großen Dimensionen.
    Seit vielen Jahren hat Meier die Rechenirrtümer der falschen Dämmstoffphysik aufgedeckt. Das kann man freilich alles vom Tisch wischen - nur nutzt das dem Bauherren gar nichts. Und darauf käme es doch an.
    Um "pauschalen Exorzismus" geht es hier also keinesfalls, diese Unterstellung muß ich zurückweisen. Es geht ganz im Gegenteil um die hier allernotwendigste Aufklärung. Und wer soll die machen? Die werbeabhängigen Baumedien? Die an den Kosten profitierenden Planer und Handwerker? Die drittmittelabhängige "Wissenschaft"? Die Lobbykratie in Politik und Administration? Schön wäre es ja. http://www.konrad-fischer-info.de

  11. Ansichten

    Der kapillare Feuchtetransport, bzw. das Märchen der "atmenden Wände" wird ohnehin schon bei Maurerazubis im 1. Lehrjahr abgehandelt. Daran glaubt eh nur der Laie. Eine quantitative Prüfung der kapillaren Feuchtigkeitswanderung durch Außenwände findet max. bis zu 2% statt.
    Bei meinen Bewertungen basieren 85% der Mängel bei WDV-Systemen auf schlechte Ausführungen, wie z.B. mangelnde Dachüberstände, Verarbeitung von nicht geprüften Materialien oder unsachgemässe Konsistenz/Mischungsverhältnisse der Trockenbaustoffen.
    Z.T. sind gerade die Systeme der großen WDVSA Hersteller anfang der 70er Jahre auch nicht frei von Fehlern gewesen, lackähnliche Oberflächenputze versiegelten die Flächen hermetisch, die Putze zogen Moos und bildeten Schmutzplakate, südwest ausgerichtete Fassaden sahen nach nur 2 Jahren Standzeit unansehnlich aus.
    Sicherlich ist es für Neubauten empfehlenswert bereits in der Planungsphase mit wärmespeichernden Baustoffen zu arbeiten um auf teure Dämmmaßnahmen verzichten zu können, aber die hier vom Fragesteller geschilderte Situation benötigt eine andere Erklärung als nur die bloße Ausbesserung.
    Und da sehe ich den Klinker als Oberflächenschutz als die beste Möglichkeit an. Gesinterte Erzeugnisse i.V. mit einem guten Dämmstoff, die Fugenflanken mit einer Mischung aus Traßzement nach DINA 51043 ohne Zusätze. Keine Silicone o.ä.
    All denen, die dennoch eine herkömmliche WDV Putzfassade favorisieren, sollte man herstellerseits noch ein Stoßlüftungsverhalten ans Herz legen.
    Prof. Erich Cziesielski hat dazu Interressantes geschrieben.

    Name:

    • Kurt Brück
  12. Der Feuchtetransport

    durch die nicht atmenden Wände - ich bin auch hier kein Märchenerzähler und diese Binsenweisheit betrifft mich nicht - ist ca. 1000 zu 1 kapillar. Wenn es nennenswerte Dampfdiffusion gäbe - also Transport in Dampfform - also gasförmig - würde die Wand ja atmen - was sie nicht tut.
    Da verheddern Sie sich aber ganz schön in Widersprüche, sehr geehrter Herr Brück.
    Erst erzählen Sie von geprüfter Dampfdiffusion, als ob das was bedeuten würde, dann sagen Sie, atmende Wände sind ein Märchen, usw. usf.
    Worauf es doch ankommt ist die gute Trocknung der bewitterten Fassade, in die immer Feuchte reinkommt und eine wärmespeicherfähige Oberfläche, um nächtliche Einkondensation von Luftfeuchte bei abkühlender Außenluft mit nachfolgender befrostung und Veralgung sicher zu verhindern. Beides können weder WDVSA noch WDA-Riemchen leisten - seien sie auch noch so vergiftet (Fungizide/Algizide). Da beißt die Maus kein Faden ab. http://www.konrad-fischer-info.de

  13. Genauer gesagt

    sind die genannten Klinkersysteme dampfdiffusionfähig, die Prüfunterlagen des MPA Hannover und FIW München liegen mir seit einer konkreten Planung bereits vor. Also nachvollziehbare Ergebnisse, die zweifelsfrei sachgemäß ermittelt worden sind.
    Meine Aussage zum Märchen der atmendenden Wände soll bedeuten, dass der Großteil der im inneren enstehenden Luftfeuchte eben nicht den Weg durch die Aussenwand sucht, maximal 2%, sondern durch das Öffnen von Fenster, Türen und durch Lüftung (gewollte und ungewollte) entweicht. Erst wenn der Bauherr zum Frischluftverweigerer wird, läuft er Gefahr das Raumklima zu verschlechtern, unabhängig davon ob die Außenwand mit einem WDVSA bekleidet worden ist oder nicht.
    Bei diesen Klinkersystemen gibt es Langzeitstudien, bzw. Objekte mit einer Standzeit >20 Jahren, es sind keine nenneswerten Schäden an diesen Häusern aufgetreten die ein bauphysikalisches Versagen o.ä. zur Ursache hätten. Eine "gute" Trocknung der Klinkeroberflächen ist gewährleistet, Festigkeit von 28, Scherbenrohdichte von min. 1,9 kg/cbdm, Prüfung nach DINA 105, in Süddtschl. wohl scheinbar unbekannt, klimatisch bedingt häufig an Nord- und Ostsee anzutreffen. Klinkeroberflächen sind dort ein Teil der Bautradition.
    Anders als bei den WDVS-Putzprodukten aus dieser Zeit, bei denen infolge von Schlagregen, Risse und Abplatzungen sich gebildet haben, sicherlich auch nicht alle, jedoch ein gewisser Teil. Im beschädigten Anstrich sitzen zumeist Sandkörner aus der Putzoberfläche, die eine Bikarbonatbildung durch die Kohlensäure des eingedrungenen Regenwassers gebildet haben. Fazit: Abriß-Baumischabfall!

    Name:

    • Kurt Brück
  14. Hallo ´ heute war ein Architekt hier bei ...

    Hallo
    ´
    heute war ein Architekt hier bei mir vor Ort zusammen mit dem Inhaber einer kleinen alteingessesenen Baufirma hier vor Ort.
    Die haben die Wände gemessen und gerechet eine wenig Putz abgeklopft ( Wandstärke mit Putz ca. 50 -55 cm)
    Resultat: Die Stellen wo der Putz ein wenig locker ist ( im unteren Bereich sollen abgeklopft und bei geputzt werden, Dann soll auf die ganze Fassade eine Gewebe aufgebracht werden damit keine Risse entshen können und dann soll mit einem Spezial KLeber ( der die Wände auch atmen läßt ?) Riemchen aber nicht die dünnen sonder ca. 20 mm starken Feldbrantklinker drauf gemacht werden.
    Das würde evig halten und vor Feuchtigkeit oder so brauchte ich mir keine Sorgen zu machen.
    Dämmung wäre bei der Wandstärke nicht notwendig und würde nichts bringen. Im Gegenteil es würde "Totgedämmt " werden.
    Was meint Ihr dazu?
    Gruß
    Markus

  15. Nix!

    Es ist ein bauphysikalischer Sündenfall erster Güte, dichtere und festere Beschichtungen auf einen thermisch und hygrisch belsteten Untergrund aufzubringen. Das muß man wissen, sonst hauts einem die Chose bei passender Gelegenheit wieder um die Ohren und drunter feuchtet alles auf. Basta.
    Fragen Sie Ihren Architekten anch den unterschiedlichen thermischen Dehnwerten seiner Schichten. Dann kommt sogar ein Laie drauf, daß das nicht klappen kann. Bei "Fachleuten" bin ich mir da nicht mehr so sicher. http://www.konrad-fischer-info.de

  16. hhhm

    warum gehen sie eigentlich davon aus - herr fischer - dass die (vom fragesteller sogenannten "Felbrant(d)klinker - denke es sind "feldhausklinker" 20 mm starken riemchen härter sind als der mauerstein. wenn es sich um handformziegel (riemchen) handelt - dürfte es da kaum ein problem geben. oder?
    mfg
    jens

  17. Weil sie durch die Verklinkerung

    bei höherer Temperatur (und mit mehr Energieaufwand) gebrannt sind und deswegen mit unbarmherziger Sicherheit gefügetechnisch härter und dichter (und dann auch teurer) sind, als "normale" Mauersteine.
    Außerdem dürfte diese übergroße Härte udn Dichte auch für die zementäre Fugenvermörtelung gelten, die obendrein noch eine wesentlich höhere thermische Dehnung aufweisen wird, als der Klinker-Stein. Aber obwohl jeder Fachmann dies wissen müßte, werden dem unwissenden Verbraucher derart bauphysikalische Irrtümer und schadensträchtige Bauweisen als das Gelbe vom Ei für den Fassadenschutz aufgeschwätzt. Und wer klärt darüber sachlich auf? Die Hersteller? Die Handwerker? Die Planer? Frage bitte selbst beantworten. Auf dem Link finden Sie die in diesem Zusammenhang interessierenden bauphysikalischen Werte der Baustoffe für die Fassade. http://www.konrad-fischer-info.de

  18. theoretisch mögen sie recht haben

    nur praktisch - gibts tausende beispiele wo dies schon jahrzehntelang super funktioniert. ein handformziegel von feldhaus ist übrigens NICHT härter als ein ca. 100 jahre alter mauerziegel. das gegenteil dürfte der fall sein.
    herr fischer - sonst schimpfen sie doch immer auf die theorie - warum diesmal nicht?
    mfg
    jens

  19. Von Handformbacksteinen war beim Fragesteller nicht die Rede,

    sondern von Klinkern. Und Zementmörtel ist eben Zementmörtel. Und wenn Sie denken, ich schimpfe immer auf die Theorie, das ist absolut falsch. Nichts gegen eine Theorie - vorausgesetzt sie ist richtig. Dann bin genau ich einer der größten Theorie-Anhänger. Nur gegen den theoretischen Bocksmist bin ich. Und dabei bleibts. http://www.konrad-fischer-info.de

  20. also darf der fragesteller aus der antwort schließen

    das ein handfolmziegel in riemchenform in der beschriebenen form ok wäre oder? zementmörtel mit trasszement und 1/4 mischungsverhältnis also auch nicht? oder doch? ihre seite ist übrigens so lauter fürchterlicher negativbeispiele - frage mich nur beim betrachten der bilder wo die vielen (klinker)und (backstein)fassaden so geblieben sind die ich bei meinen fahrten durchs land immer bewundern kann?
    mfg
    jens

  21. Sie dürfen schließen was sie wollen,

    nur dichte Haut auf offeneren Untergrund und hydraulische Mörtel insgesamt lehne ich ab. Denn ich muß als Planer ja für Pfusch haften. http://www.konrad-fischer-info.de

  22. Eine verstaubte Bauweise

    wäre es ohnehin mit hydraulischem Kalkmörtel an Klinker herum zu doktoren, wurde u.A. 1000 v. Chr. zum Bau der Zisternen König Davids in Jerusalem dem gebräuchlichen Luftkalk gemahlener gebrannter Ton in unterschiedlicher Körnung beigemischt.
    Empfehle ich bestenfalls beim Dickbettverlegen von Fliesen, für den Fragesteller käme eine solche Verklebung an der Aussenwand wohl eher nicht in Frage. Zumal die Tragfähigkeit eines alten verwitterten Putzuntergrundes ohnehin fraglich ist. In der heutigen Fugmörtelzusammensetzung findet man keinen hydraulischen Kalk mehr. Also vergessen Sie auch ganz schnell den Unsinn mit dem direkten Draufkleben. Aufgrund Ihrer Wanddicke bliebe dann nur noch ein System mit einem EnEVA gerechten schlanken Aufbau. Beratung/Berechnung vor Ort wäre der richtige Weg.

    Name:

    • Kurt Brück

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