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Außenwände und Fassaden

Außenputz Poroton T9 von Schlagmann Empfehlung

Putz Außen beim T9 von Schlagmann
Hallo Forum,
der Bau meines EFHA mit dem T9 von Schlagmann ist jetzt bald beendet. Was jetzt nur noch fehlt ist der Außenputz und die Außenanlagen. Und genau am Außenputz hackt es jetzt ein bißchen. Brauche also dringend ein paar Ratschläge von Leuten, die sich mit dem T9 von Schlagmann auskennen und beim Verputzen gute oder schlechte Erfahrungen mit diesem Ziegel gemacht haben. Von den vier Verputzern von denen ich jeweils ein Angebot eingeholt habe, hat bis jetzt nur einer einen T9 Bau verputzt. Kleine Beschreibung zum Haus.
Es handelt sich um ein EFH 9 x 11,37 Meter mit KG, EGA und OGA, 45 Grad Dachneigung und 50 cm Kniestock. Die Firste laufen jeweils von West nach Ost. Die Garage mit 6 x 7 Meter steht im Osten 2,50 vom Haus entfernt aus normalem 24er Ziegel. Alle Giebel sind mit Titanzink verblecht (Schildgiebel, Atika) also alle Seiten ohne Dachüberstand und somit Wind und Wetter voll ausgesetzt. Der Rohbau wurde im Supersommer 2003 erstellt. Innenputz (KIP) und Estrich kamen im Juni bzw. September 2004. Bewohnt und voll beheizt ist das Haus seit Januar 2005. Der Bau sollte also einigermaßen trocken sein. Nun zum Außenputz. Von Schlagmann wird ja der Quick Mix Elanith wa oder nwa empfohlen. Diesen Putz hat mir aber trotz Hinweis auf Putzempfehlung und Verarbeitungshinweise kein Verputzer angeboten. Meist hieß es, dass man mit dem im Angebot stehenden Putz am meisten Erfahrung hat und diese sich bewährt haben. Angeboten wurden: Schwenk Faser Super leicht,Hasit Faser Super Leicht 636 Bayosan SL66 usw. Zwei Putzer empfehlen sogar super Faserleitputz und zusätzlich eine komplette Gewebespachtelung des Wohnhauses wegen der geringen Wärmeleitzahl. Hier ein kurzer Auszug eines Schreibens: Sehr geehrter Herr Bergmiller,
der Poroton - T 9 hat eine Wärmeleitzahl von 0,09 W / ( mK ) und muß deshalb mit einem
Faser - Super - Leicht - Putz 636 verputzt werden. Auch bei fehlendem Dachüberstand wird
eine Gewebespachtelung empfohlen. Anbei das Technische Merkblatt über unser Produkt
Faser - Super - Leicht 636, indem alle Ihre Fragen beantwortet werden.
Die Preise waren dann auch entsprechend hoch: fast 13000 € Brutto für Haus und Garage (Abklebe- und sämtlichen Verputzarbeiten, ohne Malerarbeiten). Mir persönlich sagt ein Putz mit mineralischen Zuschlägen wie Blähglas (Elanith) mehr zu als Zuschläge aus Styropor. Ein Ganzhauskorsett für 13000 € entspricht auch nicht unbedingt meinen Preisvorstellungen. Nach mehren Besuchen in Foren und Gesprächen mit anderenHäuslebauern sieht meine Idee wie folgt aus.Grundputz Garage und Haus mit Quick Mix Elanith wa. Süd und Westseite des Hauses zusätzlich mit einer Gewebespachtelung (ca.81 m2 = 1250 €) versehen. Oberputz 2 mm Korn als Scheibenputz, Putz nicht eingefärbt. Anstrich: 1 mal Grundieren dann 2 mal mit Silikatfarbe, oder doch Silikonharzfarbe (helles graublau) streichen. Silikonharzfarbe wurde vom Maler empfohlen weil die Wetterseiten keinerlei Schutz vor Regen und Sonne haben. Da ich ja nur Laie bin und mir manche Vorschläge von Verputzern die mit dem T9 noch nie was zu tun hatten (und anscheinend auch nicht wollen) auch sehr laienhaft vorkommen, bräuchte ich also dringend ein paar gute Ratschläge von Leuten die sich mit dem Verputzen des T9 auskennen und keinen Profit daraus schlagen wollen. Letzte Frage noch: Ein Malermeister meinte dass man die heutigen Putze zum Schutz auf jeden Fall 2 mal streichen sollte, und vor 20 Jahren die Putze qualitativ hochwertiger waren als heute. Was für Inhaltsstoffe machen den einen qualitativ hochwertigen Putz aus? Oder meinte er nur die Härte der Putze die damals bestimmt höher war als heute?
Für Antworten vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Frank Bergmiller

Name:

  • Bergmiller Frank
  1. "pauschal"

    kann man das "nicht" beantworten ... dazu muss man das Mauerwerk bzw. die Ausführung dazu sehen.
    falls ein einheitlicher Putzuntergrund (keine klaffenden Stossfugen, keine zu grossen Stoss- und Lagerfugen auch wenn die mit Mörtel verfüllt sind, kein XPS-Dämmung o.ä.) vorhanden ist dann gilt für die meisten noch die alte Fachlehre "nach außen immer weicher" der Elanit erfüllt diese alte Fachlehre indem er ein niedrigeres E-Modul aufwaist wie der T9 (!)
    "grundsätzlich" haben wir mit Quick Mix Elanit und Oberputz der Körnung 2-3 mm die besten Erfahrungen auf den T9 gemacht (!) ... bis dato hat da kein Bauvorhaben eine Gewebespachtelung erhalten (!)
    ... ich habe eine schriftliche Bestätigung der Firma Quick-Mix vorliegen wo bedenkenlos auf den T9 mit Elanit verputzt werden kann ... "aber" Grundlage dieses Schreibens ist "unsere" Ausführungs- bzw. Verarbeitungsqualität ... "daher" siehe oben müsst man sehn (!)

  2. Putz auf T9

    Finde ich schon witzig, von 4 Putzern kennt sich nur einer mit dem Putzgrund(T9) aus. Sprich die 3 Anderen bescheinigen sich selber, dass sie keine Ahnung haben. Angebote brauchbar? Selber überlegen!
    Malermeister xxx ist auch so ein toller Hecht, vor 20 Jahren war alles besser. Sprich die Bautechnik und die Produktentwicklung, hier von Aussenputzen, ist seit zwanzig Jahren rückläufig, oder?
    Da ich selber aus dem norddeutschen Küstengebiet komme,wir bauen hier meistens anders, heist nicht besser als in Süddeutschland, keine weiteren Ratschläge zur konketen Bauausführung von mir.
    Überdenken Sie daher vor der weitergehenden Ausführung die Überlegungen von Herrn Thalhammer.

  3. Nun stehen Sie mit der Porosierungs-Tragödie da,

    und wissen nicht mehr weiter. Problem: Porosierte Steine haben entsetzliche Eigenschaften als Mauerwerk udn Putzgrund, was die Stabilität betrifft. Und moderne synthetisch/zementär verschnittene Putze bieten allerdollste Überraschungen, was ihre Ablösung vom Putzgrund betrifft, selbst wenn der nicht schwächelt. Grund: Thermische Dehnung, Trocknungsblockade und Auffrostung, Spätrißschäden. Die Fälle sind Legion. Die Handwerker haben oft keine Ahnung von den wunderlichen Baustoffgeheimnissen der "neuen Generation". Und die Hersteller verschlimmbessern ihre Produkte dauernd neu - man macht ja seine schlechten Erfahrungen.
    Tipp zur Güte: Alle in ein Boot. Holen Sie also den Ziegelverkäufer und lassen Sie ihn das Mauerwerk abnehmen, sowie für seinen empfohlenen Putz mit dem Putzlieferanten die Bauüberwachung und Abnahme übernehmen. Der Putzer muß dann mit dem Steinlieferanten und dem Putzhersteller die Garantie für ein schaden- und mängelfreies Werk übernehmen. Mehr Sicherheit geht nicht.
    Oder nehmen Sie Luftkalkmörtel und lassen Sie damit die Wand verputzen - aber bitte immer nach den dafür geltenden Handwerksregeln. Ein Arbeitsmuster kann die Sicherheit erhöhen. Und weniger Spannung bringt kein Putz in den schwächelnden Untergrund ein, deswegen ist auch die Gefahr des fugennetzfolgenden Abreißens -die Crux des porosierten Mauerwerks - am geringsten. Auf die Putzarmierung würde ich verzichten. Auf die Dauer garantiert das Zeug umsomehr flächenhafte Ablösung des thermisch/hygrisch belasteten Zementputzes.
    Themeninfo siehe Links. http://www.konrad-fischer-info.de


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