Vliestapete im Neubau: Risiken, Schimmelbildung & Alternativen für luftdurchlässige Wände?
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Vliestapete im Neubau: Risiken, Schimmelbildung & Alternativen für luftdurchlässige Wände?

Hallo,
wir wollen unseren Neubau bald tapezieren und haben jetzt verschiedene Meinungen zur Verwendung von Vliestapete im Neubau gehört. Die Meinungen gehen von "kein Problem" bis "auf keinen Fall, da nicht luftdurchlässig" ...
Dass Vliestapeten im Neubau durchaus üblich sind, konnten wir über die Suchfunktion im Forum schon herausfinden. Jetzt möchten wir uns aber doch noch vergewissern, ob es Probleme (Schimmelbildung wegen zu geringer Luftdurchlässigkeit) geben kann, wenn wir uns für eine Vliestapete mit teilw. geschäumtem Muster entscheiden würden. Durch die geschäumten Stellen würde der luftdurchlässige Bereich der Oberfläche ja schon eingeschränkt.
Für alle Tipps und Erfahrungsberichte sind wir dankbar :-)
Jessica
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  • Jessica
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    Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme

    Sicherheitshinweise

    🔴 Gefahr: Schimmelbildung durch mangelnde Luftdurchlässigkeit der Tapete kann zu gesundheitlichen Problemen führen.

    GoogleAI-Analyse

    Vliestapeten sind im Neubau grundsätzlich möglich, aber die Luftdurchlässigkeit ist ein wichtiger Faktor. Geschäumte Vliestapeten können problematisch sein, da die geschäumten Stellen die Diffusionsoffenheit reduzieren können. Dies kann, besonders in Verbindung mit Restfeuchte im Neubau, das Risiko von Schimmelbildung erhöhen.

    Ich empfehle, auf diffusionsoffene Tapeten zu achten, die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk nach außen abtransportieren können. Alternativ können Sie auch zu mineralischen Putzen oder Silikatfarben greifen, die eine hohe Atmungsaktivität aufweisen.

    🔴 Gefahr: Wenn Feuchtigkeit nicht entweichen kann, kann es zu Schimmelbildung hinter der Tapete kommen, was gesundheitsschädlich ist und Bausubstanz gefährdet.

    👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie vor dem Tapezieren den Feuchtigkeitsgehalt der Wände von einem Fachmann messen und wählen Sie eine diffusionsoffene Tapete oder eine alternative Wandgestaltung, die die Atmungsaktivität der Wände nicht beeinträchtigt.

    📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Diffusionsoffenheit
    Die Fähigkeit eines Materials, Wasserdampf durchzulassen. Dies ist wichtig, um Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk entweichen zu lassen und Schimmelbildung zu verhindern.
    Verwandte Begriffe: Atmungsaktivität, Wasserdampfdurchlässigkeit, sd-Wert.
    sd-Wert
    Der sd-Wert (Wasserdampfdiffusionswiderstand) gibt an, wie stark ein Baustoff den Durchgang von Wasserdampf behindert. Je niedriger der sd-Wert, desto diffusionsoffener ist das Material.
    Verwandte Begriffe: Wasserdampfdurchlässigkeit, Diffusionsoffenheit, Dampfbremse.
    Vliestapete
    Eine Tapetenart, die aus einem Vliesstoff besteht. Vliestapeten sind in der Regel dimensionsstabil und einfach zu verarbeiten, aber nicht alle Vliestapeten sind diffusionsoffen.
    Verwandte Begriffe: Papiertapete, Raufasertapete, Glasfasertapete.
    Schimmelbildung
    Das Wachstum von Schimmelpilzen auf Oberflächen, das durch Feuchtigkeit begünstigt wird. Schimmelbildung kann gesundheitsschädlich sein und Bausubstanz schädigen.
    Verwandte Begriffe: Feuchtigkeit, Kondensation, Sporen.
    Neubau
    Ein neu errichtetes Gebäude, das noch Restfeuchte im Mauerwerk enthalten kann. Diese Restfeuchte muss entweichen können, um Schimmelbildung zu vermeiden.
    Verwandte Begriffe: Baufeuchte, Rohbau, Erstbezug.
    Mineralischer Putz
    Ein Putz, der aus mineralischen Bestandteilen wie Kalk, Zement oder Gips besteht. Mineralische Putze sind in der Regel diffusionsoffen und tragen zu einem guten Raumklima bei.
    Verwandte Begriffe: Kalkputz, Zementputz, Gipsputz.
    Silikatfarbe
    Eine Farbe, die auf Basis von Kaliwasserglas hergestellt wird. Silikatfarben sind diffusionsoffen, schimmelresistent und eignen sich gut für Innenräume.
    Verwandte Begriffe: Mineralfarbe, Kalkfarbe, Dispersionsfarbe.

    ❓ Häufige Fragen (FAQ)

    1. Frage: Sind Vliestapeten grundsätzlich für Neubauten geeignet?
      Antwort: Vliestapeten können im Neubau verwendet werden, aber es ist wichtig, auf die Diffusionsoffenheit zu achten. Besonders in den ersten Jahren nach dem Bau kann noch Restfeuchte im Mauerwerk vorhanden sein.
    2. Frage: Was bedeutet Diffusionsoffenheit bei Tapeten?
      Antwort: Diffusionsoffenheit bedeutet, dass die Tapete Wasserdampf durchlässt. Dadurch kann Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk entweichen und das Risiko von Schimmelbildung wird reduziert.
    3. Frage: Woran erkenne ich eine diffusionsoffene Tapete?
      Antwort: Achten Sie auf die Herstellerangaben. Diffusionsoffene Tapeten sind oft mit dem Hinweis 'atmungsaktiv' oder 'diffusionsoffen' gekennzeichnet. Der sd-Wert (Wasserdampfdiffusionswiderstand) sollte möglichst niedrig sein.
    4. Frage: Welche Alternativen gibt es zu Vliestapeten im Neubau?
      Antwort: Alternativen sind beispielsweise mineralische Putze, Silikatfarben oder diffusionsoffene Papiertapeten. Diese Materialien sind in der Regel atmungsaktiver als Vliestapeten.
    5. Frage: Was ist der sd-Wert und warum ist er wichtig?
      Antwort: Der sd-Wert gibt an, wie stark ein Baustoff den Durchgang von Wasserdampf behindert. Je niedriger der sd-Wert, desto diffusionsoffener ist das Material. Für Innenräume sollte der sd-Wert möglichst gering sein.
    6. Frage: Kann ich eine Dampfsperre durch eine ungeeignete Tapete ersetzen?
      Antwort: Nein, eine Dampfsperre hat eine spezielle Funktion und kann nicht durch eine Tapete ersetzt werden. Eine Dampfsperre wird auf der warmen Seite der Dämmung angebracht, um das Eindringen von Feuchtigkeit in die Dämmung zu verhindern.
    7. Frage: Was passiert, wenn ich eine nicht diffusionsoffene Tapete im Neubau verwende?
      Antwort: Wenn eine nicht diffusionsoffene Tapete verwendet wird, kann Feuchtigkeit im Mauerwerk eingeschlossen werden. Dies kann zu Schimmelbildung, Schäden an der Bausubstanz und gesundheitlichen Problemen führen.
    8. Frage: Wie kann ich feststellen, ob meine Wand ausreichend trocken ist, bevor ich tapeziere?
      Antwort: Verwenden Sie ein Feuchtigkeitsmessgerät oder beauftragen Sie einen Fachmann, um den Feuchtigkeitsgehalt der Wand zu messen. Der Wert sollte unterhalb der vom Tapetenhersteller angegebenen Grenze liegen.

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  2. Erfahrung: Vliestapete im Neubau – Keine Schimmelprobleme

    meine Erfahrung
    Bei meinem Neubau habe ich im gesamten Treppenhaus und zwei Zimmern eine derartige (Teil-) geschäumte Tapete verwendet und keinerlei Probleme mit Schimmel gehabt (Massivbau mit Porotonziegelwänden).
  3. Risiko: Geschäumte Tapeten – Giftstoffe in Raumluft?

    Gift?
    Etwas reisserische Überschrift, ich weiß ... ;-)
    Aber sind diese "geschäumtem" Tapeten nicht dadurch in Verruf geraten, dass sie schleichend aber stetig irgendein Gift in die Raumluft abgeben? Weichmacher oder sowas?
    Vielleicht wollen Sie sich vor einem Kauf darüber noch informieren.
    Es gibt auch unterschiedliche Typen/Strukturen von Raufasertapeten. Diese enthalten lediglich Holzspäne um die "3D-Struktur" auszubilden.
  4. Vliestapete im Neubau: Erfahrungen nach kurzer Austrocknungszeit

    vielleicht ist geschäumt der falsche Ausdruck?
    Zuerst einmal "DANKE! " für Eure Antworten/Erfahrungen.
    @Werner Aselmeyer: Ich gehe davon aus, dass Sie direkt bei ebzug den Neubau tapeziert haben und er nicht schon vorher monatelang Zeit zum Austocknen hatte. Ist das richtig? Wenn ja, dann klingt das in meinen Ohren erst einmal sehr gut, da unser Haus den gleichen Aufbau hat.
    @Albrecht Kinzkofer: Vielleicht ist der Ausdruck geschäumt nicht ganz richtig ... bei Papiertapeten nennt man es (glaube ich) geprägt  -  also keine Vinyltapeten, sondern Papier- bzw. Vliesuntergrund mit Muster darauf. Meinten Sie die mit giftig? Ich habe bisher noch nichts der gleiches gehört. Raufaser bzw. Papiertapeten möchten wir nicht verwenden, weil die Wand-Einkleister-Technik vom Vlies Nutzen möchten  -  man kann uns nämlich noch nicht einmal als Tapezier-Amateure beziehcnen :-)
    • Name:
    • Jessica
  5. Achtung: Gesundheitsschädliche Ausdünstungen strukturierter Tapeten

    Schaumschlägerei ;-)
    Also, ich meine (Papier-) Tapeten, die eine fühlbar strukturierte Oberfläche haben, die z.B. wie Putz aussehen kann. Das, was da aufgebracht ist, um aus der flachen Tapete, eine mit Rillen, Noppen, Kruemeln, was auch immer zu machen, ist ein schaumartiger Kunststoff, der durch seine Ausdünstungen unter dringendem Verdacht steht, gesundheitsschädlich zu sein.
    Wenn es nicht das ist, was Sie meinen, dann vergessen Sie, was ich dazu geschrieben habe. ;-)
  6. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 09.01.2026
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    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 09.01.2026

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    Vliestapete im Neubau: Risiken, Alternativen & Schimmelprävention

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Verwendung von Vliestapeten im Neubau und die damit verbundenen Risiken wie Schimmelbildung und die Freisetzung von Schadstoffen. Erfahrungen zeigen, dass es bei diffusionsoffenen Wänden (z.B. Porotonziegel) seltener zu Problemen kommt. Geschäumte Tapeten stehen im Verdacht, gesundheitsschädliche Stoffe abzugeben. Die korrekte Austrocknungszeit des Neubaus vor dem Tapezieren ist entscheidend.

    ⚠️ Wichtiger Hinweis: Achten Sie auf mögliche Ausdünstungen von schaumartigen Kunststoffen in strukturierten Tapeten, wie im Beitrag Achtung: Gesundheitsschädliche Ausdünstungen strukturierter Tapeten beschrieben. Diese können die Raumluftqualität beeinträchtigen.

    🔴 Kritisch/Risiko: Bei unzureichender Luftdurchlässigkeit der Vliestapete in Kombination mit mangelnder Austrocknung des Neubaus kann es zur Schimmelbildung kommen. Dies ist besonders relevant, wenn keine diffusionsoffenen Materialien verwendet werden.

    ✅ Zustimmung/Empfohlen: Der Beitrag Erfahrung: Vliestapete im Neubau – Keine Schimmelprobleme zeigt, dass Vliestapeten in Massivbauten mit Porotonziegelwänden problemlos eingesetzt werden können, sofern die Rahmenbedingungen stimmen.

    👉 Handlungsempfehlung: Informieren Sie sich vor dem Kauf über die Inhaltsstoffe der Tapeten und wählen Sie gegebenenfalls diffusionsoffene Alternativen. Achten Sie auf eine ausreichende Austrocknungszeit des Neubaus vor dem Tapezieren, um Schimmelbildung zu vermeiden. Prüfen Sie die Wandgestaltung auf Luftdurchlässigkeit, um ein optimales Innenraumklima zu gewährleisten.

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