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Architekt / Architektur

Bauantrag Raumnutzungsänderung Dachbodenausbau

Ich möchte meinen Dachboden ausbauen und wollte das legal mit einer Baugenehmigung machen. Also habe ich eine Architektin beauftragt, die für die Einreichung des Bauantrags insgesammt ein Honorar von 2300 € genommen hat. Nach einem halben Jahr Wartezeit kam jetzt die Baugenehmigung mit der Auflage vor Baubeginn noch den Standsicherungsnachweis, den Wärmeschutznachweis und den Schallschutznachweis einzureichen.

Meine Fragen sind jetzt: Hätte die Architektin diese Unterlagen nicht schon für einen ordnungsgemäßen Antrag einreichen müssen? War das Honar angemessen? Welche Kosten kommen in etwa noch für die Nachweise auf mich zu?

Name:

  • deep_thought_123
  1. Einige Fragen

    Gerechnet wird in LPh 4, somit wären die Nachweise meiner Ansicht nach durch das Honorar abgedeckt. Aber natürlich weiß ich nicht was sie vereinbart haben.

    Fragen:

    • Was haben Sie denn mit der Architektin vereinbart?
    • welche Leistungsphasen sind vereinbart?
    • was steht genau in der Baugenehmigung?
    • was steht zu den Auflagen in der Genehmigung?
    • Höhe der anrechenbaren Kosten?
    • Honorar ggf frei vereinbart?
  2. Worum geht es Ihnen denn jetzt?

    Herr Schroer hat natürlich völlig Recht.

    Aber haben Sie denn die Genehmigung erhalten mit dem Hinweis, dass Sie die Unterlagen nachreichen müssen, wo ist dann Ihr Problem?

    Wenn mit dem Hinweis genehmigt worden ist, dass Sie lediglich vor Beginn der Ausführung der Arbeiten oder vor Beginn mit der Baumaßnahme die Unterlagen noch einreichen müssen, dann ist oder wäre doch alles in Butter. Dann bringen Sie die noch hin oder schicken die hin, dann ist doch alles in Butter.

    Dann sind doch keine Wartezeiten entstanden, dann ist doch alles gut!

    Oder worauf wollen Sie hinaus?

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  3. der Fragesteller hat die Unterlagen nicht

    Das Problem liegt wohl darin, dass der Fragesteller die Unterlagen weder hat noch selbst erstellen kann. Es sind Ingenieurleistungen die ein Architekt erbringen muß. Entweder sind es Zusatzkosten oder die Leistungen sind im Honorar enthalten und noch zu erbringen sind. Jedenfalls ist der Bauantrag wertlos ohne diese Unterlagen denn die Erbringung muß vor Baubeginn erfolgen. Also ist es nicht so einfach "mit hinbringen und alles ist in Butter"

    Name:

    • Klaus Kirschner
  4. Doch doch, genau so einfach ist es!

    Denn bislang hat der Fragesteller noch nicht geschrieben, dass Ihm das alles zu teuer ist und er auch kein weiteres Geld ausgeben möchte!

    Auch wenn es darauf hinaus läuft!

    Geschrieben hat er das nicht!

    Insofern ist es genau so einfach, wie ich es beschrieben habe. Hinbringen, fertig!, grins.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  5. Hallo Vielen Dank schon mal für ...

    ... die Antworten. Herr Kirschner hat mein Dilemma sehr gut erfasst. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass die Architektin alle Unterlagen für einen Bauantrag einreicht und ich, wenn die Baugenehmigung da ist, starten kann. Jetzt habe ich so zu sagen eine Baugenehmigung light. Und ich weiß nicht ob die Architektin nachliefern muss oder nicht. Zur Klärung habe ich mal den anonymisierten Auftrag und die Baugenehmigung als PDF beigefügt (daher hat es mit der Antwort auch ein wenig länger gedauert.

    Schönen Gruß

    Anhang:

    Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.
  6. Ein paar Antworten

    Danke für die Dokumente, diese sind recht hilfreich.

    1. Sie haben keine Baugenehmigung light, sondern eine Baugenehmigung mit Auflagen;
    2. Sie haben mit ihrer Architektin eine Vergütung nach Zeitaufwand und nicht nach Leistung vereinbart; also sind hier nicht zwingend Nachweise zu erbringen gewesen. Gibt es einen bestimmten Grund dafür, das Sie die Beauftragung so durchgeführt haben? Würde ich selbst zumindest nicht machen.
    3. Die erforderlichen Nachweise müssen sie zusätzlich beauftragen, gehen Sie zunächst davon aus das es etwa genau so viel kosten wird wie das Architektenhonorar
  7. Danke für die Antworten. Ich habe ...

    ... diese Vereinbarung im guten Glauben getroffen, dass alle notwendigen Unterlagen erstellt werden. Bei den Gesprächen mit der Architektin wurde das auch so dargestellt. Naja wenn man keine Ahnung von der Materie hat, ist schwer an alle Leistungen zu denken, ich dachte die Gesamtleistung Bauantrag wäre hinreichend und ich könnte mit dem Bau starten. An eine Baugenehmigung mit Auflagen habe ich nicht gedacht. Sie denken also gute 2000 € sind für die geforderten Nachweise noch einmal fällig?
    Wie hoch schätzen Sie denn das Honorar für die auch geforderte Abnahme?

    Ich weiß, dass gehört jetzt nicht in das Forum, aber ich finde das Verfahren für einen einfachen Dachbodenausbau echt übertrieben. 5000 € Nebenkosten nur für das Genehmigungsverfahren sind schon sehr happig, da muss man sich nicht wundern, dass die meisten sich keine Baugenehmigung holen. Ich bin für meinen Schritt, eine Baugenehmigung einzuholen, oft verlacht worden und ich ahne jetzt warum.

    Schönen Gruß

  8. HOAI

    "Naja wenn man keine Ahnung von der Materie hat, ist schwer an alle Leistungen zu denken"

    Nun, u.a. dazu gibtís ja die HOAIA. Damit wird das Honorar entsprechend der anrechenbaren Kosten und mit für solche Standardfälle relativ vollständigen Leistungsbildern vereinbart. Ob das immer billiger ist lässt sich nicht pauschal sagen. Geld hätte es auch in dem Fall einer Abrechnung nach HOAI gekostet. Und wenn sie ohne Genehmigung bauen kann (nicht muss) Ihnen das anderweitig auf die Füße fallen. Ist dann auch nicht billig.


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