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Architekt / Architektur

Nach Immobiliensuche mit dem Gutacher frustriert? Nur Pfuscher am Bau??

Wohne in Bayern
Hallo, ich habe vor, mir eine Doppelhaushälfte zu kaufen. Bis jetzt ist mir folgendes angeboten worden
1. Neue DHH vom Bauträger, Aussage: Da bin i 2 Stuhen heher ganga, wegen am Wasser. In der Satzung des Bebauungsplanes ist sowas jedoch nicht erlaubt. Alle anderen sind auch heher ganga, laut dem Maurermeister.
2. Alte DHH A(ehemaliges Bauträgerobjekt)
Ich schon mal durch das 1. Objekt vorgewarnt gleich mit amtlich vereidigten Gutachter (Architekt rein). Makler, Baurechtlich völlig i. O. war die Aussage bevor wir die DHH ausgemessen haben. Ergebnis, Dachneigung stimmt nicht, DHH ca. 50 cm höher gebaut als erlaubt und genehmigt. Abstandsflächen zum Nachbarn werden gerade so eingehalten. Man müsste noch prüfen ob das auch so ist, da der Nachbar und alle anderen Häuser in der Siedlung auch höher gebaut haben (augenscheinlich). Von der Nachbar DHH ist auch noch ein Überbau da.
3. Neubauprojekt DHH
Eine Baulinie ist vorhanden, diese wird jedoch auch nicht exakt eingehalten. Ein weiteres Ausmessen mit dem Gutachter hab ich mir dann gespart, da ich für den Gutachter ja auch 115 Euro Plus UST löhnen muss.
Sind nur Idioten am Bau unterwegs, auf solche Ideen komm ich langsam. Trauen tu ich niemand mehr.
Ich will doch nur ein Objekt, das dem BauGB und der BayBauO entspricht.
Mein Archi als Baugutachter meint, daß mit dem Maßen in unserer Gegend recht lax umgegangen wird. Bauamt scheint eh alles abzunehmen. Ist halt ein Maurermeister der im Auftrag der Gemeinde rumfährt, so mein Eindruck.
Ich sehe nur eine Lösung. Selbst Bauen, und Vermessungsingenieur beauftragen,
1. das Schnurgerüst
2. die Schalung der Bodenplatte vor dem Betonieren,
3. jede Deckenschallung vor dem Betonieren
4. den Dachstuhl vor der Eindeckung
auf korrekte Lage in auf dem Grundstück bzw. Höhenlage gegenchecken zu lassen.
Auch mein Archi meint, er braucht für sowas auch nen Vermessungsingenier, sonst keine Haftung möglich.
Soll ich gleich ein Fertighaus kaufen. Das müsste dann wohl passen oder
Nicht falsch verstehen, mir geht es nur darum keinen Schwarzbau zu schaffen.
Was meint Ihr, wie ich vorgehen soll?
Ich hab echt so nen Hals, das Mia san Mia geht mir echt auf den Geist.

Name:

  • RoteLisa
  1. jo mei, ...

    ... so sans halt, die Bayern...:-))
    Was man richtig macht, oder falsch macht, weiß man meistens erst hinterher. Aber nu ist der Kontakt mit dem Archi doch schon mal da, da kann man doch was draus stricken, oder??

  2. Der Archi meint daß er nur Gutachtertätigkeiten macht

    Naja, bei meinen Ansprüchen, ich wollte eigentlich schon mit nem Bauträger, eine Hälfte wird mir wohl kein Archi planen oder?

  3. und sonst alles i.O.?

    Bis auf die Abweichungen bei der Einmessung alles ok bei Haus 2 und 3? Dann brauchen Sie doch bloß das Bauamt abfragen mit dem Hinweis auf die Abweichungen und wenn die das schriftlich legalisieren ist doch alles geritzt. Wichtiger ist doch die Frage, ob die Hütten als solches Ihnen zusagen (mängelfrei und schöne Architektur innen und außen)!
    Sie lassen sich vielleicht zu sehr von der kritischen Grundeinstellung ihres Sachverständigen verschrecken.

  4. Kaufberatung: Hab´ ich da rufen gehört ...

    MoRüBe hat nicht ganz unrecht, erst recht auf´m Land.
    Und Uwe Tiglner liegt mit "Sie lassen sich vielleicht zu sehr von der kritischen Grundeinstellung ihres Sachverständigen verschrecken." auch nicht falsch.
    Allerdings lese ich aus Ihren Bemerkungen durchaus heraus, dass:
    1. ein "amtlich vereidigter" Gutachter (Architekt) nicht ohne weiteres entsprechende Qualifikationen haben muss, um beim Immobilienkauf fachkundig beraten zu können (was das mit dem Aufmessen sein soll, erschließt sich mir nicht. Nur wenn augenscheinlich Abweichungen vorhanden sein dürften wird so was gemacht, oder aber der "Gutachter" möchte Geld drucken!, zudem sind 115 € sicherlich erst einmal fürstlich, für die Gerichtsgutachten wird dieser nicht so entlohnt!!!)
    2. dieser Gutachter allem Anschein nicht weiß, was er tut. (vgl. "Ein weiteres Ausmessen mit dem Gutachter hab ich mir dann gespart"). Was will er denn ständig messen
    3. Erschließt sich mir nicht, welche Probleme Sie denn genau haben. Nur an dem "Ich will doch nur ein Objekt, das dem BauGB und der BayBauO entspricht." Kann´s doch wohl nicht liegen. Dies ist doch erst einmal gar nicht Ihr Problem. Und wenn der Sachverständige das als Problem sehen sollte, weiß ich nicht, worauf sich dessen Sachverstand denn überhaupt gründet.
    Sorry für die Schelte, aber genau diese "Sachverständigen" sind es die den Markt kaputt machen, und bei Kaufwilligen mehr Unsicherheiten erzeugen, als notwendig.
    Ich möchte Ihnen empfehlen:
    a) entweder doch selbst bauen, allerdings mit einem fähigen Architekten, der nich vornehmlich Sachverständiger ist
    b) sich für Ihre Immobiliensuche einen geeigneten Fachmann suchen, bestenfalls erst einmal ohne öffentl. Vereidigung, da diese Sachverständigen hautsächlich Gerichtsgutachtenaufträge bearbeiten.

  5. das war mein Auftrag

    Da ich im Verwaltungsrecht fit bin, und mir das sehr wichtig ist lautete der Auftrag an den Gutachter:
    1. Überprüfung des Gebäudes anhand der baurechtlichen Vorschriften bzw. das Bauplanes insbesondere Bauhöhen Abstandsflächen, Baulängen auf Übereinstimmung mit dem genehmigten Plan.
    Fliegt das Objekt dabei raus, interessiert mich die Schönheit des Objektes ja nicht mehr, da es vom rechtlichen ja als Schwarzbau einzustufen ist. Da ist bei mir gleich schon der Ofen aus.
    Ich will ein Objekt das passt, basta. Darauf hat mich nicht der Archi gebracht, das war mein Auftrag.

  6. Verstehe nicht ganz was folgt ...

    >"1. Überprüfung des Gebäudes anhand der baurechtlichen Vorschriften bzw. das Bauplanes insbesondere Bauhöhen Abstandsflächen, Baulängen auf Übereinstimmung mit dem genehmigten Plan.
    Fliegt das Objekt dabei raus, interessiert mich die Schönheit des Objektes ja nicht mehr, da es vom rechtlichen ja als Schwarzbau einzustufen ist. Da ist bei mir gleich schon der Ofen aus."<
    ... nämlich, welche Anhaltspunkte Sie beim Kauf eines bestehenden Gebäudes bzgl. der Einstufung als "Schwarzbau" haben und insbes. was Sie daran so sehr stört, wenn gewisse Abweichungen bestehen sollten. Abweichungen gibt es fast immer, jedoch interessiert es unsere behörden nicht in dem Maße, wie ich aus Ihren Anmerkungen herauslese, da ansonsten eben schon früh ggf. eine Anpassung bis zum Rückbau von dieser Seite verfügt werden würde. Und, das mit dem Rechtsnachfolger, als Käufer einer bestehenden Immobilie, sollten Sie ggf. nicht ganz so genau nehmen (sonst gibt es fast keine Immobilien für Sie).
    Falls Sie doch solch gesteigerten Wert auf die exakte Einhaltung der Vorgaben und Vorschriften legen sollten, bleibt m.E. nichts anderes übrig, als mit einem fähigen, verlässlichen Architekten und den entsprechend bes. befähigten Bauunternehmen, selbst zu bauen.

  7. Neubau

    Auf das wird´s wie gesagt wohl rauslaufen.
    Selber bauen mit nem Archi oder GUA und Schnurgerüst vom Vermessungsingenieur abnehmen lassen. Immer wieder prüfen, vom Vermessungsingenieur etc.
    Ein Bestandsobjekt hab ich jetzt das einigermaßen passen würde. Der Rohbau vom GU steht. Ich möchte das Bestandsobjekt eventuell voll vom Vermessungsingenieur einmessen lassen, der GU soll dann vor dem Kauf durch mich eine Tektur beim Bauamt einreichen. Nachdem die entsprechenden Befreiungen von der Festsetzung des Bebauungsplanes gemacht wurden kann ich dann ruhigen Gewissens den Kaufvertrag unterschreiben. Die Tekturkosten würd ich ja noch übernehmen. Mich regt es halt auf, daß abweichend vom Bauplan gebaut wird. Es schert sich halt echt niemand um die genaue Einhaltung der Vorschriften.
    Naja, da kommt halt der Verwaltungsbeamte wieder durch, den ich leider nicht verleugnen kann. Die im Bauamt wollen es anscheinend auch nicht verstehen " Wegen der paar Zentimeter" heißt es da. So genau hat das noch nie jemand geprüft. Was, Sie wollen die Satzung haben. Das ist die Reaktion, die ich nicht ganz nachvollziehen kann.
    Beim GU heißt es nur, wir halten uns an die Vorschrift, wenn man dann nachmisst, siehts anderst aus.

  8. ok alles klar

    Was soll das ganze? Gejammer und unnötige Aufregung? Langeweile?

  9. Verstehe das Problem nicht

    wenn Sie ein Objekt kaufen, wird ein Kaufvertrag abgeschlossen. Darin lässt man sich dann bestätigen, dass das Objekt alle notwendigen Genehmigungen etc. hat. Wenn nicht ist der Verkäufer dran. Lässt sich ja sicherlich rechtlich einwandfrei formulieren etc. Und als Käufer haben Sie diese Möglichkeit zu Handeln.
    Und das auf dem Amt abzuklären ist ja nicht wirklich ein Problem.
    Wo bitte liegt das Problem?
    Achja, selber Bauen kann alle rechtlichen Grundlagen einhalten. Schön wenn dann das Objekt Baurechtlich 120% korrekt ist. Pech nur, wenn die Handwerker schludern und das keiner bemerkt. Dann nützen Ihnen die 100% einhaltung des Baurechtes auch nichts. Also geht das ganze dann weiter.
    Und selbst ein eigener Architekt garantiert Ihnen nicht, dass alles eingehalten wird. Und wenn der jeden Tag auf die Baustelle kommt, wirds Teuer.
    Sind Sie selber jeden Tag auf der Baustelle mit Kamera etc. machen Sie sich bei Handwerkern auch keine Freude. Dann gibts halt plötzlich Aufschläge für "Mehrarbeiten".
    Viel Erfolg beim eigenen Bauen. 100% Sicherheit gibts halt nun mal im Leben nicht. Leben ist ein Risiko.
    Love it, change it, or stay unhappy..........

  10. Das ist schon klar, das es keine 100 ...

    Das ist schon klar, das es keine 100 % Sicherheit gibt. Baurechtlich muß das Objekt für mich absolut Einwandfrei sein, sonst kann es abgerissen werden. Andere Fehler lassen sich korrigieren, und, wenn ich das so sagen darf, falls ich wirklich selber baue, bin ich mindestens 1 x am Tag auf der Baustelle, und mit meinem Foto unterwegs. Da bin ich knallhart. Ich erwarte nicht dumpingpreise, sondern für mein Geld absolut einwandfreie Arbeit.


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