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Nutzung alternativer Energieformen

Holzheizung - kaum Pufferwirkung bei 1000 l Speicher, Anschlußart ändern?

Hallo liebes Forum!
Seit einem Jahr betreiben wir in unserem Neubau einen Kachelofen mit Kesseltechnik als Vollhausheizung (Brunner HKD 4.1 SK). Für den Sommer und die Übergangszeit haben wir eine Solaranlage mit 15,2 m² Flachkollektoren. Ein Kombispeicher mit 950 l Volumen (Brauchwasser 250 l) soll die Wärme speichern.
Wir haben leider das Problem, dass wir so gut wie keine Pufferwirkung haben und nur Wärme zur Verfügung steht wenn auch der Ofen in Betrieb ist.
Nun ist es logischerweise so, dass bei der Holzheizung die Wärme nicht konstant zur Verfügung steht, sondern immer nur dann wenn der Ofen mit voller Leistung brennt. In der Zwischenzeit sollte dann der Heizbedarf des Hauses durch den Puffer gedeckt werden. Dies scheint bei unserer Anlage leider nicht zu funktionieren. Unser Heizungsbauer ist mit der Thematik scheinbar etwas überfordert und weiß auch keinen Rat.
Um das ganze mal transparent zu machen habe ich selbst ein Strangschema von unserer Anlage erstellt und unter http://villademai.piranho.de/
Der Puffer wird bei unter Volllast laufendem Ofen kaum geladen, da bereits vor dem Ofen die meiste Energie in die Fußbodenheizung geht. Wenn der Puffer dann einmal voll geladen ist, zum Beispiel durch manuelles Schließen des motorischen Mischers, dann reicht die gespeicherte Energie nur für max. 30 Minuten aus.
Aus meiner laienhaften Sicht ist das für die Fußbodenheizung zur Verfügung stehende Puffervolumen einfach zu gering. Es wird ja hierfür nur der mittlere Teil des Speichers genutzt und das macht überschlägig bei 700 Liter Volumen nur max. 200 Liter Speichervolumen für die Fußbodenheizung. Und das bei 230 qm Fußbodenheizung auf 2 Etagen. Scheint mir zu wenig zu sein. Oder liegt hier meinerseits ein Denkfehler vor?
Der jetzige Zustand ist nicht sehr praktikabel. Wir müssen auch ständig über die Regelung die den Mischer steuert die Heizkurve herunterstellen. Dann schließt der Mischer und die vom Ofen gelieferte Wärme landet auch wirklich im Puffer. Sonst geht die Wärme direkt in die Fußbodenheizung und es steht im Puffer zu wenig Wärme für das Brauchwasser zur Verfügung.
Welche Möglichkeiten gibt es durch einen Umbau der Anlage eine bessere Funktionsweise zu erreichen?
Gruß
Karsten http://villademai.piranho.de/

Name:

  • Karsten
  1. Schauen Sie mal hier

    unter verleichen die Hydraulik mit Ihrer. Stimmt das so alles? Auf Seite 10 ff. ist Ihre Hydraulik zu finden...
    http://www.sonnenkra.../schemenhandbuch.pdf

  2. *Öhem*

    Die Rücklaufanhebung passiert aber schon über ein Thermostat-Ventil oder sowas?
    Wurde denn das Puffervolumen berechnet oder eher "aus dem Ärmel gezogen"?

  3. Danke für die schnellen Antworten...

    @kho:
    In dem Schemenhandbuch von Sonnenkraft hatte ich auch schon einmal nachgesehen. Stimmt soweit eigentlich auch mit unserer Anlage überein. Außer das bei uns der Rücklauf zum Ofen einen Stutzen weiter oben angeschlossen ist. Unser Installateur sagt damit wir auch im Winter, wenn der Ofen den Puffer lädt, trotzdem Solarertrag ernten, können da der untere Bereich dann noch kalt ist und dann durch die Solaranlage beladen werden kann.
    Was ich an der Zeichnung von Sonnenkraft nicht recht verstehe ist, warum der Vorlauf der FBHA mit 2 Leitungen an den Puffer angeschlossen ist?
    @Ralf Schmidbauer:
    Ja, Rücklaufanhebung ist so ein Thermostatventil mit einem Anlegefühler. Sorry, aber ich konnte das nicht besser zeichnen, da ich der Symbole die die Fachleute in so einer Zeichnung verwenden nicht kenne.
    Puffervolumen wurde, denke ich mal, nix berechnet. Es hieß 16 m² Kollektor und dazu der 1000 l Speicher und das wars. Unser Installateur installiert sonst zu dieser Anlage eine Gas-Brennwerttherme. Da mag das wohl nicht so ins Gewicht fallen wenn der Puffer nicht lange hält. Nur bei uns ist das nunmal anders...
    Die Fragen die ich mir stelle sind:
    Wie bekomme ich aus den vorhandenen Komponenten noch eine funktionierende Anlage hin oder muss ich die Anlage in irgendeiner Form erweitern?
    Ist es zweckmäßig das die Wärme vom Ofen teilweise direkt in die Fußbodenheizung geht oder wäre es nicht besser erst in den Puffer zu speisen?
    Grüße http://villademai.piranho.de/

    Name:

    • Karsten
  4. Hallo Karsten,

    bei mir läuft eine ähnliche Anlage, aber ohne Probleme (1000 Liter Puffer, 13qm Solaranlage, Pelletofen als Heizung, Fußbodenheizung).
    Als Unterschied sehe ich bei Dir den Anschluß des Ofens. Der Rücklauf muß ganz oben angeschlossen sein. Der oberste Teil des Puffers wird bei Dir nicht genutzt.
    Hat denn Deine Heizung noch überschüssige Wärme für den Puffer oder wird von der Fußbodenheizung soviel Wärme angefordert, dass für den Puffer nichts mehr übrig bleibt?
    Mit freundlichen Grüßen
    Markus Eickhoff-Götza

    Name:

    • Herr MarEicGoe
  5. versteh ich nicht....

    Der Rücklauf zum Ofen muss doch eigentlich tiefer angeordnert sein als der Vorlauf, oder? Sonst würde der Ofen ja das heißeste Wasser aus dem oberen Bereich des Puffers bekommen.
    Außerdem sollte doch der obere Bereich für das Brauchwasser vorbehalten bleiben. Das heißt das dieser Teil nach Möglichkeit immer heiß bzw. warm bleibt um genügend Wärme für das Brauchwasser zu haben.
    Wärme kommt im Puffer schon an, nur dauert es halt ein wenig bis die Fußbodenheizung "Ihren Bedarf" gedeckt hat.
    Gruß

    Name:

    • Karsten
  6. Sorry, ich habe immer Probleme mit demn Begriffen Vorlauf und Rücklauf,

    ich meine natürlich, dass die warme bzw. erhitzte Seite des Ofens ganz nach oben muss und die kalte Seite in der Mitte oder weiter unten angebracht sein soll. Hast Du den nur ein Problem mit der Fussbodenheizung oder gibt es auch Probleme mit dem Warmwasser?
    Mit freundlichen Grüßen

    Name:

    • Herr MarEicGoe
  7. auch Probleme mit Warmwasser...

    wenn man nicht manuell Regelungen vornimmt, zum Beispiel Mischer für die FBHA zu, dann kann es auch Probleme mit Warmwasser geben.
    Man muss halt ständig schauen ob auch genug Wärme im Puffer ankommt.
    Das Zusammenspiel aller Anlagenteile funktioniert nicht gut und müsste irgendwie optimiert werden.
    Ich dachte es wäre vielleicht besser wenn alle Wärme vom Ofen direkt in den Speicher geht und von dort verteilt wird. Vielleicht wäre es auch möglich an verschiedenen Stellen, zum Beispiel über ein Dreiwegeventil, in den Puffer einzuspeisen? So könnte man besipielsweise wenn der Puffer sehr stark ausgekühlt ist zuerst oben einspeisen um schnell Brauchwasser zu haben und sonst weiter unten.
    Gruß

    Name:

    • Karsten
  8. Warmwasserseite zu schwach?

    Hallo,
    wenn ich die Unterlagen richtig verstehe, gibt der Ofen nach der Anheizphase 70% an den Wasserkreislauf und 30% in den Aufstellbrech ab. Praxiswerte sind dann eher 60% wasserseitige Wärme.
    Nach meiner Einschätzung und Erfahrung sollte in einem gut gedämmten Haus mindestens 80% der Wärme in den Wasserkreislauf gehen. Auch bei dieser Konstellation muss 40% des Hausfläche ausschließlich über den Ofen beheizt werden.
    Läuft die Fußbodenheizung auch im Heizbereich des Ofens?
    Mit freundlichem Gruß
    Ralf Kremer

  9. Der Ofen hat...

    Hallo!
    Der Ofen hat lt. Herstellerangeben (http://www.brunner.de
    Eine Überhitzung des Aufstellraums trat eigentlich bisher nicht auf. Der Ofen steht im Wohnzimmer (ca. 48 qm) und heizt bei geöffneter Tür indirekt die Diele (ca. 23 qm) mit. Fussbodemheizung ist ist diesen Räumen auch verlegt, aber durch die Thermostate praktisch immer abgeschaltet.

    Name:

    • Karsten
  10. Kachelofenheizeinsatz Brunner HKD 4.1 SK

    Hallo Karsten;
    Dein Kachelofenheizeinsatz ist für einen max. Wärmebedarf bis 9 KWA ausgelegt. Steht auch in den Prospekten von Brunner. Wurde eine Heizlastberechnung durchgeführt? Wenn du über 9 kW bist, ist unter umständen die Leistung deines Kachelofens zu gering. (Meines Wissens gibt es aber keinen größeren Kachelofenheizeinsatz mit dieser WW-Aufteilung)
    Die 70 % Kesselleistung hat der Einsatz wenn der WW-Aufsatz zum richtigen Zeitpunkt dazugeschaltet wird. Am besten mit einer EOSr4 mit EWM mit motorischer Moritzklappe.
    Die Erfahrung zeigt, dass zum Grossteil bei einer Kachelofenheizung der heizungsseitige Anschluss inkl. der Steuerung Fehler gemacht werden, die solche Auswirkungen haben, die du beschrieben hast. D.h. wenn der Kachelofenbauer und der Heizungsbauer keine Erfahrung mit solch einem System haben, geht es in der Regel meistens in die Hose. Oder man setzt ein ausgereiftes System ein, das funktioniert z.B.: DAVID-Zentraleinheit von Brunner.
    Die Fa. Brunner hat auch eine technische Beratung für Handwerkskunden. Dieser kann auch einmal dein Heizungsbauer kontaktieren, um mögliche Anschlussfehler zu korrigieren.
    Schöne Grüße aus Walderbach von Johann Semmelmann

  11. Wasserseite zu knapp

    Hallo Karsten,
    ihr beheizt knapp 30% der Fläche überwiegend direkt über den Ofen und gut 70% wasserseitig.
    Der Ofen gibt im Durchschnitt nur gut 60% der Wärme in den Wasserkreislauf, denn im Anheizbetrieb geht die komplette Wärme in den Aufstellraum. Der Brauchwasseranteil fällt auch noch ins Gewicht. Außerdem geht ein Teil der wasserseitigen Wärme etwa über Verluste des Wasserspeichers ungenutzt verloren.
    Logische dauerhafte Folge: entweder wird der Aufstellraum zu warm oder die Wasserseite ist unterversorgt.
    Mit freundlichem Gruß
    Ralf Kremer


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