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Nutzung alternativer Energieformen

Pelletsofen für raumluftUNabhängigen Betrieb gesucht!

Liebe Forumsteilnehmer,
ich möchte unser 2 Jahre bestehendes Passivhaus aus reinen Komfortgründen mit einem Pelletsofen im Wohnzimmer nachrüsten. Problem war bisher, dass eine (schnelle) Temperaturerhöhung über ca. 21 Grad (kuschelige Wärme z.B. am Abend) nicht möglich war. Bisher wurde das ca. 45 qm große WZ mit 2x Pluggit-Lufteinlässen mit Elektro-Nachheizregistern (Schluchtz, mein Umweltgewissen !!!) mit Wärme versorgt.
Der anvisierte Pelletsofen muss folgende Kriterien erfüllen:
1. Pelletsofen (Scheitholz z.B. Wodtke HotBox sind aufgrund der Steuerbarkeit keine Alternative !)
2. 100% Lufterwärmung (kein Wasser, daher kommt Wodke ivo.tec nicht in Frage)
3. Leistung max. 6 KWh, gute Leistung auch um oder besser noch unter 2 KWh
4. DIBt-Zulassung für raumluftUNabhängigen Betrieb (ohne Außenluftadapter als "Behelfslösung"!)
Für "sachdienliche Hinweise" bin ich äußerst dankbar und hoffe, dass es die "eierlegende Wollmilchsau" schon gibt- aber so außergewöhnlich sind meine Anforderungen ja eigentlich gar nicht!

Name:

  • Andreas Karrer
  1. eierlegende Wollmilchsau

    Aufgrund der Konstruktion der Pelletöfen (von Wodtke) können diese nicht raumluftunabhängig betrieben werden. Es gibt für die Wodtke Pelletöfen einen Außenluftadapeter. Dieser braucht aber eine art Überströmöffnung, laut Aufstellanleitung, mit der Raumluft. Ebenso erfolgt die Scheibenspülung und die Kühlung für die Pelletsrutsche mit der Raumluft.
    Eine mögliche Ausführung währe:
    Einbau eines Differenzdruck-Controller DS 01 von Wodtke.
    Beschreibung laut Preisliste:
    "Differenzdruck-Controller DS 01

    • TÜV geprüft, Prüfbericht Nr.C1206-00/04 -

    Eigensichere Ausführung zur gegenseitigen sicherheitstechnischen Überwachung von raumluftabhängigen Pelletöfen, Stückholzfeuerungen und Ölheizeinsätze in Kombination mit raumlufttechnischen Anlagen wie Be- und Entlüftungsanlagen, Dunstabzugshauben etc. entsprechend §4 der FeuVO in Deutschland. Über den DS 01 wird der Unterdruck im Feuerraum beim Betrieb des Ofens dauerhaft gegenüber dem Aufstellraum überwacht und bei Unterschreitung des Mindestwertes wahlweise die raumlufttechnische Anlage oder die Feuerung abgeschaltet. Mit LC-Display zur Anzeige u.a. von Schornsteinzug. Inkl. 2 Druck Anschlusstüllen für Druckanschlussschlauch ° 5 mm. Druckbereich 100 Pa, Anschlüsse: 1 x Eingang Versorgungsspannung 230 V, 1 x Kontakteingang (Schließer) für Startsignal, 1 x Schaltausgang (Relais Wechsel-Kontakt 230 V), Schutzart IP 54."
    In Verbindung mit einer motorischen Abgasklappe AK1/100 (Die Klappe öffnet nur dann wenn der Primärofen in Betrieb ist und verhindert so Auskühlverluste des Raumes).
    Ich kennen aber auch von anderen Herstellern keinen Pelletöfen die raumluftunabhängig geprüft sind. Soll aber nicht heißen das es so was nicht gibt.
    Von der Leistungsgröße würden die Modelle Frank oder Smart von Wodtke passen. Leistung von 2-6 kW

  2. Wohl eher "Behelfslösung"

    Diese Konstruktion von Wodke kenne ich natürlich, klingt aber für mich eher unausgreift und eher als "Behelfslösung", da
    1. keine Zulassung
    2. kein Raumluftunabhängiger Betrieb (daher wohl auch Energieverluft (Passivhaus ! wohl mit Vermischung von Außen- und Raumluft ("Überströmöffnung")
    3. keine gesicherte Dichtigkeit
    Die Abgasklappe ist sicherlich sinnvoll, aber nicht gerade billig (2x ca. 500 €, für ZU- und Abluft !)

  3. Behelfslösung?!

    Diese Ausführung von Wodtke ist nach meiner Ansicht am funktionellsten.
    Zu 1. keine Zulassung?
    Welche Zulassung? Pelletofen als raumluftunabhängig?
    Dafür ist die DS01 zuständig. Siehe Feuvo§4
    (2) Raumluftabhängige Feuerstätten dürfen in Räumen, Wohnungen oder Nutzungseinheiten vergleichbarer Größe, aus denen Luft mit Hilfe von Ventilatoren, wie Lüftungs- oder Warmluftheizungsanlagen, Dunstabzugshauben, Abluft-Wäschetrockner, abgesaugt wird, nur aufgestellt werden, wenn
    1. ein gleichzeitiger Betrieb der Feuerstätten und der luftabsaugenden Anlagen durch Sicherheitseinrichtungen verhindert wird,
    2. die Abgasführung durch besondere Sicherheitseinrichtungen überwacht wird,
    3. die Abgase der Feuerstätten über luftabsaugenden Anlagen abgeführt werden oder
    4. durch die Bauart oder die Bemessung der luftabsaugenden Anlagen sichergestellt ist, daß kein gefährlicher Unterdruck entstehen kann.
    2. kein Raumluftunabhängiger Betrieb (daher wohl auch Energieverluft (Passivhaus ! wohl mit Vermischung von Außen- und Raumluft ("Überströmöffnung")
    Um diese zu verhindern sind die Abgasklappen zu installieren. Und zwar im Abgasrohr und in der Verbrennungsluftleitung.
    3. keine gesicherte Dichtigkeit
    siehe Abgasklappen.
    Warum die Hersteller von Holzöfen nicht den Weg gehen, alle Öfen raumluftunabhängig herzustellen und prüfen zu lassen sind:
    1. Kosten für die Prüfung für jedes Ofenmodell
    2. Mehrkosten von ca. 1000,--€ pro Ofen für eine Heiztüre die die Prüfung für Raumluftunabhängigkeit standhält.
    Diese Mehrkosten können Sie an den Preis der HotBox« von Wodtke sehen.
    Sollte jemand eine andere Lösung haben, die
    1. funktioniert
    2. und vom Schornsteinfeger abgenommen wird,
    würde mich das brennend interessieren


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