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Arbeitskleidung auf dem Bau Sinnvoll oder Schikane?

Arbeitskleidung auf dem Bau Sinnvoll oder Schikane?

Arbeitskleidung auf dem Bau  Sinnvoll oder Schikane?

Gerade im Sommer sieht man auf den Baustellen oft Männer, die mit kurzen Hosen und freiem Oberkörper arbeiten. Wenn die Temperaturen nach oben steigen, ist das durchaus nachvollziehbar, wenn man nicht noch zusätzlich schwitzen will. Und dann Arbeitskleidung? Das ist doch Schikane vom ahnungslosen Gesetzgeber und der Fachkraft für Arbeitssicherheit. Oder doch nicht?

1. Arbeitskleidung schützt vor leichteren Verletzungen

Schrammen, Prellungen und blaue Flecken gehören fast untrennbar zur Arbeit auf dem Bau dazu. Wie schnell wischt man das Blut ab und arbeitet weiter, am Ende sogar ohne Desinfektion und Pflaster. Nichtsdestotrotz sollte man auch kleinere Verletzungen nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn schnell kann daraus eine Entzündung oder eine lebensgefährliche Blutvergiftung werden. Der stabile Stoff einer vernünftigen Arbeitskleidung schützt vor kleineren Blessuren und auch vor der Sonneneinstrahlung, die ebenfalls zu gesundheitlichen Schäden von Hitzschlag bis Hautkrebs führen kann.

2. Ohne Helm geht es nicht

Ein guter Sicherheitshelm sollte zum Standard gehören und alle vier Jahre ausgetauscht werden, denn das Material ermüdet und dann ist kein optimaler Schutz mehr gegeben. Selbst wenn der Helm noch akzeptabel aussieht, sollte er regelmäßig gewechselt werden. Erfahrungsgemäß wird er gern einmal in die Ecke geworfen oder hat im Laufe der Zeit auch einige Stöße abgefangen. So können Haarrisse entstehen, die im Ernstfall zu einem schnelleren Bruch führen und keinen optimalen Schutz gewährleisten. Auch Sonnenlicht und chemische Ausdünstungen können die Lebensdauer verkürzen.

3. Standfest mit Sicherheitsschuhen

Sicherheitsschuhe mit gutem Profil und einer Stahlkappe gehören zu einer vollständigen Arbeitskleidung auf dem Bau unabdingbar dazu. Wie schnell knickt man um, rutscht aus oder tritt in einen Nagel? Solche Unfälle geschehen schnell und führen zu Ausfällen. Allein schon im Interesse der eigenen Gesundheit sollte man nicht auf stabile Sicherheitsschuhe verzichten.

4. Mit Handschuhen zupacken

Handschuhe machen die Arbeitskleidung komplett. Sie geben einen guten Grip, denn man kann das Werkzeug oder die Balken besser und sicherer greifen. Gerade im Sommer, wenn man feuchte Hände hat, kann einem sonst schnell etwas aus der Hand rutschen und zu Verletzungen oder Schäden am Material führen.

Auf dem Bau gibt es die unterschiedlichsten Tätigkeiten und nicht bei allen Arbeiten sind in gleichem Maße gefährlich. Dennoch besteht für Beschäftige auf dem Bau ein erhebliches Unfall- und Gefährdungsrisiko. Um die Mitarbeiter zu schützen, hat daher jeder Arbeitgeber auch eine Fürsorgepflicht und muss dafür sorgen, dass Risiken minimiert werden. Hochwertige und entsprechend angepasste Arbeitskleidung und Schutzmaßnahmen helfen dabei.