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Bauen mit Eigenleistungen

Mögliche Probleme beim selbstbauen mit Ziegeln

Hallo!

Ich als Metaller habe vor, ein Einfamielienhaus mit 36 Plangeschliffenen Ziegeln im Dünnbettverfahren zu bauen. Das Haus soll unten große Glasflächen haben. Radlader und Handwerkszeug ist vorhanden.

Meine Fragen:

  • Würdet ihr mir dazu raten, den Robau selbst zu Mauern oder nicht?
  • Welche Risiken oder Probleme könnten mich erwarten?
  • Wie mach ich große Stürze?

Zeitdruck ist beim bauen nicht vorhanden.

  1. Ohauahauha...

    ... also, ich bewunder den Mut. Vor 30 Jahren hab ich den auch gehabt..:-) Aber, da hat ich zumindest Grundwissen, an dem es hier völlig zu fehlen scheint.

    Hol Dir zumindest jemanden, der sich damit auskennt und der Dich anleiten kann, nicht daß Du am Ende noch den Radlader brauchst um den ganzen Krempel dann zusammenzuschieben..;-)

  2. Trotz der großen Glasflächen...

    wird das Haus bestehend aus (nur) 36 Ziegeln wohl nicht sehr groß werden, bei der "Größe" sind die gestellten Fragen wohl nicht mehr so relevant. Und, Zeit ersetzt keine Fachkenntnisse...

  3. Was ist ein "Metaller"?

    Schraubenhändler, Mitglied der IGM oder ein Stahlbau-Ingenieur?
    Scherz beiseite!
    Es klingt ganz danach, als sollten Sie sich für die Projektentwicklung erstmal einen Architekten suchen und anschließend einen Statiker. Ersteren sollten Sie gleich zu Beginn vorwarnen, was sie alles selber machen wollen obwohl sie evtl. keine Ahnung davon haben und dass dies deshalb besonderen Planungsaufwand (eine überdurchschnittlich Werkplanung) bedeutet.

  4. Leute zieht das bitte nicht ins lächerliche

    Bin ein bischen enttäuscht.

    Natürlich meinte ich 36er Ziegel, und dass ich das Haus ohne Architikt und Statiker bauen möchte war nie die Rede!

    Ich will nur die Mauerarbeiten selbst übernehmen. Mit der Ausage Metaller meinte ich nur, dass ich handwerklich begabt bin und kein Sesselfurzer.

    Also im ernst: Stimmt es was in den Büchern steht, dass man einen Robau selbst mauern kann, wenn man Zeit und ein bischen Geschick mitbringt, oder eher Finger weg.

    Wenn nicht, was wären mögliche Probleme?

  5. Natürlich kann man

    wenn es ein einfaches Haus ist!
    Ecken sollten lotrecht sein. Auf Verzahnung (maximale Fugenbreite) ist zu achten. Klebeverfahren (Dünnbettverfahren) lt. Anleitung der Ziegelhersteller. Wenn die Mauerwerksmaße nicht mit den Baumaßen übereinstimmen sind Schiebestücke zu verwenden, geschnitten Steine sind nur in Ausnahmefällen zu verwenden. LHz werden gesägt und nicht (wie früher) mit dem Hammer geschlagen. Spannend wird es auch bei der Höhenanpassung der Fenster- und Türstürze. Dann ist zu beachten, ob es sich um tragende Stürze handelt. Nächste Herausforderung: Ringbalken oder Ringanker. So kommt eben eins zum andern... Sie merken also, sie brauchen doch einen Fachmann, der an der richtigen Stelle an alles denkt.

  6. Egal welcher Baustoff

    gibt es auch über all schöne Einzelelemente, die das Bauen erleichtern. Die sind nicht immer ganz preiswert.

    Für deine Stürze gibt es z.B. U-Steine. Träger lt. Statik rein, Beton rein, fertig. Die sind auch bestens für Ringanker geeignet, vergiss aber nicht Dämmung mit rein zu stellen. Wenn du noch nie mit Ziegeln gearbeitet hast, wird es bei Anpassungen wohl sehr krümelig.

    Auch wenn man einen Rohbau durchaus selbst errichten kann, deuten die Fragen auf Grund wohl fehlender Praxis nicht wirklich auf eine empfehlenswerte Mission.

  7. Man sollte schon mal dabei gewesen sein

    Hallo,

    also so eine Art Praktikum sollte man schon haben.

    Schließlich geht es nicht mit dem mauern los sondern mit dem betonieren der Bodenplatte. Da sollte man die Grundleitungen und den Fundamenterder nicht vergessen.

    Aber ich würde mir einen gebrauchten Mauerkran kaufen. Das war vor 5 Jahren noch günstiger, aber den braucht man immer. Der Baustoffhändler kann ihn dann mit seinem Verladekran auf das nächste Stockwerk heben.

    Wenn der Zimmermann mit einem Kran die Pfetten verlegt, kann der gleiche Autokran den Mauerkran wieder unten absetzen.

    Dann würde ich nicht mit 36,5-er Ziegel sondern großformatigen Steinen und dem Mauerkran arbeiten. Aber das sind Ansichtssachen.

    Es gibt jedenfalls viele Firmenunterlagen , die man erst einmal gelesen haben sollte!!

    pauline

    PS
    Habe damals den Architekten außen vor gelassen und die Statik selbst gerechnet. Aber da sollte man schon in irgendeiner Richtung ein Ingenieurstudium haben.

    Name:

    • Pauline Neugebauer

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