Bauen mit Eigenleistungen

Yton-Wände + offene Deckenbalken

  • Offen sichtbare Holzbalken an der Decke sehen schick aus und schaffen "Raumhöhe".
  • Ein Haus aus Yton-Wänden können wir uns leisten.

Passt das zusammen, also kann man eine Decke auf Holzbalken auflegen, die ihrerseits nicht auf Holz sondern auf Gasbeton-Wänden aufliegen? Und wie funktioniert das dann mit dem Obergeschoß?
Hat jemand Erfahrung damit oder ist das eine "Schnapsidee"?
Ich könnte mir vorstellen, dass es mit der Verbindung (auch in Sachen Wärmedämmung) nicht ganz unproblematisch ist. Aus welchem Material muss/darf dann die Decke sein? Wie viel cm die Balken aufliegen? Reicht das als Dämmung bei den Außenwänden oder gibt das eine Kältebrücke?
Bin mal gespannt...

Name:

  • Ro Bert
  1. Natürlich...

    ...geht das alles und so eine Holzdecke sieht auch wirklich schick aus. Nur ihr kommt ohne fachkundige Hilfe so nicht weiter. Für euer BVH braucht ihr zunächst einen Architekten für die übergreifende Planung bzw für das Gesamtkonzept und dann einen Bauingenieur für die Beanwortung der bauphysikalischen und statischen Fragen. Gehn tut alles, aber es ist letztendlich auch eine Frage des Geldes.

  2. Öhm...

    ...
    "Ein Haus aus Yton-Wänden können wir uns leisten"
    Da muß die Frage erlaubt sein, was denn die paar qm Außenwände für einen Unterschied machen?
    Sooo gewaltig ist der Preisunterschied zum Holzbau nicht. und das Thema mit der Holzbalkendecke ließe sich wesentlich günstiger lösen...

  3. Grundsatzdiskussion

    ...wollte ich eigentlich nicht lostreten. Sondern nur eine ganz konkrete Frage von den Wissenden beleuchten lassen. :-)
    Aber, um Euch zu antowrten:

    • Es ist klar, dass wir einen Architekten/Planer brauchen, und dass ein Statiker bzw. Bauingenieur uns dann konkrete bauphysikalische Fragen beantworten kann. Es ging mir aber, um die _prinzipielle_ Machbarkeit bzw. Sinnhaftigkeit. (Sorry, wenn das nicht so rausgekommen ist). Aber da lautet die Antwort ja scheinbar: Das geht.
    • Ich gebe zu: Das mit dem "können wir uns leisten" war etwas plakativ. Aber es scheint ja schon so zu sein, dass "ein paar qm Außenwände" einen Unterschied machen (vor allem dann, wenn es darum geht, ob man diese ggf. selber hinbauen kann).
  4. Warum Decke auf Decke?

    Warum wollen Sie eine Decke auf eine Holzbalkendecke auflegen?
    Die tragende Funktion und die optische Funktion kann die Holzbalkendecke allein erfüllen. Da braucht es keine zusätzliche Decke.
    Die Holzbalkendecke erhält oberseitig eine Sichtschalung und dann herkömmliche Fußbodenaufbauten (Estrich auf Trittschalldämmung, Trockenestrich etc.?
    Verstehe Ihr Problem noch nicht ganz.

  5. Selber bauen

    OHA, ich kenne ein Holzbausystem, bei dem man die Wände gut selbst montieren kann. Und zwar wesentlich leichter und risikoärmer als mit irgendwelchen Steinen. Vom Qualitätsunterschied ganz zu schweigen, das ist gar nicht vergleichbar. Dabei kann man selbst über Material und Stärke der Wärmedämmung und damit auch über den Preis entscheiden. Ob die Kosten mit denen für ein Porenbeton-Bausatzhaus vergleichbar sind, kann ich bis jetzt leider nicht beurteilen.

  6. Noch zur Montage

    Zwei Mann ohne Kran genügen. Fachliche Unterstützung gibt es natürlich. Die Wände stehen fast so schnell wie bei einem Fertighaus, müssen dann aber noch von innen gedämmt und beplankt werden.

  7. Massivdecke

    Hallo, machen Sie doch eine Massivdecke und setzen "Blindbalken" darunter. Falls es um die Optik geht.

  8. Sorry,...

    ...aber DAS ist ja wohl das allerletzte und an Geschmacklosigkeit wohl kaum noch zu überbieten. Dieser Vorschlag kann nicht ernst gemeint sein...

  9. Warten wir doch ab...

    Warten wir doch ab, bis der Fragesteller wieder antwortet, und erklärt, was er damit meint: "...eine Decke auf Holzbalken auflegen..."
    Ich vermute, dem Fragesteller ist nicht bewußt, dass es zu den herkömmlichen Bauweisen gehört, eine Holzbalkendecke auf Massivmauerwerk aufzulegen und auf der Holzbalkendecke einen schwimmenden Fußbodenaufbau aufzubauen.

  10. Wand - Decke - Wand

    Es geht nie darum, eine Decke auf eine Decke zu legen.
    Es ging darum, ob es möglich (und sinnvoll) ist, eine Holzbalkenkonstuktion für die Decke zu machen, wenn die Wände des EGA aus Yton sind. Im weiteren ging es darum, was dann im Bereich der Decke zu beachten wäre. Holz(balken) und Yton sind ja nun einmal verschiedene Werkstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften, also könnte es z.B. sein, dass man da bei der Wärmedämmung speziell aufpassen muss.
    Nach dem Deckenaufbau, geht es im OGA mit Yton weiter. D.h. die Wände des OG stehen auf der Decke und es gibt damit wieder einen Materialwechsel.
    Ich mache mal es vielleicht einfach mal als Beispiel (von unten nach oben): Yton EG-Wand, Holzbalken, OSBA-Platten, Trittschalldämmung, Wärmedämmung + Fußbodenheizung, Estrich, Yton OG-Wand, ggf. noch eine Decke, Holzdachstuhl, Dachdämmung, Dachziegel, Himmel... :-)
    Die Original-Frage bezog sich dann also darauf, ob es dann beim Übergang vom EG zum OG machbar ist eine Deckenkonstruktion mit offenen (sichtbaren) Holzbalken zu haben. Die grundsätzliche Antwort lautet (soweit ich es bisher verstanden habe): Ja das geht.

  11. Gehen tut Vieles, nicht alles.

    Abgesehen davon, dass mich gerade schaudert vom Lesen des angedachten Dachgeschosses (wie saurer Hering mit Himbeersoße), Sie benötigen dringend und als Allererstes einen Fachplaner vor Ort. Wir brauchen hier bei den geäußerten Vorstellungen gar nicht weiterdiskutieren. Und das hat noch nichts mit Geschmacksfragen zu tun.

  12. Insoweit machbar

    Das ist schon machbar. Wie es im Detail ausgeführt wird, was dort alles im Bereich der Statik, im Bereich von Materialübergängen, im Bereich von Wärmebrücken zu beachten ist, können wir Ihnen hier aber nicht erzählen. Das würde Ihnen auch nichts bringen, da Sie im Bereich von Vorüberlegungen sind. Wozu wollen Sie da wissen, wie das Auflager ausgeführt wird?
    Fakt ist, es ist üblich und möglich, Holzbalkendecken auf Mauerwerkswänden (bzw. auf Ringbalken) aufzulegen, denken Sie nur an die vielen Holzbalkendecken im Altbaubestand. Es ist auch üblich und möglich, im nächsten Geschoss weiter zu mauern, wenn Wand auf Wand steht. Trennwände im Deckenfeld sind da schon wieder gesondert zu betrachten.
    Also: Ihre Detailfragen sind erstmal unwichtig und werden von Ihrem Planer in Bezug auf ein konkretes Bauvorhaben an einer konkreten Planung beantwortet werden, wenn Sie denn den richtigen Planer einschalten.
    So ähnlich könnte das dann aussehen.
    http://www.agepan.de...er/lindern/3/003.jpg

  13. Himbeeren mit Soße + Danke für's Foto

    Himbeeren mit Soße sind eine Geschmacksfrage, über die sich sicher trefflich diskutieren lässt, wenn man sich die Zeit dazu nehmen mag. Ein Beispiel wiederum hat es an sich, einen Sachverhalt beleuchten zu wollen, nicht eine Vorgabe zu machen oder konkrete Planung auszudrücken. Ich entschuldige mich hiermit dennoch in aller Form bei allen schaudernden Lesern.
    ---
    Vielen Dank für das Foto! Das ist noch einmal eine bildliche Antwort auf die Original-Frage.


Hier können Sie Antworten, Ergänzungen etc. einstellen

  • Keine Rechtsberatung in diesem Forum - dies ist Rechtsanwälten vorbehalten.
  • Zum Antworten kann der Fragesteller sein selbst vergebenes Kennwort verwenden.
  • Andere Personen können das Kennwort wiki oder Ihr Registrierungs-Kennwort verwenden.
  • Kennwort