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Architekt / Architektur

Aus Seecontainern (HQ) ein Mehrparteienhaus bauen in der Theorie

Moin, mir geistert seit einiger Zeit der Gedanke durch den Kopf ein Haus zubauen, den Rohbau aus 40FT HQ Seecontainer zu errichten. Aussenmasse 12.192 x 2.438 x 2.896 L/B/H Zuladung: bis max. 26.590 to. Innenmasse 12.032 x 2.352 x 2.698 L/B/H 28,37m² Aufstellung in o um Hamburg

3x3 (o evtl. mehr)übereinander u nebeneinander und einem Dach. 3 Stöckigebauweise mit Dach wäre im Ortsbild vorhanden

Diese Frage ist eine Machbarkeitsfrage und noch nicht völlig zu Ende gedacht bzw ich bitte darum Detailpunkte etwas grosszügiger zu sehen bzw ausser acht zulassen.

Die Türen bzw das Containerende sind entfernt u durch ISO-Fenster/Glasselemente ersetzt. Die Vertikalen innen Wände sind entfernt u in den Aussenwänden entsprechende Aussparungen für weitere Fenster. Böden u Decken werden auf jeweils so auf höhe(das das Winkelprofil des aussen Rahmen ausgeglichen wird u Kabelschächte bzw Rohrleitungen für Heizung u Wasser darin untergebracht sind) gebracht das sie durchgängig über die Flächen gehen.Deckenhöhe bei ca 2.50m. Küche, Bad u Hauswirtschaftsräume würden so gelegt werden das sie übereinander liegen u lange Gefälle vermieden werden.

Die zwischen Räume bei den Containerstapeln werden mit (einer noch nicht bekannten)Isolierung verfüllt. Eine Verikale u Horizontale verbindung der Container wird auch eingebracht. Fassade/Dach wird auch Gedämmt nach Entsprechenden Normen.

In meinen Gedankenspielchen ergibt sich ein Bild : pro Ebene eine Fläche von ca. 85m² pro Ebene die ich frei mit Leichtbauwänden Unterteilen könnte und zu Wohnraum gestalten könnte oder nicht?
Statisch dürfte es doch keine Probleme geben oder? Deckenlast wäre ja in der Theorie von knapp 1T. pro m²

Ich weise nochmals darauf hin das es ein Gedankenspiel ist auf Machbarkeit. Geht jetzt primär um die grossen Gedankenfehler zu beheben. Wenn das so o so ähnlich Umsetzbar ist/wäre kommt sowie so ein Planungs- Architektenbüro mit ins Boot oder ob ich den Gedanken komplett verwerfen kann.

Ich hoffe keinen Shitstorm auszulösen und sondern viel mehr einen Kreativen Gedankenaustausch.

Frohes Neues Jahr und vielen Dank im Vorraus für die Antworten

Zugrunde liegende Gedankengänge:

40FT HQ Seecontainer gebraucht kostet ca 2000€ Brutto. 9 Stk. mit zurecht Schneiden, Transport u aufstellen 450000€(geschätzt 5000€ pro) für ca 250m²Rohbau finde ich das günstig. Dach, Innen u Fassade kommen ja so oder so noch dazu.(ob nu so o im konventionellen Bauvorhaben)

Name:

  • EiLaBa
  1. EFH kein Problem

    Einfamilienhausbau aus Containern ist kein Problem, auch mehrgeschossig. Beim Mehrfamilienhausbau kommen erschwerend leider Brandschutz- und Schallschutzanforderungen zwischen den einzelnen Wohneinheiten hinzu.

  2. Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit

    Ich habe solche Bauwerke mehrfach geplant und errichtet, ein hauptsächliches Problem sind die Gebrauchstauglichkeit sowie die langfristige Beständigkeit gegenüber den Elementen. Ob Sie die gebrauchten Container so ohne weiteres verwenden können bezweifle ich mal. Wichtige Themen sind zudem Brandschutz und Elektroanlagensicherheit. Was Sie vor allem auch benötigen sind Lösungen zu Heizung/Kühlung/Isolierung sowie zur Abdichtung gegen eindringendes Wasser. Vor allem letzteres ist bedingt durch Bauweise und Material auf Dauer problematisch. Soviel in Kurzform, ich suche nochmal ein paar Fotos und Pläne raus.

  3. Selbst für den EFH-Bau...

    ... ist das nicht lohnenswert. Für 45.000 Euro bekommste nen Rohrohrohbau auch locker hin.Dazu keine Probleme mit Bauphysik, kein Nachweis, ob das auch alles zugelassen ist, usw. usw. Flexibilität ist dann das alles entscheidende Stichwort. Aber das scheint so ein Silvester-Langeweile-Thema zu sein...

  4. Frage: Wie ist das eigentlich mit Handyempfang in solchen Kisten?

    Muss der Bewohner dann die VoIP-Funktion seiner Fritzbox nutzen, um zuhause (in der Dose) mit dem Handy zu telefonieren?

  5. EM Abschirmung (HF) nicht vorhanden

    Der Empfang von Mobiltelefonen ist absolut kein Problem Herr Tilgner, denn ein Seecontainer ist elektromagnetisch nicht gegen HF Felder abgeschirmt.

  6. so dann mal von oben....

    Schallschutz:

    ich denke von oben-nach-unten ist Schallschutz weniger das Problem, durch geringe Verbindung/Auflagepunkte und einbringen einer Dämmung zwischen den Container vertikal u dem Containerbodenblech dem eigentlichen Fussboden(zb Gummi/Kork/etc zb. bei einer Unterbodenkonstruktion aus Holz. Horizontal würde/könnte ja Unterbrechungen eingebaut werden das eine Durchgängige Fläche vermieden wird.

    Oder was meinten sie?

    Brandschutz:

    Welche Probleme sehen sie beim Brandschutz?

    Heizung/Kühlung/Isolierung/Abdichtung:

    Abdichtung ist ja in jedem Bauvorhaben ein wichtiges Thema. Wie ich oben angedeutet beschrieben habe würde eine Dämmung durch entsprechende WDVSA erfolgen. Hier ist natürlich die korrekte Anbringung durch eine Fachfirma ausschlaggebend für die Isolation u Dichtigkeit. Ebenso beim Dachaufbau ob nu Schräg-, Sattel,- Walm- oder Flachdach. Zum Heizen wird natürlich eine Heizung eingebaut u die Rohre im Boden o zwischen den Containern. Kühlen zb Fenster auf machen ;-) o ein Lüftungssystem mit zentraler o dezentraler Abführung.

    Elektroanlagensicherheit:

    Welche Probleme sehen sie da?

    Dauerhaftigkeit:

    So ein Container fährt durchschnittlich 12j bis 13j zur See. ist Wind u Wetter ja direkt ausgesetzt. Wenn man nun korrekt Abdichtet u Isoliert sollte die Haltbarkeit ja kein Problem sein. Stahlkonstruktionen sind ja oft "nur mit Schutzfarbe" gegen Witterung geschützt. Klar werden diese regelmäßig kontrolliert aber meine Konstruktion ist ja nicht direkt den Elementen ausgesetzt.

    Handy empfang:

    Die Leute sollen das Handy öfters mal bei Seite legen u lieber Festnetz telefonieren. :-)

  7. Thema Kosten

    Habe noch bissl im Netz geguckt.

    Kosten für pro/m² bei Containerbauweise ca 1100€(normal was immer das definiert) bis ca 1500€( gehoben was immer das definiert) Schlüsselfertig. Je nach Sonderausstattung natürlich auch mehr. Goldene Wasserhähne u Itl. Marmor kosten tüllich extra.

    Also im hier angeführten Beispiel bei 250m² u 1500€ je m² ca 375.000€.

    Ist die Frage an sie ist das viel o moderat/gleich o günstig

  8. Es gibt...

    ... einen bundesweiten Massivhausanbieter, der "schlüsselfertig" den qm DINA-Wohnfläche nach EnEVA für unter 1.000 Euro anbietet. Hinzu kommen dann nur noch die Malerarbeiten Bodenbeläge.

    Also, wo liegt der Vorteil in der Containerbauweise?

  9. Grundsätzlich sind Seecontainer nicht als Gebäude ...

    ... gestaltet worden, deshalb ergeben sich doch einige Spezialitäten. Wenn ich richtig verstehe wollen Sie die Container auch nicht aufgrund der an Endzeitfilme erinnernden Optik verwenden, sondern normale Wohneinheiten daraus machen. Das einzige was Sie dabei einsparen ist die Tragstruktur. Alles andere ist dafür aber nicht mehr von der Stange zu haben.

    Welche Probleme sehen sie beim Brandschutz?
    Es handelt sich um dünne Stahlboxen ohne jeden Feuerwiderstand. Den müssen sie nun komplett durch mehrlagige GK Platten oder anderes herstellen. Auch für die Fugen zwischen den einzelnen Boxen. Und für sämtliche Durchbrüche für Kabel und Leitungen. Da kann es durchaus zu unerwarteten Materialkosten kommen.

    Welche Probleme sehen sie bei der Elektroanlagensicherheit?
    Stahl ist sehr leitfähig, was bei der Planung berücksichtigt werden muss. Die Kabelverbindungen sind vermutlich teurer als im Massivbau. Die Wasser und Abwasserleitungen müssen zudem isoliert ausgeführt werden. Auch um einen Blitzschutz kommen Sie ggf nicht herum.

    Abdichtung und Isolierung
    Die Container werden sich auf zwei wesentliche Arten bewegen: thermische Spannungen und Schwingungen durch die Benutzung. Hinzu kommen die vielen Fugen. Rissbildung muss konsequent und konstruktiv vermieden werden.

  10. naja das ist ja der sinn ...

    ... der frage. lohnt bzw ist es umsetzbar.

    stellt zufällig dieser bundesweit agierende hersteller schwedenhäuser her u auch Mehrfamilienhäuser?

  11. Systembau

    Schauen Sie mal nach Systemgebäuden, in Deutschland lohnt sich die Verwendung von Seecontainern als Struktur für MFH nicht. Alho zum Beispiel liefert Schlüsselfertige Systemgebäude

  12. Ich sagte Massivbauer...

    ... und nicht Schwedenhausbauer ;-)

    Obwohl, wenn ich die letzte Schulung vom ift Rosenheim mir ins Gedächtnis rufe: Zitat: im Vergleich zu manchem Mauerwerk ist Holz massiv... :D

    In Hamburg stehen einige davon. Oder wenn wir klug bauen (schwedische Version), gibts ja etliches.

    Spaß beiseite: es gibt auch im HRB Modulbauweise, auch im MFH-Bereich. Energetisch unschlagbar. Ich würde auch behaupten, daß der aufgerufene Preis von 1500 mir keine Angst macht. Aber wie immer im HRB, besser gerade im HRB setzt das alles eine durchdachte Planung voraus. Und Planer, die HRB MFH können, sind rar gesät..


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